Children of Men

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Wow!!! Wirklich beeindruckend ist diese, von Alfonso Cuaron inszenierte, düstere Zukunftsvision, die leider viel zu wenig Beachtung seitens des Kinopublikums bekam und damit als echter Geheimtipp (jetzt als DVD) gilt.
England im Jahre 2027, die Menschheit hat ein riesen Problem, sie ist unfruchtbar. Seit achtzehn Jahren ist kein Kind mehr zur Welt gekommen, ein globales Problem dessen Ursache unbekannt ist. Dafür ist klar, dass in ca. einhundert Jahren der Mensch ausgestorben sein wird und als Folge dessen ist die Welt im Chaos versunken. Terror, Anarchie und Unterdrückung beherrschen den Alltag. Theo (Clive Owen) fristet sein Dasein als Büroangestellter und Hobbysäufer, ab und an schaut er auch mal bei seinem Hippie Kumpel Jasper (Michael Caine) vorbei um ein wenig abzuschalten. Eines Tages taucht seine Exfrau Julian (Julianne Moore) auf und bittet ihn um Papiere zur Beförderung einer jungen illegalen Einwanderin namens Kee. Theo willigt ein, doch auf Grund der Papiere muss er die junge Frau ein Stück des Weges bis zur Küste begleiten und stellt eine Sensation fest, Kee ist schwanger…
„Children of Men“ beeindruckt nicht nur durch seine intelligente und spannende Story sondern vor allem durch seine packende, dichte, fast schon dokumentarische Inszenierung. Die Bilder dieser Zukunft wirken erdrückend real, das liegt besonders an der subtilen, dokumentarischen Kameraführung die sich hauptsachlich am Protagonisten Clive Owen orientiert. Wie ein Voyeur verfolgt die Kamera Owen, in scheinbar endlosen Takes ohne jeden Cut, durch die düsteren Szenarien und lässt dadurch den Betrachter zu einem Teil der Geschichte werden. Die subtile Inszenierung tut das Übrige, denn obwohl man eine fiktive Zukunft betrachtet, wirken die Bilder erschreckend vertraut. Erinnerungen werden geweckt an die Verwüstungen im nahen Osten, die „ethnische Säuberung“ des dritten Reichs, Terroranschläge in New York, London und Madrid, sowie an den skrupellose Fanatismus radikaler Untergrundorganisationen und Fundamentalisten. Somit ist „Children of Men“ vor allem eine sozialkritische Auseinandersetzung mit der heutigen Gesellschaft und schildert dem Zuschauer eine schockierende Zukunft, von der wir vielleicht gar nicht soweit entfernt sind. Erwähnenswert sind natürlich auch die Darsteller die allesamt hervorragende Arbeit leisten und die endlosen Kamerafahrten der Stadycam, die sich ständig steigern und wahrlich spektakulär und packend wirken.
Fazit: „Children of Men“ ist durch die ergreifende Geschichte und die hervorragenden Darsteller absolut sehenswert aber vor allem für Filmfans ein Muss auf Grund der phänomenalen Inszenierung.
Autor: André