Miami Vice

Hüstel… Bitte lasst es einfach. Ich geb ihm ne glatte 5. Der Trailer hat mich, als ich ihn das erste Mal gesehen hatte, heißgemacht wie ne Herdplatte und das Endprodukt war zäh wie Kaugummi. Collin Ferall ist ne Niete und sollte den Oscar für den besten Dackelblick des Jahrhunderts bekommen. Dämlicher Affe. Foxx leistet eher mittelmässige Arbeit, kommt aber trotzdem alle mal besser rüber als Mr. Ferall. Dabei stößt mir zusätzlich unangenehm auf den Magen, das Foxx weniger zusehen ist als Ferall und er praktisch null Chance hatte seine Rolle zu vertiefen. Es ist auch kein richtiger Buddy-Movie wie man es erwartet hätte: Die beiden sind einfach “Arbeits”-Partner und haben sonst keine wirkliche Verbindung zueinander.
Die Story ist einfach abartig dumm und oberflächlich. Das hätte mich ja eigentlich auch gar nicht gestört, wenn dafür wenigstens Spannung und Action drin gewesen wären. Doch leider zieht sich der Film wie Kaugummi endlos in die Länge, wobei einen dann auch nach einer gewissen Zeit die zu Anfang noch ziemlich cool wirkende Doku-Digital-Optik ziemlich auf den Driss geht. Gute Umsetzung: “Collateral”! Anschauen und zufrieden sein! Schlechte Umsetzung: “Miami Vice”. Besser erst gar nicht anschauen!
Und dafür das die beiden Schauspieler wohl 6 Wochen lang bei echten Undercover-Cops lernen durften und sogar bei echten Drogendeals mit dabei waren, benehmen sich die beiden ach so tollen “Undercover”-Cops doch ziemlich Leihenhaft und begehen natürlich auch noch den ältesten Klischee-Drogendealer-Filmfehler aller Zeiten: Sie geraten in Schwierigkeiten wegen Frauen! Und diese “Ich geh mal mit der Schnecke vom Obermafiosie ins Bett weil ich total in sie verliebt bin”-Drecks-Rotz-Sidestory hängt einem wirklich von Anfang bis Ende einfach nur zum Hals raus. Vorallem die Sexszenen sind derart Würgereiz auslösend das ich ach… Ne komm! Geht ja mal garnicht!
Autor: Sven