Happy Birthday, Scarlett!

the-black-dahlia-02.jpg

Liebe Scarlett,
heute feierst du deinen 23ten Geburtstag. Leider (bzw. Gott sei Dank) bist du somit noch zu jung als das ich großartig etwas über dein allgemeines Lebenswerk erzählen könnte, so wie es der Peter beim Martin gemacht hat. Aber dennoch möchte ich ein paar lobende Worte über deine bisherige Karriere loswerden. Zunächst einmal: “Danke, Danke, Danke das es dich gibt!”

Seit “Lost in Translation“, wo ich dich das erste mal auf der Leinwand erblickte als Frau wirklich warnahm, habe ich mich in dich verliebt. Und ich meine damit nicht etwa so eine vorpupertäre “Oh, die ist aber heiß!”-Liebe. Nein, ich meine damit verdammt nochmal eine wahrhaftige und wirklich ehrliche: “Scarlett, ich vergöttere dich für jeden Satz den du sprichst, für jede Mimik, jede Geste, für jedes Lächeln, einfach alles was du tuest, denn du bist ein Engel auf Erden und ich liebe dich!”-Liebe!

Den es ist ja so: Du magst zwar schon in “Der Pferdeflüsterer” von 1998 eine Rolle gehabt haben, aber… Nunja, damals warst du einfach noch nicht so weit! Zumindest nicht für mich und die meisten anderen Männer… ;-) Und ähm… Ja dann kam wohl noch irgendwas unerwähnenswertes in “Arac Attack“, wo wir jetzt einfach mal lieber den Mantel des Schweigens drüberlegen. Aber irgendwann muss ja jeder mal mit irgendetwas anfangen, nicht wahr. Also sei dir in diesem Punkte auch vollends verziehen.

Und dann, ja erst dann, 2003 blühtest du vollends auf und zwar in dem, nicht zuletzt auch wegen dir, einfach traumhaft schönen Regiemachwerk von Sofia Coppola, “Lost in Translation”, einem der schönsten Filme überhaupt! Du mimtest damals an der Seite von Bill Murray, eine, von ihrem Photografen-Ehemann-Fuzzi vernachlässigte, junge Frau Dame und fandest schließlich bei Bill dann eine ungewöhliche Freundschaft und auch jene Zuflucht und Geborgenheit, die du in deiner Ehe noch suchtest. Hach, Ja ich habe mit dir gelitten und nur all zu gerne hätte ICH dich, anstelle von Bill, behütet und festgehalten vor der grausamen und bitteren Realität da draussen…

scarlett-03.jpg

Danach folgte dann, ebenfalls 2003, der sehr ruhige “Das Mädchen mit den Perlenohrringen” bei dem du “die Muse” von Colin Firth als den Maler Vermeer, des bekannten und gleichnamigen Gemäldes spieltest. Nicht ganz mein Fall, da ich persönlich ja im Clinch mit Kostümfilmen stehe wie du weißt, aber trotzdem ebenfalls eine überzeugende Leistung von dir!

Und es war auch keine Pause in Sicht: 2004 folgte der ebenfalls sehr schöne “Lovesong for Bobby Long“, mit einem ebenfalls überzeugenden Travolta neben dir als alternden Dichter, wo man(n) sogar, wenn auch nur kurz, einmal ein bischen mehr Scarlett zu sehen bekam als sonst! (@ André: Was für dich ein “Password Swordfish” mit Halle Berry ist, ist für mich ein “Lovesong for Bobby Long” mit Scarlett! Und ich danke Gott dafür!) Und allein deswegen sollte dieser Film nachträglich noch einen Ehrenoscar bekommen, obwohl die Geschichte an sich etwas langatmig und auch mit Gabriel Macht als deinen Lover, falsch besetzt ist! Ich hätte ja auf mich gesetzt oder aber auch Thomas Jane, Naja…

Schließlich entdeckte dich Woody Allen 2005 beim Dreh zu “Match Point” als seine neue “Lieblingsactress” und drehte dann 2006 “Scoop” mit dir in der Hauptrolle, welche ich aber beide leider noch nicht gesehen habe. Dafür soll aber 2008 schon der nächste Allen mit dir in der Hauptrolle folgen, unter dem Titel: “Vicky Cristina Barcelona”. Mir scheint als wäre ich nich der einzige, der an dir einen Narren gefressen hat…

scarlett-02.jpg

Und irgendwo zwischen “Match Point” und “Scoop” wolltest du wohl dann auch mal deine Mainstream-Eigenschaften auf die Probe stellen. Doch leider floppte “Die Insel” mit dir und Ewan McGregor an den Kinokassen. Dies mag wohl auch (noch leidriger) wirklich einfach am Film selbst gelegen haben. Mein Rat deshalb an dich: Bleib doch bitte lieber einfach bei den kleineren aber dafür ehrlicheren Filmen, wie z.B. “Lost in Translation” oder “Das Mädchen mit den Perlenohrringen”! Das steht dir auch einfach viel besser und es bleibt dabei auch ein gewisser Charme erhalten…

Letztendlich hast du aber nach diesem Ausrutscher dann doch wieder zurück zu deinen Wurzeln gefunden und hattest dann eine, dafür aber leider nicht allzu große, Rolle in De Palmas, dennoch sehr guten, “The Black Dhalia” von 2006. Und nun… Ja nun wird man wohl noch auf 2008 warten müssen wo du z.B. an der Seite von Natalie Portman und Eric Bana die Hauptrolle in “The Other Boleyn Girl” spielen wirst oder aber auf die “Mary Queen of Scots” von Frank Miller, wobei das natürlich alles nur eine kleine Auswahl darstellen soll und du höchstwarscheinlich auch noch mit deinen anderen Filmen in 2008 und sowieso den nächsten Jahren zu überzeugen wissen wirst!

Ich denke ja schließlich auch nicht ohne Grund das du alle Chancen hast, die nächste große Hepburn oder Monroe zu werden! Bloß bitte dann ohne das ganze rumgekokse und so! Wir sind ja hier nicht in der Modelbrange, gell?

Aber bis zu den Zeitpunkt, wo ich dann für dich auch kein Unbekannter mehr bin, sondern dann ja irgendwann einfach dein treuer und dich liebender Ehemann, werde ich mir wohl noch einige Male “Lost in Translation” anschauen müssen. Aber bis dahin wünsche ich dir, nicht allein für heute aber dafür nochmal speziell für heute, zumindest eine erfolgreiche und schöne Zeit. Tob dich ruhig noch ein wenig aus, feier noch ein paar nette Partys, wir werden uns ja erst in ein paar Jahren kennenlernen und viele Kinder machen!

Hochachtungsvoll, dein dich liebender Bald-Ehemann: Sven!

Autor: Sven

4 Kommentare zu “Happy Birthday, Scarlett!”

  1. Lisa

    Ach, deeeeen blonden Engel meintest du….
    Hoffentlich weiß sie diese Huldigung auch zu würdigen…..;)

  2. André

    JaJa wenn man Scarlett so anschaut möchte man Gott persönlich die Hand schütteln und sagen: “Gut gemacht mein Freund.”

  3. Sven

    Recht hast du André, Recht hast du…

    Übrigens (Villeicht auch für Liß ganz interessant!): Auch Terry Gilliam hatte gestern Geburtstag. Also dann nochmal ein nachträgliches: Danke Terry für alles mit “Monty Phyton”, “Brazil” und in meinem speziellen Fall auch ganz besonders für “Fear and Loathing in Las Vegas”. Gib ihm, gib ihm…

  4. Lisa

    Wow, danke für den Hinweis!

    Denn an dieser Stelle kann endlich meine persönliche, wenn auch eher stille Huldigung folgen….

    Hier in Kürze: Danke Terry, für all das, was du der Menschheit bisher an kulturellem Schwachsinn geschenkt hast und hoffentlich noch schenken wirst!

Gib uns deinen Senf!