The Number 23

Nachdem Jim Carrey zuletzt als Blödelaffe in der Komödie Dick & Jane nicht wirklich einen Hit landen konnte, schlägt er wieder ernsthafte Töne an und beginnt zu rechnen. In Joel Schumachers Psychothriller The Number 23 spielt er einen einfachen Familienvater, der von einer Zahl besessen wird.

Walter Sparrow (Jim Carrey) führt ein beschauliches kleines Leben, bis ihm seine Frau Agatha (Virginia Madsen) zum Geburtstag ein scheinbar harmloses Buch über das Mysterium einer Zahl schenkt. Der Roman erzählt die Geschichte eines Detectives namens Fingerling, der sich in ein Netzwerk aus Mord, Sex und Paranoia verstrickt und schließlich von der Sagen umwobenen Zahl 23 besessen wird. Was Agatha nicht ahnt, Walter beginnt Parallelen zwischen sich und der Figur des Buches zu erkennen. Immer mehr steigert er sich in den Wahn um die Zahl 23 und droht schließlich selbst paranoid zu werden. Erst die Erkenntnis, dass der Mord im Roman möglicherweise reellen Ursprungs ist, lässt Walter wieder etwas zur Vernunft kommen. Er beginnt versteckten Hinweisen im Buch zu folgen und deckt dabei ein Geheimnis auf, welches sein Leben für immer verändert…

Naja, wirklich überzeugen kann Jim Carrey in dieser Rolle nicht grade. Zwar hat er bereits bewiesen, dass auch er ernsthafte Rollen verkörpern kann, aber hier tut er sich schon recht schwer. Das liegt aber auch an der mühsam konstruierten Geschichte: Es wirkt schlichtweck lächerlich, dass Walter auf einmal anfängt alles auf die Zahl 23 zu reduzieren und versucht, seiner Familie diese abstruse Verschwörungstheorie zu verklickern. Das die Zahl 23 eine Bedrohung darstellt, will dem Zuschauer nicht wirklich in den Kopf und da man eh sämtliche Schemen mathematisch entschlüsseln und verwurstelln kann, wirkt es auch nicht verwunderlich, dass alles immer wieder auf die Zahl 23 hinaus läuft. Somit ist die erste Hälfte des Films eigentlich nur Nervenkitzel für Mathecracks und Zahlenfreaks, erfrischend wirken lediglich die, bewusst überzeichnet dargestellten, Episoden des Romans um Detective Fingerling. Hier präsentieren sich die Macher künstlerisch Innovativ und bieten einige optisch reizvolle Kompositionen und Sequenzen, dieser Stil wird später auch für einige Rückblenden beibehalten. Erst nach der Wendung, dem möglicherweise reellen Ursprung des Buches, wird der Film zumindest kurzweilig interessant, denn jetzt benimmt sich Walter wieder halbwegs normal und versucht das Mysterium zu entschlüsseln. Leider ist der Zuschauer etwas schneller als er und hat doch einige Zeit vor ihm die Lösung parat, diese entpuppt sich zudem als enorm enttäuschend und recht lieblos zusammen geklempnert. Eine sehr klassische Auflösung, die weit ausholt und sich mit Klischeemustern begnügt, für den Zuschauer weder überraschend noch packend, denn durch die Macken der Story hat man natürlich auch nur wenig Bezug zu denn Protagonisten. Jim Carrey wirkt nur wie ein armer Irrer, umgeben von mittelmäßigen Darstellern in einem wenig originellen Psychothriller mit 2 bis 3 (WOW!!! 23) hellen Momenten.

Fazit: The Number 23 ist ein, wenig aufregender, durchschnitts Psychothriller mit einem sich abmühenden, aber nur passablen Jim Carrey und nem riesen Buhei um eine Zahl, die so schlimm gar nicht sein kann.

Autor: André

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