Rundumschlag der Kurzreviews

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 23.04.2009 von André

Vorbei die Osterferien, es wird Zeit wieder zu arbeiten und bevor ich mich dem Blockbuster-Kino-Sommer unterwerfe und mir Highlights wie: „WOLVERINE“, „ILLUMINATI“, „STAR TREK“, TERMINATOR 4“, „TRANSFORMERS 2“ und natürlich „HARRY POTTER“ gebe… wollte ich nochmal kurz was zu den März/April Filmen loswerden:

gran-torino„GRAN TORINO“

…Hat für mich als Drama überhaupt nicht funktioniert. Die Charaktere kamen aus der Schublade, die Dramaturgie wirkte aufgesetzt und die Story vom grantigen Grandpa, der durch die vorwitzige Jugend wieder zu lieben lernt, ist auch nicht wirklich neu…ABER. Volle Punktzahl für Clint Eastwood und seine humorig, ironische und kompromisslose Performance, die mich oft herzhaft, böse schmunzeln ließ und über weite Strecken größere Mängel des Films vergessen machte.

GRAN TORINO ist ein kleines, mittelprächtiges Drama, wird aber nie langweilig und unterhält ungemein gut, da der Film nicht die bierernste Schiene fährt und sich des Öfteren durch humorige Einwürfe und viel Selbstironie aufzulockern weis.

slumdog-millionaire„SLUMDOG MILLIONÄR“

…Hätte mir garantiert viel besser gefallen, wenn der Film nicht durch diverse Auszeichnungen und 8 Oscarprämierungen so vorgehypt worden wäre. SLUMDOG MILLIONÄR ist ein modernes Märchen mit stark exotischem Touch… mir gefiel die moderne ungezwungene Inszenierung und dass sich der Film, trotz knallbunter Farben, vielen Bollywoodeinflüssen und kitschiger Lovestory, nicht zu schade war auch ein paar verstörende Bilder, von menschenunwürdigen Lebensverhältnissen, der größtenteils armen indischen Bevölkerung zu zeigen. Dadurch ergab sich ein hoch interessanter Kontrast, den die durchgestylten und verblümten Bollywoodopern immer zu verschleiern gedenken.

Mit Sicherheit nicht die ganzen Lorbeeren wert, die er eingeheimst hat, aber SLUMDOG MILLIONÄR weis durch seine exotischen Schauplätze, unverbrauchte Darsteller, moderne Inszenierung und einen erstklassigen Soundtrack durchaus zu überzeugen sowie ein schlüssiges Gesamtkonzept auf die Leinwand zu bannen.

john-rabe„JOHN RABE“

…Ein integerer Mann, der sich, in Zeiten von Faschismus und Kriegsgewitter, seine Menschlichkeit bewahrte und Verantwortung für über 200.000 chinesische Flüchtlinge übernahm. Die Geschichte von John Rabe ist größtenteils völlig unbekannt, dabei waren seine Taten mindestens genau so groß und selbstlos, wie die von Oskar Schindler.

Regieneuling Florian Gallenberger gibt Rabe nun die Lobby, die er verdient und widmet ihm den längst überfälligen Kinofilm, nach dessen originalen Tagebüchern. Dabei herausgekommen ist ein bewegendes, schockierendes und persönliches Drama, dass natürlich nicht an Spielbergs Meisterwerk heranreicht, den Menschen, John Rabe, aber mit Ulrich Tukur in der Hauptrolle sehr lebendig und eindringlich portraitiert und dessen Mut zur Menschlichkeit, gebührend feiert… JOHN RABE, ein wichtiger und sehenswerter Film.

rachels-hochzeit„RACHELS HOCHZEIT“

…Nein, nein, keine Frühjahrskomödie, kein Feel-Good-Movie. RACHELS HOCHZEIT ist ein durchgeknalltes Familienportrait mit tief tragischem Fundament und multikulturellen Einwürfen, damit es nicht zu langweilig wird. Erzählt wird das titelgebende Ereignis, zudem sich ein Haufen skurriler Charaktere in Familie Buchmans traumhaft, ländlichem Anwesen einfinden. Mit dabei auch Rachels rebellische Schwester Kym, die es ausgezeichnet versteht, die fröhliche Stimmung, der ausgelassenen multi-kulti Hochzeitgesellschaft, zu sprengen und alte Familienwunden wieder aufplatzen zu lassen.

RACHELS HOCHZEIT ist ein zuweilen bissiges und abgedrehtes Familiendrama, ganz unkonventionell und beinahe improvisatorisch im Dokustyle erzählt… die wacklige Kamera und teils quälend, lange, banale Szenen erzeugen den Effekt, man sei selbst Gast dieser unkonventionellen Hochzeitsgesellschaft. Obwohl die Konflikte einfach und konstruiert wirken und viele Charaktere, zu unterhaltungszwecken, offenkundig überzogen agieren, stellte sich bei mir das Gefühl ein, ich sei selbst Teil dieser, streckenweise bizarren, Veranstaltung. Die Darsteller, samt Starbesetzung Anne Hathaway, wirken überzeugend, die Inszenierung ungewohnt und Highlight ist das, gegen den Strich aller Konvention erdachte Hochzeitsevent… eine interessante und merkwürdige Mischung.

Autor: André

Gizmo’s Getting High!

Abgelegt unter: Strandgut, WTF? am 21.04.2009 von Sven


Mogwai Gizmo Ganya 1984 from udomatronics py on Vimeo.

via: nerdcore
Autor: Sven

Linksammlung vom 19.04.2009

Abgelegt unter: Linksammlungen am 19.04.2009 von Sven

-Movies!————————————————————————————————-

einestages/SPoNHalbnackt im Weltall: 40 Jahre Barbarella

barbarella

Blaue Hasen, Exzess-Maschinen und ein Strip in der Schwerelosigkeit: Das Weltraumabenteuer “Barbarella” ist eines der schrillsten Dokumente der 68er-Generation – und beeinflusste die Popkultur wie kaum ein zweiter Film. Nur die Hauptdarstellerin kann mit dem sexy Space-Trip bis heute nichts anfangen.

(einestages/SPoN)

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If Charlie Parker Was a Gunslinger – The Hitchcock/Truffaut Tapes

“Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?” ist der deutsche Titel des 1966 im französischen Original veröffentlichten Buchs “Le Cinéma selon Hitchcock” (wörtlich: Das Kino nach Hitchcock) des Filmkritikers und Regisseurs François Truffaut. Es gibt ein rund 50-stündiges Interview wieder, das Truffaut mit dem Filmregisseur Alfred Hitchcock im August 1962 geführt hat. Es gilt bis heute als eines der Hauptwerke der Filmliteratur.

(Wikipedia)

From now until I run out, “If Charlie Parker Was a Gunslinger” will be bringing our visitors the interview recordings [...] (between) Hitchcock/Truffaut. The voices you will hear are those of Alfred Hitchcock, the director of “Waltzes from Vienna”, “Easy Virtue” and “Juno and the Paycock”; François Truffaut, ex-film critic, pioneering cinephile hustler and co-director of “Tire-au-flanc 62″ and “Une histoire d’eau”; and Helen Scott, interpreter and Truffaut groupie extraordinaire.

(If Charlie Parker Was a Gunslinger, There’d Be a Whole Lot of Dead Copycats)

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Cakehead Loves EvilSteve Martin’s Buisness Card

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via: nerdcore

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Aleksey Galushkov – The Bride of Frankenstein

Abgelegt unter: Filme, Strandgut am 18.04.2009 von Sven

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Der Ukrainer Aleksey Galushkov photographiert seine, fast ausschließlich weiblichen Models, durchgängig in retroesken Kostümen und Posen, angefangen von der viktoranischen Epoche bis hinein in die Zeit der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

Diesmal wandte er sich dem Motiv des Universal Pictures Horror Classic von 1935 “The Bride of Frankenstein” von James Whale zu, welcher auch in meiner mittlerweile mal wieder aktualisierten “Ultimate Movie List” auftaucht und der wirklich als sehr sehenswert von mir empfunden wurde und gar nicht mal zu unrecht als einer der besten Horrorfilme ever unter den Fans gilt!

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Die Fotos von Galushkov, sowohl die der “Bride of Frankenstein”-Serie als auch viele andere aus seinem Portfolio, sind wirklich allererste Sahne, allerdings auch teilweise NSFW!

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Die hier speziell hervorgehobene Serie ist dort komplett einsehbar, viele andere wunderbare Shots von ihm gibt es auf seiner Website!

In der Kategorie New gibt es noch ein paar sexy Bilder von Morticia aus der “Adams Family” sowie unter der “Out of Time“-Rubrik, etwas weiter hinten, noch welche von Mia Wallace aus “Pulp Fiction“, gleich hinter der Dame die wie das Julia Roberts-Double aus “Ocean’s Twelve” daherkommt! Sprich: Wie Julia Roberts.

Ganz großes Kino und herrlich Retro!

Autor: Sven

The Crazy Never Die

Abgelegt unter: Allgemein, Kinostarts am 18.04.2009 von Sven

Zur Einstimmung auf die noch bevorstehenden Ereignisse, über welche uns mein Co-Autor erst vor wenigen Tagen noch kürzlich erneut informierte, habe ich diese Doku der Mitchell Brüder über Hunter S. Thompson’s gleichnamige Campus-Tour von 1988 und diesen Link with a few “Thompson Motivational Posters” aus dem Internet ausgegraben.

Part II und III gibt es nach dem Klick! Die Dokumentation ist auch, mit allerdings etwas schlechterer Qualität, über Google.Video einsehbar.

Part I

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*Prust*

Abgelegt unter: Allgemein am 16.04.2009 von Sven

Hinter dem markigen Auftreten selbsternannter Führer steckt allemal ein mit der Über-Komplexität der Welt nicht zurande kommendes Knäblein, das sich hinter liebgewonnener Symbolik verstecken muss und in Anschauung derselben schon Stärke für sich abgeleitet sieht. Das Stumpfsinnige, das Brutale, das Grobe offenbart sich schließlich in trauten Familiensituationen, in denen der jüngste Sproß der braven Nazi-Familie, unter deren Jubel und dabei doch eigentlich nur ungelenk, die in TV-Sendungen gelernten kicks und Schläge vorführt, mit denen er es später mal “Niggern” zu zeigen gedenkt

(filmtagebuch)

Autor: Sven
via: filmtagebuch

[edit]

Am 07. Oktober zeigt der Privatsender Tele 5 um 23.50 den Gewaltfilm Funny Games, eine ganz persönliche Michael Haneke Idiosynkrasie Revue. Den Film sollte man sicher mal gesehen haben, aber in seinen seltsam wirren Grund- annahmen vom Menschen und seiner Reflexionsbefähigung bitte nicht ernstnehmen. Der Grund, warum ich dennoch auf den Termin verweise, ist meine Annahme, dass Hanekes ideologisch ohnehin recht bizarrer Film aufgrund der Sendeumgebung nun von allerlei nicht minder bizarren Sexhotline-Reklametafeln unterbrochen werden wird. Und dies nun immerhin stelle ich mir – so als Gesambild, das sich da ergibt – auf sehr seltsame Weise amüsant vor.

(filmtagebuch)

John Waters’ No Smoking Spot

Abgelegt unter: Strandgut am 15.04.2009 von Sven

Autor: Sven

“The Rum Diary” kommt in die Gänge

Abgelegt unter: Filme am 05.04.2009 von André

rumdiary-cover

Lange wahren es nur Gerüchte, dann wurde die Produktion immer wieder aufgeschoben, nun haben diese Woche offiziell die Dreharbeiten zu Hunter S. ThompsonsTHE RUM DIARY“ in Puerto Rico begonnen.

Der Roman wurde von Thompson 1959 geschrieben und gilt als sein erstes Werk, war jedoch lange Zeit verschollen und wurde darum erst 1999 publiziert. Nach dem Freitod des amerikanischen Kultautors und Erfinder des Gonzo-Journalismus im Feb. 2005, hatte sich besonders Johnny Depp – ein guter Freund von Thompson – für die Verfilmung des Romans stark gemacht.

Depp, der bereits die Hauptrolle in der Verfilmung von Thompsons bekanntestem Roman „FEAR AND LOATHING IN LAS VEGAS“ spielte, übernimmt auch in „THE RUM DIARY“ die Rolle des Protagonisten Paul Kemp – ähnlich wie Raoul Duke ein Alter Ego von Thompson – dieser übernimmt für einige Monate einen Schreibjob bei einem heruntergekommenen Blatt, mitten im sonnigen und verschwitzten San Juan, Puerto Rico. Seine Rolle als Reporter nimmt Paul dabei aber nicht allzu ernst, sondern vergnügt sich lieber am Strand mit Freunden oder gibt sich Saufgelagen in der örtlichen Stammkneipe hin…

Anders als der durchgeknallte Drogentrip FEAR AND LOATHING… lebt der Roman von seinen coolen Protagonisten und dem relaxten Urlaubsflair. Neben Johnny Depp werden außerdem Aaron Eckard, Amber Heard, Giovanni Ribisi und Richard Jenkins zu sehen sein, Regie übernimmt Bruce Robinson. „THE RUM DIARY“ soll nächstes Jahr in die Kinos kommen.

Autor: André

KINO im April

Abgelegt unter: Kinostarts am 02.04.2009 von André

Vor dem Blockbusterwahnsinn kommt traditionell die Durststrecke zum Frühlingsanfang. Hand aufs Herz, im April gibt es eigentlich nur zwei wirklich empfehlenswerte Filme im Kino zu sehen und einen ganzen Haufen Mittelmaß, von dem ich hier nur das Potenziellste auflisten möchte. Natürlich auch wieder dabei, die Klopper, die man sich, um Hirnriss zu vermeiden, lieber schenken sollte…

johnrabe_preJOHN RABE“ (ab 2. April)
Der Schindler Chinas wird er auch genannt, denn der deutsche Geschäftsmann sicherte 1937, im von Japan heftigst attakierten China, über 250.000 Menschen das Überleben, indem er seine Firma zur Schutzzone erklärte…

Das Drama wurde von Kurzfilm-Oscargewinner Florian Gallenberger nach den original Tagebüchern des John Rabe inszeniert. In der Hauptrolle Ulrich Tukur u.a. mit Daniel Brühl und Steve Buscemi… Vielleicht schon der nächste deutsche Beitrag für die Auslands-Oscarnominierung.

rachelmarried_preRACHELS HOCHZEIT“ (ab 2. April)
Ein ganzes Wochenende möchte die Großfamilie Rachels Hochzeit zelebrieren, das perfekt geplante Ereignis soll unvergesslich und wunderschön werden. Doch dann steht plötzlich Rachels Schwester Kym, das schwarze Schaf der Familie, auf der Matte und wühlt den Familienfrieden ordentlich auf…

Klingt wie eine typische heiter-tragische Familienkomödie, ist es auch, aber „RACHELS HOCHZEIT“ hat unter der oberflächlichen Fassade, viel Gefühl und Tiefgang für seine Charaktere. Für Anne Hathaway, in der Rolle der Kym, gab’s dafür sogar eine Oscarnominierung.

weiterhin eigeschrängt zu empfehlen:
MONSTERS VS. ALIENS“ (ab 2.Apr) …kurzweiliger Animationsspaß mit vielen Anspielungen auf das SciFi/Horror Genre.
CRANK 2: HIGH VOLTAGE“ (ab 16.Apr) …abgedrehter Actiontrash mit Jason Statham, Hirn aus und Vollgas!!!
RADIO ROCK REVOLUTION“ (ab 16.Apr) …brittische Stars in guter Laune Retro-Musik-Komödie.
THE FORBIDDEN KINGDOM“ (ab 16.Apr) …Martial Arts Fantasy mit den Megastars Jet Li und Jackie Chan.
TRAUZEUGE GESUCHT!“ (ab 23.Apr) …ein Lobgesang auf die Männerfreundschaft, nicht vom Titel irritieren lassen.
X-MEN ORIGINS: WOLVERINE“ (ab 29.Apr) …das wollten wir immer haben, ein Film nur über Wolverine, Action On!!!

ausdrücklich gewarnt wird vor:
„FAST & FURIOUS“ …neue Wiederholung mit Originalscheiße.
„KOWING“ …that this movie ain’t any good.
„DIE LUDOLFS – DER FILM“ …armes Deutschland.

Autor: André