Stirb Langsam 4.o

„Yippie Ya Yee Schweinebacke“ Bruce Willis muss auf seine alten Tage nochmal eisenharte Eier demonstrieren und meldet sich in seiner erfolgreichsten Rolle als Detective John McClane auf der großen Leinwand zurück. In die Jahre gekommen, aber nach wie vor ein Talent dafür langsam zu sterben, kämpft sich McClane erneut durch einen beschissenen Tag voller Schießereien und Explosionen.

Wie legt man eine Weltmacht lahm? Ganz einfach, man hackt sich, mit Hilfe von ein paar Computerfreaks, in das zentrale Datennetz der Weltmacht ein. Auf diese Weise kontrolliert man, bequem vom Rechner aus, sämtliche Verkehrs-, Kommunikations-, Sicherheits- und Wirtschaftssysteme einer ganzen Nation. Diese Schwäche nutzt der Ex-Sicherheitsbeauftragte Thomas Gabriel (Timophy Olyphant) ganz gewaltig aus, um sich das Vermögen der gesamten USvonA unter den Nagel zu reißen. Leider pinkelt er dabei John McClane (Bruce Willis) ans Bein, denn er muss einen jungen Hacker (Justin Long) ausschalten, der unter McClanes, nicht ganz freiwilliger, Aufsicht steht. Richtig persönlich wird’s dann, als Gabriel auch noch McClanes Tochter Lucy (Marie Elisabeth Winstead) entführt.

Über 10 Jahre sind seit Stirb Langsam: Jetzt erst recht vergangen und die Welt um John McClane hat sich ganz schön verändert. Nicht nur seine Frau hat ihn verlassen, auch seine Tochter spricht kein Wort mehr mit ihm, zudem wird ihm auch noch ein redseliger junger ComputerNerd ans Bein gebunden und prompt findet sich McClane zwischen Kung-Fu Bräuten, schießwütigen Terroristen und verdammt flinken „Le Pakur“ Turnern wieder, die ihn allesamt Tod sehen wollen. In alter Stirb Langsam Manier zieht es Willis Mal wieder mächtig in die explosive Scheiße, ganz so souverän wie früher kann er die mittlerweile nicht mehr meistern, doch das macht nichts, denn seine freche Klappe ist noch die selbe und wenn old man Willis dann vor lauter HighTech nicht mehr weiter weis, springt sein junger Sidekick für ihn ein. Klar ist der kein vergleichbarer Sam Jackson, aber der Generationskonflikt der beiden lädt schon zu so manch witzigem Wortgefecht ein: „Du spielst also noch mit Puppen…Hoppla das kann man doch abnehmen?“ „Nein aber keine Sorge, kaputt ist die sicher mehr wert als ganz.“ „Hey sieh einer an, noch mehr Puppen. Mit Frauen hast du’s wohl nicht so?“ „Hey ich hab noch jede Menge andern coolen Kram hier rumfliegen, denn sie kaputt machen können.“ Neben derartigen Späßen, ist es aber vor Allem die, größtenteils handgemachte Action, die vollstens überzeugen kann. Hier tritt „professionelles Understatement“ gegen „brachiale Gewalt“ an, oder wie sonst sollte man es nennen wenn McClane mit einen Streifenwagen durch einen Helikopter jagt oder mit einem Geländewagen durch ein Kraftwerk brettert, um eine Killerin über den Haufen zu fahren und schließlich, mit der Killerin auf der Kühlerhaube, in einen Aufzugschacht donnert. Solche und zahlreiche andere Beispiele, lassen das Herz jedes Actionfans höher schlagen. Ein wenig übertrieben wirkt nur die Jet vs. Truck Sequenz gegen Ende des Films, bei der zudem auch viel CGI mit ins Spiel kam. Die Sequenz hat zwar dank einiger guter Stunts und spektakulärer Bilder durchaus ihren Schauwert, aber irgendwie ist es schade, da der Rest des Films ohne derartige Kinkerlitzchen auskommt und lediglich zur Veredelung der ein oder anderen Actionszene, ein wenig CGI zur Hilfe genommen wurde. Zum Glück bleibt die finale Auseinandersetzung der beiden Kontrahenten McClane und Gabriel dann aber wieder schön subtil und bodenständig.

Fazit: Old man Willis kanns noch. Nicht ganz die Form der Vorgänger aber dennoch ein Highlight, bietet Stirb Langsam 4.0 tonnenweise brachial Action vom feinsten. Dazu kommen gutgelaunte Darsteller und j

1 Kommentar zu “Stirb Langsam 4.o”

  1. WELTRAUMAFFE » Blog Archive » Naked Weapon

    [...] dann doch noch in Hollywoodproduktionen alá “Mission: Impossible III” oder “Stirb Langsam 4.o” geschafft hat, bleibt mir vermutlich auf Ewig ein Rätsel. Ein knackiger Hintern und [...]

Gib uns deinen Senf!