Twilight

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 26.10.2009 von André

Vorpubertäre Mädchenfantasien, verpackt in eine harmlose und langweilige Vampiregeschichte, das ist TWILIGHT oder BISS ZUM MORGENGRAUEN, der einführende Teil einer vierteiligen Trendroman-Reihe von Hobbyautorin Stephanie Meyers. Nike Air Max BW Femme Und wie das dieser Tage nun mal so ist mit den kommerziell erfolgreichen Trendromanen, konnte es ja nicht lange dauern, bis dieser nun auch in filmmischer Form über die Leinwände der Lichtspieltheater flackert und Scharen von Teeniegirls im schmalzigen Wust, ihrer eigenen Träume schmachten lässt.

Das traurige daran ist, dass sich TWILIGHT so verdammt berechnend verhält und zugleich unglaublich naive Scheiße erzählt, die weder sonderlich anspruchsvoll, noch wirklich unterhaltsam ist. ff14 gil for sale Ja, man kann sogar behaupten, dass TWILIGHT weder einen erzählerischen, noch einen künstlerischen Wert besitzt und sich dabei plump und schamlos simpelster Elemente bedient, um seine minderjährige Zielgruppe geschickt einzulullen und ihr das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Im Grunde sind Buch und Film nichts weiter als perfekt getimte Trendphenomene, die die Grundlagen einer trivialen Romanlektüre oder wahlweise TV-Soap, dreist mit einfachsten Horror- und Mystikelementen verknüpfen, um die derzeitige allgemeine Begeisterung der Kids für Tod, Fantasy und Gothic zu bedienen. Nike Lunartempo 3 homme Würde man sich die Mühe machen und das ständige hin und her der Titelheldin Bella, zwischen Faszination Freitod, dem Wunsch nach Unsterblichkeit und dem Wert des eigenen Lebens, genauer analysieren, man würde ein Szenario der kalkulierten Perversion vorfinden, aber ganz so teuflisch möchte ich TWILIGHT dann doch nicht bewerten, denn es handelt sich hierbei schließlich nur um einen Film und quasi den Nachfolger von Serien wie BUFFY, ANGEL oder ähnlichem, nur eben im Kino.

Die Handlung ist schnell erzählt, denn wie eingangs erwähnt, erzählt sie nicht sonderlich viel: da ist dieses Mädchen Bella (17), dass zu ihrem Paps in ein traniges dreitausend Seelen Örtchen namens Folks, irgendwo im kälteren Norden von Amerika, zieht. New Balance 999 homme Bella ist die Sorte Teeniegirl, die sich gerne vor der Welt versteckt, eine introvertierte Einzelgängerin, hübsch ohne es zu zeigen, mit Interessen Jenseits des Niveaus ihres Alters. asics gel noosa tri 11 homme Klar, dass die gewöhnlichen Multikulti Kids der Highschool ihr am Arsch vorbeigehen, währe da nicht dieser große metrosexuelle Knabe mit der vornehmen Blässe im Gesicht, dieser Edward. Edward ist der fleischgewordene Traum aller weiblicher Tweens: gutaussehend, groß, gepflegt, zurückhaltend, sensibel, einfühlsam, kultiviert, belesen, romantisch und mysteriös, denn Edward ist ein Vampir, was ihn für Bella und alle übrigen Girls der Welt, unglaublich aufregend und interessant macht. Aber das wirklich tolle ist, dass Edward eine verletzte Seele ist, ein Typ der sich hasst für das was er ist und der sich fürchtet vor dem, was er werden könnte und das gibt Bella den Rest. Adidas Superstar Femme Noire Sie muss ihn haben und so kommt es auch, natürlich platonisch, konservativ, Händchen halten, stundenlang anschmachte und dann irgendwann, der erste Kuss, fertig und ist das romantische Glück perfekt, taucht urplötzlich ein „böser“ Vampir auf, der Bella nach dem Leben trachtet, so das Edward zum Helden werden kann und seine Liebste schützen muss…

Im wesentlichen, passiert also 1 ½ Stunden nichts, außer romantisch, naives Gesäusel, bis völlig unmotiviert aus dem Nichts, diese plötzliche Bedrohung auftaucht, um fast schon entschuldigend, zumindest kurzweilig, für Spannung zu sorgen. Air Jordan 8 Homme Für über 2 Stunden Laufzeit, ist das definitiv zu wenig Geschehen und das auch noch so unerträglich bieder und brav, denn TWILIGHT möchte ausschließlich die minderjährige, weibliche Zielgruppe bedienen und macht sich gar nicht erst die Mühe einem reiferen Publikum zu gefallen.

Dementsprechend hart muss dann auch die Kritik ausfallen: TWILIGHT bietet keinen nennenswerten Höhepunkte und bewegt sich auf dem Niveau von Teenagern, weiblichen Teenagern muss man dazu sagen, den für die Kerle hat der Film im Grunde gar nichts und für die Mädels nur die verträumten, blumigen Weltanschauungen, die sie sich in ihren jungen Jahren so herbeisehne. Nike Air Max 2011 Femme Ein Film so zäh wie Kaugummi und langweiliger als Gras beim wachsen zu beobachten, sowas kann man als Teenieserie machen, sollte man aber im Kino vermeiden.

Rundumschlag der Kurzreviews (Aug09)

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 18.10.2009 von André

ZERRISSENE UMARMUNGEN

In Spanien zählt Regisseur Pedro Almodóvar schon lange zu den Besten seiner Zunft. nike air max 97 homme International ist er vor allem seit seiner spritzigen Komödie „VOLVER“ (ebenfalls mit Penélope Cruz) in aller Munde. Nike Femme Mit „ZERRISSENE UMARMUNGEN“ präsentiert Almodóvar nun ein nicht minder prachtvolles, farbenfrohes Melodram.

Die Geschichte dreht sich um einen erblindeten Regisseur und Autoren, der sich an die große Liebe seines Lebens zurück erinnert und damit alte Wunden und längst Vergessenes, wieder ans Licht bringt.

Die große Liebe ist natürlich Penélope Cruz, Almodóvars erklärte Muse, die wohl keiner wie er so wunderschön, stark und zerbrechlich zugleich, in Szene setzen kann. Nike Air Max Command Homme Ich bin wirklich kein großer Fan von Cruz, aber was Almodóvar mit ihr macht und aus ihr raus holt, ist einfach großartig.

Der Erzählung kann man hingegen ein paar Längen nicht absprechen, das stört aber nicht wirklich angesichts der prachtvollen Bilder und minutiösen Inszenierung. Die Farbpalette ist reich, satt und bunt, wirkt aber niemals aufgesetzt oder kitschig. Hinzu kommt die präzise Inszenierung, die nahezu perfekte Kamera und natürlich die – größtenteils – großartig agierenden Darsteller.

„ZERRISSENE UMARMUNGEN“ ist ein Kunstwerk von höchstem Niveau und sollte keinesfalls versäumt werden, angesehen zu werden.

COCO CHANEL

Ohne Zweifel gehört Chanel zu den einflussreichsten und gefragtesten Modelables weltweit und dessen Gründerin Coco, mit Sicherheit zu den Interessantesten Persönlichkeiten ihrer Zeit. nike cortez nylon uomo Leider gestaltet sich der daraus resultierende aktuelle Film „COCO CHANEL“, als ebenso schlicht und farblos, wie der, seiner Zeit so prägnante Modestil.

Der Film erzählt von den jungen Jahren, der ehrgeizigen und vorlauten Coco, die sich als Waise aus dem Nichts etabliert und ihre Leidenschaft für Mode entdeckt. Im Fokus der Geschichte stehen allerdings noch viele andere Themen, von denen sich keines so richtig ins Zentrum rücken lässt und man sich daher laufend fragt, was der Film eigentlich erzählen möchte. Der Bezug zur Mode ist jedenfalls genauso schwammig und wage, wie die aufgesetzte Dreiecksbeziehung oder Cocos innige Verbundenheit zu ihrer Freundin.

Regisseurin Anne Fontaine führt äußerstunfokusiert und belanglos durch die Erzählung und gestaltet einen sehr konventionellen und eintönigen Biographiefilm ohne nennenswerte Höhepunkte. Das Audrey Tautou trotzdem keine schlechte Figur macht, ist für ihre Fans vermutlich der einzige Grund diesen Film dennoch zu ertragen.

PUBLIC ENEMIES

Ein Crime-Thriller von Michael Mann ist eigentlich immer eine sichere Sache. Nike Air Huarache Femme Nicht so jedoch bei „PUBLIC ENEMIES“, obwohl Mann mit seiner Stammcrew arbeitet und mit Johnny Depp und Christian Bale, zwei Topdarsteller besetzt, bleibt der Film über weite Strecken uninteressant und fade.

Inhaltliche Schwächen und fehlender emotionaler Zugzwang, wahren ja schon Bestandteile von „MIAMI VICE“, dafür entschädigte aber der düster-coole Buisnesslook. Manteau Parajumpers Femme Newport In Sachen Ästhetikkk und Visualisierung kann „PUBLIC ENEMIES“ da aber nicht mithalten, ohnehin ist die kühle, klare Optik für einen Genrefilm, der in den 30ern spielt, sehr gewöhnungsbedürftig und die oftmals uninsperierte, schlampige Kameraführung scheint der reichen Ausstattung und den Ansprüchen eines Michael Mann nicht gerecht zu werden.

Obwohl der Film auch sehr gelungene Momente hat und keiner der Darsteller negativ auffällt, lässt einen die Geschichte ziemlich kalt und die Referenzen zu Michael Mann machen diesen normalerweise passablen Streifen zu einer echten Enttäuschung, die man lieber übersehen sollte.

G.I.JOE – GEHEIMAUFTRAG COBRA

Der Erfolg der TRANSFORMERS-Filme beschert Hasbro dicke schwarze Zahlen, darum schickt der Spielzeuggigant, gleich mal die zweite seiner große Spielzeug-Actionserien in die Lichtspielhäuser. Nike Air Max 1 gs femme G.I.Joe ist hierzulande gänzlich unbekannt, wird aber in den Staaten groß gefeiert, es handelt sich um eine international operierende, streng geheime, militärische Spezialeinheit, bestehend aus Superagenten mit besonderen Fähigkeiten in allen bekannten und unbekannten Waffen- und Kampftechniken.

Der Film ist natürlich mindestens genauso bescheuert, lächerlich und inhaltslos zusammengetackert, wie die Vorlage. nike internationalist homme In vieler Hinsicht ist „G.I.JOE“ aber trotzdem genau das was TRANSFORMERS nicht sein konnte, nämlich unbeschwert unterhaltsam sowie freiwillig und unfreiwillig komisch.

Star Trek XI

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 14.10.2009 von André

startrekxi„Der Weltraum, unendliche Weiten…“ niemals konnte mich dieser CatchFrase so begeistern, wie die Ereignisse „…In einer Galaxie, weit weit entfernt.“ Ich meine: Stell dir vor, du bist um die zehn Jahre alt und da im Fernsehen stehen eine Handvoll Kerle, mit engen Uniformen, in einer billigen Pappkulisse, die die Brücke eines Raumschiffs darstellen soll, und diskutieren über Energieverteilung, Warp-Antriebe und Logik. New Balance 993 femme Und auf einem anderen Sender, steht ein junger Kerl und schwingt ein Laserschwert, während ein anderer Kerl, und sein zotteliger Freund, mit Blastern auf anonyme Soldaten, in weißer Plastikrüstung, bolzen… make your choice.

Trotzdem ist mir STAR TREK natürlich ein Begriff, immerhin hab ich alle Filme gesehen und in jede TV-Serie hineingezappt. Ich kann auch den Kult unzähliger Trekkies und Nerds nachvollziehen, die über Jahrzehnte mit Sternenflottenuniformen und Vulkanieröhrchen zu den Fanconventions rennen, um dort ihrer Religion zu frönen und auch als NICHT-Fan, war ich zuletzt doch sehr gespannt, was Produzent und Regisseur J.J. Abrams nach der legendär, trashigen Sci/Fi Serie der 60er, vier Spin Off Serien und insgesamt zehn Kinofilmen, noch aus dem TREK Universum raus kitzeln möchte, nachdem zuletzt die Next Generation Crew mit dem mittelprächtigen „STAR TREK: NEMESIS“ ihren Abschied von der Kinoleinwand feierte.

Die wichtigste Frage hierbei lautet: Kann man ein ganzes Universum, mit einer, über Jahrzehnte, liebgewonnenen und etablierten Enterprise Crew, in frischem modernen Look und völlig neuer, junger Besetzung, nochmal neustarten??? Kurze Antwort: Ja, man kann. Man sollte nicht, dass möchte ich an dieser Stelle nochmal betonen. Nike Air Max 2017 Femme Man sollte einen Meister Yoda nicht digital animieren und ihn, wie einen Laubfrosch, durch die Gegend hüpfen lassen. Man sollte Indiana Jones niemals mit Aliens in Verbindung bringen sowie heiraten lassen und seinen Sohn mit Shia LaBeouf besetzten. Nike Air Presto Femme Und man sollte eine Terminator Reihe nicht ohne Arnie ins Kino bringen… Aber all dies ist (und wird) geschehen, also warum soll man nicht legendäre Sci/Fi-Helden wie James T. Kirk und Mr. New Balance 574 homme Spock mit milchgesichtigen TV-Darstellern besetzen, zumindest im neuen „STAR TREK XI“ funktioniert dies, überraschend gut.

Überhaupt muss man sagen, niemals zuvor hat mich ein STAR TREK Film derartig gut unterhalten. J.J. Abrams (übrigens kein Trekkie) befördert ein ganzes Universum, mit viel Spaß und ordentlich KAWUMM! ins nächste Jahrtausend. Nike Air Max 97 Femme Ein neuer glamouröser Look, junge, unverbrauchte Darsteller, schicke Effekte, viel Ironie, viel Humor und alles schön laut. nike air huarache ultra uomo Abrams hat im TREK Universum ordentlich entrümpelt, die Brücke der Enterprise auf Hochglanz poliert, viel Action hinzugefügt und den Nerd-Faktor auf ein erträgliches Level gefahren. nike pas cher Kurz: STAR TREK ist frisch, modern und sexy. adidas nmd femme Restauriert und aufpoliert, um die nächste Generation Trekkies und eine breite Masse Kinopublikum für sich zu begeistern.

Am überraschendsten ist hierbei die neue Besetzung, von der ich dachte, sie käme am schlechtesten weg, aber Kirk, Spock, Pille, Uhura, Scotty und der Rest sind auf den Punkt getroffen und repräsentieren all das, wofür sie schon soviele Jahre, von den Fans, verehrt werden. New Balance 009 femme Auch die Ausstattung ist sehr passable; modernes Design, schicke und laute Effekte, abwechslungsreiche Action, breit gestreut und gut platziert. Viele kleine Highlights, kein großer Knall, die größte Schwäche des Films; seine Dramaturgie. Kurzweilige Spannungsbögen und flache Charakterentwicklungen, lassen den Film inhaltlich nie über Serienniveau hinaus wachsen, hinzu kommt, dass die Handlung ein Desaster ist. Durchgeknallte Romulaner, Schwarze Löcher und Zeitreisen bieten reichlich Angriffsfläche für massive Plot Holes und Logikfehler. So clever wie der Film sein möchte, sogar eine Erklärung für Änderungen und Neuanfang im TREK Universum liefert, ist er nicht, doch das schmälert den positiven Gesamteindruck nur gering, steht hier doch in erster Linie nur die gelungene Präsentation der neuen (alten) Crew nebst ordentlich Unterhaltung auf dem Programm.

Zu diesem Zweck setzt Abrams neben lauter Action und den üblichen bombastischen Effekten auch auf viel Humor und Ironie. So werden des Öfteren die charmant, berüchtigten Charaktereigenschaften der Crew auf die Schüppe genommen: Kirk baggert was das Zeug hält, Pille reißt einen OneLiner nach den anderen, Sulu vermasselt seinen ersten Warpsprung, Chekov bekommt Probleme mit der Spracherkennung der Enterprise und Uhura zieht sich bis auf die Unterwäsche aus. Adidas Zx Flux Homme Grise Neben gelungenen Parodien und Zitaten, versteckt sich auch hin und wieder ein wenig dümmlicher Klamauk, das unterhält den Kleingeist und die Fans können kurz mal wegschauen, hätte doch viel schlimmer kommen können, siehe „STAR WARS EPISODE I: DIE DUNKLE BEDROHUNG“.

Doch, doch, Abrams macht vieles richtig und schickt die neue (alte) Crew, welche sich im Verlauf des Films, sucht und findet, samt Enterprise und viel Tam Tam zu neuen Abenteuern.

Drag Me To Hell

Abgelegt unter: Dem Sven ihm seine Kritiken, Filme am 24.06.2009 von Sven

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Inhalt: Christine Brown (Alison Lohman) führt ein glückliches Leben mit ihrem Freund Clay Dalton (Justin Long) in Los Angeles.

Als Kreditsachbearbeiterin entscheidet sie über die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden und kann vielleicht sogar ihrem hinterlistigen Kollegen eine Beförderung wegschnappen, wenn sie etwas skrupelloser mit Risikokandidaten umgeht. Bei einer geheimnisvollen Zigeunerin, die sie um Hilfe anfleht, bietet sich ihr genau diese Chance – sie hätte ihr ein Darlehen bewilligen können, entschließt sich aber mit schlechtem Gewissen für eine Ablehnung, um Punkte bei ihrem Chef (David Paymer) zu sammeln. Eine Entscheidung, die nicht folgenlos bleibt. Christines Leben wird zur Hölle auf Erden, denn die jetzt obdachlose Zigeunerin belegt sie mit einem mächtigen Fluch.

Beistand und Rat findet sie allein bei dem Seher Jas (Dileep Rao), der ihr einen möglichen, aber schwierigen Weg zeigt, der ewigen Verdammnis zu entgehen. Während die finsteren Mächte immer näher rücken, muss Christine eine weitere Entscheidung treffen: Wie weit wird sie gehen, um sich von dem Fluch wieder zu befreien?

(Pressetext: Universal)

Kritik: Schon bereits in den Opening Bills lässt uns Sam Raimi, durch das Einblenden des damals verwendeten Produktions Logos der Universal Company wissen, dass er nach seinem Ausflug in den Mainstreamsektor mit seiner “Spider-Man”-Triologie und knappe 17 Jahre nach seinem “Army of Darkness”, nun wieder zu seinen eigentlichen Wurzeln, zu seinen Erfolgen in den 80er und frühen 90er Jahren, mit seiner “Evil Dead”-Reihe und dem Kettensägen-schwingenden Bruce Campell in der Rolle des Ash, seinen tiefschwarzhumorigen, das Genre neu definierenden Storys und seinen nur allzu oft aus den typischen Schema herrausfallenden und äußerst skurillen Charakteren, zurückgekehrt ist.

Mit einem Paukenschlag katapultiert man uns dann schließlich auch direkt in den Film hinein und der geneigter Zuschauer wird bereits seine helle Freude schon allein an der Vortitelsequenz gehabt haben: Die Bewegung, das Tempo und die Rasanz in jedem einzelnem Frame deutlich spür- und sichtbar, die überdramatisierten, stark plakativen und stilisierten Perspektiven und Einstellungen sowie jenes von Minute Eins an klar wahrnehmbare “This is going to be one hell of a ride”-Feeling weisen einen in die richtige Richtung und verkünden lautstark: “Raimi ist zurück!”

Dabei war er ja eigentlich auch nie wirklich weg, der Raimi Sam. Doch vermutlich war auch für ihn, der nur knapp 100 Minuten kurze “Drag Me To Hell”, so etwas wie eine kleine Auflockerungsübung, ein kleiner rebellischer Befreiungsakt vom schwer lastenden, da äußerst kostspieligen und deshalb auch ebenso verantwortungsfordenden “Spider-Man”-Franchise. Die Teile II und III gehören mit ihren 200 bzw. 260 Millionen US$ an Budget immernoch zu den Top Ten der teuersten Filme aller Zeiten und der bereits angekündigte vierte, vermutlich dann 2011 in die Kinos kommende Teil der Reihe, wird da vermutlich auch nochmal zu übertrumpfen wissen.

Natürlich hätte aber wohl auch kaum ein anderer Regisseur besser in ein Projekt wie “Spider-Man” gepasst wie Sam Raimi, jener Mann der am Set stets im Anzug erscheint, ganz nach Vorbild von Alfred Hitchcock, bewies dieser doch bereits schon mit “Darkman” im Jahre 1990, dass er ein Händchen für jene, sich nicht allzu ernst nehmende Comicadaptionen besitzt. Doch nach dem etwas lustlos sowie überzeichned wirkenden und schlicht zu mageren dritten Teil und den u.a. darin völlig deplatziert wirkenden Tanzeinlagen von Peter Parker aka Tobey Maguire, musste mal wohl wieder ein etwas kleineres Projekt mit etwas mehr Bewegungsfreiheit für den Ausnahmeregisseur her.

Zusammen mit seinem Bruder und Hauptdrehbuchverantwortlichen Ivan, wühlte Raimi dann schließlich das bereits um 1992, also kurz nach “Army of Darkness” fertiggestellte Drehbuch zu “Drag Me To Hell” hervor und begann mit dem äußerst ungewöhnlichen, aber ebenso glaubhaften und liebevollen Casting.

Alison Lohman, welche wohl vielen Lesern hauptsächlich noch durch Tim Burtons Idee des ultimativen Unschuldsengels bzw. der Rolle der Sandra Templeton Bloom in “Big Fish” ein Begriff sein sollte, verkörpert nämlich so ziemlich das genaue Gegenteil einer tapferen und unerschrockenen Horror- und Splatterfilmamazone, welche grimmig durch Eingeweide, Schlamm und Körpersäfte stapft. Dementsprechend ist auch zunächst ihr Charakter, der der stets moralisch und ethisch integeren, mit sich selbst immer im Reinen befindlichen Bankangestellten Christine angelegt, welche aber im laufe der Handlung eine komplette 180° Kehrtwendung vollzieht und schließlich in einem Überbild, in einer Metathese der Ikonografie der ultimativen Kämpferfrau gipfelt, welches auch den hier zu lesenden Text einleitet.

Selbst beim zweiten mal Anschauen, wird man schlicht von der puren Plakativität der verwendeten Querverweise zum trashigen Horrorfilm der 80er Jahre, aber auch der schlichten Selbstreferenz seitens Raimi, in dieser Szene erschlagen und überwältigt. Einfach grandios unterhaltsam und köstlich amüsant.

Damit dürfte auch für Lohman endlich der Absprung vom braven Mädchen Image ein für allemal geschafft worden sein, hat Sie doch nun auf wirklich erstaunliche Art und Weise unter Beweis gestellt, dass Sie auch ganz anders kann als von ihr erwartet, nach noch solch eher misslungenen Ausbruchsversuchen wie z.B. in “Wahre Lügen” mit Kevin Bacon.

Aber auch Justin Long, welcher bisher eigentlich eher der reinen Komödie zuzuordnen war, sich aber mit dieser Aussrichtung ja auch bei “Drag Me To Hell” und unter Spaßvogel Raimi nicht allzu weit aus dem Fenster lehnt, sowie die für ihr Alter noch erstaunlich fidele Lorna Raver in der Rolle der bösen Zigeunerhexe Mrs. Ganush, bisher überwiegend im Serienbereich zu finden, leisten beide solide und unterhaltsame Arbeit.

Auch wendet sich Raimi, für ihn eher untypisch, einem wesentlich helleren Setting zu, als das dies noch bei seinen bisherigen Filmen der Fall war, wo ja das Bild doch noch überwiegend mit Dunkelheit und Finsternis durchsetzt war, was aber natürlich auch auf das verwendete Figurenkonzept von “Drag Me To Hell” und den dort eher schützenswerteren Charakteren, wie insbesondere eben Christine aber auch ihren Freund Clay zurückzuführen ist.

Das der Film ein wahres “Back to the Roots” seitens Raimi ist kann man ebenfalls an der noch wirklich plüschigen und gedämpften 80er Jahre Atmosphäre bereits zu Anfang des Filmes erkennen, wenn wir z.B. das etwas veraltet wirkenden Mobiliar auf Christines Arbeit begutachten dürfen, die mit den ätzend grauen und hellbraunen Tönen durchtänkten Filzstoffsessel und Schreibtische, oder aber eben auch Christine selbst, in ihren hochverschlossenen grauschwarzen Buissnesskostüm, wie es vornehmlich noch von Sekretärinnen in den Büros der Donald Trumps dieser Zeit getragen wurde.

Doch nicht nur die Austattung, sondern auch der Schnitt und die Kamera reisen zurück in die Zeit der “Reagonomics”, der Glamourisierung und Ideologisierung insbesondere der amerikanischen Finanz- und Börsenmärkte, der Zeit als es noch verdammt hip war, an der Wall Street oder im Bankengeschäft tätig zu sein, aber auch eben jener  Zeit in der der billig heruntergeburbelte Horrortrash einen erneuten Aufschwung durch den mittlerweile boomenden Videomarkt verzeichnen konnte.

Ob nun diese Verkettung des Filmes mit der damals noch so aufstrebenden Weltwirtschaft etwa wirklich eine etwaige Kritik an der derzeitigen Finanzkrise darstellen soll, so wie es einige Filmkritikerkollegen noch hiebei in ihren Artikeln resumierten, dessen bin ich mir selber doch noch eher unsicher, denn zwar ist der Ansatz hierzu klar vorhanden, der Stoff reicht aber nicht wirklich hierfür aus.

So ist aber “Drag Me To Hell” nicht nur in der reinen Optik, zumindest noch ganz zu Anfang des Filmes noch ein kleiner Querverweis auf die damlige Wunschvorstellung einer stetig wachsenden Wirtschaft, sondern auch insbesondere in seiner Erzählweise, eine deftige Hommage und stellenweise auch Persiflage, an die damalige Horror-, Gore- und Splatterkultur, in welcher ja schließlich auch Raimi selbst seine allerersten Erfolge verbuchen konnte.

Ohne Scham wird auch erneut die Grenze zur Selbstreferenz immer weiter und tiefer angerissen. So verbaute Raimi erneut, standardmäßig sein rostgelbes 1973er Oldsmobile, welches neben der Flasche “Maker’s Mark Whiskey” in bisher wirklich fast allen seinen Filmen auftaucht, sogar im Western “Schneller als der Tod” wo es allerdings als Planwagen getarnt war.

Neben diesen Gadgets alá “Big Kahuna Burger”, Trunkshots oder auch “Red Apple Cigarettes”, startet Raimi aber nochmal so richtig durch gen Ende des Filmes, wenn es dann wirklich an das “Eingemachte”, im warsten Sinne des Wortes geht. Wer sich in den letzten 15 Minuten von “Drag Me To Hell” nicht zwangsläufig auch nur ansatzweise an “Tanz der Teufel II” erinnert fühlt, demjenigen kann dann wirklich nicht mehr geholfen werden.

Dabei beschreitet Raimi diesmal allerdings auch wesentlich blutarmere Wege, als z.B. noch in “Tanz der Teufel” oder “Tanz der Teufel II”. Der Hauptschwerpunkt liegt diesmal doch wesentlich stärker als noch sonst, auf überzogenen und vollkommen plakativ abstrusen Ekelhorror: Der Eiter spritzt und die Galle fließt in Strömen. Dieses doch sehr amüsant vermittelte Bild wird dann noch zusätzlich durch die wirklich packenden und gerade auch durch ihre Einfachheit so bestechenden Schockeffekte abgerundet und komplementiert.

Ich hätte es mir zumindest nicht mehr vorstellen können, auch nur noch ein eiziges Mal in meinem Leben von ein paar simple knarrenden Holzböden, quitschenden Eisentoren und “Buh”-Flasheffekten so gut unterhalten werden zu können, wie eben in “Drag Me To Hell”.

Und auch wenn vieles, vermutlich aufgrund des eng gesteckten Zeitrahmens und eines wahrscheinlich eher niedrig angesetzten Budgets, dann doch per Griff in die Zauberkiste Computer realisert wurde, halten sich sogar die VFX und SFX die Waage und bilden ein kaum zu bemängelndes, rund laufendes und äußerst unterhaltsames Gesamtkonstrukt. Danke Sam!

Fazit: “Raimi Is Back” und zwar in voller Stärke und Vitalität. Der Regisseur der “Evil Dead”-Serie, welche übrigens 2010 von ihm selbst neu aufgelegt werden soll, hat sich vermutlich im strikt kontrollierten “Spider-Man”-Franchise ein wenig unterfordert gefühlt und beschreitet mit “Drag Me To Hell” wieder etwas ältere Pfade, welche allerdings äußerst erfrischend auf das aktuelle bzw. heutige Image des Horrorfilmes wirken, denn sein neuestes Werk ist ganz so, wie seine vorangegangen Horrorklassiker: Pures Genre, aber größtenteils auf den Kopf gestellt und persifliert.

In Anbetracht des derzeitig stark grassierenden “neuen Realismus” im Hollywoodaction- und auch Horrorkino, als direkte Antwort der Traumfabrik auf die Ereignisse von 9/11, sowie solch sich oftmals viel zu ernst nehmenden Tortureporn’s alá “SAW” und “Hostel”, als direkte Antwort auf Guantanamo, und natürlich und selbstredend der endlos langen Kette billiger und lieblos heruntergekurbelter Asia-Horror-Plagiate, wirkt Raimis neuestes Werk erfrischend leicht und köstlich unterhaltsam.

Viele seiner alten Fans dürften mit diesem durch und durch runden Gesamtpaket erstmal wieder zufriedengestellt sein und sich nun auch wieder gegenseitig darin versichern können, dass Rami immer noch seine eigentlichen Wurzeln zu erkennen vermag und diesen auch treu geblieben ist.

Denn “Drag Me To Hell” besticht durch alles was einen guten alten Raimihorror nunmal so ausmacht: Ekelsplatter at it best, rabenschwarzer Humor sowie skurril außergewöhnliche Kameraarbeit, Schnitttechnik und natürlich eben jene bunten und schrägen Charaktere. Ein Kinobesuch lohnt sich definitiv, für den bisher innovativsten Horrorfilm seit “Der Nebel“.

Autor: Sven

Sex And The City – Der Film

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 25.11.2008 von André

“Du kennst mich Süße, ich glaube nicht an die Ehe. Botox andererseits das klappt jedesmal.“

Ich wusste schon, warum ich vergangenen Sommer jede, auch noch so charmante Einladung von Bekannten und lieben Freundinnen abgelehnt habe, mir mit Ihnen den SEX-AND-THE-CITY-Film anzusehen. Nike Air Presto Homme Mal ganz davon abgesehen, dass ich nicht zur Zielgruppe gehöre, ich mag die Serie und hab Sie mir immer gerne angesehen, wenn auch längst nicht so regelmäßig und exzessiv wie zahllose Fans weltweit. Chaussures Nike Darum hat der nun produzierte Kinofilm, vier Jahre nach Beendung der TV-Serie, auch sicher eine Existenzberechtigung, immerhin konnte jeder, wirklich jeder beliebte Charakter für diese finale Reunion gewonnen werden.

Und trotzdem, irgendetwas fühlte sich falsch an, sich das im Kino anzusehen. adidas eqt Carrie & Co gehören für mich auf die Mattscheibe, da waren Sie sechs Jahre lang und haben TV Geschichte geschrieben: haben den Frauen von heute gezeigt, wie man sich als erfolgreiche, unabhängige Singlefrau, im New-Yorker-Dschungel behaupten kann und dass, trotz Männer, Mode und sündhaft teuren Schuhen, am Ende es immer die Freundinnen sind, die einem durch die leidlichen Episoden des Lebens helfen.

Nun sind Carrie, Samatha, Charlotte und Miranda also wieder vereint um ein großes Ereignis zu feiern: Carries Hochzeit mit John „Mr. Air Jordan 11 Homme Big“ Preston. Leider wird die groß aufgezogene Feier und Carries glamouröser Auftritt zum Desaster. Big kriegt Torschlusspanik und kommt nicht zum Altar, Carrie ist entsetzt und flüchtet mit Ihren Freundinnen in die Flitterwochen nach Mexico. Nike Air Max Command Femme Auch bei Miranda hängt der Haussegen schief, Ihr Mann Steve gesteht Ihr einen Seitensprung, worauf Sie Ihn empört verlässt und Samatha, mittlerweile nach L.A. umgezogen, quält sich durch den Alltag einer monogamen Beziehung und versucht der leckeren Versuchung Ihres attraktiven Nachbarn zu wiederstehen. Ach ja, und Charlotte wird dann doch noch schwanger…

Man merkt, dass die Gründe der Reunion eher fadenscheiniger Natur sind: Samatha ringt mit alten Problemen, Charlotte perfektes Leben wird noch perfekter und um Carrie und Miranda werden eher unmotivierte Konflikte gestrickt, die ein wenig Drama in den ansonsten harmlosen Komödie bringen sollen…sei‘s drum. Adidas Zx Flux Homme Grise Viel schwieriger wiegt der Verlust der alten Werte, die die beliebte TV-Serie einst auszeichneten. Was wurde aus der Unabhängigkeit, aus dem großen Glück in dem die Männer nur die zweite Geige spielen? Warum möchte Carrie auf einmal heiraten? Warum sorgt Sie sich um Ihre finanzielle Sicherheit ohne Mr. asics gel lyte 5 donna Big? Warum glaubt Sie plötzlich, Sie sei ohne Mann verloren??? Dieser Wandel, von der selbstbewussten und unabhängigen Carrie, zur verängstigten und unsicheren Carrie, ist nicht nur traurig und unverständlich zu beobachten, sondern widerspricht auch sämtlichen Aussagen der TV-Serie. Nike Flyknit Lunar 3 homme

Wie zum Ausgleich wirkt hingegen Mirandas völlig übertriebener Emanzenausbruch dem armen Steve gegenüber. nike cortez bambini Dieser steht, den Tränen nahe, wie ein Schluck Wasser vor seiner Göttin Weib und gesteht Ihr den einmaligen Fehltritt, als Folge der sechs monatigen Flaute im eigenen Ehebett. Doch Miranda bleibt erbarmungslos und wirft Steve und Ihr Glück überstürzt auf die Straße, um sich von nun an als betrogene Frau und Singlemom selbst zu bemitleiden. Nike Air Max 2018 Homme In der vorm Altar stehen gelassenen Carrie, findet Sie die perfekte Leidensgenossin und so quälen sich die beiden, einen entsetzlich langen Zeitraum gemeinsam durch ihr Elend. Während Charlottes Schwangerschaft kaum Erwähnung findet, sorgt einzig Samantha für ein paar heitere Momente und spricht Wahrheiten aus, die Ihrem ursprünglichen Charakter entsprechen. Sie bleibt sich am Ende treu und findet als einzige zu den Wurzeln der TV-Serie zurück. Die anderen Mädels scheinen verloren und lassen sich in die traditionelle Rolle der Ehefrau und Mutter zurück drängen, sehr sehr schade.

Desweiteren fand ich den Film mit 145 Min. Parajumpers Femme Masterpiece Celine Laufzeit eindeutig zu lang. Nach einem stimmigen und glamourösen Auftakt wird die Story entsetzlich zäh und fade und lässt mit dem zu erwartendem Happy End viel zu lange auf sich warten. Die Stimmungen der TV-Serie werden dabei kaum erreicht und immer schwerer wiegt der unverständliche Wandel der einst so vertrauten Charaktere, von dessen Sympathie allein weite Strecken des Films leben müssen. Wo inhaltlich neue Wege gegangen werden, da wurde Äußerlich kaum etwas geändert. parajumpers france Der Look des Films sprengt nicht den der Serie und bleibt eigentlich zu unspektakulär für einen Kinofilm – wie gesagt Carrie & Co gehören auf die Mattscheibe – das wäre aber alles kein Problem gewesen, hätte man dafür die inhaltlichen Qualitäten der Serie nicht über Bord geworfen, so ist SEX AND THE CITY – DER FILM nur ein fader Aufguss der TV-Serie und kann auch nur von deren Prestige zehren.

Burn after Reading

Abgelegt unter: Dem Sven ihm seine Kritiken, Filme am 05.11.2008 von Sven

butrn-after-reading.jpg Burn after Reading Inhalt: »Burn after reading! – Nach dem Lesen vernichten!« so eigentlich müsste die Anweisung für die Lektüre der Memoiren des suspendierten CIA-Agenten Ozzie Cox (John Malkovich) lauten. Doch daran denken die Fitnesstrainerin Linda Litzke (Frances McDormand) und ihr gutaussehender, aber etwas dümmlicher Kollege Chad Feldheimer (Brad Pitt) natürlich nicht im Traum, als sie zufällig eine CD mit dem offensichtlich brisanten Manuskript in der Umkleidekabine ihres Clubs finden. Die beiden wittern das ganz große Geschäft mit den geheimen Staatsaffären. Dass aber ausgerechnet die Liebesaffären des sexuell umtriebigen Regierungsbeamten Harry Pfarrer (George Clooney) die Erpressungsversuche behindern würden, konnte natürlich niemand ahnen. Schon bald ist den Amateur-Erpressern eine ganze Horde diverser Geheimdienste auf den Fersen. Und dann kommen auch noch die Russen ins Spiel… (Pressetext: Tobis) Kritik: Hollywood auf der Suche nach seinen Ursprüngen. War 2006 eine Rückkehr zum Film-Noir deutlich spürbar, wohl auch bedingt durch die starken Misserfolge im Irakkrieg, und ist seit 2007 wieder vermehrt einer Auffrischung der klassichen Heldengeschichte gefragt, so wendet man sich jenseits des Atlantiks derzeit auch gerne wieder Geschichten mit satirischen Unterton zu. An Vorbildern wie den großen Screwball-Komödien alá Frank Capras “Mr. Deeds geht in die Stadt” (1936), “Es geschah in einer Nacht” (1934) oder aber auch Hitchcocks “Mr. und Mrs. Smith” (1941), wird sich neuerdings wieder mehr oder weniger stark orientiert. Das Verlangen nach mehr Skurilität innerhalb der Geschichten seitens Hollywood, macht derzeit sogar vor Slapstickgrößen wie Monty Phyton oder Chaplin nicht Halt und plündert fröhlich in der eigenen Filmgeschichte was das Zeug nur hält. Eher missglückte, oder vielmehr einfach plump und lieblos umgesetzte Auswüchse dieser, momentan noch eher zurückhaltenden Bewegung, kann man z.B. bei 08/15 Comedy-Schnulzen wie “What Happens in Vegas” (2008) oder “Over Her Dead Body” (2008) begutachten, wo der, für das Genre der Screwball-Comedy, eigentlich auch so fundamentale Bestandteil des ewigen Geschlechterkampfs, vergleichsweise dann doch eher simple und nur auf die gröbsten Bestandteile reduziert, schnell und nur mit wenig Herz abgerattert wird. Filme wie “Wall-E” (2008) oder Serien wie “Sex and the City” (1998-2004) bzw. dessen gleichnamige Kinoauskoppelung aus 2008, wissen hierbei schon eher zu Punkten, da Sie bewusst versuchen altbewertes in die Neuzeit zu überführen oder gar auf einer ganz anderen und dafür moderneren Metaebene abspielen zu lassen, ohne jedoch dabei, aber den Kern der Geschichte aus den Augen zu verlieren bzw. schleifen zu lassen. mu legend redzen for sale Eine ebenfalls gelungenes Beispiel der Synthese von klassichem Genre, nämlich dem der Slapstick, und modernem Storytelling, stellt aber auch z.B. Michel Gondrys “Be Kind Rewind” aus dem Jahre 2008 dar, welcher allerdings genau umgekehrt verfährt. Gondry-typisch bedient er sich nur im Detail, in einzelnen Momenten und Szenen seiner Vorbilder, aber im Kern der Geschichte versucht er etwas ganz neues zu erzählen und somit also etwas gewagtere und mutigere, damit natürlich aber auch gleichzeitig unsicherere Wege zu beschreiten, als noch oben genannte Werke. Auch der hier zu besprechende “Burn after Reading” rutscht ganz eindeutig zweideutig in eben jenes Genre der klassischen Screwball-Komödie, stellt somit ebenfalls einen modernen Bastard dar, welcher versucht eine Chimäre ähnlich “Be Kind Rewind” zu formen, welche im Kern als äußerst Coen-typisch im Stile des Film-Noir, jedoch in den einzelnen kleinen Momenten als pure Screwball-Comedy daherzukommen vermag. Da wären zum einen die, eigentlich für die beiden Regie-Brüder nicht verwunderlichen, äußerst unterhaltsamen und mit Wortwitz durchtränkten Dialoggefechte die sich diesmal u.a. Hollywoodgrößen wie George Clooney, Tilda Swinston, John Malkovich oder Brad Pitt, je nach Situation und Szene, gegenseitig an die Köpfe pfeffern dürfen. Doch teilweise erreichen die Dialoge bei “Burn after Reading” einen ganz und gar anderen Status als z.B. noch bei “The Big Lebowski” (1998) oder “Fargo” (1996). Denn waren Sie in den genannten vorangegegangenen Werken noch klar und unmissverständlich mit einer, stets dem Plot dienlichen und vorrantreibenden, wirklichen Aussage dahinter verbunden, so werden sie nun größtenteils um ihrer Selbstzweck, also der reinen Idee des Witzes, verwendet. Dies fördert natürlich noch umso mehr das Gefühl, man säße gerade in einer typischen Screwball-Komödie, da für dieses Genre damals eben auch oftmals so verfahren wurde, Geschwätz einzufügen um des Geschwätzes Willen, zur reinen Unterhaltung und nicht um wirklich den Plot voran zu treiben. Keineswegs soll dies nun heißen der Film böte an Inhalt nur heiße Luft oder würde auf der Stelle treten und nicht wirklich vorwärts treiben, ganz im Gegenteil. Denn für genügend Überraschungen innerhalb der Storyline haben die Coens auch diesmal, wieder erneut gesorgt. Und auch die kleinen Seitenhiebe auf das C.I.A., den Schönheits- und Fitnesswahn in unserer Gesellschaft und die sinnetleerte und hohle Spießigkeit der Upperclass wurden verstanden, aber… Wenn man den Film allerdings wirklich böses wollen würde, so könnte man natürlich behaupten er käme einfach nicht an die Klassiker der beiden Brüder heran, was sowohl Dialoge und Charaktere, als aber auch Plot und Story betrifft. Dies mag sogar stimmen, da eine, wie bisher eigentlich auch immer bei den Coens verwendete und bei dem Genre des Schachtelfilms auch typische, wirklich überraschende Auflösung der gesamten Geschichte am Ende ebenso fehlt, wie auch eine wirkliche Tiefe oder gar Entwicklung seitens der Charaktere, was auf den ersten Blick natürlich auf grobe Faulheit und Unlust seitens der beiden Autoren schließen lassen würde, vor allem weil man eigentlich weiß, das die beiden spätestens seit “No Country for Old Men” (2007) besseres abliefern können. Ein weiterer Beweis dafür, soll übrigens auch der Film “Barton Fink” (1991) von den beiden darstellen, wovon ich mich selbst aber bisher noch nicht überzeugen konnte, da ich ihn nocht nicht gesehen habe. Ähm… Back to Topic: Doch das die Dialoge teilweise mehr auf Witz, als auf wirklichen Inhalt ausgelegt sind, soll, wie bereits erwähnt, vermutlich einfach noch stärker den Screwball-Charakter des Films unterstreichen, wohingegen die Charaktere bewusst relativ eindimensional gehalten wurden um sie als klare Satiren und Karikaturen zu verstehen. Dadurch das der Film realtiv flott voranschreitet und die Story trotz ihres verwirrenden Aufbaus doch recht zügig abgehandelt ist, würde der Aufbau wirkliche tiefgängiger Charaktere einfach nur unnötig Zeit schinden. Das gesamte Projekt wurde vermutlich eher weniger (von allen Beteiligten!) als nächster wirklicher Kultfilm betrachtet, sondern vielmehr als Fun-Projekt, welches lediglich kurzweilig unterhalten soll, sowohl auf Seiten der Schauspieler und Mitwirkenden, als auch beim Publikum. Das anscheinend zumindest die Schauspieler bei diesem Projekt wirklichen Spaß hatten, lässt sich dann auch in praktisch jeder Sekunde des Films spüren. Allen voran, und nach den Trailern eigentlich wirklich überraschend, bleibt vor allem George Clooneys Interpretation des teilweise äußerst schmierigen und zum Ende hin auch arg paranoiden Ex-Secret Agent Harry, dem Zuschauer lange Zeit im Gedächtnis. An zweiter Stelle wären hierbei sowohl Tilda Swinston, als herzloses, unterkühltes Miststück, als aber auch Brad Pitt als etwas beschränkter Fitness-Spinner zu nennen. Pitt jedoch verliert sich allerdings irgendwann im eigenem Over-Acting und dem Zurückspuhlen und Wiederholen der einzelnen Ticks, Marotten und Macken der Figur, was zur Folge hat, das seine Rolle des Chad ziemlich scchnell anfängt zu nerven. Einzig Malkovich, leistet hierbei lediglich nur routinierte Arbeit, was aber auch an einer schlechten deutschen Synchro gelegen haben mag. Nun könnte man den Film allerdings aber eben auch nicht nur als reines Fun-Projekt, sondern sogar auch als bewusstes Statement der beiden Brüder an Hollywood betrachten, die bei diesem Film auch wesentlich stärker auf das handwerkliche Können bei Regie und Dialog, als auf die Geschichte an sich gesetzt haben. mu legend zen for sale Dabei trieben sie ihr Spielchen sogar schon fast soweit, das man den Film beinahe als Farce seiner selbst wahrnimmt und die zum Schluß folgende “Auflösung” nur noch als das krönende i-Tüpfelchen. Vielleicht, aber nur vielleicht, stellt “Burn after Reading” somit auch eine kalte Abrechnung dar, ein “Fuck You” an Hollywood, welches sich Jahrelang schon dreist an solch plötzlich dagewesenen Regie-Wunderkindern wie Quentin Tarantino, Guy Ritchie, Kevin Smith oder eben auch den beiden Coen-Brüdern genüßlich labt und dabei mittlerweile sogar schon nicht mehr davor zurückschreckt, eben jene damals so neuen Ideen einfach radikal auszuschlachten, auf die simpelsten Mechanismen zu reduzieren, diese dann gewohnt routiniert zu kopieren und somit radikal an ihre reine Geldmaschinerie anzupassen. Bewusst auf den, durch Filme wie “Pulp Fiction” (1994), “Snatch” (2000), “Memento” (2000) oder “The Big Lebowski” (1998) für Hollywood anscheinend, klar berechenbar gewordenen Faktor “Kult” reduzierte Streifen, wie “Shoot ‘Em Up” (2007), “Running Scared” (2006), “Smokin’ Aces” (2006), “Lucky Number Slevin” (2007) oder “Kiss Kiss, Bang Bang” (2005) mögen zwar allesamt vielleicht noch recht Unterhaltsam sein, sogar auch teilweise zumindest im Ansatz wirklich ernsthaft versuchen neue und eigenständige Wege zu beschreiten, jedoch fehlt ihnen ganz eindeutig oftmals einfach das Herz und die Seele die wirklich für einen Kultfilm nötig sind. Man spürt einfach ob da nun ein Drehbuchautor, ein Regisseur oder ein Kameramann mit Leib und Seele hinter einem Projekt steht, oder anstelle dessen nunmal die Konzerne und Majorstudios mit ihren klaren Kosten, Nutzen und Gewinnberechnungen. Gerade diese Reduzierung von einstiger vollkomener Individualität und Kreativität, welche Regisseure wie die Coen-Brüder einst so auszeichnete und auch noch immer auszeichnet, auf eine simple Rechnung, dürfte auch die Coens selber, nicht gerade begeistern. Weswegen der Gedanke nahe liegt, das beide nun mit ihrem aktuellen Werk und dessen Auflösung bzw. dem geschicktem Spiel mit den Erwartungen des Zuschauers, ein klares Statement gegenüber Hollywood setzen wollten. Wenn man nämlich beachtet, was die Coens diesmal im Vergleich zu ihren früheren Werken anders gemacht haben, fallen einem nämlich zunächst einmal natürlich, oben bereits erwähnte, Punkte wie z.B. eben die Gestaltung der Dialoge oder der Charaktere auf, aber eben auch ganz besonders der, im Vergleich zu früheren Werken, extrem andersartige Aufbau der einzelnen Szenen bzw. deren Untermalung durch den Score. Hatte man bei “Fargo” oder “The Big Lebowski” noch stets klar vor Augen geführt bekommen, das alles nur ein “Spiel” ist, alles nur “Entertainment” und “Fun”, gemixt mit schrägen Dialogen und Charakteren, so läuft es trotz den konträr dazu, noch wesentlich eindimensionaleren Charakteren bei “Burn after Reading” gerade erst durch die Wahl des Scores und den Szenenaufbau, teilweise dem Zuschauer eiskalt den Rücken herunter. Streckenweise wird eine derart extreme Spannung in den einzelnen Szenen erzeugt, das man einfach denken muss es würde gleich Wer-Weiß-Was passieren. Doch der Schlag folgt zugleich, denn spätestens nach den nächsten Schnitt muss der Zuschauer festellen, das der Klimax zwar erreicht wurde, aber entweder überhaupt keine oder aber lediglich eine humoritische Auflösung folgt. Dieses Spiel mit den Erwatungen des Zuschauers bzw. dem Bruch der typische Erzähl- und Auflösungsgform des Schachtelfilmgenres, welches Sie ja praktisch mit neu definiert haben, könnte man, wenn man eben noch weitere Punkte wie Dialog, Plot, Rolleninterpretation und Charaktere an sich, mit einbezieht, als Statement seitens der Coens verstehen, das ihrerseits der Zenit somit überschritten ist, dass das kommerzielle Hollywood Sie mal am Arsch lecken kann und das Sie die Schnauze voll haben von billiger Abkopiererei. Dies ist natürlich zunächst erstmal alles reine Interpretation meinerseits und vielleicht hat die beiden ja auch, was den Score und Aufbau der Spannung in den einzelnen Szenen von “Burn after Reading” angeht, ja doch noch ein wenig ihr “No Country for Old Men” angeheftet. Man wird erst einmal abwarten müssen ob sich diese These in naher Zukunft bewahrheitet. Aufschluss darüber können uns nur die kommenden Werke von Joel und Ethan Coen geben. Fazit: “Burn after Reading” ist eine relativ kurzweilige, dafür aber sehr unterhaltsame und streckenweise auch wirklich neue und überraschende Krimikomödie, mit etlichen Anlenungen an das Genre der alten Screball-Comedys, was sich in flotten und knalligen Sprüchen und äußerst skurilen Charakteren bemerkbar abzeichnet. Der, von vielen vermutlich erhoffte, Superhit alá “The Big Lebwoski” ist es leider diesmal nicht geworden und der Film versteht sich wohl mehr als Fun-Projekt unter Hollywood-Kollegen. Denoch ist er sehr sehenswert und es lohnt sich definitiv, ihn auch mehrere Male zu sich zu führen, da weniger die Geschichte und die Story im Vordergrund steht, als das Spiel an sich. Wenn ihr es nicht mehr ins Kino schaffen solltet bevor der Film abläuft, ist es nicht so gravierend, denn er reicht auch allemal auf DVD zu Weihnachten.

HELL.A. Magazine Blog Nr.1:

Abgelegt unter: Allgemein am 02.10.2008 von André

“Hank hasst Euch alle.

‚N paar Dinge hab ich auf meinem Weg durch diese verrückte Nebensache namens Leben gelernt:

  1. Ein Ort voller Peinlichkeiten ist besser als eine Nacht in Einsamkeit.
  2. Ich werd wahrscheinlich nicht in die Geschichtsbücher kommen, aber garantiert in deine Schwester.
  3. Wär’s ganz schön wenn unten rum ein Hauch von Scharmhaar zu sehen wär.

Ich mein damit nicht nen riesigen 70er-Jahre Playboybusch oder so was, nur etwas das mir verrät, buy cheap ffxiv gil dass ich Oralsex bei nem Erwachsenen praktiziere.

Aber ich schätze, die allergrößte Frage ist: Warum ist die Stadt der Engel so wild darauf ihre weibliche Bevölkerung zu zerstören?“

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Mords Spaß mit DEXTER

Abgelegt unter: Allgemein am 14.09.2008 von André

ACHTUNG: Hier kommt eine Crime-Serie der besonderen Art. Mit zwei Jahren Verspätung – weil in den USA schon 2006 angelaufen – kommt, die viel gelobte Serie, mit der etwas anderen Hauptfigur, nun endlich auch hierzulande ins FreeTV. Bühne frei für DEXTER:

Dexter Morgan arbeitet als Forensiker bei der Spurensicherung von Miami, Spezialgebiet: Blut. Genauer, die Untersuchung und Analyse von Blutspritzern am Tatort, was er meisterhaft beherrscht. Außerdem unterstützt Dexter seine Schwester Deborah – die ebenfalls bei der Polizei arbeitet – dabei die Karriereleiter zur Mordkommission empor zu steigen und er umsorgt, liebevoll und geduldig, seine sozial gehemmte Freundin und deren zwei Kinder. Dexter lebt ein perfektes, markelloses und unauffälliges Leben, doch all dies ist nur Fassade, um seine wahre Natur zu verbergen, denn tatsächlich ist Dexter ein Psychopath, ein Serienkiller, mit dem unheilbaren Drang zu töten…

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The Witchblade

Abgelegt unter: Filme, Strandgut am 12.05.2008 von Sven

Holy Batman! Endlich mal wieder eine positive Nachricht aus Hollywood. Für 2009 ist eine Verfilmung der “Witchblade“-Comics vom amerikanischen Top Cow-Verlag als Kinofilm angesetzt!

witchblade.jpg

Neben der, ebenfalls von Top Cow bzw. in Deutschland dann unter Splitter/Infinity vertriebenen, “The Darkness“-Serie, den “E.V.E. – Proto Mecha”-Novels von TC und den vom Cliffhanger-Verlag gepublishten Serien, wie “Danger Girl” oder “Crimson”, waren die Storys um Detective Sara Pezzini und das mystische Artefakt der “Witchblade” in meiner Teenagerzeit eindeutig meine Lieblingscomics. Und die nun angekündigte Realverfilmung stellt für mich persönlich, nach dem “Punisher” von 2004, so etwas wie eine Art “Holy Grail” unter den Comicverfilmungen dar, auf die ich mich jetzt schon freu wie Hulle!

Da, zumindest laut dem offiziellen IMDB-Eintrag, Top Cow anscheinend mittlerweile auf den gleichen Zug wie die großen Vorbilder DC und Marvel springen will, und erstmal direkt eine eigene Produktionsfirma für die “The Witchbalde”-Verfilmung gegründet hat, könnte es sogar sein, dass wenn genannter Film in 2009 einen einigermassen akzeptablen Erfolg verbuchen kann, sich der Verlag… äh das Studio entscheidet irgendwann vielleicht sogar “The Darkness” auf die Leinwand zu bringen. FreuFreuFreu!

Es bleibt nun nur noch zu hoffen, dass der Film keinerlei Bezug hat zu der damaligen TV-Serie, welche hierzulande auch kurzzeitig auf RTL II lief aber allerdings ein vollkomenes Disaster für den geneigten Fan war. Die Hoffnungen liegen also ganz auf Michael Rymer der wohl die Regie bei dem Film übernehmen soll. Rymer zeichnet sich unter anderem verantwortlich für die neuen “Battlestar Galactica“-Folgen, so wie den eher unspektakulären, aber vom visuellen Stil zumindest gelungenen “Queen of the Damned” mit der mittlerweile ja verstobenen R’n'B-Sängerin Aaliyah in der Hauptrolle.

via: F5 – Fünf Filmfreunde
Autor: Sven

double KILL

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 22.04.2008 von André

HITMAN:

MR. BROOKS:

Diese Woche im Videoverleih stieß ich auf gleich zwei Neuheiten die sich mit einer – eher ungeliebten – Randgruppe unserer Gesellschaft befassen: den KILLERN.

Selbstverständlich ist „Killer“ nur ein Oberbegriff der sich in viele unterschiedliche Kategorien aufteilen lässt, ebenso unterschiedlich wie die Filme in denen sie auftauchen können, oder – wie in diesem Fall – zu Protagonisten werden.

Film Nr.1 stammt aus dem Genre: Action und befasst sich mit der Person des „Auftragskillers“. Es handelt sich um HITMAN, die Videospielverfilmung des gleichnamigen Strategie/Shooters der Firma Eidos. Im Spiel steuert man den professionellen Auftragskiller „fourtyseven (47)“ und muss auf möglichst effiziente und unauffällige Weise, kriminelle oder korrupte Machtinhaber um die Ecke bringen.

Im Film wird 47 von Timothy Oliphant verkörpert, der zwar etwas jünger wirkt als die Vorlage, aber durchaus in der Rolle gefällt. Im zur Seite steht die relativ unbekannte Olga Kurylenko, die immer sexy mit dem Arsch wackeln darf, schön knappe Kleidchen trägt und ein paar Mal auch nur mit Slip auskommt – ist natürlich lecker Eyecandy für die Kerls, aber zu Olgas Verteidigung; sie spielt eine Prostituierte.

Die Handlung ist – wie erwarten – Standard: Agent 47 (Timothy Olyphant), ein Killer mit Prinzipien und Nerven wie Drahtseile. Doch wird aus dem kühlen Jäger auf einmal der Gejagte: Er gerät in die Fänge eines politischen Machtspiels und wird selbst zur Zielscheibe von Interpol und dem russische Militär. Während er den Attacken seiner Gegner ausweicht, kämpft Agent 47 darum, herauszufinden, wer ihn aus dem Weg räumen will – und warum! Die größte Bedrohung besteht für ihn allerdings in der geheimnisvollen, attraktiven Frau Nika (Olga Kurylenko)…(Quelle: Pressetext)

HITMAN ist gar nicht so schlecht wie man ihm nachsagt – und der unendlich schlechte Pressetext vermuten lässt, die DVD-Fassung hat „keine Jugendfreigabe“ und dementsprechend heftig und konsequent geht es auch bei den zahlreichen Ballerszenen zu. Dabei steigert sich der Aufwand der Action kontinuierlich, wobei jeder der Szenen hübsch choreografiert ist und durchaus zu unterhalten weis. Natürlich ist der Streifen nicht sonderlich Innovativ und bietet leider auch gar nichts Neues was man noch nicht gesehen hätte. Aber 2-3 Mal fühlt man sich schon an das coole Actiongame erinnert und Timothy Oliphant sieht auch immer cool aus, in dem signifikanten Anzug von 47.

Insgesamt also sicher kein wirklich einschlagender – aber dafür recht solider – Actionfilm dem man sich auf DVD – schön laut – gerne zu Gemüte führen kann.

Film Nr.2 ist ein GEHEIMTIPP, er heißt: MR.BROOKS, ist ein Thriller und erzählt die Geschichte eines „Serienkillers“ der eigentlich keiner sein möchte.

Von der Handelskammer zum Mann des Jahres gekürt, scheint Earl Brooks (Kevin Costner) auf dem Höhepunkt seiner Karriere angelangt zu sein. Weder seine Frau (Marg Helgenberger) noch seine studierende Tochter (Danielle Panabaker) ahnen etwas von seiner, versteckten, alzu dunklen, mörderischen Seite.

Vor zwei Jahren hat er mit dem Töten aufgehört, Brooks versuchte seine Sucht nach dem Töten mit regelmäßigen Besuchen bei den Anonymen Alkoholikern zu bekämpfen. Doch dann überkommt ihn wieder die alte Mordlust. Sein imaginärer Freund Marshall (William Hurt) unterstützt ihn bei seinem Vorhaben, denn dieser konnte die zweijährige Auszeit nie richtig verstehen.

Bei dem ersten Doppelmord nach der Pause wird Brooks jedoch fotografiert. Der unfreiwillige Zeuge Smith (Dane Cook) erpresst Brooks mit den Bildern und droht zur Polizei zu gehen, falls er ihn nicht mit auf seine Mordzüge nimmt. Als sich zudem die hartnäckige Ermittlerin Tracy Atwood (Demi Moore) an die Fersen von Smith heftet und an der Uni von Earl Brooks Tochter ein grausamer Mord geschieht, überschlagen sich die Ereignisse…(Quelle: Pressetext)

Regisseur Bruce A. Evans und Co-Writer Raynold Gideon überraschen mit einer äußerst einfallsreichen und Genre untypischen Handlung, bei der sie den Serienkiller Earl zu ihrem Protagonisten machen. Das Interessante daran ist; das Earl wirklich böse ist, tatsächlich Unschuldige umbringt und obendrein auch noch an Schizophrenie leidet. Earl ist eine akute Bedrohung für die Gesellschaft und trotzdem findet man ihm irgendwie sympathisch. Das liegt vor allem an Kevin Costner und William Hurt, bei deren bizarren Dialogen, es unglaublich viel Spaß macht zuzusehen. Costner zeichnet nach Perfekt World endlich mal wieder einen bösen, interessanten und facettenreichen Charakter, der sich neben seiner Mordsucht auch mit familiären Problemen herum schlagen und mit William Hurt einen großartigen Co-Darsteller hat, der seine Rolle des imaginären Marshalls sichtlich genießt.

Etwas unausgegoren wirkt lediglich der Plot um Demi Moore in der Rolle von Detectiv Tracy Atwood. Die schlägt sich nicht nur mit den Ermittlungen der Brooks-Morde, sondern außerdem mit Jagd nach einem weiteren Serienkiller herum. Dieser Erzählstrang gibt der Handlung zwar immer mal ein paar Spannungselemente, ist aber im Prinzip völlig überflüssig.

Sieht man über diese kleine Schwäche hinweg, gestaltet sich Mr. Brooks aber als äußerst unterhaltsamer und ungewöhnlicher Genrefilm mit vielen interessanten Ideen und gut gelaunten Darstellern, auf DVD sehr sehenswert.

Autor: André

Remakes, Reboots, Sequels…

Abgelegt unter: Der tägliche Wahnsinn..., Filme am 15.03.2008 von Sven

Ich habe langsam echt die Schauze gestrichen voll! Von mir aus darf man ja gerne in Hollywod mal hier und dort auch einfach die faule Schiene fahren und wenn es den auch nur ein wenigstens halbwegs brauchbarer Stoff war, halt dann davon Fortsetzungen drehen, Sequels und Prequels anfertigen.

Auch gegen Triologien habe ich nichts, ich liebe Triologien sogar. Die “Zurück in die Zukunft”-Reihe ist einfach göttlich, “Scream” I-III werden zwar chronoligisch gesehen mit jedem weiterem Sequel immer schwächer, aber müssen sich trotzdem nicht vor sich selbst schämen. Ja sogar die “Matrix”-Triologie geht noch klar, auch wenn dies keineswegs heißen soll das Teil II und III hierbei nicht wesentlich besser hätten verfilmt werden können und ich nicht ebenfalls enttäuscht war nach dem Kinobesuch. Das gute Ansehen von “Terminator” I und II wurden dann leider etwas geschwächt durch den dritten Aufguss, aber selbst damit kann ich immernoch noch leben.

Sind z.B. auch die “Rocky” und die “Rambo”-Serien würdevoll beendet worden, so glaubte man zumindest, so sind bei gescheiterte Fortsetzungen aus vergangenen Tagen aber auch eindeutig als Beispiel die neuen “Star Wars”-Prequels, die “Fluch der Karibik”-Nachfolger oder aber auch solch gänzlich unnützes Zeug wie “Dirty Dancing II” zu nennen.

Sind Fortsetzungen schon selten wirklich gute Filme aber dennoch halbwegs annehmbar, beweisen sie meistens ja doch noch ein paar wenige aber dafür neue Ideen seitens des Drehbuchs und gehen vielleicht sogar halbwegs respektvoll mit ihrer Geschichte um, gibt es aber noch ein weiteres Übel aus Hollywood.

Remakes oder gar Reboots von ganzen Reihen, gehen meistens einfach überhaupt gar nicht klar, da Sie fast immer schlechter sind als das Original, oftmals überbudgetierte und dann lieblos hingekotzte Massenware, welche keinerlei cinephilen oder liebevollen Bezug zu ihren Vorgänger hat. Trotzdem gibt es Sie und ich möchte auch nicht bestreiten das auch dabei hin und wieder einige Perlen entstanden sind.

Zack Snyders “Dawn of the Dead”-Remake z.B. ist wirklich äußerst gelungen, aufgrund der persönlichen Leidenschaft des Regiesseurs zum Originalfilm auch liebvoll umgesetzt und zählt auch deshalb zu einen meiner Lieblingsfilme. Jeddoch sind hierbei “Solaris”, “Superman Returns”, “Planet of the Apes” und “The Hills Have Eyes” ebenso gute Beispiele für die vielen schlechten und/oder auch lieblosen Remakes bzw. Reboot-Versuche zu nennen.

ABER… Worum es mir hierbei eigentlich geht: An manchen Filmen darf man sich einfach NIE-MALS (!!N-I-E-M-A-L-S!!) mit einem Remake, Reboot oder Sequel/Prequel vergreifen. NIE-MALS!!!

Warum ich mich so aufrege? Hier eine kleine Liste der kommenden bzw. geplanten Großprojekte aus Hollywood…
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No Country for Old Men

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 05.03.2008 von André

„Was soll dieser Typ eigentlich darstellen? Das ultimative Arschloch?“

Ein Rancher mit 2 Mil. $ Fundgeld. Ein psychopathischer Serienkiller von der Leine gelassen. Ein Sheriff der den Kampf gegen das Böse müde geworden ist. Willkommen in einem Neo-Western der seines Gleichen sucht.

No Country for Old Men ist die filmische Adaption des gleichnamigen Buches von Pulizerpreisträger Cormac McCarthy und erzählt eine klassische Westerngeschichte um Leben, Tod und alles was damit zusammen hängt. Es ist schwer diesen Film zu beschreiben, selbst wenn man stringent die Handlung von Vorn bis Hinten runter rasseln würde und damit alle Plots und Twists preisgibt, könnte man das Ganze nicht mal im Ansatz erfassen. Klar ist der Film ist mehr als es scheint, voll Metaphorik und Tiefgründigkeit die man gar nicht vermuten würde. In jedem Fall lässt er mehrere Interpretationsmöglichkeiten zu deren Fazit sich jeder selber stricken darf.

Bereits den ersten Minuten des Films merkt man an, dass hier absolute Könner am Werk waren. No Country for Old Men ist sehr subtil und ruhig erzählt, fast ohne Score oder Soundtrack, nimmt sich viel Zeit für Details und Charakteretablierung, führt den Zuschauer langsam an die Geschichte heran und erzeugt dadurch genau die richtige Stimmung für das was dann kommt. Man würde nicht übertreiben wenn man sagt, dass dieser Film perfekt inszeniert ist, bestens ausbalanciert, voller Intensität und Spannung, nie übertrieben, nie zu langatmig, hart und blutig aber nicht maßlos, einfach (ja ich wiederhole es gerne) perfekt. Dieser Dichte kann man sich praktisch nicht entziehen und wird so automatisch in die Geschichte hinein gezogen und ich nenne hier bewusst keine Details um das Erlebnis nicht vorweg zu nehmen, wer den Film sieht oder gesehen hat weis genau welche Szenen ich meine. Was ich jedoch sagen darf ist, dass Joel und Ethan Coen den Regie-Oscar redlich verdient haben, denn ich behaupte einfach mal, man kann diesen Stoff nicht besser verfilmen, vielleicht anders, aber niemals besser.

Ein Teil dieser Perfektion muss man natürlich auch den Darstellern zusprechen, allen voran natürlich Javier Bardem (ebenfalls mit dem Oscar ausgezeichnet). Seinem Psychokiller möchte ich nicht mal bei Tag in der Fußgängerzone begegnen. Ich schäme mich auch nicht zu sagen: „Der Kerl macht mir Angst.“ und das auch noch auf sympathische Art und Weise. Ich schwöre, zweimal hab ich den Wahnsinn in seinen Augen gesehen, sowas kann man nicht spielen, der Kerl ist krank. Auch Josh Brolin als Rancher war großartig, oft schweigsam doch wenn’s sein muss schlagfertig und auch nicht auf den Kopf gefallen, wie man bei so Hillbilly Cowboys eigentlich vermuten könnte. Zentrum der Geschichte, auch wenn es anfangs nicht so erscheint, ist aber Tommy Lee Jones als alternder Sheriff, seiner Figur sollte man, um das große Ganze besser zu begreifen, die meiste Aufmerksamkeit zukommen lassen und genau hinhören was er zu sagen hat. Das ist nämlich kritisch, düster, traurig und dramatisch und fast das Spektrum der Erzählung ganz gut zusammen, auch wenn das Fazit nicht sonderlich positiv ausfällt, so ist es doch ehrlich und das versteht ein Tommy Lee Jones bestens zu transportieren.

Was soll ich noch sagen…4 Oscars, darunter Bester Film des letzten Jahres. No Country for Old Men ist ein Meisterwerk seines Genres: Top Story, Top Darsteller, Top Inszenierung, wer das verpasst ist selber schuld, von mir gibt’s absoluten Anschau-Befehl.

Autor: André

Hollywood: Lahmgelegt!

Abgelegt unter: Allgemein, Filme am 09.01.2008 von Sven

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Das die WGA (Writers Guild of America), die amerikanische Gewerkschaft für Autoren in Film- & Fernsehproduktionen, sich seit November 2007 im Streik befindet, dürfte mittlerweile sogar in Deutschland jeder mitbekommen haben. Die Gründe und möglichen Konsequenzen, sowohl für die USA als aber auch für Europa, scheinen allerdings eher selten bekannt zu sein.

Zunächst einmal muss man dabei auch den Unterschied zwischen der Bezahlung eines deutschen, und der eines amerikanischen Dreh- buchautoren verdeutlichen. Hierzulande ist es ja zum Beispiel gang und gäbe, die Weiterverwertungsrechte für seine Arbeit unentgeltlich an den Brötchengeber abzutreten und am Ende mit einer vorher fest ausgehandeltes Summe ausgezahlt zu werden.

In den USA hingegen verfährt es sich allerdings wie folgt: Nicht nur die Schauspieler, Produzenten und Regiesseure sondern auch die Autoren werden am Gewinn des jeweiligen Filmes prozentual mitbeteiligt. Ein einfaches und gerrechtes Prinzip möchte man meinen: Je mehr Leute ins Kino gehen und meinen Film sehen wollen, desto mehr Geld bekomme ich auch für meine Arbeit. Doch Hollywood liebt den Glamour, seine kreativen Autoren liebt es nicht.

In den letzten Jahren erschlossen sich völlig neue Märkte, wie z.B. die Vermarktung via Internet und Mobilfunkwerbung oder aber auch jene über DVD, und hierbei wurden die Autoren gänzlich übergangen. Von einer DVD die für 20$ in den USA verkauft wird, bekommt der jeweilige Autor lediglich 3 bis 4 Cent pro verkaufter DVD. Bei der Vermarktung übers Internet sieht es sogar noch miserabeler aus: Lediglich 1,2 % der Einkünfte beim einmaligem Hochladen von Programmen, Serien und Filmen ins Internet wandern zu den Autoren. Bei sämtlichen Downloads von Internetseiten wie iTunes gehen sie sogar komplett leer aus.

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Zapping!

Abgelegt unter: Allgemein am 04.12.2007 von Sven

Das deutsche Fernsehprogramm ist mittlerweile nur noch inzestuöser Scheißdreck ohne jeglichen Sinn und Verstand!

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Der Bambi 2007

Abgelegt unter: Der tägliche Wahnsinn... am 02.12.2007 von André

Mit deutschen Preisverleihungen ist es ja immer ungefähr so wie mit deutschen Serien, also beides wirkt wie eine mittelmäßige bis schlechte Kopie des amerikanischen Vorbilds. Beim Bambi kommt erschwerend hinzu, dass auch noch nahezu alle Preisträger im Vorfeld bekannt gegeben werden. Damit überhaupt noch irgendjemand den langweiligen Ranz guckt müssen internationale Stars her. Bei deren Auswahl wird ähnlich verfahren wie Samstags kurz vor Ladenschluss im Supermarkt, man nimmt das was grade da ist.

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