Ein Mann und sein Pferd!

Abgelegt unter: Filme, Strandgut, WTF? am 05.02.2010 von Sven

Der Indian Horseslide (wer kennt ihn nicht!?!) in seiner extended Originalfassung. Und eins muss man den Indern mal wirklich lassen:

1.) Ganz augenscheinlich haben die echt die härteren Nüsse als die Amis und Europäer ;-) und

2.) Die müssen Sie auch haben um sowas den armen Gäulen überhaupt antuen zu können!

In Europa oder den USA würden die mit derartigen Stunts zumindest nicht so einfach durchkommen… Und ich möchte auch nicht wissen, wieviele Pferde sich dabei das Genick gebrochen haben! Aber: Film ist für die Ewigkeit! Alles für ein paar gute Bilder!

via: nerdcore
Autor: Sven

Facts About Projection

Abgelegt unter: Filme, Strandgut am 03.02.2010 von Sven

Temujin Doran, ein englischer Arbeitskollege, hat diesen kleinen aber feinen Kurzfilm über seinen Nebenjob als Filmvorführer im Arthousekino “The Screen on the Green” in London gedreht. Mir fällt dabei nur einmal mehr, erneut sehr stark auf, wie sehr sich doch die Erinnerungen und (Sinnes-)Eindrücke der einzelnen Mitarbeiter selbst in unterschiedlichen Lichtspielhäusern in unterschiedlichen Städten, ja sogar unterschiedlichen Ländern, doch auch immer stark untereinander ähneln.

Temujin, als augenscheinlich auch photographisch kreativ interessierter Mensch, hat seinen Doku-Experimental-Musikvideo- Kurzfilm dabei mit den gleichen Motiven angereichert, die auch mich am Arbeitsplatz eines Filmvorführers faszinieren und welche ich wohl ebenfalls hierfür ausgewählt hätte.

Wenn z.B. der projezierte Film durch die Glasscheiben in der Wand, auf diverse Filmrollen, Poster und Trailerstapel in den Vorführraum zurückgeworfen wird, hatt das einfach immer etwas magisches und unheimlich atmosphärisch photogenes, ebenso wie das abgedämmte Licht, das monotone Rattern der Maschinen, der verknarzte Sound der Tontürme oder die Haptik und das Gewicht des Filmmaterials, wenn man damit arbeitet, es in die Maschinen einlegt oder die einzelnen Akte aneinander koppelt.

Auch wenn Doran natürlich hier und dort ein wenig überromantisiert (Das lachende Publikum kann man selbst mit guten Willen im Vorführraum nicht wahrnehmen, da die Maschinen einfach zu laut sind), so gehört auch dies ja schließlich irgendwie mit zu den zwar vielleicht kitschigen, aber denoch schönen Klischees dieses Berufes. Man denke nur an Tornatores “Cinema Paradiso“…

Wer einmal in einem Kino gearbeitet hat, insbesondere in der Projektion, wird diese Erinnerungen auch meistens noch länger mit sich herumtragen, vielleicht sogar sein ganzes Leben lang.

This is a short film about my job as a Projectionist. I am quite proud of this film, mostly because I’m so proud of my job – it seems like a fulfilment of my childhood romantic notions of what I wanted to be when I grew up. Nonetheless what it most discernibly omits is how truly magnificent all the other staff are who work there too. It is dedicated to the other projectionists I know; some of whom are under threat of redundancy, and unquestionably to Sammy; for the lessons and facts about Projection.

(Temujin Doran)

Facts About Projection from Studiocanoe on Vimeo.

Und wer nach diesem Film noch Lust auf mehr bekommen hat, dem empfehle ich, sich noch die Artikel “Deep Throat” und “Filmfestspielhaus, die zweite” trotz der teilweise etwas fragwürdigen Namen, drüben bei Anke durchzulesen.

via: Marc
Autor: Sven

Oscars 2010 – The Nominees

Abgelegt unter: Filme am 02.02.2010 von Sven

Bester Film:
Avatar
The Blind Side
District 9
An Education
The Hurt Locker
Up
Inglourious Basterds
Precious: Based on the Novel ‘Push’ by Sapphire
A Serious Man
Up in the Air

Bester Hauptdarsteller:
Jeff Bridges für “Crazy Heart”
George Clooney für “Up in the Air”
Colin Firth für “A Single Man”
Morgan Freeman für “Invictus”
Jeremy Renner für “The Hurt Locker”

Beste Hauptdarstellerin:
Sandra Bullock für “The Blind Side”
Helen Mirren für “The Last Station”
Carey Mulligan für “An Education”
Gabourey Sidibe für “Precious: Based on the Novel ‘Push’ by Sapphire”
Meryl Streep für “Julie & Julia”

Bester Nebendarsteller:
Matt Damon für “Invictus”
Woody Harrelson für “The Messenger”
Christopher Plummer für “The Last Station”
Stanley Tucci für “The Lovely Bones”
Christoph Waltz für “Inglourious Basterds”

Beste Nebendarstellerin:
Penélope Cruz für “Nine”
Vera Farmiga für “Up in the Air”
Maggie Gyllenhaal für “Crazy Heart”
Anna Kendrick für “Up in the Air”
Mo’Nique für “Precious: Based on the Novel ‘Push’ by Sapphire”

Beste Regie:
James Cameron für “Avatar”
Kathryn Bigelow für “The Hurt Locker”
Quentin Tarantino für “Inglourious Basterds”
Lee Daniels für “Precious: Based on the Novel ‘Push’ by Sapphire”
Jason Reitman für “Up in the Air”

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The Final Count

Abgelegt unter: Allgemein am 31.12.2009 von André

Nein, damit meine ich nicht die wenigen verbleibenden Stunden bis zum neuen Jahr, sondern – viel viel spannender: den alljährlichen CiNEASTEN-Schwanzvergleich, nämlich natürlich die Anzahl der Kinobesuche im fast vergangenen Jahr.

Mein Final Count: 81. wahnsinnige 81 mal bin ich 2009 ins Kino gerannt (wiederholte Ansehen von Filmen nicht mitgerechnet), um mich begeistern, verzaubern, überraschen, unterhalten, enttäuschen oder langweilen zu lassen. Damit hab ich meinen persönlichen Rekord von 74. Mal in 2008 gebrochen.

Alles in Allem war es ein tolles Kinojahr, ich hab wirklich viele gute Filme gesehen und einige wenige sogar im beeindruckensten 3D Verfahren, das es jemals gab. Also Freude Freude für das neue Jahr und dann mach ich die 100. voll.

Autor: André

Das war Kino: 2009

Abgelegt unter: Filme am 30.12.2009 von André

top5-2009

Und hier ist sie nun, meine Auswahl der favorisierten Filme 2009:

1. THE WRESTLER
2. DOUBT
3. INGLOURIOUS BASTERDS
4. THIRST
5. WATCHMEN

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The Top 25 of the 00s!

Abgelegt unter: Filme am 24.12.2009 von Sven

Die Jahre 2000 bis 2009 mal im Kino gewesen?

Nein?

Schade… Wirklich was verpasst… Du Idiot…

Die Top 25 für die Jahre 2000 bis 2009:

01. “There Will Be Blood” (2008)
02. “Inglorious Basterds” (2009)
03. “1 Mord für 2” (2007)
04. “Lost in Translation” (2003)
05. “American Psycho” (2000)
06. “I’m A Cyborg But That’s OK” (2006)
07. “Antichrist” (2009)
08. “Science of Sleep” (2006)
09. “Memento” (2000)
10. “Das Mädchen, das die Seiten umblättert” (2006)
11. “The Limits of Control” (2009)
12. “Dogville” (2003)
13. “Wie sehr liebst du mich?” (2005)
14. “Der Pianist” (2002)
15. “Thirst” (2009)
16. “Coffee & Cigarettes” (2004)
17. “Kill Bill” (2003/2004)
18. “Der fremde Sohn” (2009)
19. “OldBoy” (2003)
20. “Garden State” (2004)
21. “Gangs of New York” (2002)
22. “Vergiss mein nicht” (2004)
23. “Synechdoche, New York” (2008)
24. “The Dark Knight” (2008)
25. “Bringing out the Dead” (2000)

Die Flop 5 für die Jahre 2000 bis 2009:

01. “Battlefield Earth: A Saga of the Year 3000” (2000)
02. “Transformers – die Rache” (2009)
03. “Happy-Go-Lucky” (2008)
04. “Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street” (2007)
05. “Silent Hill” (2006)

Am stärksten die Dekade beeinflusst, obwohl Sie selbst nicht dazu gehören:

Fight Club” (1999)
American Beauty” (1999)
The Matrix” (1999)
Pulp Fiction” (1994)
Titanic” (1997)
Terminator II: Judgement Day” (1991)
The Big Lebowski” (1998)
Toy Story” (1995)
The Blair Witch Project” (1999)

Nach meiner Analyse bezüglich dieses subjektiven Kanons der 00ers, war das daraus resultierende beste Kinojahr der vergangenen 10 Jahre (Sowohl Qualitativ als aber auch Quantitativ) eindeutig 2006 mit 19 wirklich erwähnenswerten Filmen, dicht gefolgt von 2004 mit immerhin noch 16,5 Top-Filmen.

Es folgt ein großer Sprung auf die Jahre 2000, 2002 sowie 2008 mit jeweils 9 Filmen und das Jahr 2003 mit 8,5 Filmen. Die Jahre 2005 und 2009 mit jeweils 8 Filmen, bilden das runde Mittelfeld und die traurigen Schlußlichter sind die Jahre 2001 mit lediglich 5 erwähnenswerten Produktionen sowie das Kinojahr 2007 mit geradezu lächerlich, erbärmlichen 4 Top-Produktionen. Pah! Lachhaft sowas!

Die Kommawerte resultieren aus “Kill Bill Vol. I” sowie “Kill Bill Vol. II” wobei ich beide Teile dann in der Liste als einen vollständigen Film werte, da Sie, im Gegensatz zu z.B. Park Chan-Wooks “Veangeance”-Trilogie, wirklich ein und dieselbe Geschichte lediglich vortführen. Gleiches würde ich für z.B. auch die “Der Herr der Ringe”- oder auch die “Matrix”-Trilogie gelten lassen, wenn Sie denn auf meiner Liste gelandet wären.

Weiter geht es nach den Klick mit den dreckigen, übriggeblieben Restschund in unsortierter Form, welcher nun natürlich keiner Beachtung mehr würdig ist, DA NUR 25 FILME GELTEN!!! Was natürlich der Knackpunkt an solchen Listen ist… Deswegen dürft ihr auch gern eure eigene Meinung in den Comments posten. Viel Spaß dabei!

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Top Ten 2009

Abgelegt unter: Filme am 24.12.2009 von Sven

Lang, lang liegt der letzte Eintrag im Weltraumaffen zurück. Einigen unserer Leser wurde es mittlerweile ja sogar so langweilig bei uns, dass Sie ihren eigenen Blog aufgemacht haben.

Naja… Versuchen kann man es ja Herr S.!

Aber wie Sie ja bestimmt schon von selbst erkannt haben dürften, wurde nunmal leider nicht jedem die hohe Kunst des stilvollen Schreibens so einfach mit in die Wiege gelegt, wie bei es bei mir ja ohne Zweifel der Fall gewesen ist.

Wie dem auch sei, pünktlich zur Zeit der Liebe, der Zweisamkeit und der vollen Kassenschlangen im MediaMarkt, krieche ich noch einmal aus meinem Thinktank hervor, klemme mich nochmal vor die verstaubte Tastatur, peitsche das alte Rechenpferd hoch und veröffentliche noch schnell meine persönlichen Lieblingsfilme dieses Jahres, bevor die Dekade dann auch schon vorbei ist.

2009 war dabei ein wirklich besonders hervorragendes Kinojahr. Das letzte Jahr, welches so dermaßen gut zu unterhalten wusste war meines Erachtens nach 2004 oder auch 2003.

2009 hat einfach alles gestimmt! Es waren sowohl richtige Meilensteine und Meisterwerke zu begutachten, als aber auch viele kleine und feine, pfiffige und trickreiche Filme, die man ebenfalls jederzeit uneingeschränkt weiterempfehlen kann, mit an Bord. Und noch dazu waren diese Filme auch größtenteils über das gesamte Jahr verteilt, so das nur selten längere Pausen entstanden zwischen zwei oder drei wirklich guten Filmen.

Natürlich lagen die Schwerpunkte, wie so ziemlich jedes Jahr, wie immer eher einerseits auf Januar und Februar, wo die Oscarfilme alljährlich in die Deutschen Kinos gespühlt werden und auf den August wo, das Fantasy Filmfest die Runde dreht.

Aber dennoch gab es außer den Juli, wo im direkten Vergleich lediglich “nur durchschnittliche” Filme liefen und den Mai, wo es kaum etwas erwähnenswertes zu sehen gab was aber auch irgendwie jedes Jahr so ziemlich die Regel ist, eigentlich keinen Monat wo es mal wirklich kein Highlight gab.

Vielleicht lag dies auch daran das uns in 2009 außer “Transformers – Die Rache” und “Terminator: Die Erlösung” keine Sequels von Hollywood vor die Nase gesetzt wurden und mir derzeit auch kein Remakes einfallen wollen. Euch vielleicht?

Das Jahr 2009 wahr sogar so hervorragend, das ich im Vergleich zu 2007 und 2008 nun dieses Jahr auch dazu übergegangen bin eine Top Ten Liste anstelle einer Top Five zu erstellen.

Und dabei habe ich sogar noch mindestens 4 Filme dieses Jahr auf meiner Liste. “2012″, “Planet 51“, “Adam” und “Where The Wild Things Are” sollten aber noch vor Jahreswechsel bei mir abgeharkt sein. Falls sich da dann noch etwas ergeben sollte, lasse ich es euch natürlich wissen.

Zur Erinnerung nochmal hier schnell die Regeln: Was ich sage ist nicht einfach “nur” Gesetz. Nein, nein meine Freunde!

Ich als alleiniger Prophet und von Gott persönlich Herabgesandter und für euer Seelenheil und den Weltfrieden Hauptverantwortlicher und Auserwählter, offenbare hier und heute die einzige, die ultimative und ganz und gar unumstößliche Wahrheit!!! Erhöret mich! Seit mir ein großes Ohr! Denn nur ICH kann und werde euch zum ewigen Frieden, den unendlichen Filmparadies führen…

Wer etwas anderes behaupten sollte, der findet vermutlich auch das “96 Hours”, “Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street” oder gar “Happy Go Lucky” gute Filme seien, disqualifiziert sich also von selbst, aufgrund von bewiesener Gesiteskrankheit!

Und nun sehet, was ich vollbracht habe…

Top 10 für 2009

01. “Inglorious Basterds” (Bundesstart: 20. Aug. 2009)
02. “Der fremde Sohn” (Bundesstart: 22. Jan. 2009)
03. “Drag Me To Hell” (Bundesstart: 11. Jun. 2009)
04. “Antichrist” (Bundesstart: 10. Sep. 2009)
05. “The Limits of Control” (Bundesstart: 28. Mai 2009)
06. “Thirst” (Bundesstart: 15. Okt. 2009)
07. “The Good, the Bad, the Weird” (Bundesstart: 30. Jul. 2009)
08. “Bronson” (Bundesstart: August 2009)
09. “Glaubensfrage” (Bundesstart: 05. Feb. 2009)
10. “The Fall” (Bundesstart: 12. Mär. 2009)

Pro-Tip: “Das weiße Band” (Bundesstart: 15. Okt. 2009)

Flop 5 für 2009

01. “Transformers – Die Rache” (Bundesstart: 24. Jun. 2009)
02.” The Stepfather” (Bundesstart: 31. Dez. 2009)
03. “Terminator: Die Erlösung” (Bundesstart: 04. Jun. 2009)
04. “96 Hours” (Bundesstart: 19. Feb. 2009)
05. “Revanche” (Bundesstart: 12. Feb. 2009)

Und da Mark letztes Jahr so eine schöne Liste hatte, wollte ich die auch noch gleich mit ausfüllen.

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A Couple of Dicks – Trailer

Abgelegt unter: Filme, Strandgut am 24.12.2009 von Sven

HIGH-LY AN-TI-CI-PA-TED!!! Und das Teil heißt “A Couple of Dicks” und nicht “Cop Out”! Fuck You Warner!

Autor: Sven

The Wrestler Grindhouse Trailer

Abgelegt unter: Filme, Strandgut am 22.10.2009 von Sven

via: F5
Autor: Sven

Fantasy Filmfest 2009 (Köln)

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 18.09.2009 von André

Nur 40 Autominuten entfernt vom „Fantasy-Filmfest 09“, da stellt man sich als Cineast doch einen nette Programmauswahl zusammen und macht sich auf den Weg nach Köln, um einige der Geheimtipps und Überraschungshits der kommenden Kinomonate schon mal vorab zu betrachten, bloß um dann festzustellen, dass „DISTRICT 9“ ausverkauft ist…

Naja, der startete ja – auf Grund seines Erfolgs in den Staaten – nur eine Woche später regulär und so begann das FFF09 dann also mit einem garantierten DVD Knüller für den Filmabend mit Freunden: „BLACK DYNAMITE“.

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Inglourious Basterds

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 18.09.2009 von André

Wenn Tarantino einen neuen Film ankündigt, dann ist das jedes mal ein großes Highlight für Kinofans. Monatelang wird im Internet über das neue Projekt spekuliert und egal wie viel man auch darüber im Vorfeld zu wissen glaubt, das Endergebnis ist jedes mal überraschend. Bei „INGLOURIOUS BASTERDS“ ist das nicht anders, ein Drama über den II.Weltkrieg, lose basierend auf einem – beinahe – gleichnamigen Action B-Movie aus den 70ern, angelehnt an die Struktur der wuchtigen Italowestern, nicht weniger ausschweifend als „SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD“ und trotzdem natürlich schwer zu vergleichen.

Dabei ist „INGLOURIOUS BASTERDS“ zu 100% Tarantino, will heißen, auch dieser Film ist voll von Zitaten, Referenzen, ausgefeilten Dialogen, kultverdächtigen Charakteren und selbstverständlich eine – bisweilen sogar die deutlichste – Hommage ans Kino, die Tarantino je verfilmt hat.

Eine große Überraschung ist mit Sicherheit die Sprachgewichtung des Films, zu jeweils einem Drittel wird sowohl französisch, englisch als auch deutsch gesprochen. Dabei übertragen sich die zugespitzten Dialoge von Tarantino in jede der Sprachen hervorragend und wirken zu keiner Zeit unglaubwürdig oder aufgesetzt. Ein Beweis dafür, wie großartig Tarantino mit Sprache umgehen kann, für all jene die meinen, er würde seine Dialoge doch nur aus anderen Filmen kopieren. Das Kopieren oder Klauen von älteren Filmen ist ein wichtiger Bestandteil der Filmkunst; nur durch Wiederholung kann man einen Vorgang verbessern, nur durch das Abgucken von Größeren, kann man sich selbst weiterentwickeln und durch den Prozess, durch das Kopieren von Versatzstücken, entdeckt man auch neue Perspektiven und kann großen Meisterwerken z.B. beim Film, neue Aspekte abgewinnen. Tarantino tut dies ja keinesfalls unüberlegt, er recherchiert Jahre für einen seiner Filme, tüftelt Ewigkeiten am Drehbuch herum und lässt immense Zeit vergehen, ehe es zum fertigen Film kommt. Seit 20 Jahren macht der Mann schon Filme und „INGLOURIOUS BASTERDS“ ist grade mal sein sechster.

Das großartige aber ist, dass man die vielen Zitate und Kopien und Referenzen gar nicht verstehen muss, um „INGLOURIOUS BASTERDS“ genießen zu können, denn auch für Tarantino ist die Geschichte eines Films vordergründig und in diesem Fall ist sie sogar – oder vielmehr deren Ausgang – von enorm Wichtigkeit. „INGLOURIOUS BASTERDS ODER WIE DAS KINO DIE NAZIS BEZWANG“ eine über deutliche Aussage – Tarantino ist kein Fan von subtilen Andeutungen – die über dem Film steht, ein spektakuläres Kriegsmärchen nicht weniger propagierend als „STOLZ DER NATION“ – der Film im Film – und ein Paradebeispiel für die Macht des Kinos, die Kraft des Geschichtenerzählens, die Möglichkeit, die Dinge zu verändern, zu beeinflussen und – wenn auch nur für den Moment – zu Idealisieren. Eine große Liebeserklärung an das Kino, wie alle Tarantino-Filme, nur diesmal unübersehbar.

Bis es zu jenem furiosen Ende kommt, ist „INGLOURIOUS BASTERDS“ eine Chronik starker Momente, eine Ansammlung minutiös Inszenierter, unendlich ausschweifender, und dabei zu jederzeit extrem unterhaltsamer, Szenarien, bei denen Tarantinos größte Stärken zum Ausdruck kommen. Niemand zelebriert Nichtigkeiten und Randnotizen in seinen Dialogen so penetrant und gekonnt wie er. Niemand schenkt seinen Charakteren so viel Zeit zum entfalten. Niemand würde sich trauen einen grimassierenden Brad Pitt, neben einen brillant agierenden Christoph Waltz aufzustellen und niemand würde eine zutiefst ernsthafte und verletzte junge Frau, Rache an einer klischeeüberfrachteten Karikatur üben lassen. Der Film traut sich einfach alles; er lässt einen spitzbübischen Sauhaufen Nazis skalpieren, er nimmt sich wertvolle Minuten, um ein sich selbst erklärendes Partyspiel im Detail zu erörtern und er lässt einen mittelprächtigen David Bowie Song während einer ankleide Szene ertönen, der erst vierzig Jahre nachdem die Szene spielt, geschrieben wurde.

Das Beste ist, dass einen all diese Dinge keinesfalls überraschen dürften, überraschend ist die einnehmende Präsenz von Christoph Waltz als SS-Oberst Hans Landa oder die Auftritte der vielen deutschen Darsteller, die sich im internationalen Vergleich keine Blöße geben. Überraschend ist die starke Performance der hierzulande unbekannten Mélanie Laurent als Shosanna und die im Vergleich dazu völlig nebensächliche Anwesenheit von Brad Pitt und seinen Basterds. Überraschend ist, dass „INGLOURIOUS BASTERD“ anspruchsvoll genug ist um ernst genommen zu werden und gleichzeitig trashig genug um kultig zu sein.

Ihn auf Grund seiner Thematik, als Befreiungsschlag aus der Betroffenheitsecke, der immer gleichen II.Weltkriegsdramen zu sehen, ist allerdings ein wenig hoch gegriffen, dafür verfremdet der Film seine Charaktere und seine Handlung viel zu stark. Ohnehin sollte „INGLOURIOUS BASTERDS“ nicht als freier Kommentar zum II.Weltkrieg verstanden werden, sondern als ausdrucksstarke Metapher für die Macht von Film und Kino und als solche gefällt er so gut, dass man ihm das starke Eigenlob vergibt und den selbst ausgestellten „Meisterwerk“ Stempel gerne unterschreibt.

Autor: André

Rundumschlag der Kurzreviews (Aug09)

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 18.09.2009 von André

ZERRISSENE UMARMUNGEN

In Spanien zählt Regisseur Pedro Almodóvar schon lange zu den Besten seiner Zunft. International ist er vor allem seit seiner spritzigen Komödie „VOLVER“ (ebenfalls mit Penélope Cruz) in aller Munde. Mit „ZERRISSENE UMARMUNGEN“ präsentiert Almodóvar nun ein nicht minder prachtvolles, farbenfrohes Melodram.

Die Geschichte dreht sich um einen erblindeten Regisseur und Autoren, der sich an die große Liebe seines Lebens zurück erinnert und damit alte Wunden und längst Vergessenes, wieder ans Licht bringt.

Die große Liebe ist natürlich Penélope Cruz, Almodóvars erklärte Muse, die wohl keiner wie er so wunderschön, stark und zerbrechlich zugleich, in Szene setzen kann. Ich bin wirklich kein großer Fan von Cruz, aber was Almodóvar mit ihr macht und aus ihr raus holt, ist einfach großartig.

Der Erzählung kann man hingegen ein paar Längen nicht absprechen, das stört aber nicht wirklich angesichts der prachtvollen Bilder und minutiösen Inszenierung. Die Farbpalette ist reich, satt und bunt, wirkt aber niemals aufgesetzt oder kitschig. Hinzu kommt die präzise Inszenierung, die nahezu perfekte Kamera und natürlich die – größtenteils – großartig agierenden Darsteller.

„ZERRISSENE UMARMUNGEN“ ist ein Kunstwerk von höchstem Niveau und sollte keinesfalls versäumt werden, angesehen zu werden.

COCO CHANEL

Ohne Zweifel gehört Chanel zu den einflussreichsten und gefragtesten Modelables weltweit und dessen Gründerin Coco, mit Sicherheit zu den Interessantesten Persönlichkeiten ihrer Zeit. Leider gestaltet sich der daraus resultierende aktuelle Film „COCO CHANEL“, als ebenso schlicht und farblos, wie der, seiner Zeit so prägnante Modestil.

Der Film erzählt von den jungen Jahren, der ehrgeizigen und vorlauten Coco, die sich als Waise aus dem Nichts etabliert und ihre Leidenschaft für Mode entdeckt. Im Fokus der Geschichte stehen allerdings noch viele andere Themen, von denen sich keines so richtig ins Zentrum rücken lässt und man sich daher laufend fragt, was der Film eigentlich erzählen möchte. Der Bezug zur Mode ist jedenfalls genauso schwammig und wage, wie die aufgesetzte Dreiecksbeziehung oder Cocos innige Verbundenheit zu ihrer Freundin.

Regisseurin Anne Fontaine führt äußerstunfokusiert und belanglos durch die Erzählung und gestaltet einen sehr konventionellen und eintönigen Biographiefilm ohne nennenswerte Höhepunkte. Das Audrey Tautou trotzdem keine schlechte Figur macht, ist für ihre Fans vermutlich der einzige Grund diesen Film dennoch zu ertragen.

PUBLIC ENEMIES

Ein Crime-Thriller von Michael Mann ist eigentlich immer eine sichere Sache. Nicht so jedoch bei „PUBLIC ENEMIES“, obwohl Mann mit seiner Stammcrew arbeitet und mit Johnny Depp und Christian Bale, zwei Topdarsteller besetzt, bleibt der Film über weite Strecken uninteressant und fade.

Inhaltliche Schwächen und fehlender emotionaler Zugzwang, wahren ja schon Bestandteile von „MIAMI VICE“, dafür entschädigte aber der düster-coole Buisnesslook. In Sachen Ästhetikkk und Visualisierung kann „PUBLIC ENEMIES“ da aber nicht mithalten, ohnehin ist die kühle, klare Optik für einen Genrefilm, der in den 30ern spielt, sehr gewöhnungsbedürftig und die oftmals uninsperierte, schlampige Kameraführung scheint der reichen Ausstattung und den Ansprüchen eines Michael Mann nicht gerecht zu werden.

Obwohl der Film auch sehr gelungene Momente hat und keiner der Darsteller negativ auffällt, lässt einen die Geschichte ziemlich kalt und die Referenzen zu Michael Mann machen diesen normalerweise passablen Streifen zu einer echten Enttäuschung, die man lieber übersehen sollte.

G.I.JOE – GEHEIMAUFTRAG COBRA

Der Erfolg der TRANSFORMERS-Filme beschert Hasbro dicke schwarze Zahlen, darum schickt der Spielzeuggigant, gleich mal die zweite seiner große Spielzeug-Actionserien in die Lichtspielhäuser. G.I.Joe ist hierzulande gänzlich unbekannt, wird aber in den Staaten groß gefeiert, es handelt sich um eine international operierende, streng geheime, militärische Spezialeinheit, bestehend aus Superagenten mit besonderen Fähigkeiten in allen bekannten und unbekannten Waffen- und Kampftechniken.

Der Film ist natürlich mindestens genauso bescheuert, lächerlich und inhaltslos zusammengetackert, wie die Vorlage. In vieler Hinsicht ist „G.I.JOE“ aber trotzdem genau das was TRANSFORMERS nicht sein konnte, nämlich unbeschwert unterhaltsam sowie freiwillig und unfreiwillig komisch. Im Gegensatz zu TRANSFORMERS, ist sich der Film nämlich seines niedrigen Niveaus und den oberflächlichen Figürchen durchaus bewusst und kaschiert dies mit einem Overkill an akzeptablen bis peinlichen Computeranimationen und gut gelauntennnnnn Darstellern, vorweg sogar einige Könner wie Dennis Quaid, Senna Miller und Joseph Gordon-Levitt, die hier selbstverständhoffnungslosnglos unterfordert werden.

Natürlich rechtfertigt die reichhaltige Action und das gehobene Trashlevel noch lange nicht die Kinopräsenz von „G.I.JOE“, aber lieber würde ich mir diesen Quatsch dreimal hintereinander anschauen, als noch einen einzigen TRANSFORMERS-Film von Michael Bay.

Autor: André

More Wonders to be hold…

Abgelegt unter: Der tägliche Wahnsinn..., Filme am 08.08.2009 von André

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Kinder, Kinder.. das ist ja hier wie Weihnachten. Endlich ein offizieller Trailer zum fantastischen “IMAGINARIUM OF DOCTOR PARNASSUS” und was ich jetzt da sehe, toppt sogar nochmal alles was mir Burton mit “ALICE IN WONDERLAND” verspricht, großartig, großartig, GROßARTIG!!!

Natürlich fällt sofort Heath Leadger ins Auge, der hier seine allerletzte Rolle verkörpert und im Laufe der Produktion des Films, durch – bekannt – tragischen Unfall verstarb. Da er seine Arbeit nicht beenden konnte, musste Regisseur Terry Gilliam (FEAR AND LOATHING IN LAS VEGAS, 12 MONKEYS, BRAZIL) lange überlegen wie und ob das Projekt fortgesetzt werden konnte. Glücklicherweise ließ es die Erzählung zu, Ledgers Rolle des Tony, durch andere Darsteller zu verkörpern, ohne die Parts von Ledger zu streichen. Gleich drei Mal wird sich Tony also verwandeln und Gilliam ließ für diesen Prozess würdige Nachfolger auftreten, die da wären, die Herren: Johnny Depp, Jude Law und Colin Farrell.

Anyway, with no ferwer ado, THE EXTRAODENARY DOCTOR PARNASSUS!!!

“THE IMAGINARIUM OF DOCTOR PARNASSUS” läuft ab 3. Dezember in unseren Kinos.

Autor: André

I’ve nobody to eat…

Abgelegt unter: Filme am 07.08.2009 von André

wilden-kerle-trailer2

Seit gestern gibt’s den neuen Trailer zu Spike Jonze “WO DIE WILDEN KERLE WOHNEN” und der sieht – genau wie sein Vorgänger – ziemlich großartig aus.

Ab 3. Dezember läuft die Kinderbuchadaption von Maurice Sendak auch bei uns in den Kinos.

Autor: André

“The Lovely Bones” directed by Peter Jackson

Abgelegt unter: Filme am 05.08.2009 von André

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Der neue Film von Peter Jackson – your favorite “LotR” Director -  heisst “THE LOVELY BONES” und ist eine Adaption des, 2003 veröffentlichten,  Bestsellers “In meinem Himmel“  von Autorin Alice Sebold.

Die Erzählung dreht sich um die 14 jährige Susie Salmon, die am 6. Dezember 1973 ermordet wurde. Aus dem Jenseits betrachtet sie die Geschehnisse um ihre Familie, nach ihrem Tod und die Ereignisse zur Klärung ihres Mordes.

In den Hauptrollen finden sich neben Susan Sarandon, Rachel Weisz, Mark Walberg und Stanley Tucci, auch die 15 jährige – oscarnominierte – Saoirse Ronan aus “ABBITTE” wieder.

Hier der Trailer.., mit Einleitung von – nicht wiederzuerkennendem – Regisseur Peter Jackson…

Autor: André