Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer

Eine Fantastic Four Verfilmung? sowas gab doch schon vor ein paar Jahren, hat damals nur keinen interessiert. Schwamm drüber, irgendwo da draußen müssen noch ein paar Comic Geeks rumlaufen die ernsthaft glauben, dass die nächste Hollywood-Comicverfilmung mal zur Abwechslung keine totale Enttäuschung wird. Darum also Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer.

Die Story: Der Silver Surfer (voice: Laurence Fishburne) kommt auf die Erde und kündigt deren baldigen Untergang an, denn er handelt im Auftrag von Galactus dem ultimativ bösen Irgendwas. Schlechtes Timing, denn eigentlich will Mr. Fantastic (Ioan Gruffudd) grade das liebliche Invisible Girl (Jessica Alba) ehelichen. Die Hochzeit muss warten, zusammen mit der Fackel (Chris Evans) und dem Ding (Michael Chiklis) bilden die vier ihr fantastisches Team und bekämpfen das aufkeimende Übel.

Klingt platt, ist es auch. Da die Fantastic Four in ihrem 2005er Debüt arg schwächelten, entschied man sich den, unter Marvel-Fans sehr beliebten, Silver Surfer ins Spiel zu bringen. Aber was bringt ein verchromter, surfender Adonis, wenn man aus gemachten Fehlern nicht lernen will. Anstatt sich auf die Charaktere zu konzentrieren und die mühsam erarbeiteten Ansätzen von Tiefgang zu etwas handfestem zu verwandeln (wie z.B. bei X-Men), ließ man alle guten Attribute des Vorgängers fallen und verheizt die fantastischen Superhelden nun endgültig zu Comic-Action-Trash: schlechte, langweilige Dialoge und konstruierte, aufgesetzte Gags (z.B. Mr. Fantastics lächerliche Tanzeinlage) füllen die Lücken zwischen der Computeraction, die auch nicht besser aussieht als im ersten Teil. Darunter leiden natürlich alle Charaktere, die vier Helden verspielen sich sämtliche aus dem Vorgänger erworbene Sympathiepunkte und liefern, die zum schlechten Drehbuch passende, minimal Performance ab. Da das Böse diesmal kein Gesicht hat dachte man wohl es wäre gut Dr. Doom (Julian McMahon) nochmal einzubinden, aber auch sein Plot ist von Anfang an durchschaubar und ähnlich grottig konstruiert wie so vieles andere.

Wirklich ärgerlich ist aber nur das verschwendete Potenzial des Silver Surfers, er ist die einzig interessante Figur im Film und bekommt viel zu wenig Platz und Zeit um sich zu entfalten. Für Fans dürfte das eine riesen Enttäuschung sein, da ohnehin nicht zu verstehen ist warum man dem Silver Surfer keinen eigenen Film gönnen möchte. In dem fortgesetzten Comicwullst der Fantastic Four geht er jedenfalls unter und bleibt dennoch das einzige blasse Highlight in einer richtig miesen Comicverfilmung.

Autor: André

1 Kommentar zu “Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer”

  1. Sven

    Hab ich auch nicht anders erwartet, als das dass nix wird! Aber mit “sowas gab (es) doch schon vor ein paar Jahren, hat damals nur keinen interessiert” beziehst du dich doch wohl hoffentlich AUCH auf den “Fantastic Four” von 1994, oder? Wenn nicht, will ich deinem Gedächtnis mal ein wenig auf die Sprünge helfen:

    http://www.youtube.com/watch?v=r_X5C6e3ZeY

    http://www.youtube.com/watch?v=RPcpD07LzGU

    Einer der letzten dieser, in den 80ern aufgekommenen, Billig Comic- oder Game-Dinger, sowie einst auch “Turtles” oder “Super Mario Bros.”. Nur hatte “Fantastic Four” den Zug schon längst verpasst. Schade eigentlich… Das “Ding” sieht zum knuddeln aus!

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