Die Super-EX

Ganz schön Banane was sich Hollywoods Schreiberlinge manchmal so einfallen lassen um irgendwie aus der Masse von Durchschnittswerken hervorzustechen. Don Payne konstruierte zu diesem Zweck eine sehr bizarre Beziehungskomödie alla „Meine Ex die Superheldin“ oder auch „Was passiert wenn ich mit Supergirl Schluss mache.“

Supergirl heißt in diesem Falle G-Girl und wird herrlich neurotisch und aufbrausend von Uma Thurman verkörpert, ihr Beziehungsopfer Matt spielt Luke Wilson. Nach der anfänglich harmonischen Beziehung der beiden, geht Matt seine neurotisch-anhängliche und eifersüchtige, neue Freundin Jenny/G-Girl schnell auf den Geist. Auch die Tatsache, dass Jenny eine Superheldin mit erstaunlichen Kräften ist, beängstigt Matt nur zusätzlich und so beendet er die Beziehung. So leicht lässt Jenny sich aber nicht abspeisen, ihre Liebe zu Matt verwandelt sich in rasende Wut. Armer Matt, denn Jennys Superkräften ist der Normalo natürlich nicht gewachsen…

Zugegeben, man weis gar nicht so genau ob man den chaotischen Mix aus romantic-comedy und comic-action nun lustig oder lächerlich finden soll. Irgendwie unterhaltsam ist die Sache aber dennoch, auch wenn Regisseur Ivan Reitman sich dann doch gar nicht soviel traut wie der Stoff zulassen würde. Seine chaos-comedy bleibt ziemlich kurzweilig und fast schon wieder zu durchschaubar. Neben Jenny gibt es nämlich auch noch Hannah (Anna Faris), die von Anfang an viel besser zu Matt passt, er dies aber natürlich nicht erkennt. Selbst Jenny ist eigentlich nur die Karikatur eines typischen Alptraums von Freundin, mal abgesehen von ihren Ausflügen als G-Girl und dann ist sie die klischeehafte Superheldin inklusive gar nicht so fiesem Erzfeind (Eddie Izzard) der, genau wie Matts nervender obligatorischer Kumpel Vaughn (Rainn Wilson), mal so gar nicht in die Story passt. Die ganze Geschichte um Matt und Jenny herum ist seicht und harmlos, ganz weit weg von den Möglichkeiten und dem Potenzial was vorhanden wäre. Ein paar schärfere Anekdoten erlaubt sich Reitman nur im Streit zwischen den beiden Hauptfiguren, leider hat man die besten Szenen dazu bereits im Trailer gesehen (ich hasse sowas) und wird darum, wenn man besagten Trailer gesehen hat, überhaupt nicht mehr überrascht und das obwohl man sich so bizarres Zeug rein pfeift, schon traurig. Naja Uma Thurman und Luke Wilson reißen aber einiges raus und entschädigen wieder ein wenig für den zu harmlosen Spaß.

Fazit: Die Super-Ex ist genau das richtige für nette DVD-Abende mit Freunden: unterhaltsam, leicht bekömmlich und ganz schnell wieder vergessen.

Autor: André

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