Hier ganz großartig, ganz fantastisch, ganz wunderbar.. Der erste Teaser zu Tim Burton’s “ALICE IN WONDERLAND” der ab 11. März 2010 in den deutschen Kinos startet.
Ich muss sagen, was ich hier so sehe, übertrifft meine Erwartungen und solange ich noch auf erste bewegte Bilder von “THE IMAGINARIUM OF DOCTOR PARNASSUS” und “AVATAR” warte, ist das jetzt einfach mal mein neuer Lieblingstrailer, den es ganz offiziel ab heute online gibt…
Ein neues Liebesmelodram von der Insel, da durfte man doch sehr gespannt sein, besonders da das Letzte dieser Art für so viel positives Aufsehen, bis hin zu den Oscars® sorgte.
In der Hauptrolle erneut Keira Knightley, die derzeit etwas festgefahren wirkt, spielt sie doch schon zum dritten Mal in Folge, die romantisch verklärte Lady in historischem Gewand. Aber seis drum, wenn sie mit süßlichem Lächeln, in tollen Kostümen, das Unschuldslamm verkörpert und dabei gleichsam zerbrechlich, wie wunderschön, mit der Zigarette kokettiert, dann hat das durchaus seinen Reiz.
Nicht minder reizvoll, sogar um einiges Interessanter, ihre Spielgefährtin Sienna Miller, die hier eine laszive, leicht manische, Freigeisttänzerin mit Hang zum Masochismus verkörpert. Zu den Damen gesellt sich Matthew Rhys, als liebestoller Lebemann und exzessiver vollsuff Dichter, Dylan Thomas.
Die drei verstricken sich in einen klassischen, wenn auch liberalen, Liebesreigen, bei dem sie sich gegenseitig, mal freundschaftlich, mal verführerisch oder mal hinterhältig, den Kopf verdrehen, um sich so die bittere Zeit des Krieges zu versüßen. Auch wenn die drei schon genügend Potenzial mitbringen, sich ihr Leben gegenseitig schwer zu machen, wird es erst richtig kritisch, als Soldat und Frontmann Cillian Murphy auf der Matte steht, um Keira den Hof zu machen.
In Ereignisfreier Lethargie und unnötigen Effektspielereien, entfaltet Regisseur John Maybury sein Liebesmelodram „EDGE OF LOVE“ auf der großen Leinwand. Augenscheinlich fehlt es dem Film eindeutig an Höhepunkten, Dramatik, echten Emotionen und Budget, um den Zuschauer wirklich zu packen. Hinzu gesellen sich noch etliche Drehbuchmängel, die das Potential der einzelnen Charaktere gekonnt zu verhindern wissen und ihnen niemals ein echtes Profil gönnen, von dem sie zehren können. Sämtliches Handeln der Figuren wirkt sprunghaft und unmotiviert, ihre Konstellationen und Gefühle füreinander verschwommen und unklar. Auch richtet sich der Fokus der Erzählung auf viel zu viele Themen, die allesamt nur angerissen und inkonsequent aufgegriffen werden, in Folge dessen vermag keine dieser, an sich spannenden Perspektiven, zu fruchten.
Maybury präsentiert hier eine enorm unausgegorene Geschichte, von der völlig unklar bleibt, was sie nun eigentlich erzählen will. Das Potential ist durchaus spürbar, allein die Anwesenheit des Dichters Thomas samt seiner ironisch, zynischen Kommentare zum Geschehen, lassen die Ambitionen der Erzählung erahnen und auch die beiden Ladys hohlen das Möglichste aus ihren Figuren heraus. Etwas Abseits, ja fast schon überflüssig, gerät hingegen Cillian Murphy, der die Spannungen des Dreigestirns immer wieder unterbricht, um sein eigenes klischeeverseuchtes Kriegstrauma zu überwinden, eine zweifelsohne undankbare Rolle..
Hinzu gesellt sich das Ärgernis der uninsperierten Inszenierung von Maybury, der sich zu Anfang in albernen Montagen und nervigen Kameraspielchen wie, Unschärfen, Verzerrungen, mehrfach Überblendungen und Weichzeichnern verrennt, nur um anschließend die völlige Tristesse in Grautönen abzufeiern.
Man darf also behaupten, dass diese unausgegorene schlichte Präsentation, als durchaus überflüssig betrachtet werden kann und sich mit der erzählerischen Finesse und der ambitionierten Inszenierung von „ABBITTE“ überhaupt nicht vergleichen lässt, da helfen auch keine guten Darsteller mehr und selbst Genrefans dürften mächtig enttäuscht werden.
Mit mehr als acht Monaten Verspätung kehrt Harry Potter, in seinem nunmehr sechsten Abenteuer, auf die große Leinwand zurück. Sehnsüchtig und mit so manchen Frusterscheinungen haben die Fans auf diesen Moment gewartet. HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ ist in vielerlei Hinsicht, der heimliche Star der sieben teiligen Reihe, um den berühmten Zauberlehrling und auch wenn es der Film schon längst nicht mehr vermag, der Komplexität der Buchvorlage gerecht zu werden, so hat er mich dennoch vollstens überzeugt.
Wie schon im Vorgänger, geben Regisseur David Yates und Drehbuchautor Steve Kloves ihr Bestes, um der umfangreichen Geschichte, samt ihrer zahlreichen, liebgewonnenen Charaktere, Herr zu werden. Dies geht natürlich nicht ohne so manche Einschnitte von statten und so mussten erneut zahlreiche Nebenerzählungen und genauere Erörterungen unter dehn Tisch fallen. Doch Yates kennt sein Publikum und weis, dass er sich im sechsten Teil nun nicht mehr um Neueinsteiger zu kümmern braucht, längst haben die epochalen Geschichten, um Harry Potter, den Horizont eines, selbst 2 ½ stündigen, Kinofilms überschritten, doch auch wenn die Zeit knapp bemessen ist, nimmt sich Yates durchaus die Freiheit für eigene Ideen und überrascht durch so manch ironische Anspielung und viele ambitionierte Einstellungen, selbst hartgesottene Genrekenner und Fans.
Erneut dreht sich die Geschichte um Zusammenhalt, Vertrauen, Freundschaft und den immerwährenden Kampf Gut gegen Böse. Finstere Zeiten brechen über die Zaubererwelt herein, die Stimmung ist bedrückend und die Gefahr immer gegenwärtig. Erleichternd wirkt da das Hormonchaos der Zauberteenager, die trotz – oder grade weil – aller Bedrohung, ihre Gefühle füreinander entdecken, was zu so manch peinlichen Momenten, Missverständnissen und unkontrollierten Gefühlsausbrüchen führt. Für den Zuschauer fühlt sich das ein bisschen nach Daily Soap an, tut aber der gepflegten Unterhaltung und guten Lauen, durch viele witzige Situationen, keinen Abbruch, auch wenn die Probleme trivial wirken – es sind doch noch Teenager.
Insgesamt behält Yates aber die düstere Grundstimmung des Vorgängers bei und nutzt die Teenieallüren lediglich um die äußerst bedrückende und schwere Stimmung des Films, ein wenig aufzuheitern. Mit jeden Teil wird die Atmosphäre düsterer, die Erzählung erwachsener, längst hat Harry Potter das Kindergartenniveau verlassen und muss sich echten Bedrohungen und Verlusten stellen.
Die Qualität des Films hält den Erwartungen stand und wirkt angesichts vieler Enttäuschungen im Blockbusterbereich, überaus beruhigend. Wenigstens einige Dinge werden, zwar auch, aber eben nicht nur, mit dem Rechenschieber abgehandelt und so kann man sich nun wieder der Vorfreude, um den ersten Teil des großen Finales von Harry Potter, schon Ende des kommenden Jahres, gefast machen.
Nach “GLAUBENSFRAGE” treten Meryl Streep und Amy Adams erneut gemeinsam vor die Kamera.
In der Komödie “JULIE & JULIA” spielen sie zwei Frauen, die – jeweils für sich – beschließen einen Memoiren zu verfassen, um ihren eintönigen Leben einen neuen Anstrich zu verpassen. Aus diesem Grund betreten beide – für sie – unerforschte Teritorien…
Der Clou ist, dass es diese beiden Memoiren (Julia Childs “My Life in France“ und Julie Powells “Julie & Julia“) und ihre Entstehunggeschichte tatsächlich gibt und sie auch noch indirekt miteinander verknüpft sind. Inszeniert wird das Ganze von Nora Ephron die vor allem mit den Liebeskomödien SCHLAFLOS IN SEATTLE und E-M@IL FÜR DICH große Erfolge feierte.
Die zweite Regiearbeit von Julie Delpy wirkt ausgesprochen ambitioniert und besticht durch düster, gruftige Mittelalteroptik und ein hervorragendes Darstellerensemble – von der ungewöhnlichen Besetzung Daniel Brühls mal abgesehen.
Dennoch kann der Film nicht so recht zünden, ob das nun an der kühlen Gräfin oder der sprunghaften Erzählung liegt, ist schwer zu sagen. Es fällt nicht leicht, die emotional tote Gräfin zu bemitleiden, wenngleich ihr innerer Konflikt, sich in einem Patriachart stets als gefestigt, emanzipiert und unabhängig, behaupten zu müssen, aber gleichzeitig die verletzlichen Gefühle der – ihr fremden – Liebe und Zuneigung zuzulassen, sorgfältig herausgearbeitet werden.
Als schwierig gestalten sich auch die unvermeidlichen Zeitsprünge der Geschichte, die einen aus dem aktuellen Geschehen zu reißen scheinen und dann wiederum völlig neue Handlungsansätze zu Tage fördern. Soviel Vielseitigkeit und ambitionierter Ansatz sind begrüßenswert, häufen sich nur leider zu stark, um allesamt konsequent zum Ende gebracht zu werden.
Mehr oder weniger erfrischend, wirken hingegen die konsequent und ungeschönt eingefangenen Gewalttaten, welche für dieses Genre völlig untypisch sind und den – oft schon im Vorfeld – weichgespülten und romantisierten Blick auf einen Kostümfilm, wieder für wesentlichere Inhalte schärfen.
Im Großen und Ganzen also ein sehenswerter Film, der vielleicht etwas zu viel will, aber allein schon durch die dominante Hauptdarstellerin, Regisseurin und Komponistin Julie Delpy Beachtung verdient.
KOMMISSAR BELLAMY
Von einem derart etablierten und dem Autorenkino verschriebenen Regisseur durfte man in der Tat mehr erwarten.
Claude Chabrol gehört zum festen Bestandteil des französischen Kulturkinos und machte sich vor allem durch wohlkomponierte Beziehungsdramen einen Namen im Arthouse. Um so überraschender wirkt also die Nichtigkeit seines neusten Werkes KOMMISSAR BELLAMY welcher von einem mächtig untersetzten, aber nicht weniger berühmten Gérard Depardieu – im wahrsten Sinne des Wortes – verkörpert wird.
BELLAMY ist dem Anschein nach ein leiser und recht unspektakulärer Krimi, versteift sich aber im Laufe der Handlung Zusehens auf Banalitäten und Nichtigkeiten des Alltags. Anstelle des Mordfalls wird die Figur des Kommissars ins Zentrum der Erzählung gerückt, seine beruflichen Ambitionen aber nahezu gänzlich ausgeblendet. Das ist überraschend, aber nicht zwangsläufig spannend, auch wenn Depardieu und Co eine ganz passable Leistung abliefern und der Film durch seine beengte und statische Kamera wie ein kleines Kammerspiel anmutet.
Leider will sich aber nun wirklich so gar keine Spannung aufbauen und so verliert sich der Film in seiner eigenen Monotonie bis zur unweigerlichen Tragödie am Ende, die auch nicht unspektakulärer Inszeniert sein könnte.
KOMMISSAR BELLAMY ist elitärer Blödsinn der sich an seiner eigenen Sinnlosigkeit ergötzt und nur ermüdet anstatt zu unterhalten, auch wenn Depardieu nichts von seinem Charme einbüßt.
Nachdem M. Night Shyamalans “THE HAPPENING” ja nun wirklich von den meisten Kritikern als peinlicher Gipfel gnadenloser Selbstüberschätzung besprochen wurde, scheint der, einst so erfolgreiche, Regisseur und Drehbuchautor sich nun mehr mit Hilfe einer, nicht von ihm erdachten, Geschichte rehabilitieren zu wollen.
Ob das mit der Adaption einer U.S. amerikanischen Zeichentrickserie, im Animestil, gelingen kann, wage ich jedoch zu bezweifeln. Trotzdem den Kids heutzutage trau ich ja alles zu und schlimmer als “DRAGONBALL EVOLUTION” kann das hier ja wohl kaum werden, aber seht doch einfach mal selbst…
O.k…Wahnsinn!!! Der japanische Spielzeuganbieter HotToys stellt eine brandneue Actionfigurenserie (12inch) vor. Die etwa 35cm hohen Spielzeugpuppen verfügen nicht nur über ein erschreckendes Detailreichtum, sondern auch über ein “bewegliche Augäpfel” Feature.
Ein besonders Schätzchen dieser Kollektion ist natürlich THE JOKER aus der DARK KNIGHT Serie, dieser kommt mit alternativen Klamotten und sogar einem austauschbaren Puppenkopf. Mit dieser volldetailierten Puppen lässt sich nahezu jede Szene des Films problemlos darstellen, sogar an die Handgranaten mit Auslöserschnur wurde gedacht. Keine Frage, dieses Teil würde einfach großartig in meiner Vetrine aussehen.
Nachdem Michael Bay sie bereits als Nr.1 Wichsvorlage für sich entdeckt hat, überrascht es wohl niemanden, dass Megan Fox jetzt die Hauptrolle als männermordendes Lustobjekt im Tenieslasher “JENNIFERS BODY” ergattert hat.
Storytechnisch erinnert mich das Ganze irgendwie an eine Kreuzung aus “SPECIES” und “ALL THE BOYS LOVE MANDY LANE”. Der Trailer sieht jedenfalls fürchterlich plakativ und gewöhnlich aus, allerdings stammt das Drehbuch von, Ex-Stripperin und Oscargewinnerin, Diablo Cody (“JUNO”), was mich dann doch – zumindest offiziel – dazu veranlassen könnte, diesen Film zu sehen.
Die wesentlichen Einsichten auf “JENNIFERS BODY” gibt’s hier…
Das find ich jetzt einfach mal sehr fantastisch… Burton gewehrt einen FirstLook auf Konzeptentwürfe und Charaktere seines neuen Projekts zu „ALICE IN WONDERLAND“. …da fällt mir ein, ich wollt noch ganz, ganz dringend das Buch lesen.
Heiliger Bimbam!!! …endlich, die finale Fassung von Terry Gilliams „FEAR AND LOATHING IN LAS VEGAS“ nach dem Roman von Kultautor Hunter S. Thompson, kommt nun als Director’s Cut auch nach Deutschland.
Bereits seit Anfang des Jahres ist die Blu-Ray hierzulande erhältlich und für alle, die sich noch keinen fancy Player angeschafft haben, gibt’s das Ganze auch für günstig Geld als ordinäre DVD ab 7. August.
Jetzt ist es also raus, Roland Emmerichs neues Mamutprojekt wird – ÜBERRASCHUNG – ein Katastrophenfilm vom Kaliber „THE DAY AFTER TOMORROW“.
Wie uns der neuste Trailer verrät, weißt der Filmtitel dezent auf ein schicksalsbestimmendes Ereignis der Menschheitsgeschichte hin: „Das Ende der Welt, wie Wir sie kennen.“ so jedenfalls prophezeit es uns der Majakalender für das Jahr 2012.
Emmerich verknüpft dieses mystische Datum mit dem Ausbruch des, faktisch existenten, Supervulkans Yellowstone, im gleichnamigen Nationalpark, Wyoming USA. Ein Ausbruch dieses Supervulkans – wie es im Film passiert – hätte in der Tat verheerende Folgen für die gesamte Menschheit, etwa vergleichbar mit einem globalen nulklearen Fallout, nur ohne Atomstrahlung.
Interessanterweise, rechnen Geologen tatsächlich mit einem baldigen Ausbruch des Yellowstone, wobei sich die Formulierung bald, in diesem Themenbereich, auf mehrere tausend Jahre beziehen kann. Ein durchaus Interessantes Thema – nicht nur, weil sich das allgemein despektierliche Verhalten der Menschen gegenüber ihrer Umwelt, in keinster Weise auf die Aktivitäten der Supervulkane auswirkt, sondern auch, weil die Menschheit nicht das geringste gegen solch eine Urgewalt unternehmen könnte, geschweigeden verhindern.
Schade nur, dass dieser Stoff natürlich nur als Rahmenhandlung für einen weiteren überdimensionalen Katastrophenfilm nach Schema F. genutzt wird. Emmerich scheint hier routiniert und – zugegeben – auch imposant, die typischen Bilder zusammenfallender historischer Gebäude, Wahrzeichen und Städte abzuspulen, immernoch besser als „10.000 B.C.“
Hier der Trailer.
„2012“ läuft ab 19. November in den deutschen Kinos.
In Marina de Vans “Ne te retourne pas” (AT: “Don’t Look Back”; DT: “Dreh dich nicht um”) spielt Sophie Marceau (!!) die Schriftstellerin und Mutter Jeanne, welche während der Arbeit an ihrem neuem Roman zu verspüren glaubt, einer merkwürdigen Transformation zu erliegen. So erscheint es ihr, das Sie sich selbst in einer Art körperlichen Metamorphose befindet, an dessen Ende Monica Bellucci (!!!) ihre Rolle verkörpern wird.
Im Klartext: Sophie Marceau und Monica Bellucci, zusammen in einem Film, zusammen in einer Doppelrolle, per Face-Morphing zeitweise sogar zu gleichen Teilen in ein und demselben Körper! Ich weiß ja nicht was ihr für gute Gründe braucht um ins Kino zu gehen, aber für mich sind das gleich zwei auf einem Schlag!
Der Film wurde erstmals dieses Jahr als “out of competition” in Cannes gescreent, besitzt noch keinen offiziellen Deutschlandstart, wurde aber bereits vielfach gelobt sowohl für das glamourös inszenierte Aufeinandertreffen von zwei der wohl größten eruropäischen Schauspielerinnen unserer Zeit, als aber auch für die komplexen Special Effects und die Intensität und Dichte seiner Geschichte!
Aufgrund seiner Thematik gibt es zu “Ne te retourne pas” gleich zwei Trailer, welche dann jeweils entweder Marceau oder eben Bellucci betonen.
In “Humpday” von Lynn Shelton beschließen die beiden Freunde Ben (Mark Duplass) und Andrew (Joshua Leonard) aus einer Sufflaune heraus an einem Amateur Porno Contest mit teilzunehmen. Doch mit welch bahnbrechender Filmidee können zwei heterosexuelle Freunde, ohne weibliche Darstellerinnen und ohne wirkliches Budget wohl schon den ersten Preis gewinnen?
Die einzige noch übrigbleibende Möglichkeit scheint es, vor laufender Kamera selber miteinander Sex zu haben!
“It’s not gay; it’s beyond gay. It’s not porn; it’s art.”
Ebenfalls gibt es hierzu wieder keinen deutschen Starttermin, dafür aber wieder zwei unterschiedliche Trailer welche einerseits sehr stark die komödiantische und vermutlich auch hervorstechende Seite des Filmes betonen (Trailer #1), andererseits aber auch versuchen einen eher ernsthafteren Ton anzuschlagen (Trailer #2).
Die Geschichte von “Nine” basiert dabei, über mehere Umwege hinweg, auf dem bereits autobiographischen Werk “8½” von Federico Fellini aus dem Jahre 1963 und behandelt das Leben des berühmten italienischen Regisseurs mit Namen Guido Anselmi bzw. in der jetzigen Filmadaption/Remake/Neuauflage eines Musicals mit Namen Guido Contini.
Trotz Gesangseinlagen und etlichen Tanznummern erwarte ich viel Großes von diesem Film! Allen voran eine erneute Top-Performance von Day Lewis, doch seht selbst!
In seinem Erstlingswerk “Moon” befördert uns Regisseur Duncan Jones zusammen mit seinem Hauptdarsteller Sam Rockwell in eine nicht allzu ferne Zukunft, in dem die Menschheit ihre Energie von einer Kernstation auf dem Mond zugeliefert bekommt. Zu Wartungszwecken wird dort eine einzelne Person für knappe drei Jahre hin entsandt, um die Minenarbeiten für das kostbare Gas namens Helium III zu überwachen. Doch kurz vor dem nahestehenden “Schichtwechsel” häufen sich für Sam die merkwürdigen Ereignisse…
Klingt platt und mau, wird aber bestimmt eines der Highlights des Jahres! Unbedingt den Trailer anschauen!
Nemo Nobody führt nämlich bis zu sinem 34ten Lebensjahr eine ganz normales Leben mit Frau und Kindern, als sich allerdings eines Tages die Realität verschiebt und er als, der mit 120 Jahren älteste und letzte sterbliche Mensch in einer Gesellschaft von Unsterblichen aufwacht, ohne jegliches Gedächtnis an die vergangenen Jahrzehnte, welche er nun versucht zu rekonstruieren.
In “Air Doll” von Hirokazu Koreeda lernen wir den Kellner Hideo kennen, gespielt von Itsuji Itao, welcher mit seiner aufblasbaren Freundin Nozomi (Du-na Bae) zusammenlebt. Doch anders noch als bei “Lars und die Frauen“, entwickelt die Plastikfrau irgendwann ein Eigenleben und versucht fortan mithilfe ihres Liebhabers einen eigenen Platz in der Welt finden zu können.
Sehr poetisch, sehr melancholisch und sehr asiatisch! Eine Mischung aus westlicher Pinocciothematik und asiatischer Skurrilität, gepaart mit einer Liebesgeschichte alá “I’m A Cyborg, But That’s OK“.
Alles sehr multikulturell und Independet heute mal wieder. Auswertung: 2 Französische, 1 Japanischer und 3 amerikanische Filme. Allesamt schauen Sie sehr sehenswert aus, und allesamt haben Sie auch noch keine deutschen Starttermine. Und dabei könnten hierbei noch ein paar wirkliche Highlights aus 2009 drinnen schlummern, neben “Thirst“, “Inglourious Basterds” und evtl. “Antichrist“. Ah, und natürlich “G.I. Joe – Geheimakte Cobra” versteht sich…