Kritik geht nur vor der Tür

NACHTRAG ZU: Ranicki sagt: “go f**k yourself.”

Nachdem Marcel Reich-Ranicki mit seiner Verweigerung der Annahme des Deutschen Fernsehpreises 2008 für sein Lebenswerk öffentlich Kritik an der Veranstaltung und am TV-Angebot in Deutschland übte, formulierte auch Heidenreich in einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 12. Oktober 2008 eine scharfe Kritik. Dabei griff sie neben Thomas Gottschalk, dem Moderator des Gala-Abends, auch die Arbeit des Intendanten, des Programmdirektors und des Kulturdirektors des ZDF an. Die Preisverleihung selbst bezeichnete sie dabei als „kulturlos” und „armselige, grottendumme Veranstaltung“, Reich-Ranickis Reaktion und die Ablehnung des Preises dagegen als „Lichtblick“. Trotz erheblicher Gegenkritik aus der Senderführung legte sie in einem zweiten Artikel vom 19. Oktober 2008 noch einmal nach. Daraufhin beendete das ZDF am 23. Oktober 2008 die Zusammenarbeit mit Elke Heidenreich mit sofortiger Wirkung. Die beiden für dieses Jahr noch geplanten Ausgaben ihrer Sendung “Lesen!” würden nicht mehr produziert, teilte der Sender mit. Programmdirektor Thomas Bellut sagte: „[…] Frau Heidenreich [hat] […] das ZDF sowie einzelne seiner Mitarbeiter persönlich in nicht mehr hinzunehmender Weise öffentlich herabgesetzt“. 2009 beginnt Elke Heidenreich in der Verlagsgruppe Random House einen eigenen, auf Musik spezialisierten Verlag.

via. Wikipedia.de

Tja “Man beißt eben nicht in die Hand, die einen füttert“. Beim Öffentlich-Rechtlichen-Fernsehen ist nun mal kein Platz für Kritik – zumindest nicht wenn sie gegen die eigenen Sendeanstalten geht – sonst natürlich immer: ungefiltert, unverfälscht und absolut objektiv lieber GEZ-Gebührenzahler und Morgen kommt der Weihnachtsmann…übrigens, schon gezahlt.

Autor: André

2 Kommentare zu “Kritik geht nur vor der Tür”

  1. Moritz

    du zahlst???

    sonst dazu:
    naja, wenn elke sagt, dass, “sie sich schämt”, für diesen sender zu arbeiten, hätte sie eigentlich selber die konsequenzen ziehen sollen. so musste das – völlig zu recht – die sendeanstalt machen.

    man muss mal generell feststellen, dass wir in deutschland das wohl beste öffentlich-rechtliche fernsehen der welt haben. dass ich meine gebühren auch für die heimatmelodie zahle, na klar. aber auch das war schon das scheinheilige an der ranitzki-diskussion: die leute gucken das!

    ich könnte jetzt auch noch n referat über die quotenerhebung anschließen (wer nicht zahlt, z.b. alle studenten, wird nicht gezählt), aber das stimmt schon so halbwegs, dass die leute kacke gucken.

    die eigentlich frage: müssen sich ARD, ZDF und co. sich danach (also den quoten) richten?
    ich finde: (leider) JA. die bevölkerung, so dummes fernsehen sie auch mag, bezahlt dieses programm. sie haben also einen anspruch darauf, dass es auch für sie gemacht wird.

    vor diesem hintergrund finden die sendeanstalten einen guten kompromiss zwischen dem, was die leute gucken möchten, und echt gutem und wichtigem fernsehen. für welches wir auch schnell beispiele finden, wenn wir sie suchen – meistens im öffentlich-rechtlichen fernsehen…

  2. Moritz

    löscht diesen post und setzt ihn – gerne auch mit kommentar – als post ein:

    http://de.youtube.com/watch?v=VhDRVKDcXQo

Gib uns deinen Senf!