Fluch der Karibik III

Abgelegt unter: Dem Sven ihm seine Kritiken, Filme am 11.06.2007 von Sven

“Fluch der Karibik III”

Fluch der Karibik III

Mh… Wo fangen wir an?

Am besten mit einer kurzen Beurteilung der Vorgänger: Anno dazumal hatte ich “Fluch der Karibik” auf Digital-Versatile-Disc, kurz DVD gemütlich bei mir zu Hause und alleine genossen. Ich ordne den ersten Teil mal der Sparte “flaches aber dennoch unterhaltsames Popcornkino” zu. Die Charaktere waren OK, die Action war OK und die Tatsache das das alles in ne nette Piratenkulisse verfrachtet wurde gab dem ganzen dann noch ne spezielle Note. Ich war durchaus für die knapp 140 Min. “entertained” und hatte meinen Spaß. Vielleicht hatte bei mir damals einfach die große Leinwand gefehlt und das dazugehörige Soundsystem, so das ich jetzt nicht gerade umgehauen wurde von dem Film und diesen dann auch schon wieder relativ schnell vergaß.

2oo6 kam dann “Fluch der Karibik II” und etliche Leute um mich herum drehten plötzlich vollkommen ab. Sätze wie “Hey das ist Depp in Höchstform”, “Der erste Teil war doch schon total geil” und “der Trailer verspricht doch n ganz netten Abend im Kino” fielen um mich herum und so war auch ich irgendwann nicht mehr abgeneigt mir den zweiten Teil zu gönnen. Allerdings verließ ich damals mit gemischten Gefühlen den Saal, ebenso wie viele Gleichgesinnte. Denn “Dead Mans Chest” war, so wie man das auch schon bei “Matrix: Reloaded” erleben durfte, kein wirkliches eigenständiges Sequel sondern lediglich ein Pausenfüller zwischen Teil I und III, der nochmal ein bisschen die Charaktere durch verschieden Kulissen jagt, ein paar mehr Effekte bietet als der Vorgänger und dem Zuschauer eigentlich keine neue Story sondern reine Unterhaltung durch Action bietet. Zudem besitzt “Fluch der Karibik II” kein “Ende” sondern, ebenso wie auch schon “Matrix: Reloaded”, lediglich einen unverschämst gräßlichen Cliffhanger wie man in sonst nur aus bescheidenen Telenovelas oder Soaps kennt. Das heißt also für den geneigten Zuschauer: Schau den dritten Teil sonst hast du keine abgeschlossene Geschichte.

Tja und nun kam auch der dritte Teil dann in die Kinos. Zwar wieder mit verwursteten Deutschem Untertitel aber das kannte man ja auch schon von den Vorgängern. (Ehrlich gesagt habe ich es noch nie erleben dürfen das man es beim Deutschen Titel so sehr versch***t wie bei der “Fluch der Karibik”-Trilogy, aber nunja. Egal.) Auf jeden Fall hieß es dann für mich: “Na Gut… Gehn wa mal rein… Muss ja dann auch n Ende haben…”

Seufz…
Gut also ich stelle jetzt einfach mal die Frage innen Raum: “Was hätte man alles mit den 200 Millionen $, die allein der dritte Teil nun gekostet hat, noch so alles, sinnvolleres und vorallem besseres machen können?”

1.) 200 andere und bessere Filme drehen!
2.) Bissl was in der dritten Welt verändern!
3.) Mir schenken!
4.) Verbrennen!
5.) Nach Las Vegas fahren, die meisten Kohlen dann für Nutten und Koks ausgeben und den Rest im Casino verballern…

Mir fällt noch jede Menge anderer Kram ein aber ich denke ihr wisst so ungefähr was ich meine und wo ich drauf hinaus bin. Denn “Fluch der Karibik III” ist ein echter “Arschtritt” für jeden der sich diesen Streifen reinzieht. Und warum ist das so? Nunja es gibt vermutlich viele Gründe warum der Film letzendlich so miserabel geworden ist, wie er es nunmal nun geworden ist. Angefangen damit, das es vermutlich einfach um zuviel Kohle ging. Denn wenn nämlich gaaanz viele Leute gaaanz viel Geld gemeinsam in ein Projekt stecken dann wollen auf einmal auch gaaanz viele Interessen vertreten werden. Ich meine mir wäre es bei meinen 200 Mille auch nicht schnuppe watt damit angestellt wird. Naja auf jeden Fall: Diese unterschiedlichen Interessen dann alle auch so umzusetzten, gestaltet sich dann leider meistens als etwas schwierig. Ich kann mir schon bildlich vorstellen wie ein Pulk aus Geldgebern vor den Türen der Drehbuchautoren gestanden haben muss und alle durcheinanderschrien: “Das mein Geld ihr Affen und ich will datt da mehr Äktschn in euren Film kommt” “Ja und mein Geld steckt ja auch dadrinn, ne und deshalb sollen noch mehr Onelliner und Intrigen bitteschön rein aber zackzack” “Und was mit mir ich will aber…”. Auch die Interessen vom Hauptproduzenten Bruckheimer und Distributor/Zweitproduzenten Disney müssen sich reichlich überschnitten haben. “Ja Jerry wir verstehen ja das da auch n paar Leute bei sterben sollen und so wenn die auf dem Schiff kämpfen, aber finds das nicht bissl häftig wenn de ganzen Kinners, die dann ja auch im Saal sitzen, auf einmal anfangen zu heulen. Hey du kennst doch unser Motto: Aber bitte immer schön Familiengerecht” “Ja sicher kenn ich euer Motto ihr Pupsbacken aber verdammt nocheins: ICH BIN JERRY BRUCKHEIMER!!! ICH DARF DAS!!!”. Und all das kriegt dann nachher der Regiesseur annen Kopf geworfen: “Hörmal Gore ich hab mir datt so vorgestellt… Also so richtig krass mit durch den Kopp datt Schwert, kapische?” “Ähm ja geht klar Jerry” “Ähm Mr. Verbinski… Ja wir wissen Jerry war schon bei ihnen… Aha… Mhm… Naja aber Sie wissen ja das wenn se DAS machen dann verliert hier Disney ja irgendwie seinen guten Ruf und so gell… Also haben wir uns das ungefähr so gedacht gehabt… Was?… Achso…. Ja genau Mr. Verbinski einfach noch paar Valium nehmen dann iss der Streß auch leichter auszuhalten und so, gell”

*Hüstel* Naja und was aus so nem Chaos dann bei rauskommt kann man dann wunderbar bei “Fluch der Karibik III” selbst mit ansehen. Die erste Hälfte der drei, jawohl d-r-e-i Stunden!, besteht aus Dialogen. Und zwar nicht aus Dialogen die mal eben neben der Äktschn erzählt werden sondern aus Dialogen die neben den anderen Dialogen erzählt werden. Gut zwischendrinn is auch mal bissl watt kaputtgegangen aber meistens relativ unspektakulär. Und es ist ja nicht so das ich was gegen Dialoge ansich hätte, aber das sind ja noch nichmal richtige Dialoge. Ich mein ein Dialog soll ja watt erklären und dem Zuschauer etwas an INFORMATION näher bringen oder? Und die Geschichte so n bissl vorantreiben oder? Aber irgendwie verkacken die Dialoge datt in “Fluch der Karibik III”. Es geht dabei ständig dadrum wer jetzt wen hintergeht und verrät und sowieso betrügt und belügt. Da steigt doch irgendwann keiner mehr hinter verdammichnocheins! Ja sogar die Oneliner am Schluss sind kacke. Und noch nichtmal lustig kacke sondern einfach richtig “kacke”. Haben die Schreiberlinge bei Disney gekifft gehabt? Auch hatt es mich gewundert datt jetzt auf einmal nich mehr inner Karibik gedreht wurde sondern beim Gevatter Tod Zuhause. Die ersten beiden Teile hatten immer so hübsch anschauliche weiße Sandstrände und nette Palmen im Hintergrund und bei Teil III gibts da nurchnoch düstere Sets auf maroden Schiffen und in dunklen Höhlen und so die einen ja mal total depressiv machen. Es ist dann auch bei so einer “Bad-Moods”-Szenerie auch logisch das der typische “kindliche” Disney-Humor irgendwie nicht so recht zu zünden versteht. Und was soll das denn bitte wenn der bekannte Wicht mit dem Holzauge und sein Kumpane versuchen Keira Knightley unter ihren Rock zu schauen wärend diese gerade eine (zu diesen Zeitpunkt hab ichs noch geglaubt) vermutlich wichtige Ansprache an Chow-Yun-Fat hält und man nix mehr von eben jener Ansprache mitbekommt sondern anstelle dessen halt das vorpupertäre Rumgehampel der zwei Honks mitverfolgen darf. Hallo? Gehts noch?

So und nun zur zweiten Hälfte in der dann das Äktsch-Feuerwerk abgefackelt wird. Aber selbst das weiß nicht zu überzeugen. Alles was man zu sehen bekommt kennt man schon aus diversen anderen Filmen und ödet irgendwann mächtig an. Ausserdem wird es einen auch irgendwann zu dubios wer jetzt wen gerade den Krieg erklärt und wieso jetzt gerade dieses und nicht jenes Schiff abgeschossen wird. Es folgt einfach eine Seeschlacht auf der nächsten und jede neue Seeschlacht sieht genauso aus wie die vorangegangene. Naja und die Actionszenen ansich sind auch nicht mehr die typischen “Fluch der Karibik”-Actionszenen sondern erinnern eher an “The Bourne Identity” oder “Bad Boys II”. Zu viele, zu kurze und zu schnelle Schnitte inklusive “Wisch-Waschi-Wackel-Kamera-Effekt” und Regen, Regen, Regen ermüden einfach und sind genauso wirr und genau so nicht nachvollziehbar wie die Story.

Zudem scheint mir das ein beachtlicher Betrag vom Budget mal wieder an die Prüfstelle für gefärdende Jugendmedien, sprich FSK, gewandert sein muss, da sonst wohl nicht solche Szenen wie die gräßliche dumme und vor Blutgeilheit strotzende (Achtung wird lang…) “Lass-und-jetzt-heiraten-Babe-wärend-wir-fröhlich-nebenbei-noch-ein- paar-Komparsen-den-Wanst-aufschlitzen,-ihnen-Körperteile-abhacken- und-das-alles-total-super-finden-und-ich-dabei-fast-noch-nen-Ständer- kriege-weil-das-ja-so-geil-ist-Menschen-zu-töten”-Szene in der noch Geoffrey Rush den abartig dümmsten Spruch off all time bringt und damit den Bock entgültig abschießt. Geoffrey übernimmt nämlich in dieser Szene den Traumeister und begginnt die fröhliche Zeremonie mit: “Liebe Anwesenden, wir haben uns heute hier zusammengefunden um…” *stich irgendeinen komparsen ab* “…eure Gedärme an den Mast zu binden” Hurra!!! KLasse!!! Bravo!!! Ich hab gedacht ich steh im Wald! Mann ey, da sitzen 12jährige im Saal oder sogar noch jüngere mit ihren Eltern und die hauen so nen Spruch raus??? Desweiteren wurden noch Tentakeln auf Wandersuche durch Köpfe geschoben bisse wieder ausse Nase rauskamen und Hälse durchtrennt/abgtrennt von Echsen/Fisch-Monstern. Unschuldige starben weil se von Ballast erschlagen wurden und Johnny wollte sogar mal probieren wie sein Hirn wohl so schmecken tut. “Ich hab mein Hirn verloren” war der Staz der drauf folgte und ich wünschte mir nur das ich es auch hätte damit ich kein Geschwulst bekommen würde von diesem Mist.

Armes Disney. Kann ja verstehen das ihr euch nun an jeden Strohhalm klammert denn ihr kriegen könnt, damit ihr nicht komplett Konkurs anmelden müsst. Nach solchen Flops wie “Shaggy Dog”, “Toy Story III” oder dem “UnderDog*”, der ja 2oo8 erst kommt aber unter Garantie ebenfalls voll in die Hose gehen wird, ist sowas nunmal verständlich. Könnt ja noch von Glück sagen das euch Pixar nicht schon längst verlassen hat und in Konkurrenz zu euch gegangen is, denn dann wärt ihr mal echt am Arsch und dann müsstet ihr euch, zumindest aus dem Filmgeschäft, aber mal ganz schnell verziehen müssen. Aber… Meine Fresse wie tief kann man sinken? Ihr versaut euch echt alles an guten Ruf was man haben kann, mit so Bananenszenen wie die obrigen. Das is nich mehr Süß oder Lustig das is Krank. Verdammichnocheins die zweite wenn ihr noch lange überleben solltet.

So… Nun zum Fazit.
Macht watt ihr wollt aber ich rate euch lasst et, lasst et auch selbst wenn ihr schon den zweiten Tail gesehen habt und “unbedingt wissen wollt wie es weitergeht”. Zumindest im Kino sollte man diesen Schund nicht fördern. Wenn ihr Bock habt könnt ihr ihn euch noch am besten auf DVD ausleihen, aber nur ausleihen bitte und nicht kaufen.

[Edit] Von der Frau L. hab ich heut in der Schule erfahren das se den Film Klasse fand. Da hab ich ihr zuerst einmal den Vogel gezeigt. Das hat sie nicht verstanden konterte aber zugleich damit das sie den Film auch nur verstanden hätte weil se im Double Feature war und so nochmal besser die Zusammenhänge sehen würde. Dazu kann ich jetzt mal nix sagen aber warum se alles ander auch noch klasse fand verstand ich dann nicht. Ich konterte aber zugleich mit einem einfachen Fakt: “Fluch der Karibik III IST scheiße und BLEIBT scheiße! Und selbst dann noch wenn ich alle Intriganten Verkorksellungen verstanden hätte, liebe J.L. aus W.!”

Autor: Sven

Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 09.06.2007 von André

„Zieht aus Piraten Joho!!!“ Ja das waren noch Zeiten, damals als aus einer Jahrmarkt Attraktion überraschend ein Welterfolg wurde. „Fluch der Karibik“ brachte die Film-Piraten wieder ganz nach vorne und verstand es perfekt mit opulenten Sets, tollen Effekten und jeder Menge Spaß und Situationskomik, seine Zuschauer bestens zu unterhalten.
Der Erfolg des Films gab grünes Licht für eine, wie die Macher Versprachen, noch opulentere, noch spaßigere und unterhaltsamere Trilogie des Piratenspektakels und so wurde kurzerhand ein Konzept für zwei weitere Teile kreiert.

Als dann vor einem Jahr „Fluch der Karibik 2“ in die Kinos kam, wurde leider schon ansatzweise klar, dass dieses Piratenfilmchen nicht ganz an seinen Vorgänger heranreichte, zwar gab es nach wie vor Spaß, tolle Sets und spektakuläre Spezial-Effekte, dafür wurde die Story allerdings reichlich unübersichtlich und brachte letztendlich auch wenig Neuerungen. Das offene Ende lies einen dann mit einem riesen Fragezeichen im Kinosessel zurück plus der Erkenntnis, dass man sich noch den dritten Teil anschauen müsste wenn man wissen will wies den nun ausgeht.

Tja gesagt getan. Mit relativ niedrigen Erwartungen bin ich also in „Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt“ („Fluch der Karibik 3“ häts auch getan, man beachte die bescheuerte Chronologie der deutschen Titel) hinein spaziert um mich begeistern zu lassen, oder zumindest unterhalten. Schon das Opening lies allerdings nichts Gutes erahnen, düster wars und jede Menge Piraten, Frauen und Kinder wurden gelüncht. Dann gings ab nach Singapur, immer noch düster und schmutzig, zumindest gab’s jetz ein paar Hauptdarsteller. Orlando Bloom, sehr eindimensional, versucht diesmal ein wenig zwielichtig zu tun um seinen Charakter etwas interessanter zu gestalten. Kira Knightley ist auf einmal zur, bis an die Zähne bewaffneten Piratenbraut mutiert und vermag es gekonnt, denn ganzen Film lang herrlich unsympathisch zu agieren. Die Liebe der beiden wird diesmal nur am Rande thematisiert (danke Gott) und gipfelt schlussendlich in einer Hochzeitszeremonie mitten im wildesten Seeschlachtgetümmel, reichlich überdreht. Überdreht, das trieft diesmal auch auf Johnny Depp zu der erst nach 45min. auf der Leinwand erscheint. Genau so blass wie sein einstmals rotes Stirntuch, erscheint auch er in diesem, man möchte fast sagen epochalen Filmdebakel. Das liegt nicht etwa an seiner Schauspielkunst, nein, sein Charakter wird einfach maßlos ausgereizt. Jack Sparrow hat Warnvorstellungen, streitet mit Doppelgängern und kleinen Männer im Ohr, fliegt dauernd durch die Luft und darf auch leider viel weniger markant, witzige Oneliner loslassen. Das macht ihn wesentlich weniger lustig als in den Vorgänger Filmen, das gilt übrigens für denn ganzen Film (das Teil ist nebenbei völlig unnötige drei Stunden lang). Zudem sind unter den sparsamen Witzeinlagen auch erschreckend viele Rohrkrepierer, kindische Albernheiten die Schlicht kein Niveau haben. Auch der Look des Films versprüht wenig Charme, wenn die Protagonisten nicht grade durch dunkle modernde Kulissen schleichen, schippern sie auf nebeliger, verregneter See herum. Bei soviel Tristes mag bei einem selbst kein Karibikfeeling aufkommen. Selbst die Actionszenen können trotz enormen Aufwands nicht wirklich begeistern, da sie viel zu überladen wirken, die Mann gegen Mann Fechtduelle sind fast gänzlich verschwunden. Geblieben sind hecktische Schnitte, jede Menge Kanonengeballer und herumfliegende Holzsplitter, erschreckend dabei ist, wie egal einem das ganze Buhei auf der Leinwand erscheint, da man längst aufgegeben hat der konfusen Story zu folgen und einen nicht mal mehr die Hauptdarsteller zu kümmern scheinen. Verantwortlich dafür sind die ersten zweieinhalb Stunden des Films, in dehnen scheinbar nichts passiert, außer endlose Treffen einzelner Figuren, in dehnen dann die Art und Weise des nächsten Verrats bequatscht wird und zwar solange bis auch der letzte im Kino nicht mehr peilt worum es eigentlich geht. Das einzig Positive ist, dass alle Handlungstränge endlich zuende erzählt werden. Ob die Auflösungen nun ausgeklügelt sind, oder gefallen sei dahingestellt. Aber ein Ende ist ein Ende wenngleich auch ein kleines Hintertörchen für eine mögliche Vorsetzung offen bleibt. Man möchte allerding hoffen, dass diese einem möglichst erspart bleibt.

Fazit: Der dritte Teil ist mit Abstand der schlechteste der pseudo Trilogie und zieht auch seinen Vorgänger mit auf den Grund der See. Zum Glück bleibt aber der nach wie vor ungeschlagene erste Teil zum immer wieder auf DVD gucken. Doch fürs erste hab ich die Schnauze voll von Piraten.

Autor: André

Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik II

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 22.05.2007 von André

„Captain Jack is Back“ so lautete der viel versprechende Slogan Anfang diesen Jahres, der uns für den Sommer ein neues Abenteuer des schrulligen Piraten ankündigte. Und damit nicht genug, denn im Sommer 2007 folgt dann sogar ein dritter Streich, da getreu nach dem Muster der Matrix beide Filme quasi hintereinander gedreht wurden.

Hoch waren meine Erwartungen und auch wieder nicht, denn vom ersten „Fluch der Karibik“ blieben mir eigentlich nur zwei Dinge in Erinnerung: viel Spaß und Captain Jack Sparow. Mehr war das Piraten Abenteuer nicht, ein kurzweiliger Spaß mit einem brillanten Johnny Depp, dass ohne den selbigen wohl kaum erwähnenswert gewesen wäre, trotz toller Ausstattung und guter Effekte.

Und tatsächlich, auch die Fortsetzung des Hollywood Blockbusters kann nicht mehr bieten als die oben erwähnten Eigenschaften. Es wird sogar komplizierter, denn folgte der erste Teil noch einer gradlinigen Storyline die leicht nachzuvollziehen war, verstrickt sich der Nachfolger in ein Geflecht aus vielen kleinen Handlungsträngen bei dehnen ständige Wendungen das Verständnis der Handlung deutlich erschweren. So werden aus eben noch Feinden plötzlich Freunde, später dann wieder Feinde. Vor dem gejagten wird plötzlich geflohen und das eben gesuchte Ding ist auf einmal total unwichtig, nur um anschließend wieder heiß begehrt zu sein. Das führt beim Zuschauer natürlich zu Verwirrungen und wirft dann im laufe des Films immer mehr die Frage auf: „Worum geht es hier eigentlich?“.

Ja worum? das ist wohl auch das größte Ärgernis des ganzen Films, denn nach zweieinhalb Stunden, zugegeben sehr unterhaltendem hin und her bekommt man auf diese und viele andere aufgeworfene Fragen keine Antwort, sondern nur ein plötzliches Ende, denn auch hier sind die Macher von „Fluch der Karibik“ dem Matrix Muster treu geblieben. Teil zwei und drei bilden eine Geschichte und so muss der Zuschauer nun auch das letzte Abenteuer abwarten bevor er weiß wie alles ausgeht.

Wen das nicht weiter stört, der kann sich „Fluch der Karibik 2“ getrost anschauen, denn wie sein Vorgänger bietet der Film kurzweilige Unterhaltung mit viel Spaß, tolle Sets, gute Special Effekte, einen noch fieseren und ekligeren Gegenspieler und einen wie immer brillanten Johnny Depp als Captain Jack Sparow.

Autor: André