Break Up – Trennung mit Hindernissen


Hmmm? Auf jeden Fall hat der Regiesseur sein Handwerk verstanden… Allerdings das Thema wird warscheinlich ziemlich vielen Leuten nicht gefallen. “Break Up” ist nämlich keine nette Liebeskomödie wie im Trailer angepriesen sondern eher ein ziemlich ernstes, gar trauriges Beziehungsdrama das zwar mit ein paar netten Gags gespickt ist die aber leider, auch nicht wirklich über dieses “Ich will den beiden helfen”- und “Ach komm vertragt euch einfach wieder”-Gefühl des Zuschauers hinweghilft.
Jedem der schonmal eine Trennung hinter sich gebracht hatt würde ich den Film nicht empfehlen weil er einfach an einiges erinnert wird… Sollte man sich aber denoch in den Film setzen wird man wohl trotzdem seinen Spaß haben wenn man einfach auf die gute Story (Zumindest in der zweiten Hälfte), die durchweg gute Schauspielerische Leistung als auch die handwerklich tolle Regiearbeit achtet. Zumindest bei der zweiten Hälfte wird sehr viel mit den Emotionen des Zuschauers gespielt was durch den guten Aufbau des Drehbuchs bzw der Story und die gute Schaupielerische Leistung dem Zuschauer sehr nah gehen kann.
Allerdings sind es halt nicht immer tolle Gefühle die dort behandelt werden und man wünscht sich ja auch irgendwie ein Happy End für die beiden allerdings wird einem eben dieses leider nicht gewährt. Die erste Hälfte über empfindet man viel Missverständniss für das Pärchen da die beiden sich wegen wirklich banalen und schwachsinnigen “Alltagssituationen” zerstreiten und trennen wollen wobei warscheinlich jedes normale Pärchen das schon länger zusammen ist einfach mit dem Partner über solche Situationen reden würde was die beiden einfach nicht tuen sondern jeder Stur auf seiner eigenen Meinung behaart.
Dabei fiel mir unweigerlich der tolle Aufbau der Story bei “Der Rosenkrieg” mit Michael Douglas und Kathleen Turner ein, wo die Gründe zur Trennung einfach viel verständlicher und nachvollziehbarer dargestellt werden. Bei “Trennung mit Hindernissen” werden eher einfach irgendwelche Gründe genommen und simple Klischees abgeharkt um die Basis für die zweite Hälfte des Films bilden zu können. Hierbei hätt ich mir etwas mehr Realismus oder mehr Charakterzeichnung gewünscht damit der Zuschauer zumindest die Personen und ihre Haltung bei Streitigkeiten verstehen kann.
Autor: Sven