Dein Ex, Mein Alptraum

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Ich weis es nicht, vielleicht bin ich mittlerweile zu alt für alberne Slapstick-Einlagen und oberflächliche Witzchen die sich an Klischees aufgeilen und einem Teenieniveau anpassen. Vielleicht bin ich aber auch nur enttäuscht, dass Zack Braff nach Perlen wie Garden State und Der letzte Kuss, jetzt in einer so schwachen und eigentlich auch nicht erwähnenswerten Komödie mitspielt.
Tom (Zack Braff) und Sofia (Amanda Peet) sind grade stolze Eltern geworden, doch Tom hat seinen Job verloren und so muss er wohl oder übel eine Stelle in der, etwas verschrobenen, Werbeagentur von Sofias Vater antreten. Tom wird dem querschnitzgelähmten Chip (Jason Bateman) unterstellt, der ihm seinen Einstand im neuen Jobumfeld ganz schön schwer macht, denn Chip ist der Exfreund von Sofia und hegt immer noch starke Gefühle für sie. So tritt Tom, nicht immer ganz unverschuldet, von einem Fettnäpfchen ins andere und verscherzt es sich nicht nur mit seinem Schwiegervater, sondern auch mit Sofia selbst…
So wenig originell wie die Handlung stellt sich auch der Rest der erschreckend unlustigen Komödie dar. Tatsächlich lässt Regisseur Jesse Peretz nur wenig gute Dialoge oder zündende Witze in seinen Film einfließen und verlässt sich stattdessen mehr auf Slapstick-Einlagen und pubertäre Macho-Spielchen. Das deutlich mehr drin gewesen wäre merkt man vor allem Zack Braff an, der hier als einziger für ein paar Lacher sorgt und beim Zuschauer sympathisch rüber kommt. Zwar kann auch Jason Bateman als arroganter Schleimscheißer mit Rollstuhlbonus Punkte machen, jedoch wird er in seiner Rolle niemals zur wirklichen Bedrohung für die Beziehung von Tom und Sofia, zumal er am Ende völlig zu Gunsten des Klamauk verheizt wird. Der restliche Cast ist kaum erwähnenswert, hier und da ein paar Gastauftritte bekannter Gesichter. Amanda Peets Subplot um die Langeweile als Hausfrau und Mutter ist ein totaler Griff ins Klo, denn er wirkt nicht nur unglaubwürdig, sondern auch inkonsequent sowohl während dessen, als auch in seiner Auflösung. Überhaupt bleibt die ganze Story total unspannend, weil es nie zu wirklichen Konflikten kommt: Chip will zwar Tom aus Sofias Leben vergraulen, hat aber bei ihr überhaupt keine Chance mehr; Sofia und Tom haben zwar die ein oder andere Meinungsverschiedenheit, sind aber nie wirklich sauer aufeinander; Chip lässt Tom zwar schlecht im Beruf aussehen, aber da der nicht an seinem Job hängt scheint dies auch egal. Wen soll der Ganze Kram also unterhalten wenn die Geschichte uninteressant und der Humor nicht zum Lachen ist, nicht mal Zack Braff verfügt über genügend Sympathiepunkte um für eine derartige Belanglosigkeit zu entschuldigen.
Fazit: Dein Ex… unser Alptraum. Die Komödie ist so schlecht, dass sie nicht mal als „peinlich“ bewertet werden kann, einfach alles von der Story über die Charaktere bis hin zu den Gags ist schlicht und ergreifend „egal“, weil uninteressant, nicht neu und in keinem Fall unterhaltsam. Wenn überhaupt bemerkt, dann bitte schnell wieder vergessen.
Autor: André