The Fast And The Furious: Tokyo Drift


Naja ich habs ja net so mit diesen getunten Kirmeskarren samt Diskobeleuchtung. Wer aber nach zwei schlechten Vorgängern, diversen Videogames und geschätzten 275 Folgen pimp my ride immer noch nicht genug von fetzig bunten Sportwagen mit Prolllackierung bekommen hat, für den gibt’s The Fast And The Furious: Tokyo Drift…wrrruuuummmm!!!
Die Story ist schnell erzählt: Shaun (Lucas Black) macht seiner Mami nur trouble und wird darum zu Papi in die Megacity Tokio geschickt. Auf Schule und Job is geschissen, Shaun macht sich schnell Freunde und Feinde in der dortigen Tuning-Szene. Autos sind doch das geilste und nach ein paar Drift‘s und Rennen kommen die Weiber von ganz allein…
Teil drei? Wirklich??? Nach Vin Diesel hatte nicht mal mehr Paul Walker Bock auf den Job und so musste ein dritter herrlich unsympathischer Schimpanse ans Steuer. Lucas Black mimt eine von Jugendlichen umjubelte Klischeefigur: den taffen Außenseiter. Nichts zu melden und nur Scheiße im Hirn aber trotzdem total cool. Auch in Tokyo Drift wimmelts von Stereotypen Charakteren: Mutti – Nutte, Vater – gescheiterter Gutmensch, Kerle – coole Typen, Frauen – hippe Disco Schicksen… In Tokio trifft Shaun den loyalen Kumpel, Marke Kasper und Schwarz (hier Lil‘ Bow Wow) und den coolen japanischen Erzfeind DK (nicht Donkey Kong) natürlich auch die Frau fürs Leben (eine Latinoschlampe) ist auch für jeden was dabei? Gut dann kanns ja losgehen:
Autos und Frauen darum geht’s in Tokyo Drift, eine fantastische Männerwelt für pubertäre Teenies. Mit Realismus hat das nichts zu tun: Konflikte werden durch Autorennen aus der Welt geschafft, Unfälle verursachen böses Kopfweh und kleine Schrammen, nur getunte Karren sind das Wahre und Frauen sehen aus wie notgeile Schlampen. Naja erwarten konnte man das ja aber befürworten HELL NO!!! Der Film sieht aus wie ein Musikvideoclip, auf Dialoge und Geschichte wurde gänzlich geschissen, die Autos sind die Stars aber mittlerweile auch übersättigt. Würde das ganze drei Minuten dauern könnte man es noch ertragen aber so? Da will man gar nicht glauben das solch ein Film von erwachsenen Menschen produziert wurde. Das einzig gute, er nimmt sich selbst nicht allzu ernst und verspricht nicht mehr als er halten kann: Autos und Frauen, wobei beides zwar in Massen aber ohne Variation angeboten wird. Wer also nicht auf Sportwagen und dürre Diskoschlampen steht, denn wird überhaupt nichts an Tokyo Drift begeistern.
Autor: André