The Execution – Eddie Adams
Autor: Sven
The Execution – Eddie Adams wurde am Montag den 09. Juni 2008 um 22:17 Uhr von Sven veröffentlicht und in der Kategorie Der tägliche Wahnsinn... abgelegt. Der Artikel wurde dabei mit folgenden Tags verlinkt: Internet, Sven, YouTube. Dieser Artikel wurde schon insgesamt 190 mal gelesen. Und Heute schon 2 mal gelesen. Und zuletzt am 16. May 2012. Du kannst alle Antworten zu diesem Eintrag via RSS 2.0 verfolgen. Du kannst auch eine Antwort hinterlassen oder einen Trackback von deiner Seite senden.
am 11.06.2008 um 14:12
igit ist das krank…wat soll dat denn? wird “the execution” ein dokufilm über vietnam? oder wolltest de einfach mal zeigen, was adam zu seiner zeit so aus’m krieg fotographiert hat.
zu Eddie Adams hab ich diesen wikipedia eintrag gefunden,
http://de.wikipedia.org/wiki/Eddie_Adams
der sich fast nur um die besagte fotographie dreht. interessant ist dieser absatz: “Später relativierte Adams die schockierende Wirkung des Bildes, da er die Aussage des Bildes für irreführend hielt. Der Gefangene habe vor seiner Erschießung die Familie von Nguyens (der Schützen) Vertrautem ermordet.”
am 11.06.2008 um 16:09
Natürlich ist das Krank… Das ist Krieg!
Ich finde die Geschichte hinter dem Foto äußerst interessant bzw. die Auswirkung dieses Fotos auf die Wahrnemung des Krieges, durch das amerikansiche Volk in der Heimat. Vielen Amerikanern wurde erst das ganze Gräuel und der Schrecken von Nam bewusst als dieses Foto bzw. diese Filmaufnahmen über die heimischen Televisionsgeäte flimmerten. Voher überwog zu grossen Teilen immernoch, obwohl bereits klar sein musste der Krieg sei verloren, der Tenor des amerikanischen Patriotismus beim amerikansichen Volk.
Das Bild bzw. die Aufnahmen haben eine gewisse Faszination, dadurch dass Sie A) eben halt so kalt wirken wie Sie es nunmal tun, Sie so kurz und prägnant eine so grausame Tat abbilden und sich nicht davor verstecken. Ich meine, allein wie die Tat ausgeführt wird! Als würde der Col. eine alltägliche Belanglosigkeit erledigen, wie etwa das Schuhe zuschnüren, Briefe öffnen… Die Aufnahmen zeigen für mich auch wie sehr ein Mensch, welcher längere Zeit einer gewissen Situation wie dem Krieg ausgeliefert ist, dadurch auch abstumpfen kann oder aber gerade erst sogar durch Sie eine Befriedigung erfährt.
Und B) was Medien mit den Menschen anstellen können. Erst durch die offentsichtliche verbildlichung der Gräultaten, des kalten und ungeschmückten Zeigens dessen zu dem zu was der Mensch alles nunmal fähig ist, erfuhren viele Amerikaner das erste mal überhaupt, WIE schlimm Krieg nunmal ist. Szenarien verdeutlicht zu bekommen die man sich nicht vorstellen kann oder überhaupt erst möchte, und dadurch aber auch etwas zu erfahren, über die Menschheit an sich, über die menschliche Bestie, das Monster in uns, ist einerseits zwar zutiefst schockierend aber andererseits auch die pure Verdeutlichung, Bewusstmachung und Spiegelung dessen was wir nunmal sind: Tiere!
Und zudem finde ich es auch doch äußerst bemerkenswert das man für einen “Schnappschuss” den Pulitzer bekommen kann.
am 12.06.2008 um 01:24
Ich glaube ja das vor allem Emotionen uns zum handeln bewegen – im Guten wie im Bösen – das macht uns eigentlich noch schlimmer als Tiere, denn die handeln wenigstens instinktiv.
Eastwoods “Flag of our Fathers” beschreibt auch ganz gut, was eine einzelne Momentaufnahme so alles bewirken kann. Prinzipell denke ich, dass sich kein Volk auf der Welt so einfach durch Medien manipulieren lässt wie die Amerikaner – ebenfalls im Guten wie im Bösen.