LOL

Abgelegt unter: Strandgut am 28.05.2009 von Sven

“Kann man Opel nicht einfach auf Ebay versteigern?”

(Mario Sixtus)

via: Twitter
Autor: Sven

[edit] Und weil wir uns ja heute mal wieder so wunderbar kreuz und quer durchs halbe Internetz geprügelt haben, man sich zunächst also noch sehr sorgfältig dem sich über mitllerweile 2 Tage lang angesammelten Herumgezwitscher der tapferen Twitterer, über Petitionen sowie den andauernden Kampf gegen bedrohlich Zenursulas mithilfe von Bundestagsanhörungen, welche man ja selber leider nicht Live mitverfolgen konnte da man zwischen  11 und 13 noch ganz andere Sorgen im Kopf hatte, widmetete, man dann anschließend ja auch irgendwie nicht wirklich das bereits gekaufte Ticket für den Flug über die großzügig ausgedehnten Landschaften der versammelten Blogosphäre verfallen lassen wollte, nur um mal wieder, und dies erneut gnadenlos scheiternd, den Versuch zu wagen, eine möglichst allumfassende Expedition zu starten, welche der schieren Masse an neuen und noch unerkundeten Spezien, sowie natürlich dem weiterhin prächtig sprießenden Unkraut der bereits gebuchten Urwälder, ernsthaft gerecht zu werden sollte, haben, tat, machen, möchte…. man aber irgendwann ab Mitte nur noch die Flucht ins Dickicht ergreifen konnte, da man drohte im schieren Informationsüberfluss schlichtweg unterzugehen!

Internetz, I Love You! Aber manchmal bist du einfach wirklich viel zu groß und viel zu global! Und nur deinetewgen weiß ich jetzt nicht mehr, bei wem ich dieses lustige Video hier gefunden habe und wie der Satz dort oben nun repariert werden könnte… damn you!

Sex-Seite, hard?

Abgelegt unter: Der tägliche Wahnsinn..., Strandgut, WTF? am 25.05.2009 von Sven

Die Seite weltraumaffe.de.tc ist bereits in unserem Filter enthalten und wird als ‘Sex-Seite ‘hard” eingestuft.

(www.jugendschutzprogramm.de)

Autor: Sven

A Basterds Premiere

Abgelegt unter: Der tägliche Wahnsinn..., Filme am 22.05.2009 von André

basterdspremiereHoly the Jesus!!! Ihr wollt die ersten Reviews zu “INGLOURIOUS BASTERDS” lesen, mal schaun wie die Weltpremiere des Streifens in Cannes, so bei den Kritikern aufgenommen wurde.. DON’T!!! denn sie spoilen euch allesamt viele Inhalte, von wagen Andeutungen, bis zu detailierten Beschreibungen von Anfang und Ende.

Ihr müsst nur soviel wissen: Tarantinos neuer Streifen wird bisweilen sehr durchwachsen aufgenommen. Der “Spiegel” beschreibt ihn als quälend langsame Nazi-Walze, “AICN” nennt ihn fucking exceptional und “Telepolis” feiert einen Tarantinotypischen Mix aus Autorenkino und B-Movie.

Was das alles bedeutet, dass sehen wir ab 20. August im Kino… der Streifen ist übrigens epische 160min. lang…also freut euch auf viele, viele Nazi-Skalps und bewundert den ersten knackigen – und garantiert spoilerfreien – TV-spot.

Autor: André

Du bist Terrorist!

Abgelegt unter: Allgemein, Strandgut am 19.05.2009 von Sven

Du bist Terrorist from lexela on Vimeo.

via: Twitter
Autor: Sven

[edit] Bitte hierzu auch nochmal bei Nerdcore vorbeischauen! Trotzdem ein gut gemachtes Video, welches zumindest schonmal Aufmerk- samkeit erzeugt! Also, finde Ich jetzt so…

Star Trek XI

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 14.05.2009 von André

startrekxi„Der Weltraum, unendliche Weiten…“ niemals konnte mich dieser CatchFrase so begeistern, wie die Ereignisse „…In einer Galaxie, weit weit entfernt.“ Ich meine: Stell dir vor, du bist um die zehn Jahre alt und da im Fernsehen stehen eine Handvoll Kerle, mit engen Uniformen, in einer billigen Pappkulisse, die die Brücke eines Raumschiffs darstellen soll, und diskutieren über Energieverteilung, Warp-Antriebe und Logik. Und auf einem anderen Sender, steht ein junger Kerl und schwingt ein Laserschwert, während ein anderer Kerl, und sein zotteliger Freund, mit Blastern auf anonyme Soldaten, in weißer Plastikrüstung, bolzen… make your choice.

Trotzdem ist mir STAR TREK natürlich ein Begriff, immerhin hab ich alle Filme gesehen und in jede TV-Serie hineingezappt. Ich kann auch den Kult unzähliger Trekkies und Nerds nachvollziehen, die über Jahrzehnte mit Sternenflottenuniformen und Vulkanieröhrchen zu den Fanconventions rennen, um dort ihrer Religion zu frönen und auch als NICHT-Fan, war ich zuletzt doch sehr gespannt, was Produzent und Regisseur J.J. Abrams nach der legendär, trashigen Sci/Fi Serie der 60er, vier Spin Off Serien und insgesamt zehn Kinofilmen, noch aus dem TREK Universum raus kitzeln möchte, nachdem zuletzt die Next Generation Crew mit dem mittelprächtigen „STAR TREK: NEMESIS“ ihren Abschied von der Kinoleinwand feierte.

Die wichtigste Frage hierbei lautet: Kann man ein ganzes Universum, mit einer, über Jahrzehnte, liebgewonnenen und etablierten Enterprise Crew, in frischem modernen Look und völlig neuer, junger Besetzung, nochmal neustarten??? Kurze Antwort: Ja, man kann. Man sollte nicht, dass möchte ich an dieser Stelle nochmal betonen. Man sollte einen Meister Yoda nicht digital animieren und ihn, wie einen Laubfrosch, durch die Gegend hüpfen lassen. Man sollte Indiana Jones niemals mit Aliens in Verbindung bringen sowie heiraten lassen und seinen Sohn mit Shia LaBeouf besetzten. Und man sollte eine Terminator Reihe nicht ohne Arnie ins Kino bringen… Aber all dies ist (und wird) geschehen, also warum soll man nicht legendäre Sci/Fi-Helden wie James T. Kirk und Mr. Spock mit milchgesichtigen TV-Darstellern besetzen, zumindest im neuen „STAR TREK XI“ funktioniert dies, überraschend gut.

Überhaupt muss man sagen, niemals zuvor hat mich ein STAR TREK Film derartig gut unterhalten. J.J. Abrams (übrigens kein Trekkie) befördert ein ganzes Universum, mit viel Spaß und ordentlich KAWUMM! ins nächste Jahrtausend. Ein neuer glamouröser Look, junge, unverbrauchte Darsteller, schicke Effekte, viel Ironie, viel Humor und alles schön laut. Abrams hat im TREK Universum ordentlich entrümpelt, die Brücke der Enterprise auf Hochglanz poliert, viel Action hinzugefügt und den Nerd-Faktor auf ein erträgliches Level gefahren. Kurz: STAR TREK ist frisch, modern und sexy. Restauriert und aufpoliert, um die nächste Generation Trekkies und eine breite Masse Kinopublikum für sich zu begeistern.

Am überraschendsten ist hierbei die neue Besetzung, von der ich dachte, sie käme am schlechtesten weg, aber Kirk, Spock, Pille, Uhura, Scotty und der Rest sind auf den Punkt getroffen und repräsentieren all das, wofür sie schon soviele Jahre, von den Fans, verehrt werden. Auch die Ausstattung ist sehr passable; modernes Design, schicke und laute Effekte, abwechslungsreiche Action, breit gestreut und gut platziert. Viele kleine Highlights, kein großer Knall, die größte Schwäche des Films; seine Dramaturgie. Kurzweilige Spannungsbögen und flache Charakterentwicklungen, lassen den Film inhaltlich nie über Serienniveau hinaus wachsen, hinzu kommt, dass die Handlung ein Desaster ist. Durchgeknallte Romulaner, Schwarze Löcher und Zeitreisen bieten reichlich Angriffsfläche für massive Plot Holes und Logikfehler. So clever wie der Film sein möchte, sogar eine Erklärung für Änderungen und Neuanfang im TREK Universum liefert, ist er nicht, doch das schmälert den positiven Gesamteindruck nur gering, steht hier doch in erster Linie nur die gelungene Präsentation der neuen (alten) Crew nebst ordentlich Unterhaltung auf dem Programm.

Zu diesem Zweck setzt Abrams neben lauter Action und den üblichen bombastischen Effekten auch auf viel Humor und Ironie. So werden des Öfteren die charmant, berüchtigten Charaktereigenschaften der Crew auf die Schüppe genommen: Kirk baggert was das Zeug hält, Pille reißt einen OneLiner nach den anderen, Sulu vermasselt seinen ersten Warpsprung, Chekov bekommt Probleme mit der Spracherkennung der Enterprise und Uhura zieht sich bis auf die Unterwäsche aus. Neben gelungenen Parodien und Zitaten, versteckt sich auch hin und wieder ein wenig dümmlicher Klamauk, das unterhält den Kleingeist und die Fans können kurz mal wegschauen, hätte doch viel schlimmer kommen können, siehe „STAR WARS EPISODE I: DIE DUNKLE BEDROHUNG“.

Doch, doch, Abrams macht vieles richtig und schickt die neue (alte) Crew, welche sich im Verlauf des Films, sucht und findet, samt Enterprise und viel Tam Tam zu neuen Abenteuern. Das Ganze fühlt sich zwar nicht besser an als ein enorm dick produzierter Pilotfilm, macht aber doppelt soviel Spaß und präsentiert sich ganz ungezwungen als schicker Unterhaltungsbomber im Kinosommer.

Autor: André

#3229

Abgelegt unter: Der tägliche Wahnsinn..., WTF? am 07.05.2009 von Sven

Eigentlich wollte ich euch ja in Ruhe lassen mit der Politik und den ganzen Zeug, nachdem ich mich ja letztens erst noch, so ausführlich dieser Thematik gewidmet hatte. Aber nachdem dieses Teil einfach wie eine Bombe eingeschlagen hat, muss ich doch mal sagen: Wenn das immer so klappen würde, dann aber Halleluja!

Die Rede ist nicht etwa von meiner fabulösen Schreibkunst, sondern von einer Onlinepetition, über Umwege durch Twitter ins Leben gerufen, von einer 29-Jährigen Berlinerin namens Franziska Heine. Zusammen mit zwei Gleichgesinnten setzte Sie vor einigen Wochen folgenden Text auf, welcher dann am 04.05.2009, also vor 4 Tagen offiziell für das ePetitionsverfahren des deutschen Bundestages auf deren Website (klick) freigeschaltet wurde.

Text der Petition
Wir fordern, daß der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die “Sperrlisten” weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.
Begründung
Das vornehmliche Ziel – Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit mißbrauchter Kinder.

Und was soll man sagen, wenn einem schlicht die Worte fehlen? Das Ding hat nach 4 Tagen seine erste Hürde bereits erreicht!

50.000 Mitzeichner mindestens, müssen bei diesem Verfahren ihre digitale Unterschrift abgeben, um für eine mögliche Anhörung im Bundestag geprüft werden zu können. Dank Twitter und der deutschen Blogosphäre sind es mittlerweile WayOver 50k (Die 50.000 wurden um 01:15h am 08.05.2009 geknackt), und die Flut scheint einfach nicht abzuebben.

Get it? 50.000 Leute! In ca. 70 Stunden!

Hier (klick) gibt es eine graphische Aufbröselung des Ansturms von Mitzeichnern, welcher zwischenzeitlich bei Peaks mit über 40 Unterschriften pro Minute, die Server der Website nahezu an den Multikill heranführte! Das örtliche Forum musste am Mittwochabend für knappe 3 Stunden durch die Mods gekillt werden, da man die Einhaltung der eigenen AGB’s nicht mehr ordnungsgemäß mitverfolgen konnte! Tsts… Ne Onlinepetition einrichten, aber nicht damit rechnen das auch mal wirklich jemand kommt.

Und nun fällt mir eigentlich nur noch George Carlin ein:

And I hope it keeps raining, and raining, and raining, raining, and raining, and raining, raining and raining, and raining, and it rains steadily for 5 years and after that for 10 years it’s cloudy, with occasional showers. And the river never returns to it’s natural banks, it becomes a completely new river!

(Memo: “Vielleicht sollte ich George einfach in jedem Artikel zitieren?!”)

Also: Ihr wärt zwar nicht mehr unter den ersten 50k, wärt dafür aber die Crème de la Crème, das Sahnehäubchen oben drauf so zu sagen! Jede Stimme zählt und baut weiteren Druck auf die Politiker aus!

Wenn das Ding wirklich die 100.000er Marke oder gar mehr bursten sollte bis zur Mitzeichnungsfrist am 16.06.2009, könnte Zensursula keine begründeten Einwände mehr bieten, gegen eine Anhörung im Bundestag.

Wer mich sucht, findet mich übrigens bei #3229 auf der Liste. Wobei mir noch einfällt: Die Piraten in NRW könnten auch noch ein oder zwei Stimmen benötigen!

Autor: Sven

[edit] via: morgenpost

“Im Ausschussdienst des Bundestages werden zurzeit Überstunden macht, gesteht der Referent für Öffentlichkeitsarbeit ein. Je ein Mitarbeiter versuchte, rund um die Uhr die Diskussionsbeiträge zu moderieren. Die Moderatoren mussten sich selbst eine Menge Kritik anhören: Dafür, dass sie keine weiteren Threads mehr zulassen, sondern die Anzahl auf vier bis fünf reduziert haben, um die Diskussion auch inhaltlich zu bündeln. Dafür, dass sie keine Verlinkung fremder Artikel zulassen. „Das können wir nicht. Stellen Sie sich vor, da würde jemand von bundestag.de auf Seiten mit kinderpornografischen Inhalt verlinken.“ Und es gab dafür Kritik, dass der Server einigen Teilnehmern zu langsam ist: „Es läuft ein bisschen langsam, aber wir halten dem stand“, so der Referent. Eine Ladezeit von 30 Sekunden halte er für vertretbar.”

[edit] [edit] Der Drache spukt Feuer! Zitat Zensursula:

“Wir wissen, dass bei den vielen Kunden, die es gibt, rund 80 Prozent die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigentlich sich selber fragen, wen kenne ich, der Sperren im Internet aktiv umgehen kann. Die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle. Die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte Internetnutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerwärtigen Geschäft

(Hervorhebungen in Fett durch die Redaktion)

X-Men Origins: Wolverine

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 07.05.2009 von André

x-men_wolverineKein vierter X-MEN Film, sondern der Start einer neuen Spin Off Reihe. X-MEN ORIGINS soll über die Herkunft und Werdegänge der bekannten Supermutanten aufklären, den Anfang macht X-MEN Badass: WOLVERINE.

Es macht durchaus Sinn, sich bei so vielen Charakteren des X-MEN Universums, einmal von der Hauptsaga loszureißen und den Fokus auf einzelne, liebgewonnene Figuren zu konzentrieren. Wolverine war ohnehin, auf Grund seiner Beliebtheit beim Publikum, des Öfteren bereits im Zentrum der vorangegangenen X-MEN Filme. Nachdem Regisseur Bryan Singer diese, nach der gelungenen Fortsetzung „X2“, verlies, konnte der dritte Teil „X-MEN: THE LAST STAND“ schon deutlich weniger begeistern und so war es nur konsequent, die eigentliche Haupthandlung ruhen zu lassen und sich stattdessen einem neuen Thema zu widmen.

Und anfänglich kann „X-MEN ORIGINS: WOLVERINE“ auch durch rasantes Tempo und ungezwungenes Entertainment überzeugen. Auffällig ist, dass sich dieser Film einer deutlich härteren, maskulinen Sprache bedient und noch actionlastiger daherkommt als sein Vorgänger. Dafür fehlt es diesem Testosteronbolzen aber ordentlich an Substanz, was eigentlich nur so negativ auffällt, weil die übrigen X-MEN Filme so viel Wert auf Charakterentwicklung, Motivation und nachvollziehbare Handlung legten. „WOLVERINE“ verzichtet nahezu komplett auf diese Eigenschaften und erreicht darum nie eine höhere Qualität, als ein gewöhnlicher Actionkracher, die besonders in den 80ern so populär waren.

Für das X-MEN Universum ist dies aber keine Bereicherung, im Gegenteil. „WOLVERINE“ bedient längst abgewetzte Actionklischees und pseudo Melodram, welches auch noch langweilig und vorhersehbar inszeniert ist. Außer dem Hauptdarsteller, gibt es keine Konstante im Film; die übrigen Mutanten sind zu Gimiks verkommen, seelenlose Abziehbildchen die immer dann auftauchen, wenn sie grade für eine Actionszene benötigt werden und anschließend wieder in der Versenkung verschwinden. Die Motivation mit der sich Wolverine durch den Film prügelt, wirkt altbacken und aufgesetzt; neben dem Verlust seiner Liebsten und der Flucht vor dem ewigen Töten, wurde ein geradezu biblischer Bruderkonflikt addiert, der dann aber nicht mal wie Erwarten zum großen Finale lädt, sondern sich in selbigem völlig verliert. Große Schlüsselszenen wie die Verwandlung von Wolverine, werden viel zu schnell und spannungslos abgehandelt, die Dramaturgie des Films wirkt im Gegensatz zu seiner harten Gewaltdarstellung, völlig inkonsequent und weis nicht mal ansatzweise zu fesseln. Das größte Problem hierbei ist wohl, dass man weis was kommt; Wolverine wird für das Waffenprojekt des diabolischen General Striker missbraucht, wird diesen aber erst in „X2“ zur Rechenschaft ziehen, Er verliert sein Gedächtnis, Sein Bruder Sabertooth verschwindet, Die von Striker gefangen gehaltenen Mutanten werden befreit… Nichts geschieht unvorhergesehen.

Umso wichtiger also, dass Fundament der Charaktere, aber dies schien den Machern bereits ausreichend in den vergangenen Filmen beleuchtet zu sein, so bleibt „X-MEN ORIGINS: WOLVERINE“ eine vorhersehbare Actionparade ohne Überraschungen und selbst auf diesem Gebiet setzt der Streifen keine neuen Maßstäbe. Die Qualität der Action bewegt sich irgendwo im Mittelmaß und schafft es nie, die bombastischen Effekte von „X2“ und „X-MEN: THE LAST STAND“ zu toppen. Erstaunlich auch, wie die Qualität im Film selbst auf und abnimmt; so wirken Szenen, wie die Motoradverfolgungsjagt stimmiger und aufwändiger inszeniert, als das enttäuschende Finale.

Zum Schluss noch ein paar Anmerkungen:

1. „Der Auftritt von Gambit ist ja wohl ein Witz, da warten Fans bereits seit „X2“ auf einen der beliebtesten X-MEN Charaktere überhaupt und dann bekommt dieser gefühlte 5.Sek. Screentime in einem bedeutungslosen Spin Off, selten wurde eine Figur so verschenkt.“

2. „Ich will nie wieder Patrick Steward, mit digital auf jung getrimmten Gesicht, sehen. Das sah im dritten X-MEN Film schon scheiße aus und daran hat sich auch nichts geändert.“

3. „Keine verharmlosende Gewaltdarstellungen. Wo ist das Blut? Wolverine meuchelt, schlitzt und enthauptet, aber seine Klingen bleiben unbesudelt. Lächerlich.“

4. „Innere Logikfehler noch und nöcher. Auch bei einer Comicverfilmung, sollte man auf ein geschlossen, funktionales und in sich glaubwürdiges Universum achten.

Der einzige Grund, warum „X-MEN ORIGINS: WOLVERINE“ trotz alledem Spaß machen könnte, ist Hugh Jackman. Er beweist, dass er einen actionbetonten Film auch im Alleingang tragen kann. Jackman ist rau, frech, ironisch, charismatisch und top trainiert, er hat alles, was ein guter Actionheld braucht und für seine herzensrolle Wolverine gibt er, auch in diesem, nicht süchtig machenden X-MEN Ableger, einfach alles was er geben kann.

Autor: André

Kollektives Kino

Abgelegt unter: Allgemein am 04.05.2009 von Sven


Elektrischer Reporter – Kollektives Kino: Und alle drehen mit

Filmemachen ist Diktatur – der Regisseur hat immer das letzte Wort. Wirklich? Was würde wohl passieren, wenn man das Publikum in die Produktion einbeziehen würde? Den sonst zur Passivität verdammten Kinogänger über das Internet auffordern würde, seine eigenen Ideen einzubringen?

Matt Hanson und Timo Vuorensola, zwei Regisseure aus Großbritannien und Finnland, wollen genau das mit ihren Projekten “A Swarm of Angles” und “Wreck a Movie” herausfinden. Unterliegt das kollektive Filmemachen den gleichen Gesetzmäßigkeiten wie die freie, von den Nutzer selbst geschriebene Online-Enzyklopädie Wikipedia? Wie muss man die Produktion unter Einbeziehung einer Online-Community organisieren, damit ein vorzeigbares Ergebnis herauskommt? Diesen Fragen geht der Elektrische Reporter nach.

(Der Elektrische Reporter)

Autor: Sven

KINO im Mai

Abgelegt unter: Kinostarts am 03.05.2009 von André

So, nachdem ihr das Fass Bier geext, den Funky-Chicken getanzt, den Maibaum bekotzt und die Uschi geschwängert habt, wird es Zeit sich den – ACHTUNG WORTSPIEL – Mailights im Kino zu widmen. Diesen Monat hauen die Hollywoodgiganten gleich zwei ihrer dick produzierten Konsumfilme in die Kinopaläste, aber es gibt auch Alternatives aus der IndieSpate und nach vier Jahren mal wieder was von Jamusch…

startrek_preSTAR TREK“ (ab 7.Mai)

Zehn Kinofilme und ungezählte TV-Episoden wurde der STAR TREK Kult bereits abgefeiert. Nun fährt Regisseur J.J. Abrams wieder alles auf Anfang und wagt die Reinkanation der legendären Helden James T. Kirk und Mr. Spock. Erzählt werden die jungen Jahre des Caiptain Kirk, seine Ausbildung und sein erstes Weltraumabenteuer mit der nicht minder legendären, ersten Enterprise-Crew.

Ist dies nun der Supergau für alle Trekkies, oder ein konsequenter Neuanfang einer populären STAR TREK Kinoreihe? Die Antwort gibt’s im Kino.

illuminati_preILLUMINATI“ (ab 13.Mai)

Dan Browns Bestseller „Da Vinci Code – Sakrileg“ ließ Gläubige aufschreien, Massen diskutieren und die katolische Kirche lautstark wettern. Ein Buch vom Teufel, aufwändig und mit Starbesetzung verfilmt von Regisseur Ron Howard. Dieser widmet sich nun auch der Verfilmung der Fortsetzung „Illuminati – Angels & Demons“, erneut mit Sympathisant Tom Hanks in der Rolle des Professor Langdon.

Das all die Aufregungen und Diskussionen zu diesem Thema, nichts als heiße Luft sind, lehrte uns bereits der DA VINCI CODE. Dieser war ein spannender und intelligent verknüpfter Verschwörungsthriller, der zu unterhalten, aber nicht zu verblüffen wusste. Nicht mehr aber auch nicht weniger, sollte man also von der Fortsetzung ILLUMINATI erwarten dürfen. Wem das zuvor gefiel, der wird auch jetzt auf seine Kosten kommen.

sunshinecleaning_preSUNSHINE CLEANING“ (ab 21.Mai)

Nach ihren verzaubernden Auftritt in VERWÜNSCHT, endlich mal wieder eine Hauptrolle für Amy Adams. SUNSHINE CLEANING erzählt die tragisch-komische Geschichte zweier Schwestern, die aus Geldnot ein Reinigungsunternehmen eröffnen, dass sich auf Tatortsäuberungen und das Ausmisten der Wohnungen von Verstorbenen, spezialisiert.

Tendenziell weniger skurril als LITTLE MISS SUNSHINE, eher tragisch im Sinne von DIE GESCHWISTER SAVAGE bietet diese kleine Indie-Dramödie ideallen Nährboden für alle, die sich dem Blockbusterwahnsinn der laufenden Monate entziehen wollen. U.a. mit Emily Blunt und Oscarpreisträger Alan Arkin.

limitsofcontrol_preTHE LIMITS OF CONTROL“ (ab 28.Mai)

Vier Jahre nach BROKEN FLOWERS meldet sich Regisseur Jim Jarmusch mit einer mysteriösen Killergeschichte zurück. Der Inhalt ist weitestgehend unbekannt, nur so viel: Ein namenloser Killer begibt sich nach Spanien, um dort eine geheime Mission zu erfüllen. Es geht um Rache.

NIGHT ON EARTH, GHOST DOG, BROKEN FLOWERS und natürlich COFFEE & CIGARETTES, Jarmusch empfielt sich mit einer langen Liste cooler Filme und schürt natürlich gewisse Erwartungen an sein neustes Werk THE LIMITS OF CONTROL. Der Trailer folgt unverkennbar dem Tenor der vorherigen Filme, in denen auch Musik stets eine zentrale Rolle spielt. Mitwirkende sind Isaach De Bankolé, Tilda Swinton, John Hurt, Gael Garcia Bernal und – natürlich – Bill Murray. Keine Frage, Pflichtprogramm.

Autor: André

American Psycho in Real Life!

Abgelegt unter: Strandgut, WTF? am 02.05.2009 von Sven

Creeps you out! Guaranteed!

Look at that subtle off-white coloring.
The tasteful thickness of it.

Oh, my God. It even has a watermark.

Autor:  Sven