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…in einer Welt voll Scheiße!

“Zeitarbeit” – Part I / II / III / IV / V

“Die Lohnsklaven” – Part I / II / III / IV / V / VI

Zugegeben: Die Reportage “Die Lohnsklaven” ist, wie es der Titel ja auch schon vermuten lässt, eher reißerisch aufgebaut und versucht, dabei auch nicht gerade immer objektiv, durch ziemlich krasse Einzelschicksale ein wirklich überspitzt negatives Bild der Branche zu erzeugen. Für jemanden wie mich, der zurzeit keine sonstigen Ausgaben hat, mit Leih- bzw. Zeitarbeit einfach nur ein paar Monate ein bischen Geld verdienen will und eigentlich ganz andere Ziele im Kopf hat, ist so ne Geschichte eigentlich super erträglich passabel. Klar sind die Jobs dort totaler Mist, die Quatschtanten bei der Vermittlung wirklich Saudreist und die Bezahlung nicht gerade gerecht, aber dafür kann ich mir bald n’ paar nette Möbel bei Ikea kaufen und dann hat sich der Kram dort für mich auch erledigt.

Allerdings gibt es auch in meinem Betrieb 2 Fälle, von der Sorte von Leuten, die darauf hoffen irgendwann von der Firma fest übernommen zu werden, was natürlich auch nach hinten losgehen kann. Man kann dabei aber auch nicht alles über einen Kamm scheren und sagen das jetzt alle Leiharbeiter so arme Tropfen wären wie die in den Reportagen gezeigten. Teilweise haben es einige von den Leuten, die in solchen Jobs dann stecken, es auch wirklich nicht besser verdient als letztendlich dort irgendwann hängen zu bleiben und zu versauern.

Klingt hart, aber wenn, wie es bei jemanden in meinem Betrieb z.B. der Fall ist, man in seinem Leben nur Hauptschule gerissen hat, obwohl man auf einer Realschule war (und diesen Hauptschulabschluss auch noch obendrauf Sauschlecht!), danach dann fast 2 Jahre lang nichts (Wirklich einfach GARNICHTS!) gemacht hat und dann noch zu guter Letzt eine angefangene Ausbildung nach nen halben Jahr einfach abbricht weil man… und jetzt kommts… “Keinen Bock mehr darauf hatte” dann denk ich mir auch nur: “Was geht in deinen Kopp eigentlich so vor sich Kollege?”. So jemand, kann mir dann auch leider nicht mehr Leid tuen.

Autor: Sven

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