Neue Zeiten!
Endlich, Endlich, Endlich!!!
Ich habe mich nach knapp zweieinhalb Jahren nun endlich dazu durchgerungen, einen anständigen Webspaceanbieter auszuwählen. Die Zeiten wo ihr anstelle unserer wunderschönen Seite nur eine 404-Page aufgefunden habt, sollten damit nun entgültig der Vergangenheit angehören, ebenso wie die lästigen Werbebanner.
Nachdem Funpic anscheinend nun entgültig vor dem Aus steht, die dortigen php-Datenbanken derzeit überhaupt nicht mehr erreichbar und auch die Server so ziemlich jeden Tag überlastet sind, war dieser Schritt sowieso früher oder später bitter nötig.
Der Weltraumaffe hat sein neues Zuhause nun bei Host Europe gefunden und kann dort für 2,99€ im Monat, zzgl. 50 Cent für je eine Domain, 1GB an an Speicherplatz zumüllen, läuft auf einen stabilen Apachen, besitzt 2 MySQL Datenbanken und kann bis zu 50GB Traffic standhalten.
Einziges Problem: Der vollständige Umzug unserer alten Seite wird wohl noch ein Weilchen dauern, da ich a) nur ein veraltetes BackUp vom März 2009 besitze (wie ihr an den letzten Artikeln erkennen könnt) und wie bereits erläutert, die Datenbanken von Funpic derzeit schlicht brach liegen, ich also zur Zeit auch kein aktuelleres BackUp erstellen kann und ich b) auch noch nie ein BackUp in phpMyAdmin importiert habe, es deswegen hier und dort also noch etwas konfus werden kann, was die älteren Einträge betrifft.
Bis ich ein neues BackUp erstellen kann, werden demnach auch aller Warscheinlichkeit nur eher wenig neue Artikel hier erscheinen, da ich sonst die auch noch irgendwie zusätzlich speichern müsste und das nur noch mehr Arbeit bedeuten würde.
Sorry für die Umständlichkeiten und die Nicht-Erreichbarkeit der Seite in den letzten Tagen, aber mir ging das genau so auf den Zeiger wie euch. Bei Funpic meldet sich auch kein Admin auf die Userbeschwerden im Forum und es scheint als seihen die Verantwortlichen sowieso längst über alle Berge. Drecksladen…
Nunja, wenigsten können Gotti und ich nun in diesen Artikel unsere Diskusson vortführen. Alle weiteren Infos folgen in der nächsten Zeit.
Autor: Sven
[edit] Ihr könnt nun auch eure Kommentare nachträglich editieren!
am 10.01.2010 um 05:32
Eine sehr spannende aber auch mittlerweile schon recht konfus anmutende Diskussion die wir hier losgetreten haben. Also ich finde es ja echt unterhaltsam und interessant, auch wenn die anderen wahrscheinlich denken das wir beide ein Rad ab haben.
Aber genau solche Diskussionen habe ich mir auch schon immer hier gewünscht für dieses Blog und solange keiner hier persönlich wird oder sich in irgendeiner Form auf den Schlips getreten fühlt, kann so was ja sowieso stets nur förderlich sein, für alle Parteien.
Wie dem auch sei: Zunächst würde ich gerne, auch der Übersicht halber, noch einmal kurz ein paar der Grundthemen und Theorien die wir hier nebenbei angerissen und für unsere Zwecke verwendet haben, auch um unsere Standpunkte während der Diskussion zu verdeutlichen, “kurz” erneut zusammenfassen und versuchen, dazu meine eigenen, möglichst “knappen” und “bündigen” Definitionen eben dieser zu herauszukristallisieren, auch teilweise abgeleitet anhand deines letzten Kommentars.
Denn mittlerweile reizt mich deine Auffassung bezüglich dieser Definitionen, Theorien und Thesen fast noch stärker als die eigentliche Diskussion über die 3 expliziten Filme “96 Hours”, “Inglorious Basterds” und “Drag Me To Hell”, auf welche ich aber auch noch mal, ganz am Schluss eingehen werde.
Wenn ich mich also nicht täusche, benötigen wir beide zunächst erstmal, um überhaupt auch die eigentliche Diskussion ohne Missverständlichkeiten fortführen zu können, die Definitionen des jeweils anderen über:
1.) Eine möglichst genaue kategorische Eingrenzung der Rolle und Funktion des Helden im 80er Jahre Actionkino, sowie dessen, für die Epoche typischen Charakteristika die gleichsam das gesamte damalige Genre augenscheinlich prägten.
2.) Die Auffassung inwiefern und ob überhaupt ein Vergleich dieser dann gefassten Definition eines Helden, mit z.B. der Rolle des Bryan Mills in “96 Hours” funktionieren würde…
3.) … oder aber die Beantwortung der Frage ob überhaupt und wenn Ja, in wie weit aktuelles Horror- und Actionkino, ebenfalls hauptsächlich anhand des Besipielfilmes “96 Hours”, eine Spiegelung der realen politischen Ereignisse vom 11. September 2001 darstellen.
4.) Eine Spezifizierung der im Film benötigten moralischen Ausbalancierung zwischen Held und Gegner bzw. Gut und Böse durch Taten und Handlungen der jeweiligen Protagonisten, damit beide Rollen für die Zuschauer klar als eben solche definier- und somit überhaupt erst fassbar werden und ob eine solche Ausbalancierung überhaupt von Nöten ist.
5.) Eine Beantwortung der Frage ob ich glaube das “Inglorious Basterds” sehr wohl eine Aussage besitzt.
6.) Die Beantwortung der Frage, was für uns Komplexität in einzelnen Filmfiguren ausmacht und wie wir diesen Begriff für uns auffassen.
Puh, das könnte dann doch etwas ausführlicher werden. Na ja…
1.) Um den 80er Jahre US-Actionfilm sowie dessen A-Typischen Helden überhaupt definieren und motivisch einkategorisieren zu können, muss man meines Erachtens nach zunächst zwischen zwei filmisch überaus unterschiedlichen Epochen unterscheiden: Filme vor “Stirb Langsam” und Filme nach “Stirb Langsam”.
Ich habe die Figur des John McClain nicht nur aufgrund einer etwaigen persönlicher Vorliebe in die Diskussion mit eingebracht, obwohl es tatsächlich einer meiner liebsten Actiontrilogien ist (Es sind ja schließlich nur 3 Teile, ebenso wie bei “Star Wars”, ich lasse da nichts daran rütteln bei mir!), sondern weil Sie in meinen Augen den Actionfilm der 80er, revolutioniert hat wie kaum eine andere.
Ich möchte deswegen die Figur des John McClain hier noch einmal näher beleuchten, weil ich auch vermute das du meine eben diese Differenzierung zw. jenen beiden “Epochen” irrtümlicher Weise nicht korrekt wahrgenommen hasst.
Korrigiere mich falls ich dort dennoch falsch liegen sollte, aber ich hatte bei deinem letzten Kommentar das Gefühl das du eben eine solche Unterscheidung zw. der Zeit von vor “Die Hard” (1988) und der Zeit nach “Die Hard” nicht so krass in die Wagschale legst, wie ich es hier tue und du die Figur des McClain auch auf ein und dieselbe, zumindest grobe, kategorische Ebene stellst, mit z.B. eben jenen Figuren des Marion Cobretti (“Die City Cobra”, 1986), Leo Kessler (“10 To Midnight”, 1983), John Rambo (“Rambo: First Blood”, 1982), Snake Plissken (“Die Klapperschlange”, 1981), Den T-800 (“The Terminator”, 1984) oder aber auch den RoboCop (“RoboCop”, 1987).
Warum ich aber nun genau in der Figur des McClain bei den “Stirb Langsam”-Filmen bzw. deren filmisches Konzept, eine alles verändernde Revolution im Actionkino glaube zu erkennen, werde ich im nun Folgenden näher erläutern.
Dazu solltest du von mir aber auch zunächst einmal wissen das ich sehr wohl auch ein starker Vertreter der These bin, dass Film, insbesondere der Mainstream, auch immer eine starke Spiegelung der jeweiligen Gesellschaft und deren Probleme darstellt, in welcher der dann jeweilige Film produziert wurde. Deswegen möchte ich zunächst mit einem kurzen Umriss der damaligen Dekade beginnen.
Nun Gut: Die Zeit der neokaptitalistischen und neoliberalen Reagonomics (“lower taxes and a smaller government”) von 1981 bis 1989 war vor allem durch die Angst eines drohenden nuklearen Krieges, die weiter voranschreitende militärische Aufrüstung Russlands und der USA sprich: der Kalte Krieg, die Öl- und Energiekrise, die andauernde Bedrohung durch den Kommunismus, explodierenden Kriminalitätsstatistiken, dem Aufkommen der Punk und No-Future Generation sowie, weiter gen Ende der Dekade dann, der Glorifizierung der Wirtschaft geprägt.
Das amerikanische Volk stand nach Watergate, dem gescheiterten Vietnamkrieg und der ebenso gescheiterten Friedensbewegung in den 70ern nun vor den Trümmern ihrer einstigen Träume und Hoffnungen, war zunächst stark desillusioniert und verunsichert in welche Richtung es nun überhaupt gehen sollte und suchte händeringend nach neuen Wegweisern.
Es entstanden zunächst, bereits auf solch dystopischen Werken wie “Mad Max” (1979) oder “A Boy and his Dog” (1975) fußende Endzeitszenarien wie “Die Klapperschlage” (1981) oder aber auch Kriegsaction wie “Rambo: First Blood” (1982), welche aber bereits zwei wichtige Fragen der damaligen Generation versuchten zu verarbeiten:
1 – Wie wird unsere Zukunft aussehen in Anbetracht der wachsenden nuklearen Bedrohung, sowie des entstandenen Vertrauensverlustes in unsere eigene Regierung und der Entmystifizierung der Rolle des amerikanischen Präsidenten, entstanden durch George Washington und Abe Lincoln, wieder aufgegriffen durch JFK, allerdings dann endgültig vernichtet durch Nixon mit Watergate und ein wenig später noch, bereits am Boden liegend durch Bill Clinton mit Füßen getreten, und…
2 – Was hat der verlorenen Vietnamkrieg mit uns als amerikanisches Volk angestellt. Gelten unsere alten Werte noch, jene von Demokratie, Freiheit, stetigen Wachstum und unendlichen Wohlstand? Oder müssen wir versuchen uns als amerikanisches Volk neu zu definieren?
Was also noch kurze Zeit zuvor nicht einmal auch nur ansatzweise denkbar gewesen wäre, wurde nun im Medium Film, auf breiter Masse versucht zu verarbeiten: Die Angst vor dem drohenden Untergang der zivilisierten, kapitalistisch demokratisch geleiteten Welt bzw. die Auslöschung der Menschheit als ganzes und der Umgang mit den heimgekehrten Veteranen, welche noch 74 von den Hippies als Monster und Kriegshetzer bezeichnet wurden, dem Post-traumatic Stress Disorder als neues ernstzunehmendes Element im Umgang mit Kriegsheimkehrern sowie schlussendlich den erlebten Gräueln von Vietnam, den ersten medialen Krieg der Neuzeit welcher die Gefechte erstmals direkt ins heimische Wohnzimmer transportierte, farbkorrigiert und in Echtzeit!
Bsp. “Die Klapperschlange”:
Die USA im Jahre 1997 – Ein totalitäres System, angeführt von einem wahnsinnigen Präsidenten außer Kontrolle, welcher die amerikanischen Werte ab absurdum führt. Der Atomkrieg naht und es bleiben unserem (Anti-)Helden nur noch wenige Stunden Zeit bis ein ihm injizierter Sprengsatz explodiert und ihn tötet. Er soll den von Terroristen entführten Präsidenten retten. Es winkt dem eigentlichen Staatsfeind No. 1 im Anschluss daran, hierfür eine offizielle Begnadigung und die Wiedererlangung der eigenen Freiheit…
Schauplatz für die Suche nach dem entführten Staatsoberhaupt ist dabei New York, Manhattan, welches mittlerweile zum Hochsicherheitsgefängnis umfunktioniert worden ist, weil die Regierung der wachsenden Kriminalität nicht mehr Herr werden kann. Es hat sich ein Subsystem, ein Staat im Staate gebildet, wo nur das Recht des Stärkeren gilt, angeführt und bevölkert von Kriminellen und dem verarmten Abschaum der Gesellschaft.
Plissken ist eine Berühmtheit in dieser grausamen und tristen Welt, da das System der eigentliche Feind des Bürgers geworden ist und Er, Plissken, der stärkste Feind des Systems ist.
Am Ende erfahren wir das die Sprengladung im Körper unseres Helden nur ein Vorwand, eine Lüge des Präsidenten war. Snake schickt daraufhin die Welt zum Teufel, weil er keine Hoffnung auf Besserung im derzeitigen Zustand erkennt und aktiviert schlussendlich die atomare Kettenreaktion.
Bsp. “Rambo: First Blood”
John Rambo, ehemaliges Mitglied eine Kampfelitetruppe in Vietnam, streift ohne festes Ziel durch die Weiten Amerikas. In der Kleinstadt “Hope” angekommen, macht ihn der dort ansässige Sheriff Teasle ziemlich schnell deutlich, dass “Typen” wie Rambo “hier nicht willkommen seien”.
John wird bald darauf hin inhaftiert, bekommt aber Flashbacks an Vietnam durch die grausamen Misshandlungen der Wachen sowie der räumlichen Einengung im Knast, bricht daraufhin aus, flüchtet in den Wald und wird dabei von der Polizei verfolgt. Als einer der Beamten bei der Jagd ums Leben kommt, hängt Teasle den Mord den Geflohenen an.
Dieser beteuert mehrmals nicht verantwortlich zu sein und das er auch bereit sei aufzugeben damit niemand mehr zu Schaden kommt, doch immer wieder fallen erneut Schüsse seitens der Polizei, was Rambo schließlich immer weiter in die Enge treibt.
Nach und Nach schaltet er einen Polizisten nach den anderen aus während die Geschichte zum Medienspektakel ausartet und sogar Col. Trautman, Rambos ehemaliger Vorgesetzter hinzu gerufen werden muss, um noch Schlimmeres zu verhindern.
Als die Nationalgarde schließlich Rambo umzingelt hat, kapert dieser ein Militärfahrzeug und beginnt nun seinerseits einen Rachefeldzug gegen den Sheriff, zerlegt dabei die halbe Stadt, kämpft sich schlussendlich aber zum Sheriff vor und will diesen gerade töten, als aber Col. Trautman die Szenerie betritt und Rambo vor weiteren Dummheiten beschützt.
Rambo gibt schließlich auf und erleidet dabei einen Nervenzusammenbruch, bricht in Tränen aus und gesteht den Col. von seiner Hoffnungslosigkeit, seinen Leiden und seiner Desorientiertheit seit der Rückkehr in seine Heimat.
Der Film endet mit der erneuten Festnahme des Veteranen und einem Standbild wie dieser, neben seinen Col. stehend, weit in die Ferne schaut. Die Credits laufen über diese Momentaufnahme während der Song „It’s a long road“ von Dan Hill hierzu erklingt.
Zusammenfassung:
In beiden Filmen wird der Staat bzw. dessen Repräsentanten als klares Feindbild definiert: In “Die Klapperschlange” der Präsident als Lügner und Wahnsinniger, in “Rambo: First Blood” die Polizei als grausam und unmenschlich.
In beiden Filmen herrscht eine starke Hoffnungslosigkeit sowie Desorientierung entweder in der Gesellschaft, oder aber in den Hauptfiguren selbst.
In beiden Filmen wird entweder mit den Kriminellen unmenschlich umgegangen oder aber der Staat verliert die Kontrolle über Sie.
In beiden Filmen sind die Protagonisten, vom System Verstoßenen und verachtete Charaktere und in beiden Filmen sind Sie bereits Helden noch vor dem eigentlichen Abenteuer: Snake wird vom Volk für seine Taten gefeiert, Rambo war Elitesoldat, ist ein wandelndes Muskelpaket und mit Narben geradezu übersäht, die von den gewonnenen Kämpfen zeugen. Snake wird vom System nicht geduldet, Rambo wird von der Polizei gejagt.
Beide Figuren besitzen überdies übermenschliche Kräfte, werden nur selten selbst im Kampf verwundet, verletzen jedoch umso mehr ihre Gegner. Snake besiegt den Goliath im Käfig, Rambo jeden Polizisten mit seinen selbstgebauten Fallen.
Beide Figuren wünschen sich zwar eine Art Normalzustand zurück, können diesen aber nicht erreichen. Snake will seine Freiheit wiedererlangen, Rambo will in seine “Heimat” zurückkehren. Snake zündet die atomaren Sprengköpfe, Rambo zerstört die Kleinstadt mit den Namen “Hope”.
Ich hoffe das die Überschneidungen zwischen realer Politik und filmischer Verarbeitung eben dieser, deutlich wurden und auch nur zumindest ansatzweise die typischen Merkmale des Actionhelden zu Anfang der 1980er sich herauskristallisiertet haben:
Einzelgänger, Außenstehender, Übermensch mit der Hoffnung auf Besserung des Systems zur letztendlichen erfolgreichen Wiedereingliederung in eben jenes, aber dennoch nur Gefangener seiner selbst.
Die Übermenschlichkeit der Hauptfiguren wird auch vor allem durch z.B. Col. Trautmans Ansprachen gegenüber der Polizei bzw. dem Militär sehr stark deutlich, in welchen er Rambo als praktisch unzerstörbar bzw. unkaputtbar bezeichnet. Sogar Rambo selbst ist ziemlich stark von sich überzeugt wenn er Teasle im Wald entgegenbrüllt: “Hör auf, oder du wirst einen Krieg haben, den du nie begreifen wirst.” was natürlich aber auch eine Anspielung auf die Verhältnisse in Vietnam darstellt.
Das Beklemmungsmotiv in “Rambo: First Blood” wird überdies hinaus auch kameratechnisch wunderbar untermalt. Wo der Film noch zu Anfang mit vielen Totalen arbeitet, die die Weite des Landes einfassen, werden die Einstellungen zunehmend kleiner im weiteren Verlauf des Filmes oder aber das Frame wird immer weiter umrahmt mit Bäumen, Felsen etc.
Wohingegen das Bild der Hoffnungslosigkeit bei “Die Klapperschlange” durch das überwiegend nächtliche Szenario wieder aufgegriffen wird, obwohl eigentlich bei den gegeben 22 Stunden erzählter Zeit der Tag überwiegen sollte oder aber zumindest ein 50:50 Verhältnis herrschen sollte.
Die Flucht John Rambos in den Wald betont zudem seine Entwurzelung zur Zivilisation. Er verwandelt seinen Unterschlupf dabei in seine eigentlich und wahre Heimat: Vietnam!
Trotz aller Ausweglosigkeit: “Rambo: First Blood” schließt dennoch noch mit einem versöhnungsvollen Bild sein letztes Kapitel ab, wenn Rambo im letzten Frame nach seinem Geständnis an Col. Trautman, seinen Blick in die Ferne schweifen lässt, das Bild einfriert, die Credits starten und der passende OST hierzu erklingt.
Es geht jedoch dabei weniger um die Versöhnung mit der Gesellschaft oder die Hoffnung auf eine mögliche Rückintegration in eben diese, da Rambo schließlich erstmal sowieso nur wieder im Knast landen wird, nach einer solchen Show.
Es geht vielmehr um die Versöhnung mit sich selbst. Um die Akzeptanz dessen was Rambo wirklich ist: Eine hoch gedrillte Kampfmaschine, welche nur im Notzustand wirklich eine Funktion hat, nur in der Bedrohung auch eine Aufgabe für sich finden kann, seiner eigentlichen Natur deswegen niemals entkommen kann, wie uns auch 3 weitere Sequels in den darauf folgenden Jahren noch beweisen sollen.
Ebenso wie beim Superbullen Marion Cobretti, gespielt ebenfalls von Stallone, in “Die City Cobra” aus dem Jahre 1986.
Handlung: Auch in L.A. ist die Polizei ratlos, als mitten zur Weihnachtszeit ein Serie von Morden ihren Lauf nimmt und das System erneut die Kriminalität nicht unter Kontrolle bekommen zu scheint.
Der “Night Slasher” und seine Gang, welche verantwortlich sind für die Gräueltaten, verfolgen dabei den Plan einer “New World Order” um das bestehende System zu kippen und die Welt in Chaos zu versenken.
Cobretti, Mitglied bei der staatlichen Sondereinheit „Zombie Squad“, wird auf den Fall angesetzt und zusammen mit den Fotomodell Ingrid Knudsen (Kein Scheiß!) bringen Sie beide schließlich die Kriminellen zu Fall.
Seit “Die Klapperschlange” sind nun also knappe 5 Jahre vergangen. Das politische System wurde nicht gestürzt, der atomare Endkrieg ist noch nicht eingetreten und die Anarchie durch die Punks ist ebenso wenig ausgebrochen.
Hier ändert sich also das Bild ein wenig zur Hoffnung hin, der Kapitalismus und die Demokratie hat scheint gesiegt zu haben.
Aber das Problem der wachsenden Kriminalität bleibt dennoch bestehen. Bereits zu Anfang des Filmes liest uns Stallone im Off die neuesten Gewaltstatistiken vor, bevor er eine Kugel direkt auf die Kamera abfeuert.
Das System droht also nun von den Kriminellen von innen heraus zersetzt zu werden, besitzt also genau hier seine Schwachstelle, wenn der “Night Slasher” etwa ausruft: “You can’t stop the New World. Your filthy society will never get rid of people like us. It’s breeding them! WE ARE THE FUTURE!”
In der fiktiven Gesellschaft von “Die City Cobra” gehört Gewalt mittlerweile zum Alltag und es braucht einen Wahnsinnigen, um eine wahnsinnige Gesellschaft zu schützen. Die City Cobra ist dabei selbst ein Krimineller, welcher aber vom Staat finanziert wird um die wirklich schweren Fälle zu knacken. Das aber auch Cobretti nur außerhalb des Systems steht, also keinesfalls glücklich integriert ist, wird am letzten Oneliner, kurz bevor er dem “Night Slasher” die Lichter auspustet, noch besonders deutlich:
Night Slasher: “The court is civilized, isn’t it pig?” – Cobretti: “But I’m not. This is where the law stops and I start, Sucker!”
Und das die Figur des Cobretti ebenfalls nur eine weitere hoch gezüchtete Kampfbestie ist, wird auch z.B. in der Bezeichnung seiner Sondereinsatztruppe sehr stark deutlich: “Zombie Squad”. Nichts außer dem gierigen Hunger nach Fleisch treibt diese ansonsten doch seelenlosen und innerlich bereits toten Kreaturen noch voran.
Aber immerhin hat auch Cobretti bereits die Vorzüge des Kapitalismus und einer wachsenden Wirtschaft mittlerweile verinnerlicht, wenn er sich etwa vom Polizeichef einen neuen Wagen wünscht.
Wir fassen erneut zusammen: Wieder ein Einzelgänger, ein Außenstehender, ein Überwesen ohne jeglichen realen Lebensbezug. Die meisten Gewalttaten im Film werden auch hier wieder, wie bereits bei den beiden vorangegangenen Werken, von den Protagonisten selbst ausgeführt und zwar in äußerst expliziter Form.
Einzig das allgemein gesellschaftskritische Bild hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. Es besteht nun nicht mehr so stark die Gefahr dass, das System wirklich zusammenbricht, eine atomare Apokalypse eintritt oder die Demokratie zerfällt.
Werke wie “The Terminator” aus dem Jahre 1984 oder “RoboCop” von 1987, möchte ich an dieser Stelle nur kurz anreißen da eine ausführliche Analyse zu weit reichen würde. Aber wie wohl jedem Leser von selbst auffallen dürfte, behandeln beide Filme das gleiche Hauptthema: Die Menschmaschine! Gibt es ein passenderes Bild für das Motiv des unmenschlichen Übermenschen?
Beide Figuren sind perfekt auf das Töten getrimmt, obwohl beide dabei unterschiedliche Motive verfolgen: Der Terminator ist ein Gesandter aus der Zukunft, in welcher die Menschheit dem Untergang geweiht ist und besitzt den Auftrag John Connor, den Anführer der noch Übriggebliebenen Menschen in der Zukunft, nun in unserer Gegenwart zu töten damit die Apokalypse ohne Störenfriede fortgesetzt werden kann, wohingegen der RoboCop allerdings zur Wahrung des Systems und zur Aufrechterhaltung erschaffen wurde.
Anhand der Entstehungsjahre der jeweiligen Filme sowie dem Sequel “Terminator II: Judgement Day” von 1990, wo der T-800 dann zum guten Charakter mutiert und für die Menschen kämpft, lässt sich auch der bereits zwischen “Die City Cobra” und “Die Klapperschlange” herausgearbeitete Fakt nochmals verdeutlichen, das in den Jahren von 1984 bis etwa 1986 ein sich eher positiveres und hoffnungsvolleres Bild gegenüber den Bestehen des Kapitalismus und der Demokratie sowie den allgemeinen politischen System in den USA gebildet hat.
Beide Systeme, aber insbesondere jenes von “RoboCop”, weisen trotzdem erneut starke Spuren von Kriminalität auf, welche drohen, die Gesellschaft von innen heraus zu zersetzen. Bei Verhoevens Film reicht diese Kriminalität sogar bis in die eigenen Reihen der Polizei, welche augenscheinlich korrupt geworden ist.
Beide Filme sind übrigens auch stilbildend für den dritten großen Konflikt der 80er Generation: Jenen der Technik. Dem Aufkommen von Computern und neuen Maschinen, welche den Menschen überflüssig machen könnten, wurde seitens Hollywood eher skeptisch begegnet und in solchen Werken nur allzu gerne reflektiert.
Kommen wir aber nun (endlich!) zu “Stirb Langsam” und der Figur des John McClain.
Einen Tag vor Heiligabend erreicht John McClain, Polizist der NYPD, den Los Angeles Airport um sich mit seiner Ex-Frau Holly zu versöhnen, welche für die Nakatomi Corp. arbeitet und aus diesen beruflichen Gründen New York und ihren Ehemann vor einem halben Jahr in L.A. zurückgelassen hat.
Die Weihnachtsfeier findet im Nakatomi Plaza statt, einem noch nicht fertig gestellten, mehrstöckigen Hochhaus. Als McClain sich gerade umziehen will, stürmen plötzlich schwer bewaffnete Terroristen das Gebäude, nehmen die Partygäste als Geiseln und kappen sämtliche Verbindungen zur Außenwelt. McClain kann unentdeckt fliehen.
Hans Gruber der Anführer der terroristischen Gruppierung, beschreibt sich der Polizei zunächst als ausländischer Extremist mit verschiedenen Forderungen an die amerikanische Regierung. So sollen z.B. diverse, “politische Gleichgesinnte” umgehend eine Begnadigung und Freilassung erhalten.
Es stellt sich jedoch im Verlaufe des weiteren Filmes heraus das es Gruber und seine Gefolgschaft lediglich auf die 640 Millionen $ im Hochsicherheitssafe des Nakatomi Plaza abgesehen haben.
McClain gelingt es derweil einen Terroristen unschädlich zu machen, die Zünder für eine C4-Sprengladung zu entwenden und über das Funkgerät des getöteten Terroristen einen Notruf auszusenden, woraufhin das LAPD einen Beamten zum Plaza hinschickt.
Als McClain nur wenige Minuten später den gesendeten Seargent Al Powell vor dem Gebäude entdeckt, welcher gerade im Begriff ist wieder den Plaza zu verlassen da er keine besonderen Vorkommnisse bemerkt hat, schlägt McClain möglichst laut Alarm und wirft dabei zunächst die Leiche des getöteten Terroristen auf das Dach des Polizeiautos bevor er sogar auf das Einsatzfahrzeug beginnt zu schießen. Dies erweckt natürlich auch das Interesse der Terroristen, welche nun durch den lauten Krach, McClain ausfindig machen können und versuchen ihn zu töten, wobei sich unser Held schwere Verletzungen zuzieht.
Harry Ellis, ein Geschäftsmann und Mitarbeiter von Holly versucht derweil auf eigene Faust Verhandlungsgespräche mit Gruber zu beginnen. Er bietet Gruber die Auslieferung McClains und den Sprengstoffzündern an, wozu er Kontakt mit ihm via Funk aufnehmen darf. Harry gelingt es nicht McClain zur Aufgabe zu überzeugen, also wird er von Gruber erschossen.
Al, der Seargent des LAPD, informiert derweil seinen Vorsitzenden wobei auch kurze Zeit später das FBI eingeschaltet wird und die Situation übernimmt. Es ist geplant ein SWAT-Team in das Gebäude zu schicken, wovor jedoch McClain vie Funk die Beamten ausdrücklich warnt.
Leider halten diese ihn lediglich für einen weiteren Terroristen und ignorieren seine Zweifel. Das FBI fährt seine “Standardprozedur zur Befreiung von Geiseln” ab, was auch die Auslöschung des SWAT-Teams zur Folge hat. McClain gelingt es jedoch zwei weitere Terroristen dabei zu erledigen.
Gruber hat mit genau dieser Standardprozedur gerechnet und Sie sogar als integralen Bestandteil in seinen Plan mit eingebaut. So wird der Strom vom FBI lahm gelegt, was es den Terroristen dann erst überhaupt ermöglicht, die letzte Sicherheitsstufe des Safes zu knacken.
Gruber fordert schließlich einen Helikopter beim FBI an um sich und die Geiseln zum Los Angeles Flughafen zu transportieren, möchte damit aber in Wahrheit nur ein Ablenkungsmanöver starten und plant im Moment der Landung des Helikopters, sämtliche Geiseln mitsamt dem Dach in die Luft zu sprengen.
McClain will schließlich die Geiseln warnen, wird aber von einem Terroristen aufgehalten. John schafft es diesen unschädlich zu machen und verjagt die Geiseln schließlich vom Dach, indem er wild in die Luft schießt. Das FBI im Hubschrauber hält ihn deswegen fälschlicherweise erneut für einen Terroristen und schießt nun sogar auf ihn.
Gerade noch rechtzeitig alsdas Dach explodiert, kann McClain sich durch einen Sprung vom Dach hinunter, nur an einem Feuerwehrschlauch befestigt, retten und begibt sich nun zu Gruber, welcher Holly als Geisel genommen hat und Sie als Schutzschild vor sich hält.
Kurz abgelenkt gelingt es McClain schlussendlich auch den letzten Terroristen zu töten und Gruber selbst, zumindest zu verwunden. Dieser stürzt nach hinten durch ein kaputtes Fenster aber schafft es noch sich an Hollys Armbanduhr festzuhalten, bevor McClain dieses von ihren Arm schließlich lösen kann und Gruber mit einem Schrei in die Tiefe stürzt.
Als Holly und John aus den Gebäude eskortiert werden, treffen die beiden auch endlich auf Al, mit welchem McClain ständig über Funk den Kontakt gehalten hat und welcher ihm durch die Ereignisse mittlerweile eine Art guter Freund geworden ist.
Plötzlich erhebt sich noch aus den Leichensack heraus, einer der Terroristen (Karl) und versucht ein letztes Mal John zu töten, aber Al ist schneller und erledigt den Schurken.
Zusammenfassend: Allein die Tagline “Zur falschen Zeit, am falschen Ort” verdeutlicht sehr gut das es sich bei der Figur des McClain, eben nicht auf einen im Voraus prophezeiten Helden handelt, welcher dann nur noch zur Heldentat herbeigerufen werden muss.
Bereits während des Anfluges auf den Flughafen von L.A. klammert McClain sich nervös an seinen Sitz fest, weil er Flugangst besitzt. Während seines Kampfes im Hochhaus muss ihn Sgt. Powell des Öfteren gut zuflüstern um seine Moral aufrecht zu erhalten.
McClain ist gegenüber Cobretti oder dem T-800 auch im Gegenteil ein funktionierender und integraler Bestandteil der Gesellschaft. Er arbeitet für die New Yorker Polizei, hat zwar somit bereits eine gewisse Ausbildung genossen, welche ihn aber zumindest auf offiziellem Wege rein gar nichts in einer solchen Ausnahmesituation nützt.
Die LAPD hält ihn lediglich für einen weiteren Terroristen und einzig Al glaubt an seine Unschuld. Das Helden-Gen, sein Status als Polizist, wird ihm weites gehend im Vorfeld geraubt bzw. ihm erst gar nicht zuerkannt. Zudem rettet McClain in “Stirb Langsam” nicht gleich die ganze Welt oder zumidest die ganze USA, sondern “lediglich” ein paar Geiseln und seine eigene Frau.
Hiermit offenbart sich eine ganz neue Form von Kritik am US-Rechtssystem im Vergleich noch zu den vorherigen Filmen. Zwar werden auch LAPD und FBI als direkte Vertreter dieses Systems als komplett unfähig dargestellt, doch wird dennoch erst durch einen Polizisten die Tat vereitelt.
Die Hoffnung auf die Kriminalität doch noch besiegen zu können, hat nun endlich obsiegt. Das versteifte Vorgehen nach Plan, sowie die Verteufelung von Kriminellen als direkte Erzfeinde des Systems unter Ronald Reagan und seinem konservativen Dunstkreis, werden in “Stirb Langsam” gründlich überdacht.
Gruber als Bösewicht wird nämlich nicht etwa von einem reinen Hass oder Terror angetrieben, besitzt auch keine höheren politischen Motive. Sein Ziel ist es weder die Welt in ein Chaos zu stürzen noch das System von innen heraus zu korrumpieren.
Gruber wird lediglich von der reinen Gier motiviert. Ein geschickter Seitenhieb auf den Kapitalismus, der Ende der 80er wieder hoch gefeiert wurde mit Figuren wie Donald Trump an der Spitze, wobei die Mittelschicht allerdings vergessen wurde.
Aber überdies hinaus wurde mit genau dieser “Held vs. Bösewicht”-Konstellation das gesamte bisherige Genre revolutioniert. Waren es vorher noch die Helden, welche emotionslos und eiskalt, lediglich als unkaputtbare Tanks unserer gesellschaftlichen Werte dienten und sich durch die Schlacht kämpften wie ein heißer Draht sich durch Styropor schneidet, und waren es bei ihnen noch die Bösewichter welche angetrieben von oftmals höheren politischen Zielen noch planten gleich das ganze System zu stürzen, so dreht “Stirb Langsam” dieses Konzept nun erstmals völlig um.
Der Held darf Gefühle haben, der Bösewicht muss emotionslos sein. Der Held glaubt zwar vielleicht ebenso wenig an das System, will es aber dennoch vor dem Bösewicht beschützen, welcher zwar nicht mehr versucht dem System direkt zu schaden aber dessen Lücken für sich selbst geschickt auszunutzen
McClain wird gleich zu Anfang seiner Kleidung beraubt, muss sich nur mit seinem Unterhemd und einer Hose durch die Rohre und Schächte des Nakatomi Plaza kämpfen. Diente die zur Schaustellung des nackten Oberkörpers bei Schwarzenegger und Co. noch zur Demonstration der schieren Muskelkraft, des einfachen Übermensch sein, so macht Sie McClain erst gerade als Menschen auch visuell verwundbar.
Kein anderer Held vor McClain ging jemals so stark verschmutzt, verdreckt und blutverschmiert aus seinen Kampf hervor wie eben Er es tat. Die Szene wo McClain ohne Schuhe durch die Glassplitter hechten muss, zeigt wohl als MoneyShot am eindeutigsten McClains Verwundbarkeit, als er sich nachher die Splitter unter Schmerzen wieder entfernt während er gleichzeitig via Funk dem Seargent seine Geschichte erzählt.
Aber das wohl wichtigste: McClain hat zum ersten Mal als Heldenfigur des 80er Jahre Actionkinos, im direkten Vergleich zu den vorangegangenen Beispielen, überhaupt die Möglichkeit auch nach bestandener Heldentat sich wieder in das System erfolgreich einzugliedern.
Es gelingt ihm Holly zurück zu erobern und er freut sich nun auf die neue gemeinsame Zeit mit ihr. Er wird weder verhaftet, noch liegt seine Welt in Trümmern. Einzig die brennenden Wertpapiere flattern vom Himmel herab, wenn er den Schauplatz zusammen mit Holly verlässt. Eine erneute Kritisierung des kapitalistischen Systems, wenn brennende Aktien den Schnee zur Weihnachtszeit ersetzen.
Sein bis dahin beschrittener Leidenweg war sowohl physischer als aber auch psychischer Natur. Die Scheidung von seiner Frau, der Wunsch nach Versöhnung und nach Anerkennung. Zum ersten Mal bekommen wir wirklich das Gefühl, das der Held eigentlich auch nur ein normaler Mensch ist, verletzlich, eben wie wir auch seine Familienprobleme besitzt und eigentlich nur ihn Ruhe Weihnachten feiern möchte.
Wir können uns die Figur des McClain sehr wohl auch als normalen Familienvater vorstellen, der unterm Weihnachtsbaum die Geschenke auspackt, würden die Sequels ihn nicht immer wieder zum Nullpunkt zurückwerfen.
Dabei wird in der gesamten “Stirb Langsam”-Reihe aber niemals wirklich näher darauf eingegangen, warum McClain sich nun schon wieder von seiner Frau getrennt hat. Dieser Trick dient lediglich einer erneuten Zielsetzung für die weiteren Abenteuer des Helden, muss deswegen auch nicht ausführlicher erläutert werden, da Sie hauptsächlich im Franchise verankert ist, mit denen Teil II und III dann warben.
Fazit: Filme vor “Stirb Langsam” warteten zu ihrer Zeit lediglich mit unzerstörbaren Übermenschen als Heldenfigur auf! Erst nach John McTiernans Erfolgshit von 1988, wurde diese Figur allmählich gebrochen. Dem Helden wurde nun auch Humor, ein wirkliches Privatleben und gar wirkliche Emotionen sowie sowohl wahre physische als aber auch ernsthafte psychische Verletzbarkeit zugesprochen.
“Stirb Langsam” hat Filme wie “Speed”, “The Rock”, “Con Air”, “Jagd auf Roter Oktober” oder “Last Action Hero” und viele andere seines Genres, Filme also wo die Heldenfiguren selbstkritisch behandelt, vermenschlicht oder auch persifliert werden, überhaupt erst möglich gemacht.
Deswegen gilt es dank “Stirb Langsam” den Actionfilm der 80er bzw. dessen direkte Nachfolger, in zwei “Epochen” aufzuteilen. Die unzerstörbaren Überwesen von vor “Stirb Langsam” und die menschlicheren, innerlich gebrochenen Helden, mit ganz eigenen Problemen und Geschichten.
2.) Es ist also auch ein Vergleich möglich, zwischen aktuellen Actionern und Filmen aus der Dekade der 80er, insofern wir uns die in Punkt 1 herausgearbeitete Differenzierung stets vor Augen halten.
3.) Ich könnte meine analytische Vorgehensweise von Punkt 1 nun komplett wiederholen und dir anhand von Beispielen wie “Hostel”, der “SAW”-Reihe, “96 Hours”, den neuen Daniel Craig “James Bond”-Filmen, “Cloverfield”, Uwe Bolls “Postal”, “Syriana”, “Paradise Now” aber auch Serien wie “24?, “Dexter” oder “Rescue Me”, verdeutlichen inwieweit Hollywoods Werke geprägt wurden und noch immer geprägt werden, durch die Anschläge vom 11. September 2001 und den daraus resultierenden, ganz neuen Fragen für das amerikanische Volk.
Die Angst vor erneuten Terroranschlägen, die Folterfotos von Guantanamo, die Methoden und Vorgehensweisen des CIA zur Bekämpfung des Terrors, etc.
Jedoch möchte ich nicht noch einmal knappe 9 Seiten in Word niederschreiben, bloß um dir folgende Tatsachen zu verdeutlichen:
3.1 – Die Ereignisse vom 11.September haben noch immer einen starken Einfluss, insbesondere auf das amerikanische Kino im Horror- und Actiongenre.
3.2 – Gewalt und Action versuchen sich seit 9/11 im Kino neu zu definieren. Die Realität muss noch realer dargestellt oder aber ganz ab absurdum geführt werden, da die Realität das Kino am 11. September überholt hat und Hollywood neue Wege sucht um die Zuschauer von den Sesseln zu reißen und deren Ängste anzusprechen.
3.3 – Fragen der Moral, der Ethik und Themen zur Beschützung des amerikanischen Systems mit allen legalen und illegalen Mitteln, werden versucht neu zu definieren und für das Volk zu klären. Der ewige Zwist zwischen Demokraten und Konservativen scheint hierfür mithauptverantwortlich zu sein. Was darf der Staat und wie darf er es? Ist Folter erlaubt? Wie wird der Krieg uns prägen und ist das alles überhaupt so richtig was wir im Irak da so tun?
3.4 – Dabei können leider auch Gurken wie “96 Hours” entstehen.
4.) Eine wirkliche Differenzierung zwischen Gut und Böse kann beim Zuschauer nur stattfinden wenn der Held seine Morde “gerechtfertigt” ausübt um entweder sich selbst oder aber Unschuldige retten zu können oder der Held selbst bzw. die Geschichte sich nicht ernst nimmt, selbst kritisiert und reflektiert oder aber auch schlicht persifliert und der Bösewicht hingegen entweder seine Taten nur aus einer reinen persönlichen Befriedigung heraus, zu Gunsten von höheren aber dabei moralisch und ethisch zumindest fragwürdigen Beweggründen begeht oder aber den Helden direkt in der Ausübung seiner Heldenpflichten bedroht bzw. behindert.
Dieser schmale Grad wird in Filmen wie “96 Hours”, “Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street” oder aber auch “Silent Hill” für meine Verhältnisse einfach überschritten und die Gräueltaten des Helden bzw. er selbst findet keine Absolution, keine wirkliche Rechtfertigung hierfür, sondern begeht die Taten ohne wirklich ausreichenden Grund.
Dies kann verschiedene Ursachen besitzen und vermutlich ist bei jedem Zuschauer auch die moralische Hemmschwelle leicht anders gesetzt, doch für mich persönlich reichte Sie nun mal hierbei einfach nicht aus.
5.) “Inglorious Basterds” besitzt sogar einige für mich nur allzu wichtige Aussagen:
-Kino darf Lügen und die Wahrheit verzerren!
-Kino muss dies sogar, weil Film als Medium an sich bereits die Realität verzerrt!
-Kino darf Grenzen ankratzen und auch überschreiten!
-Kino darf Umwege über die Fiktion beschreiten um uns damit auch Wahrheiten zur eigentlichen Realität überhaupt erst verdeutlichen zu können und…
-Kino darf Träumen!
6.) Zur letzten Frage, was Komplexität in Filmfiguren auszeichnet:
Ich glaube das es auch hierfür verschiedene Herangehens- und Sichtweisen gibt, selbst in einer einzelnen Person..
Eine komplexe Figur wie Hans Landa ist reich an Facetten, Nuancen und Kuriositäten und deswegen sehr umfangreich, was ihn nur sehr schwierig als Ganzes zu überschauen macht. Hans Landa braucht für seine diese Komplexität auch keine, wie du es bereits richtig erwähnt hast, wirkliche Entwicklung durchzumachen, ebenso wenig wie die Basterds.
Diese Form von Komplexität ist wiederum einfach nur eine eben andere, nämlich weitere Form von Komplexität, wenn z.B. Bill Murray sich in “Lost in Translation” fast einmal völlig um 180° umkrempelt. Dennoch wird auch er nur dann dadurch komplex, weil wir gerade hierdurch so viel über seine Figur erfahren. (complectari = umarmen, umfassen)
Komplexität ist laut der Wikipedia: “die Eigenschaft eines Systems oder Modells, dass in seinem Gesamtverhalten nicht beschrieben werden kann, selbst wenn man vollständige Informationen über seine Einzelkomponenten und ihre Wechselwirkungen besitzt.”
Die Fülle an gegebenen Informationen ist es also, die es unmöglich macht die Figur in ihrer Gesamtheit zu beschreiben, weil Sie entweder zu viele einzelne Details, Nuancen oder Facetten in sich vereint oder aber sich zu stark im Laufe der Geschichte wandelt und somit zu viele Eigenschaften oder Details in sich vereint.
Und nun zu deinem eigentlichen Kommentar.
1.) “Mein Vergleich zum 80-er Jahre Action-Kino, bzw. der Helden aus jener Epoche…”
Unter “Wie erfrischend das mal wieder war..” in deinem allerersten Kommentar hatte ich genau das allerdings heraus abgeleitet. Aber du siehst auch wieder an genau solchen Missverständnissen, den schmalen Grad zwischen reinen Geschmackssachen und wirklich handwerklichen Aussagen (Meine persönliche Vorliebe für die 20er und 30er Jahre bei “Der fremde Sohn”, deine persönliche Vorliebe für das raubeinige Machoverhalten in Zeiten der Political Correctness). Man konnte diesen Satz in Kombination mit der Grundstimmung deiner Aussage nämlich auch handwerklich allgemein, auf ein mittlerweile uninnovativ gewordenes Actionkino beziehen.
2.) Der verwendete Begriff “Hommage” war tatsächlich unüberdacht von mir verwendet worden. Passender wäre wohl “eine Rückorientierung auf die Zeiten des 80er Jahre Actionkinos” ö.ä. gewesen.
3.) Zum Einsteck- bzw. Austeilvermögen von Schlägen, Schnitten und Kugeln beim Charakter des Bryan Mills:
Es stimmt das er wirklich kaum im Kampfe selbst einstecken muss und alles aus seinen Training anwendet, aber genau das macht ihn ja zum Übermenschen, zur gedrillten Kampfmaschine.
Ich erkenne in Bryan Mills auch ein klares Abziehbild der feuchten Träume von so manch einem rechtskonservativen amerikanischen Spinner, der tatsächlich glaubt Folter und Menschenrechtsverletzungen seien in Krisenzeiten kein Thema mehr, solange das eigene Land und die eigene Freiheit “bedroht” wird.
4.) Zur Entwicklung des Splatter und Gore im Horrorkino:
Wir scheinen uns ja doch irgendwie einig zu sein, wenn es darum geht das Mills schon irgendwie ein Spiegelbild der Foltermethoden von Guantanamo sowie den neu eingeräumten Anti-Terrorbekämpfungsmaßnahmen für das CIA darstellt, wenn du sagst: “Herr Mills foltert auf eine Art, wie man sie aus den bösesten Irak-Videos kennt”
Und ich muss dir einfach an dieser Stelle widersprechen, das Bryan Mills dabei eine Ausnahme bildet, was sowieso nicht den Hauptknackpunkt meiner These darstellt, sondern es dreht sich mir AUCH dabei um die eigentliche, bildliche Darstellung der Gewalt an sich, welche seit 9/11 nun mal wesentlich persönlicher, intimer, härter und auch realistischer geworden ist.
Besides that: Es geht nicht immer nur um den eigentlichen Killing Count, sondern auch um die Arten und Formen der ausgeübten Gewalt. Wenn in “24? die Terroristen vielleicht 100 Polizisten mit einer Bombe oder aber ihren Waffen töten, Sutherland danach aber auch nur einen einzigen Terroristen erstmal ausgiebig und explizit wirklich quält und foltert, wird das Gleichgewicht schon gebrochen, meines Erachtens nach.
Aber wie gesagt, vieles hiervon ist von Person zu Person einfach unterschiedlich auf fassbar und ebenso unterschiedlich nur vertretbar, da jeder seine eigenen moralischen Wertvorstellungen von Gerechtigkeitsverhalten in sich trägt.
Die einen wollen Todesstrafe für Kinderschänder, Ich selbst sehe aber darin überhaupt keine Lösung und auch keine gerechte Bestrafung. Ein wirkliches Lebenslänglich und nicht nur 24 oder 25 Jahre wären meines Erachtens nach eher angebracht. Und der Kinderschänder selbst sieht das ja sowieso dann noch mal anders.
5.) Zum ausländischen Feindbildklischee:
Klischees über “typisch böse Feinde” bzw. “typisch böse Russen/Albaner/Deutsche/etc.”-Gruppierungen, entstehen nur dann wenn man die Feinde im Film lediglich als versoffene, verdreckte, ungebildete oder aber einfach nur aus von sich aus heraus grausame Schurken “zeichnet” bzw. ihnen eben genau dort keine wirklichen Eigenschaften außer eben der, des sowieso schlechten und verachtenswerten Kanonenfutters mit auf den Weg gibt, wie es u.a. in “96 Hours”, “Saving Privat Ryan” oder aber auch “Rambo II” und “Rambo III” z.B. der Fall ist.
Ein Hans Gruber hingegen würde ich diesen Vorwurf niemals auch nur ansatzweise entgegenbringen können, oder aber auch Col. Hans Landa nicht, da deren wahre Motivationen zu gut im Film begründet sind und Sie eigene Charaktere besitzen, mit eigenen Beweggründen die klar definierbar sind, wenn sie auch aus den falschen Zielen erwachsen sein mögen.
Aber es muss ja gar nicht immer ein so umfangreiches Feindbild sein, es würde ja schon auch nur ein oder zwei Dialogzeilen oder erklärende Aufnahmen dafür reichen wie z.B.: “Wir entführen Frauen weil wir geisteskrank sind”, “Wir entführen Frauen weil du in unseren Land nur durch Kriminalität zu Geld kommen kannst” oder “Wir entführen Frauen weil wir wirklich Bock auf Sex haben”.
Es findet zudem in “96 Hours” auch keine wirkliche Abgrenzung statt, sondern es wird direkt ein ganzes Volk vorverurteilt und den “braunen Menschen dort unten” direkt der Stempel aufgedrückt, was in Kriegsfilmen oder Sci-Fi vielleicht noch dem Plot dienlich sein mag, aber bei derartigen Filmen einfach nichts zu suchen hat.
Und unsere Welt ist zwar auch in der Realität wirklich grausam, aber dennoch gibt es in jedem Volk und in jedem Land auch Menschen die für das Richtige kämpfen und sich nicht in die Kriminalität, den Extremismus oder in der Gier versinken lassen. Man kann oder sollte zumindest auch einfach nicht ganze Rassen und Völker als Bösewichter darstellen, welche anscheinend alle nur Frauen vergewaltigen, Hass predigen und gerne Menschen töten (Außer: Kriegsfilme oder Sci-Fi).
Unter Hitler gab es schließlich auch solche und solche und nicht einfach nur DIE NAZIS die Juden vergasen super fanden. Unter Bush Junior fanden auch garantiert nicht alle Amerikaner den Krieg super und Foltercamps klasse. Unter Kohl hat auch nicht jeder Deutsche automatisch die Steuer beschissen.
6.) Zu “Aussagen von Filmen”:
Wie gesagt, es gibt einfach bei einen so komplexen und organischen Medium wie dem Film keine eindeutig richtige oder falsche Beurteilungsweise. Man kann Film im innerfilmischen Kontext und somit zwischen anderen filmischen Werken beurteilen, man kann Film im allgemein kunsthistorischen Kontext betrachten, man kann Film im zeitgeschichtlich historischen Kontext betrachten, man kann Film unter Berücksichtigung der Aussagen und Intentionen der Filmemacher betrachten, man kann Film rein handwerklich betrachten, man kann Film auch rein musiktechnisch, kameratechnisch, dialogtechnisch, schauspieltechnisch handwerklich betrachten, man kann Film rein emotional betrachten, rein moralisch und ethisch betrachten, man kann Film rein spirituell, religiös oder auch rein politisch betrachten, und, und, und…
In meiner Aussage von “96 Hours” sowie allgemein oft bei mir der Fall, überwiegt bei mir auch nun mal eben hier der zeitlich historische Kontext, in welchem ich den Film als Traumbild von vielen extremen Rechtskonservativen Amerikanern ansehe. Leute die für die Wahrung der eigenen Werte und Träume und zur Behütung der Freiheit und der Demokratie auch über Leichen gehen würden im realen Leben. Leute also die sonst nur bei Fox News in den Redaktionen sitzen und die Nachrichten verfälschen.
7.) “Viele Menschen haben sich über die Legitimität der Handlungen unterhalten, weil sie hier einfach nur kommentarlos präsentiert, aber nicht mal thematisiert werden.”
Na ja, Ich weiß auch nicht ob man, bloß um Diskussionen wie diese hier zwischen Kritikern los zustoßen, auch wirklich solche Filme mit expliziter aber unbegründeter und nur dem Selbstzweck dienender Gewalt produzieren sollte. Für mich ist so etwas lediglich dann nur oftmals ein plumpes nach Aufmerksamkeit schreien, ebenso wie bei “SAW”, “Crank” oder “Hostel”, weil der Film außer eben jener Gewalt dann nur selten mehr zu bieten hat.
8.) Zu “Drag Me To Hell”:
Ich empfand in keiner Sekunde auch nur ansatzweise den Film als zu unnötig lang, unausgewogen oder gar langweilig. Er ist sogar ganz im Gegenteil äußerst kompakt und straff erzählt, dabei noch Innovativ in seiner Form und überdies einfach auch verdammt unterhaltsam und lustig.
Und der “Genre-Mix” zw. Komödie und Horror funktioniert ebenso ganz einfach wunderbar. Es ist ja auch nicht verwunderlich, wenn man Raimis Erfahrung mit “Evil Dead”, “Evil Dead II” und “Army of Darkness” genau hierbei mal näher betrachtet. Alle bieten diesen “Genre-Mix” an und er funktioniert auch bei diesen Filmen tadellos!
9.) Zu deiner Idee von Kritik:
Wie bereits oben geschildert gibt es tausende von Möglichkeiten einen Film zu bewerten, zu kritisieren und schlussendlich einzukategorisieren. Viele davon sind banal, emotional oder subjektiv, viele andere sind hingegen kühler, präziser und beruhen auf Fakten, vergleichenden Metaphern und Beispielen sowie Kontext.
Natürlich ist die kühlste, objektivste und wohl auch unemotionalste, eben die Einkategorisierung schlicht nach Handwerkskunst. Doch ich finde auch einfach das es, vor allem auf einer solch rein privaten Ebene wie bei uns, wo wir also nicht unseren Job hierdurch verlieren würden und uns auch keiner für unsere Aussagen den Lohn kürzen könnte, einfach viel zu schade wäre eben Filme nur nach ihren reinen Handwerk zu beurteilen und vor allem auch danach dann noch auch direkt einzukategorisieren, was du ja doch überwiegend zu tun scheinst.
10.) Zu Diane Kruegers Performance in “Inglorious Basterds”:
…fand ich zwar nicht vergleichbar mit Waltz, Pitt, Diehl oder auch Brühl und Laurent, aber Sie war keineswegs so schlecht als das es mir wirklich negativ aufgefallen wäre.
11.) Zu “2001: A Space Odysee”:
Natürlich ist er nicht DAS ULTIMUM MAXXIMUM, nicht DIE Speerspitze, aber einer der besten Filme des letzten Jahrhunderts auf jeden Fall.
12.) Zur Frage der Komplexität der Figuren:
s.o.
Alles? Abgeharkt? 14 Seiten in Word? Na ja, dann mal viel Spaß beim durchlesen… ;-)
am 17.01.2010 um 13:06
so richtig gehts hier ja nicht voran. RSS funzt auch noch nicht. aber wir haben ja geduld… ;-)
“thirst” ist übrigens auf DVD erschienen. ich bekomme ihn am dienstag und bin sehr gespannt !!!
am 17.01.2010 um 13:36
Ruhe du musst wahren, junger Jedi! Ich finds ja auch ätzend, kann derzeit aber auch nicht viel daran ändern, solange Funpic halt noch putt ist.
Aber wieso funzt bei dir RSS nicht? Bei mir läuft die Seite in ihrer jetzigen Form eigentlich ziemlich rund. Auch der RSS-Feed zeigt alles richtig an und aktualisiert sich bei neuen Kommentaren oder Beiträgen. Kannst du beschreiben was du damit für ein Problem hast?
am 19.01.2010 um 10:31
es kommt halt immer “dyn. lesezeichen konnte nicht geladen werden” in der ersten zeile des feeds. nutze die RSS-funktion des aktuellen firefox. alle anderen feeds liest er ohne probleme, liegt also nicht an mir.
hab auch mal den feed neu aboniert, nach dem relounch. bringt auch nix.
sehr positiv finde ich übrigens, dass die doofe rechenaufgabe als captcha (noch?) weg ist. hat bei mir eh nie funktioniert, musste immer meinen kommentar copy&pasten, weil der mir beim ersten versuch grundsätzlich eine große rechenschwäche attestiert hat…
am 24.01.2010 um 16:04
Mh… Habe mal daran gearbeitet… Wie schaut es den jetzt aus?
am 24.01.2010 um 17:32
Bei mir schauts alles ganz gut aus!
am 26.01.2010 um 15:42
jap, jetzt gehts.
kann aber auch daran liegen, dass ich das alte abo mal komplett gelöscht habe, bevor ich wieder subscribed habe. beim letzten mal hatte ich das ganze 2 mal aboniert.
egal, hauptsache es funzt.
EDIT: Wow, es gibt ne edit-funktion. allerdings komisch rechtszentriert…
am 26.01.2010 um 17:05
“…allerdings komisch rechtszentriert… Nur am meckern der Herr, tststs
[edit] So, Hoffe Sie sind nun zufrieden… Rechtsdreh ausgeschaltet, extra für Herrn S. ;-)
Mit dem RSS war allerdings wirklich ein Codefehler unsererseits. Ich hatte aus Versehen eine Verlinkung zum favicon.ico in der letzten Zeile des Codes eingefügt, was den Feed natürlich invalid machte.
Ist jetzt aber wieder bereinigt. Manche Versionen von Firefox scheinen damit aber kein Problem gehabt zu haben, weswegen mir das nicht aufgefallen war. Benutzt du den ein wirkliches Firefox App oder Prog als Feedreader? Ich verwende noch immer, hauptsächlich aus Faulheit, den Standard von Mozilla…
am 27.01.2010 um 13:40
nee, benutze auch kein addon oder so. die standard-funktion in FF reicht mir völlig aus. weiß auch gar nicht, wofür es so viele reader gibt oder was die besser können.
EDIT: edit-funktion getestet und für gut befunden. vorher wars echt n graus, da konnte man nichtmal die blinkende eingabeaufforderung sehen.
die 30min-beschränkung find ich witzig, sowas habe ich noch NIE irgendwo gesehen.