Felix Wiedemann – Showreel

Abgelegt unter: Allgemein am 30.03.2009 von Sven

felix-wiedemann

Über dieses wirklich beeindruckende Showreel von Kameramann Felix Wiedemann bin ich gerade mehr oder weniger durch Zufall gestolpert, als ich mich mal wieder nach etlicher Zeit im Filmerforum habe blicken lassen. Felix ist Absolvent der englischen “National Fim & Television School” (NFTS) in Beaconsfield, nahe London, die mir bisher ebenso unbekannt war wie Felix selbst.

Auf seiner kleinen Seite www.felixwiedemann.com findet man neben der Showreel und einer kleine Bio- bzw. Filmographie, auch einige kurze Montagen zu bisherigen Projekten, welche auch ganz gekonnt, versuchen möglichst die Stimmungen der einzelnen Kurzfilme wiederzugeben.

Felix Wiedemann drehte seinen ersten Kurzfilm “unbezahlbar” während seines Medieninformatik Studiums im Jahr 2005. Der Film wurde auf zahlreichen Festivals gezeigt und verschaffte ihm als Bewerbungsfilm einen Studienplatz im Kamerastudiengang der renommierten National Film & Television School in London.
Seine Dozenten und Mentoren an der Filmhochschule waren die Kameramänner Brian Tufano BSC (Trainspotting, Billy Elliot) und Stuart Harris.

Im Herbst 2007 gewann Felix den “Book-to-Film Awards” Wettbewerb mit seinem Treatment für einen Werbefilm-Trailer für den Bestseller Roman “The Outcast” (dt. “Der Aussenseiter” von Sadie Jones). Felix führte Regie und war Kameramann bei diesem Projekt, das er auf 35mm drehte.
Felix drehte den Werbefilm “Turnaround”(Barnados), der beim Kodak Commercial Wettbewerb 2009 drei Preise gewann, unter anderem auch den 2nd “Best In Brief” Award.

Vor kurzem hat Felix seinen Abschluss and der National Film & TV School gemacht. Er dreht Filme und Werbung. Bei zweien seiner Kurzfilme und bei zwei Werbefilmen hat er die Doppelrolle Regiesseur und Kameramann übernommen. Felix arbeitet in Deutschland und England.

(www.felixwiedemann.com)

Autor: Sven

Tim Burton’s “Alice in Wonderland”

Abgelegt unter: Filme am 28.03.2009 von André

Keine neue Meldung, aber dennoch erwähnenswert. Nach der düsteren Musical-Operette „Sweeney Todd“ übernimmt Tim Burton die Regie für die, 2010 geplante, Realverfilmung von „Alice in Wonderland“.

Bereits zum 27. Mal wird der Kinderbuchklassiker (1865) vom englischen Schriftsteller Lewis Caroll, damit adaptiert – viele Male davon als Trick- und Fernsehfilm – die bis dato bekannteste Adaption ist dabei natürlich der Disney Trickfilmklassiker von 1951.

Ehrlich gesagt denke ich, gibt es keinen besseren Mann für diesen Job als Tim Burton – vielleicht noch Guillermo Del Toro, doch der ist bis 2011 mit dem „Hobbit“ beschäftigt – ,bereits jetzt hat Burton wieder all seine Lieblinge um sich gescharrt, allen voran Johnny Depp, der die Rolle des Verrückten Hutmachers übernimmt (Foto: früher MakeUp/Kostüm Test), aber auch Burtons Frau, Helena Bonham Carter, Alan Rickman, Christopher Lee sowie Anne Hathaway, Michael Sheen und George McFly – pardon – Crispin Glover, sind nur die bekanntesten Name des beeindruckenden Cast und es würde mich nicht groß wunder, wenn sich mal wieder Danny Elfman für den Score verantwortlich zeigen wird. Die Rolle der kleinen Alice übernimmt übrigens die relativ unbekannte Australierin Mia Wasikowska.

Anyway…das wird groß und vermutlich auch ordentlich skurril, Burton hat bereits in einem Interview erwähnt, dass es abgedreht konzipiert ist …es ist eine Art Mixtur aus verzerrter Realität und Animation. Ich kann es nirgends zuordnen, weil ich gar nicht sicher bin, was es ist. Es ist sozusagen völlig neu für mich… nah dann bleib ich mal gespannt.

Autor: André

Trailer Rundumschlag #2

Abgelegt unter: Filme, Strandgut am 28.03.2009 von Sven

Ang Lee’s neuester Streifen mit dem Titel “Taking Woodstock” handelt um einen der damaligen Veranstalter des legendären und gleichnamigen Festivals von 1969. Als Vorlage dienten hierzu die Memoiren des Elliot Tiber mit dem Titel “Taking Woodstock: A True Story of a Riot, a Concert, and a Life”. Der Film wird vermutlich am 03.09.2009 zu uns in die Kinos kommen. Punkten konnte der Trailer bei mir schon allein durch das Hitchcock’eske PreOpening. Aber auch ohne dies, erwarte ich einen durchaus unterhaltsamen Querschnitt der amerikanischen Hippiedekade!

Zumindest für viele weibliche Zuschauerinnen da draussen, wird wohl das folgendes Fellbonbon aus dem Hause Spike Jonze das Highlight, hoffentlich noch diesen Jahres sein. Auf dem in Deutschland eher unbekannteren Kinderbuch “Where The Wild Things Are” von Maurice Sendak, baut nämlich die, im Oktober zumindest schonmal in die US-Kinos kommende Adaption auf, und handelt somit von der Reise des kleinen Max’s ins Land der plüschigen “Wild Things”.

Das Creaturedesign der behörnten Pelzknäule, weiß sogar mich, trotz des häufigen aber vermutlich auch größtenteils, zumindest bei der äußerst feinen Mimik der Kreaturen, unvermeidbaren CGI-Einsatzes, irgendwie zu überzeugen. Und wie Jonze es geschafft hat, aus einer knapp 10 Minütigen Kinder-Kurzgeschichte einen abendfüllenden Spielfilm zu zaubern, werde ich mir allein schon deswegen nicht entgehen lassen, auch wenn für Deutschland bisher noch kein Starttermin feststeht.

Und zum Schluss wird es zwar nochmal genau so plüschig und computergeneriert aber dafür auch ziemlich bizarr, trashig und stellenweise sogar etwas blutig. Die Rede ist nicht etwa von den “Happy Tree Friends” sondern von der kurios skurrilen, zwölfteiligen japanischen Serie “CatShitOne” in der Hasen gegen Kamele kämpfen.

Und zwar in Special Op’s Tarnanzügen, mit Raketenwerfern und vollautomatischen Sturmgewehren! Kazuya Sasahara, seines Zeichens Regiesseur von vermutlich erstklassigen Stoffen wie “Bikini Samurai Squad“, befindet sich gerade auf Investorensuche um auch die restlichen Episoden vollendet zu bekommen. Ob er damit Erfolg haben wird ist noch ungewiss, jedoch ist ihm bereits jetzt ein gewisser Status nicht mehr abrufbar. Denn wer es tatsächlich schafft auf die wahnwitzige Idee zu kommen, das Grundkonzept der bereits gennanten “Happy Tree Friends” in so fern zu erweitern, als das er den Schauplatz in ein Irakkrieg ähnliches Szenario hieft, der verdient sich wirklich den Orden der Pietätslosigkeit und Trashigkeit obersten Ranges!

Autor: Sven

“Keinohrhasen” Reloaded

Abgelegt unter: Filme am 27.03.2009 von André

Nachdem Ritterflop kommt die Fortsetzung. Herr Schweiger steht unter Erfolgsdruck und da kommt es ihm doch gelegen, dass seine zuckersüße Mainstreamromanze “Keinohrhasen” von 6.3 Millionen deutschen Zuschauern gesehen wurde.

Argument genug für eine Fortsetzung, an der Til Schweiger bereits fleißig arbeitet, den der Film soll noch dieses Jahr im Dezember starten, Titel: “Zweiohrküken…naja. Positiv, Nora Tschirner ist auch wieder dabei und auch Matthias Schweighöfer macht noch mal mit, wie sicherlich noch viele andere Buddys von Schweiger, das Publikum wird’s fressen, dann mal abwarten.

Autor: André

Kinostart “Sunshine Cleaning” verschoben

Abgelegt unter: Filme am 27.03.2009 von André

DAME IT!!! da freut man sich auf eine wunderbare Indy-Tragik-Komödie und dann verschieben die Penner das Ding um nen Monat nach hinten.

 

SUNSHINE CLEANING mit der niedlichen Amy Adams sollte eigentlich am 16. April starten, kommt aber jetzt erst am 21. Mai in die deutschen Kinos. Versteh ich persönlich nicht wirklich, denn im April läuft ohnehin kaum Gutes im Kino, aber der Film bietet im Mai sicherlich eine schöne Alternative zu WOLVERINE, ILLUMINATI, TERMINATOR und STAR TREK…hab ich schon gesagt das ich Amy Adams wirklich niedlich finde, hier noch der Trailer…

P.S: Jetzt kommt mir doch noch die Idee, dass man vielleicht die Konkurrenz zu RACHELS HOCHZEIT vermeiden wollte mmmmh.

 

Autor: André

Neue HP6 Poster + Trailer

Abgelegt unter: Filme am 27.03.2009 von André

Ja da freu ich mich doch jetzt mal tierisch über die einfallslosen und dennoch irgendwie coolen Charakterposter zu HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ, die grade frisch veröffentlicht wurden. Besonders imponieren mir die Herren: Dumbledore, Snape und Malfoy.

Der Film ist nach WATCHMEN so ziemlich der letzte Mainstreamstreifen, in diesem Jahr, dem ich noch wirklich, so richtig mit Begeisterung, entgegen fiebere und aus diesem Grund häng ich auch noch den aktuellen Trailer unten dran…

Autor: André

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Nochmal zum “Vorleser”

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 27.03.2009 von André

Tja, wie es das Schicksal wollte, fand ich mich doch kürzlich tatsächlich erneut im Kino wieder um mir, trotz ungeliebten ersten Eindrucks, zum zweiten Mal den “Vorleser” anzusehen.

Auch nach wiederholter Sichtung hat mir der Film nicht wirklich besser gefallen. Der mittlere Part, indem die intime, leise Stimmung des ersten Drittels, krude durch die ganze Holocaust-Theatralik verwurstet wird, zerschmetterte erneut bei mir jegliches Interesse am weiteren Verlauf der Geschichte, folglich konnte auch die letzte Episode, von Hannas Gefangenschaft und Michaels seelischem Zerfall, keine Punkte mehr bei mir sammeln, im Gegenteil. Das letzte Drittel empfand ich als viel zu langatmig und tragisch aufgesetzt, einzige Ausnahme bildet die Passage, in der Michael Hanna die besprochenen Kassetten schickt, was für mich, das einzige emotionale Highlight des ansonsten schwer ermüdenden Films darstellt.

Trotzdem gibt es einen halben Affen mehr, für die wirklich schöne leise, unaufdringliche Einleitung des Films, in der die Sommeraffäre zwischen Michael und Hanna beschrieben wird, und die mich liebevoll, an einen sorgfältig inszenierten Softporno erinnert hat, wobei ich mich leider nicht entsinne, einen solchen jemals gesehen zu haben, „sorgfältig inszeniert“ meine ich. Von mir aus, hätte der Film nach diesem Kapitel Enden können. Ich muss sagen, ich beneide David Kross ein bisschen dafür, sich mit Kate Winslet nackt im Bett herumgewälzt zu haben, nachdem er vermutlich zu jung ist, um unzählige Male von seiner Freundin in “Titanic” geschleppt worden zu sein…was für ein Glückspilz.

Autor: André

Bay’s 360° SlowMo-Shot

Abgelegt unter: Strandgut am 19.03.2009 von Sven

MICHAEL BAY: “Oh yeah!… this script has lots of explosions, lots of barbie dolls, lots of stupid jokes and nonsense everywhere… It’s great!… but where is my awesome 360-slow motion shot?… I’m Michael Bay, you stupid writer!”

WRITER Nº14: “Sorry, sorry… master Bay… maybe… maybe here… where all the stuff blows the shit off and then… then the hero stands up and looks around confused…”

MICHAEL BAY (using a big loud-speaker): “GREAT!… this will be the best BAY MOTION PICTURE IN HISTORY… WHAHAHAHAHAHA!!!”

via: Marc
Autor: Sven

Bruce Willis für Veltins

Abgelegt unter: Der tägliche Wahnsinn... am 18.03.2009 von André

Da ich nur noch selten in die Röhre glotze, bin ich vermutlich der Letzte, der das wieder mitgekriegt hat… Bruce Willis wirbt in deutschem TV-Spot für Veltins!!! WTF…nachdem sich Veltins-Maskotchen Rudi Assauer von seiner Flamme Simone Thomalla getrennt hat, (beide warben gemeinsam in mehrern Spots für Veltins) hat sich Veltins also den Spaß erlaubt und für sicherlich teuer Geld, old man Willis eingekauft…lustig.

 

Letztes Jahr Brad Pitt für Alice, diesmal also Bruce für Veltins, mah gucken was da noch kommt…solange nach dem Klick nochmal Arnie für Japan und die Satire aus F.R.I.E.N.D.SIchiban. Lipstick for men.

Autor: André

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“Thirst” – Trailer

Abgelegt unter: Filme, Strandgut am 16.03.2009 von Sven

Park Chan-Wook scheint nach dem ebenso abgedreht skurrilen wie aber auch äußerst gelungenen “I’m A Cyborg, But That’s OK” wieder zu seinen, doch eher düsteren Wurzeln zurück zu kehren.

Zumindest der erste Trailer zu seinem neuen Vampir-Drama “Thirst”, welches  bereits im April diesen Jahres in den koreanischen Kinos anläuft, schaut zumindest eher nach wenig Heiterkeit aus.

SO sollten Vampirfilme doch aussehen, amirite? Robert Pattinson und seine Glitzerfresse können sich schonmal in den nächstbesten Müllschlucker werfen. Ich erwarte hier ganz großes Tennis!

Wann und in welcher Form der Film dann allerdings auch zu uns gelangt, ist noch nicht in festen Schuhen. Der amerikanische Vertieb hingegen wird wohl von “Focus Features” übernommen werden.

via: Peter Noster
Autor: Sven

Der PersonenMultiplikator!

Abgelegt unter: Allgemein, WTF? am 13.03.2009 von Sven

Refferals sind wirklich etwas feines! Die Top-Suchbegriffe, welche in den vergangenen paar Wochen über Google zu uns führten sind…

  • spritzte kleine titten 15jährige
  • Nicht bei uns, Kollege!
  • sch’ti zipfel braunkack
  • Was bitte?
  • wenn du all meine dämonen tötest, vielleicht sterben dann auch meine engel
  • Vielleicht… Wer weiß…
  • warum sind die mädels von der playboyvilla gegangen
  • Da fragen Sie am besten den Hefner mal!
  • nora schirner, gib mir geld
  • Frau Tschirner könnte MIR auch gerne etwas ganz anderes geben!
  • zipfel braunkack
  • Achso! JETZT versteh ich!
  • PersonenMultiplikator
  • Geiler Scheiß!
  • “offiziell ist der bürgerkrieg seit über fünf jahren”
  • …vorbei? Oder immer noch “am laufen”?
  • azteken party house bunny
  • Das will ich auch zum Geburtstag!!!
  • bahnhofsuhr die rückwärts läuft
  • Gibt’s die dann im gleichen Laden wie den PersonenMultiplikator?
  • chatsprache auch im alltag  bemerkbar
  • ROFL! 1337!11!
  • mi additiv-ein jüdischer Trauergesang
  • di subtraktiv-ein schöner Schwachsinn!
  • zeiten des ufruhrs
  • Sie meinen wahrscheinlich “Revolutionary Brot”
  • melangkolie
  • Melange de Collie?

Autor: Sven

Damn “Old Media” Cocksuckers!

Abgelegt unter: Der tägliche Wahnsinn... am 12.03.2009 von Sven

Erst relativ spät erfuhr ich gestern Abend von den Ereignissen an der Albertville-Realschule, den 16 Toten inklusive Täter und den über 60 abgefeuerten Kugeln der Pistole Typ Beretta, welche Tim Kretschmer im Schlafzimmer seiner Eltern gefunden haben soll.

Wie ich Sie hasse! Diese kleinen, schwanzlosen Pisser! Diese Kröten, diese kranken, um Aufmerksamkeit bettelnden und unfähigen Versager! Dieser Abschaum der die Luft verpestet! Dieses Krebsgeschwür der Welt!

Ich rede von solch wirklich miesen Typen wie Günther Jauch, Frank Plasberg, der Maischberger… Wie Sie auch immer alle so heißen mögen! Ich hasse Sie allesamt!

Als ich gestern das erste mal seit ca. 2 Jahren “SternTV” geschaut habe, da kam mir fast mein Mittagessen wieder hoch, gefolgt vom Frühstück als ich dann später von RTL weg und hin zur ARD, mit “Hart aber Fair” und Frank-”Fingers on da’ TouchScreen, coz it’s too damn funky, isn’t it?”-Plasberg, gezappt habe!

Geladene Gäste: Zwei Psychologen und “Experten” zum Thema “School Shooting” (Klingt Hip und Modern, ist aber doch eher ziemlich uncool!), eine Überlebende des Erfurt Massakers in 2002 (Ich kauf dir deine Leidensnummer einfach nicht ab! Und selbst wenn: Get A Life Mädchen! Es ist 6 Jahre her verdammt und du warst noch nicht einmal im Schußfeld von Robert!), ein ehemals von Mord-, Amoklauf- und Rachegedanken geplagtes Mobbingopfer (Standart Emo-Girl, mit dem tiefen Wunsch endlich auch mal im Fernseh zu sein.), sowie bei “Hart aber Fair” dann noch, neben anderen, der Kriminologe Prof. Christian Pfeiffer (“Ich bin so ultra-krass-hardliner-konservativ, dass sogar der Ratzinger mir den Vogel zeigen würde!”), der stellvertretender Fraktionschef der CDU Bosbach (“Spiele wie »Kauntär Schdreik« gehören verboten! VER.BO.TEN!!11!1!”) und schließlich noch der Journalist und Spielekritiker von 1Live, Tom Westerholt. Der war cool, hat als einziger mal keinen Bullshit gelabert und auch wirklich Eier bewiesen, wenn er mal andere Thesen aufstellte als “Killerspiele”, “Internet”, “Horrorfilme”! Gegen Westerholt gibt es wirklich zu diesen Thema nix zu sagen, aber dieses…

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Watchmen – Die Wächter

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 07.03.2009 von André

Was viele bezweifelten, Zack Snyder hat es möglich gemacht. WATCHMEN, hier zu Lande kaum bekannt, in Amerika Kultstatus; eine zwölf teilige Comicserie aus den 80ern, die sich durch eine tief hintergründige Geschichte und komplexe Charaktere auszeichnet. Mit Preisen überhäuft, schaffte es der Comic sogar auf die Liste der „100 besten literarischen Werke aller Zeiten“, ausgewählt von der TIMES, als einziger seiner Art. Regisseur Zack Snyder, der zuletzt die Comicpanels von Frank Miller in 3oo adaptierte, hat sich des komplexen Stoffes angenommen und in einem Geniestreich, das Ganze auf die Leinwand gebannt.

 

WATCHMEN erzählt einen Verschwörungskrimi um sechs, eigentlich schon ausgediente Superhelden, die durch einen Mord an einem der Ihrigen, aus der Reserve gelockt werden und Teil einer schicksalsbestimmenden Verschwörung werden, bei der es nicht um weniger, als den Fortbestand der Menschheit geht…

 

Der Comic gehörte lange Zeit zu jenen Werke, die im Allgemeinen als „unverfilmbar“ gelten, weil zu komplex, zu aufwändig, zu teuer. Obwohl die Idee einer filmischen Umsetzung schon lange Jahre durch die Hollywoodstudios geisterte und immer wieder Drehbücher, Filmrechte und auch Regisseure, rumgereicht und ausgetauscht wurden, macht es doch erst die Computertechnik der letzten Jahre möglich, die Vorlage glaubwürdig und werkgetreu zu adaptieren. So kam es, dass WATCHMEN nun erst jetzt, mehr als zwanzig Jahre nach Veröffentlichung des Comics, für die Leinwand realisiert wurde.

 

Und was Zack Snyder da geschaffen hat, verschlägt einem den Atem, lässt einen ungläubig Staunen und in einem epochalen Meisterwerk versinken. Ein derartiger Detailversessenheit, soviel Respekt für die Vorlage und vor allem, die Erschaffung eines glaubwürdigen Universums sowie, die Rekonstruktion der Stimmungen, die der Comic bei Leser erzeugt, all das gab es zuletzt bei der Adaption von Tolkiens DER HERR DER RINGE durch Peter Jackson. Dabei muss Snyder gar nicht viel machen, wie schon bei 3oo, fügt er den teilweise stark filmesk gestalteten Comicbildern, einfach das Element der Bewegung hinzu. Dazu kommen noch die wechselnde Erzählperspektive der einzelnen Charaktere, die zahlreichen Rückblenden, die komplexen Figuren sowie die anspruchsvolle Storyline, und schon sind die wichtigsten Elemente von WATCHMEN eingefangen.

 

Nein, mal im Ernst. Man muss es Snyder danken, dass er sich so sklavisch an die Vorlage hält, dass er nicht versucht, die Komplexität der Geschichte zu vereinfachen, dass er enorm kompromisslos in seiner Umsetzung verfährt, dass er seinem Publikum über 2 ½ Stunden anspruchsvolle Kost serviert, die eine enorme Aufmerksamkeitsspanne erfordert, dass sein Film eben nicht den kleinsten gemeinsamen Nenner bedient, sondern fordert, auch mal schockiert und ungeschönt, nicht simplifiziert, dem Respekt der Vorlage schuldig, den Stoff transportiert, den es zu erzählen gibt. Das und nicht weniger hatte sich Snyder zur Aufgabe gemacht und es ist ihm auch gelungen.

 

Ich könnte jetzt noch ewig philosophieren, über die genau getroffenen Charaktere, die opulente Ausstattung, die cool choreographierten Kämpfe, die schicken Special Effekte, den tollen Soundtrack, die virtuosen Einstellungen, den liebevoll gestalteten Anfang, die vielen kleinen Details und und und… aber stattdessen würd ich einfach mal sagen: REINGEHEN!!! und ein epochales, dichtes, Comicspektakel genießen, was seines Gleichen noch lange suchen wird. WATCHMEN ist ein Ereignis, volle Punktzahl, besser kann man diesen Comic nicht umsetzen, das darf man nicht verpassen.

 

Autor: André

The Wrestler

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 07.03.2009 von André

Werdet Zeugen der vollständigen Destruktion einer Legende. In Darren Aronofskys THE WRESTLER, liefert Mickey Rourke das beeindruckende, bewegende, intensive und zutiefst erschütternde Portrait eines ausgebrannten Mannes und seiner gescheiterten Sportlerkarriere ab.

Es ist ein Trauerspiel, welches man da auf der Leinwand verfolgt. Denn jeder weis, das was er da sieht ist echt. Mickey Rourkes aufgedunsenes, deformiertes Gesicht spiegelt den Verlauf eines exzessiven Lebens wieder, gefühlt mit Alkoholmissbrauch, Drogenkonsum, einer kurzen Boxkarierre, Botoxbehandlungen und etlichen operativen Eingriffen. Kein noch so gutes Make Up hätte diesen Prozess des Zerfalls so eindringlich, so persönlich wiederspiegeln können, wie die ungeschönte, knallharte Realität und diese so unverblümt und choragiert zu präsentieren, so eindringlich und so persönlich, das ist es, was den WRESTLER so sehenswert macht.

Es ist auch nicht übertrieben zu behaupten, dass Mickey Rourke diesen Film im Alleingang trägt und dass die zahlreichen Symbiosen zwischen seinem Privatleben und der Rolle der Grund dafür sind, weshalb die Charakterstudie von Randy „The Ram“ Robinson, so ehrlich und glaubhaft rüberkommt, weshalb man jede Minute Leid, Schmerz und Zerfall dieser Figur mitfühlt. Mickey Rourke gibt in diesem Film alles von sich, physisch und psychisch präsentiert er sich hier zu hundert Prozent und zeigt dabei keine Scharm oder Eitelkeit. Es ist dieser Mut, der Rourke den Golden Globe und einige andere Auszeichnungen einbrachte und pure Ironie sowie vermutlich auch bezeichnend für den Charakter, dass der Oscar ihm verwehrt blieb.

Dabei muss man ehrlicher Weise erwähnen, dass die Geschichte vom WRESTLER nicht unbedingt neu ist, dass Aronofsky mit beliebigen Versatzstücken des Genres arbeitet und dass man den Verlauf des gesamten Films, bereits im Ansatz erkennen kann. Sei‘s drum, was Aronofsky hier zeigt ist ungeschönte Filmkunst ganz ohne großen Schnick Schnack, nur den Charakteren seines Filmes verpflichtet. In dreckiger Optik und grobkörnigen Bildern erzählt er die Geschichte von Randy „The Ram“ Robinson, einem, von Verfall und Wehmut gezeichneten, Profiwrestler, dessen Zenit in den Glemmjahren der 80er erreicht war und der seitdem auf dem Weg nach ganz unten ist. Seiner Karriere hat Randy Familie, Gesundheit und auch Vermögen geopfert und so bleibt ihm nur ein einsames Leben, eine entfremdete Tochter, längst vergangener Ruhm und die erkaufte Zuneigung einer liebgewonnenen Freundin, die als Stripperin arbeitet. Seine Brötchen verdient Randy mit Gelegenheitsjobs im Supermarkt und harten Wrestlingmatches in der Untergrundszene an den Wochenenden. Dann winkt plötzlich ein Rematch mit seinem Erzfeind, das die Karriere wieder ankurbeln könnte, doch Randy macht die Gesundheit Probleme…

Selten zuvor wurde die Geschichte des gescheiterten Underdogs so glaubhaft und ehrlich inszeniert. Aronofsky beschönigt hier Garnichts, zeigt den Zerfall des alternden Sportlers in jedem Detail: seine Versuche sich mit Schmerzmitteln und Steroiden auf der Höhe zu halten, die knallharten Wrestlingmatches, bei denen er seinen Körper, für ein nach Blut lechzendes White-Trash-Publikum, veräußert und entstellt, den Spott der Außenwelt ob seines vergangenen Ruhmes, den Respekt im Ring und von Fans und Kollegen, das unbarmherzige Geschäft mit dem eigenen Körper, den Zerfall der Familie, den immerwährenden Wunsch nach Ruhm und Anerkennung und den Preis der Gesundheit. Und wenn man dann im Abspann der Hymne des WRESTLERs von Springsteen lauscht, dann ist man geplättet, wehmütig, zutiefst bewegt von diesem intensiven Portrait und den Tränen nahe.

Autor: André

John can give you cancer and can turn into a car!

Abgelegt unter: Strandgut am 06.03.2009 von Sven

So hätte mir das ganze vielleicht schon eher zugesagt! “Watchmen” als Animated Series direct from the 80’s!

Strong together! United forever!
Come and meet your frieeeeends!
Have no fear! Time’s up, Time’s here…
…for the Watchmeeeeenn!

via: wortvogel
Autor: Sven

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