Silent Hill

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Silent Hill

„OH MEIN GOTT“
Ich bitte euch, Nein ich flehe euch an: „Vergesst es einfach!“ Der deutsche Untertitel verrät eigentlich alles: „Silent Hill – Willkommen in der Hölle“, denn dieser Film wird euch garantiert so vorkommen wie „Unendliche Folter“

Erst einmal zum „Inhalt“:
Um ihre Tochter Sharon (Jodelle Ferland) von ihrer “Krankheit” zu befreien, die sie Nacht für Nacht schlafwandeln lässt, macht sich Rose (Radha Mitchell) mit ihr auf den Weg nach Silent Hill. Den Ort, dessen Namen Sharon unentwegt im Schlaf aufsagt. Doch in der Geisterstadt angekommen, verschwindet das kleine Mädchen spurlos. Auf der Suche nach ihrer Tochter stößt Rose auf schreckliche Kreaturen die, die Bevölkerung von Silent Hill nahezu ausgerottet haben. Um zu überleben, verbündet sie sich mit der Polizistin Cybil (Laurie Holden) und versucht gemeinsam mit ihr das Geheimnis der Stadt zu lüften.

Meine erste Frage: Warum wird so ein Dreck überhaupt erst produziert (Mal ehrlich. „Wer würde seine teuer verdienten und ersparten Moneten für so etwas hergeben?“) und,

Meine zweite Frage: Warum wurde der Regisseur nicht längst erdolcht, erdrosselt, erschossen, enthauptet oder auf eine sonstige Art und Weise bestraft.

Silent Hill ist dass, was ich förmlich treffend, als einen „Riesengroßen Haufen *******“ bezeichnen würde. Es gab bisher nur einen Film der noch schlechter, noch dümmer, noch Brechreiz-Erregender war als Silent Hill. Jedoch werde ich denn Titel eben jenes Streifens nicht nennen, um euch nicht in Gefahr zu bringen, bei einen DVD-Abend aufgrund von Gehirnkrämpfen zu krepieren. Mein Motto bis zu jenem Tage, als ich Silent Hill zu sehen bekam, lautete: „Jeder Film ist es wert, ihn sich anzuschauen und sei er noch so schlecht, irgendetwas positives muss es einfach geben“.

DOCH BEI SILENT HILL IST EINFACH ALLES SCHEIßE!!!!

So. Musste mal nur kurz gesagt werden.
Nun muss ich diese Aussage ja auch irgendwie belegen können oder? Kann ich auch: Angefangen bei der Story, die sich vielleicht oben noch ganz nett, aber durchschnittlich, angehört haben mag, denn Silent Hill verwurstet gekonnt, selbst den leisesten Ansatz von Plot und Story in drei wesentliche Hauptmerkmale des Films:

Unsinnige und völlig deplatzierte Splatter und Gore-Szenen:
Nicht das ich was gegen Blut hätte aber: Wenn man auf der Leinwand dabei zusehen muss wie eine Frau zerteilt wird, aufgrund dessen das ein Dämonen-Kind mit seinen Stacheldrahtarmen durch die Vagina (Nein man sieht keine Detail-Aufnahme) in sie hinein eindringt und sie danach von Innen nach Außen erst durchsticht und sie letzten Endes dann zerreißt, während die Frau dabei lauthals schreit und jammert, frage ich mich ernsthaft wo dabei nun der Sinn und vor allem die Unterhaltung sein soll. Des weiteren wird bei Silent Hill leider nur allzu oft versucht die fehlende Handlung mit Gräuel und Blut zu retuschieren. Fast 85% des gesamten Filmes irrt unsere Protagonistin vollkommen Sinn- und Ziellos durch irgendwelche verlassenen Gebäude die sich dann in monströse Höllenszenarien verwandeln bei denen der einzige Grund dafür „Wir wollen schocken mit diesem Film“ lauten kann. Das Silent Hill obwohl derartiger Szenen, in Deutschland noch eine FSK-16 bekommen hat, lässt vermuten das Geld im Spiel war bei der Prüfung. Ist ja auch logisch, denn wenn die FSK ab 18 Jahren wäre, würde ja die Hauptzielgruppe wegfallen: Spät-Pubertäre „World of Warcraft“-Spinner und „Quake III“-Fanatiker die sich, wärend sie noch lechzend und sabbernd an ihren Splinter Cell Highscore arbeiten, an einem derartigen Bullshit erfreuen und Kranken Geistern wie Christophe Gans, dem Regisseur dieses Meisterwerks, vermutlich auf ewig dankbar sein werden dafür, dass nun endlich auch einmal ihre Gebete erhört wurden und ein weiteres ihrer Lieblings-PC-Games, dessen einziger Sinn Gewalt ist, verfilmt wurde.

Mangelnde Logik:
Fast den gesamten Film über fragt man sich einfach nur: Warum, Wieso, Wozu? Ich meine: Klar die Tante ist auf der Suche nach ihren Balg dass ihr entlaufen ist. (Hab ich übrigens schon mal erwähnt das ich Kinderschauspieler hasse? Die können nix und wenn sie etwas können dann ist es sich in Filmen immer so abartig dumm zu verhalten dass die Erwachsenen dadurch in Schwierigkeiten geraten. Remember: „The Long Kiss Godnight“) Aber warum sucht sie dann bitte in der Kehle eines Toten der in irgendeiner Schultoilette erhängt wurde? (Warum wurde dieser jemand in einer Schultoilette erhangen. Ich meine: Warum ausgerechnet dort? Keine Antwort…) und warum findet sie anstelle ihres Kindes in der Kehle des Mannes dann einen Schlüssel? Keine Antwort… Ist der Schlüssel wenigstens zu irgendetwas gut? Antwort: NEIN!!! Also was wollte uns dieses Hirnanhangdrüsenejakulat von Szene bitteschön vermitteln? Also entweder ist der Film eindeutig zu komplex für mein Hirn oder aber er verstrickt sich nach und nach in immer mehr und mehr unlogische Scheiße die dann in dem Komposthaufenartigen Finale endet. In diesem wird zwar so getan als würde alles logisch zusammenhängen, es schnallte vermutlich trotzdem keiner der Mithäftlinge die mit mir im Kino saßen. Das einzige was mir noch hängen geblieben ist von so genannter „Auflösung“ ist, dass irgendwann, vor ein paar Jahren ein Säugling in irgendeinem Feuer in irgendeiner Klinik in Silent Hill umkam und das die Mutter des Säuglings wohl ne ziemlich schräge Braut war oder so. Auf jeden Fall war das Kind der Satan Himself und wollte sich dafür rächen das die Bewohner irgendwas ganz schlimmes mit seiner Mutter oder so…. ACH ICH WEIß ES DOCH AUCH NICHT WAS DER ROTZ SOLL. Ich hab es damals schon nicht verstanden und ich versteh es heute ebenso wenig. Scheiß Film. Auf jeden Fall steht in Silent Hill irgendeine Kirche die manchmal ihre Glocken bimmeln lässt und wenn dies passiert dann wird Silent Hill zur Twilight-Zone. Alles wird Nacht und von irgendwoher kommen dann immer Monster die Menschen essen wollen. Alles endet damit das sich die Polizistin und die Mutter des Entflohenen Spastiker-Kindes in der Kirche zu so anderen Überlebenden hingesellen. Dann stellt sich heraus dass die Überlebenden alle böse und sowieso doof sind und alle müssen sterben, weil das Dämonen-Teufel-Kind auftaucht. Nur Mama und Spastiker-Kind überleben, sind nun aber für immer in der Twilight-Zone gefangen so das Papa sie nicht hören und nicht sehen kann. Der hatte sich nämlich auch irgendwann zum „Stillen Hügel“ begeben um die Mamuschka und das Balg zu suchen. Achja und eins noch: Wenn es Tage ist dann regnet es Asche vom Himmel weil irgendwann, irgendwo mal irgendwas explodiert ist (Oder so), womit wir beim dritten Punkt wären:

Effekte:
Wenn sie auftauchen dann sind sie billig und dienen nur dem Selbstzweck. Warum muss es denn Asche regnen. Es diente ja nun mal in keinster Art und Weise der Geschichte. Außerdem mag das ja MAL ganz nett aussehen aber das Scheiß Asche-Schnee-Gekrissel was sich mir dort immer und immer und immer und immer wieder bot war dann auch echt irgendwann nur noch stinklangweilig und hat Augen und Hirn nicht gerade gut getan. Ich hab zwischenzeitlich an japanische Zeichentrickserien denken müssen die bei manchen epileptische Anfälle auslösen können. Der Rest, wie die Monster und die Sequenzen in denen die Schattenwelt oder was auch immer sich gebildet hat, war durchschnittlich gerendert und animiert doch waren die Szenen zu lang und einfach nur Zeitfüller. Einfach dumm und unnötig.

Fazit: Wenn ihr den Text gelesen hättet und nicht wie Semmel einfach nur aufs Endergebnis schauen würdet um euch die Arbeit des „Lesens“ zu ersparen, dann wüsstet ihr was ich von Silent Hill halte. Ich gebe diesen Film einfach gar keinen Punkt und sogar ne kleine Titten-Szene könnte da dran nix ändern. Könnte. Wenn überhaupt so was da drin vorkäme. Kommt`s aber nicht. Also: „Setzen! 6!“

Autor: Sven

2 Kommentare zu “Silent Hill”

  1. Michael Peschke

    Guter Kommentar…Du gehst allerdings zu hart mit dem Film um.

    Der Film ist die Verfilmung von einem sehr genialen Video-Spiel. Da die Story des Spieles ziemlich komplex ist musste die Verfilmung zwangsläufig scheitern.

    Die Logikfehler im Film machen mit dem Hintergrundwissen aus dem Spiel teilweise Sinn. (Man verwendet z.B. den Schlüssel aus der Leiche!)

    Silent Hill ist alles andere als ein guter Film aber ne 6 hat er nicht verdient.

  2. Sven

    Ah der Micha… Grüß Disch!

    Nunja du magst zwar damit recht haben das wenn man das Spiel gezockt hat den Film danach besser verstehen mag, aber nichtsdestotrotz darf diese Tatsache ja für einen Film keine Entschuldigung darstellen.

    Man muss ja auch einfach darauf achten dass auch eben das “Nicht-Fan”-Publikum den Stoff versteht oder? Also ohne vorher den eigentlichen Ursprung gespielt, gelesen oder geschaut zu haben! Sonst rentieren sich größer angelegte Projekte ja auch nicht, wenn sie nicht ein größeres Publikum ansprechen können. [Eigentliches Problem hierbei ist ja auch der Twist zwischen Kunst und Kommerz, da ein Film nunmal auch seine Kosten wieder einspielen muss (Nicht so wie z.B. bei der Musik oder der Malerei.)! Ob das nun ein "Transformers" ist oder "nur" ein "Ein Freund von mir".]

    “Silent Hill” ist ja hierbei nicht das einzige Beispiel wie z.B. die gleichnamige Verfilmung von “Per Anhalter durch die Galaxis” beweist. Hätte ich das Buch nicht vorher gelesen gehabt hätte ich vermutlich schon nach den ersten 10Min. nichts mehr verstanden!

    Oder auch “Nochnoi Dozor – Wächter der Nacht” den wohl wirklich niemand kapierte, der das Buch nicht gelesen hat! Ich z.B. habs nicht gelesen und konnte wirklich einfach gar keine Handlung erkennen. Einfach weil es nur zusammengeklöppelte Szenen für die Fans waren. Wie ein Musikvideo deines Lieblingsbuches wo nochmal das wichtigste angerissen wird.

    Das geht aber auch anders oder? “Herr der Ringe”, “Harry Potter” oder auch komplett neu wie z.B. “City of Angels” mit Nic Cage und Meg Ryan der zwar eine komplett neue und andere Story bietet als der (natürlich wesentlich bessere) “Himmel über Berlin” von Wim Wenders, aber trotzdem auf seine eigene Weise zu Überzeugen weiß.

Gib uns deinen Senf!