The Lowbrows Linda Tune

Abgelegt unter: Strandgut, WTF? am 31.01.2009 von Sven

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Autor: Sven

Neue FSK Kennzeichnungen

Abgelegt unter: Allgemein am 31.01.2009 von André

Wer dieser Tage mal in der Videothek vorbeigeschaut hat oder sich eine Brandaktuelle DVD gekauft hat, dem dürften sie schon aufgefallen sein, die neuen FSK Kennzeichnungen die demnächst sämtliche DVD-Cover verschandeln werden.

Die neuen Zeichen sind auf der Frontseite der Hülle links unten auf einer Fläche von mindestens 1200 mm² (3,46 cm x 3,46 cm) und dem Bildträger auf einer Fläche von mindestens 250 mm² (1,58 cm x 1,58 cm) anzubringen (§ 12 Abs. 2 Satz 2 JuSchG).

Die Übergangsfrist für die neuen Kennzeichnungen wurde bis zum 1. April 2010 ausgesetzt, spätestens dann, müssen alle DVDs, Blu-Rays und PC-Spiele mit den neuen Logos bedruckt sein. Aufkleber sind unzulässig.

Autor: André

Der Fremde Sohn

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 31.01.2009 von André

Mit reichlich Verspätung hat es DER FREMDE SOHN pünktlich zur Oscarsaison, nur einen Monat vor Bundesstart von Eastwoods wesentlich aktuellerem Film GRAN TORINO, nun doch noch in die Kinos geschafft. Der Film feierte bereits vergangenes Frühjahr in Cannes Premiere und traf dort auf ziemlich zweigeteilte Meinungen. Mir persönlich völlig unverständlich, denn bis auf wenige Marginalien präsentiert sich DER FREMDE SOHN als äußerst schickes und ergreifendes Gesellschaftsdrama, welches zudem auf einer wahren Begebenheit beruht und die Geschichte eines Skandals berichtet, bei dem einer verzweifelten Mutter, nach Verschwinden ihres Kindes, ein falscher Sohn als der Ihrige aufgezwungen wurde.

Dieser Vorfall ereignete sich Ende der 20er Jahre in Los Angeles, zu einer Zeit, in der das dortige Polizeidezernat, inoffiziell, noch korrupter und krimineller gehandelt wurde, als die Straftäter, die es eigentlich verfolgen sollte. Im Zentrum der Geschichte steht die alleinerziehende Mutter Christine Collins (Angelina Jolie), deren neun Jahre alter Sohn eines Tages spurlos verschwindet. Nach Monaten der Ungewissheit und des bangen Wartens, teilt die Polizeistelle von L.A. der besorgten Mutter die frohe Botschaft der Wiederauffindung ihres Jungen Walter mit. Die Wiederzusammenführung von Mutter und Sohn wird als Presseereignis, medienwirksam am Bahnhof gefeiert, um so größer das Entsetzen in Christines Augen, als diese feststellen muss, dass das Kind, welches ihr präsentiert wird, nicht ihr Sohn ist. Schnell wird auf ihren Zweifel reagiert; Sie sei traumatisiert, verwirrt, das Kind habe sich verändert, alles völlig normal, es bestehen kein Zweifel, der kleine Junge sei ihr eigener Sohn. Obwohl sich der anfängliche Zweifel und der mütterliche Instinkt schon bald durch scheinbar unwiderlegbare Fakten bestätigen, beharrt die Polizei auf dem Erfolg ihrer Ermittlungen und ist sogar bereit, Christine Collins, auf Grund geistiger Verwirrtheit, einweisen zu lassen. Diese fühlt sich dadurch jedoch nur in ihrer Meinung bestätigt und findet sogar in einem Gemeindepfarrer (John Malkovich) einen mächtigen Verbündeten, doch in einem eng gestrickten korrupten System, tritt sie einen beinahe hoffnungslosen Kampf an und die Zeit drängt, denn die Spur ihres vermissten Sohnes wird immer kälter…

Zunächst mal auffällig, ist die opulente und hervorragende Ausstattung des Films, die von den zeitgemäßen Mode, über die schicken Oldtimer, bis hin zu den liebevoll gestalteten Sets, sehr gut recherchiert wurde und einen authentischen sowie gleichsam filmreifen Hollywoodflair der 20er Jahre wiederspiegelt. Nicht unwesentlich trägt dazu Angelina Jolie, mit einer zurückhaltenden Art, kräftigem Make Up und einem gewissen Starappeal bei. Gleichzeitig besitzt sie außerdem die nötige Präsents und Stärke, um sich als alleinerziehende Mutter, in dieser von Männern dominierten Welt, glaubhaft, zu behaupten. Dennoch ist es sehr begrüßenswert, dass sich der Film nicht einer möglichen Emanzenparade aussetzt, sondern, bis auf einen kleinen Ausflug in das Deportationslager ungeliebter Frauenzimmer/Nervenheilanstalt, mit der Thematik der unterdrückten Frauenrechte, der damaligen Zeit, zurückhält und seinen Fokus auf der allgemeinen „David gegen Goliat“ Geschichte beharren lässt.

Im mittleren Teil erlaubt sich, produzierender Regisseur Clint Eastwood, zu Gunsten der Spannung, jedoch einen kleinen Ausschweifer ins Thrillergenre und lässt neben dem skandalösen Drama, seinen ganz eigenen Horrorfilm mit Psychokiller abfahren, ein überraschendes Detail, welches die Geschichte ungemein bereichert und für diverse Wendungen und Spannungselemente sorgt, dafür darf sogar der Hauptplot einen Moment zurückstehen, denn nach vielen Wendungen landet Eastwood dann doch wieder beim zentralen Thema und konzentriert sich ganz auf seine Hauptdarstellerin. Diese leistet hier einiges und darf in diversen Szenen glänzen, ganz ohne die Reize ihres Körpers zu benutzen, der ja seit einiger Zeit ohnehin nur aus Haut und Knochen besteht. Etwas enttäuschend ist die zu knapp geratene Rolle von John Malkovich, der zwar einen soliden, aber leider keinen bleibenden Eindruck hinterlässt und hier nur als Staffage dient, während Jolie sich austoben darf, naja, es sei ihr gegönnt.

Wir fassen also zusammen: Eastwood kann seinen Dramareigen um ein weiteres gelungenes Werk aufstocken und präsentiert hier einen schick ausstaffierten, spannend erzählten und sogar überraschenden Film, mit einer glänzenden Hauptdarstellerin, die hier in großen Ausbrüchen und auch leisen Tönen überzeugt. Natürlich verhält sich die Inszenierung, für Eastwood nicht überraschend, sehr klassisch zeigt sich darin aber gekonnt und begeistert sogar mit Genreübergreifenden Elementen und vielen Wendungen, die die Spannung bis zuletzt aufrecht erhalten, das sollte man sich nicht entgehen lassen.

Autor: André

Sieben Leben

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 31.01.2009 von André

Im letzten Jahr konnte Will Smith bei mir, mit seinen beiden Auftritten in I AM LEGEND und HANCOCK nicht grade viele Punkte sammeln. Das Potenzial beider Geschichten wirkt auf mich, durch die läppischen Mainstream-Verfilmungen und ihrer zwangsläufigen Reduktion auf den kleinsten gemeinsamen Nenner, nach wie vor völlig verschenkt und auch Smith selbst konnte mich in seiner Kombi aus tragisch, komischem Helden nicht überzeugen. Für mich besitzt Willie einfach nicht die Komplexität, um gleichzeitig dramatisch und komisch zu sein, sodass immer eins von beidem aufgesetzt oder konstruiert wirkt, wobei ich in diesen beiden Spezialfällen die Schuld vor allem den beknackten Drehbüchern zusprechen möchte, denn ich bin immer noch ein Fan von I’ROBOT und Smiths Engagement und Können in Filmen wie ALI, DAS STREBEN NACH GLÜCK und nun auch SIEBEN LEBEN, beweisen eindeutig, dass er auch mehr sein kann, als der coole, charismatische und smarte Actionheld, der vom Kinopublikum so geliebt wird und es ist auch zu begrüßen, dass Willie sich nicht auf diese Rolle festlegt, sondern alle paar Jahre auch mal einer Herausforderung stellt, an der er selbst wachsen kann.

Nach dem überraschenden Erfolg von DAS STREBEN NACH GLÜCK, ist SIEBEN LEBEN nun die zweite Zusammenarbeit von Will Smith und Regisseur Gabriele Muccino. Diesmal erzählen beide die Geschichte von Ben Thomas, einem Mann der von Schuldgefühlen, die aus seiner Vergangenheit herrühren,  zerfressen wird. In der Hoffnung auf Vergebung und Erlösung, hat Ben sieben fremde Menschen ausgewählt und deren Charakter geprüft, denn er ist in der Lage die Lebensumstände dieser Menschen, die allesamt irgendeine Art Hilfe benötigen, entscheidend zu verändern…

Mehr sollte nicht über die Handlung des Films verraten werden, denn der Hauptplot setzt sich aus der Ergründung von Bens Vergangenheit und den daraus folgenden Konsequenzen zusammen, dabei schlägt SIEBEN LEBEN einen überaus melancholischen und dramatische Weg ein, der gleichsam konsequent und bedrückend ist, wie sich das für ein gutes Drama gehört. Dazwischen wird eine sehr leise und traurige Stimmung angeschlagen, dessen einziger Lichtblick, die aufkeimende Liebe zwischen Ben und Emily (Rosario Dawson) darstellt, einer Frau, der Ben auf Grund einer angeborenen Herzschwäche helfen möchte.

Damit der Film funktionieren kann, ist es ungemein wichtig, sich auf die gutmütigen und leidenden Charaktere der Geschichte vollständig einzulassen, denn mitunter gibt sich SIEBEN LEBEN, trotz der depressiven Stimmung, sehr gutartig und rührseelig, ein Umstand, der auch schon in DAS STREBEN NACH GLÜCK spürbar war und der auf den pessimistischen Zyniker im Publikum, mitunter doch etwas weltfremd wirken könnte. Auch lässt sich der geheimnisumwobene Plot, samt seinem dramatischen Endes, für den erfahrenen Genregänger relativ schnell ergründen, was aber nicht zwangsläufig zur Langeweile oder Dessinteresse führen muss, wenn man den oben angeführten Ratschlag beherzigt.

Denn immerhin sehen wir Will Smith hier in einer, für ihn, nicht grade gewöhnlichen Rolle und in dieser weis er auch ohne smarte Sprüche oder überschwängliche Actioneinlagen zu gefallen und vor allem, zu berühren, denn auf Grund der traurigen und schönen Geschichte des Films, wird dem einfühlsameren Zuschauer die ein oder andere Träne sicher nicht erspart bleiben und vermutlich soll das auch so sein. Doch eben jenes Publikum sei auch vorgewarnt, denn SIEBEN LEBEN ist einer aufkommenden Frühjahrsdepression eher zuträglich und fördert diese mitunter sogar bis zum Äußersten. Die frohe Botschaft verbirgt sich hier nämlich im Subtext und mag dem von Traurigkeit und Melancholie geplagten Kinogänger mitunter abhanden kommen. Wer also ohnehin eine schwierige Zeit durchmacht, sollte sich von diesem Film tunlichst fern halten, denn SIEBEN LEBEN ist nur etwas für einfühlsame Dramatiker, die sich gern bewegen lassen, aber Gefühle der Traurigkeit auch Händeln können. Der zerbrechlichen Seele oder dem zynischen Realisten bringt dieser Film nur Unmut und Langeweile und das könnte mitunter noch dramatischer Enden, als es SIEBEN LEBEN jemals aufführen könnte. 

Autor: André             

Independent vs. Studio

Abgelegt unter: Filme, Strandgut am 30.01.2009 von Sven

Autor: Sven

Twilight

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 26.01.2009 von André

Vorpubertäre Mädchenfantasien, verpackt in eine harmlose und langweilige Vampiregeschichte, das ist TWILIGHT oder BISS ZUM MORGENGRAUEN, der einführende Teil einer vierteiligen Trendroman-Reihe von Hobbyautorin Stephanie Meyers. Und wie das dieser Tage nun mal so ist mit den kommerziell erfolgreichen Trendromanen, konnte es ja nicht lange dauern, bis dieser nun auch in filmmischer Form über die Leinwände der Lichtspieltheater flackert und Scharen von Teeniegirls im schmalzigen Wust, ihrer eigenen Träume schmachten lässt.

Das traurige daran ist, dass sich TWILIGHT so verdammt berechnend verhält und zugleich unglaublich naive Scheiße erzählt, die weder sonderlich anspruchsvoll, noch wirklich unterhaltsam ist. Ja, man kann sogar behaupten, dass TWILIGHT weder einen erzählerischen, noch einen künstlerischen Wert besitzt und sich dabei plump und schamlos simpelster Elemente bedient, um seine minderjährige Zielgruppe geschickt einzulullen und ihr das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Im Grunde sind Buch und Film nichts weiter als perfekt getimte Trendphenomene, die die Grundlagen einer trivialen Romanlektüre oder wahlweise TV-Soap, dreist mit einfachsten Horror- und Mystikelementen verknüpfen, um die derzeitige allgemeine Begeisterung der Kids für Tod, Fantasy und Gothic zu bedienen. Würde man sich die Mühe machen und das ständige hin und her der Titelheldin Bella, zwischen Faszination Freitod, dem Wunsch nach Unsterblichkeit und dem Wert des eigenen Lebens, genauer analysieren, man würde ein Szenario der kalkulierten Perversion vorfinden, aber ganz so teuflisch möchte ich TWILIGHT dann doch nicht bewerten, denn es handelt sich hierbei schließlich nur um einen Film und quasi den Nachfolger von Serien wie BUFFY, ANGEL oder ähnlichem, nur eben im Kino.

Die Handlung ist schnell erzählt, denn wie eingangs erwähnt, erzählt sie nicht sonderlich viel: da ist dieses Mädchen Bella (17), dass zu ihrem Paps in ein traniges dreitausend Seelen Örtchen namens Folks, irgendwo im kälteren Norden von Amerika, zieht. Bella ist die Sorte Teeniegirl, die sich gerne vor der Welt versteckt, eine introvertierte Einzelgängerin, hübsch ohne es zu zeigen, mit Interessen Jenseits des Niveaus ihres Alters. Klar, dass die gewöhnlichen Multikulti Kids der Highschool ihr am Arsch vorbeigehen, währe da nicht dieser große metrosexuelle Knabe mit der vornehmen Blässe im Gesicht, dieser Edward. Edward ist der fleischgewordene Traum aller weiblicher Tweens: gutaussehend, groß, gepflegt, zurückhaltend, sensibel, einfühlsam, kultiviert, belesen, romantisch und mysteriös, denn Edward ist ein Vampir, was ihn für Bella und alle übrigen Girls der Welt, unglaublich aufregend und interessant macht. Aber das wirklich tolle ist, dass Edward eine verletzte Seele ist, ein Typ der sich hasst für das was er ist und der sich fürchtet vor dem, was er werden könnte und das gibt Bella den Rest. Sie muss ihn haben und so kommt es auch, natürlich platonisch, konservativ, Händchen halten, stundenlang anschmachte und dann irgendwann, der erste Kuss, fertig und ist das romantische Glück perfekt, taucht urplötzlich ein „böser“ Vampir auf, der Bella nach dem Leben trachtet, so das Edward zum Helden werden kann und seine Liebste schützen muss…

Im wesentlichen, passiert also 1 ½ Stunden nichts, außer romantisch, naives Gesäusel, bis völlig unmotiviert aus dem Nichts, diese plötzliche Bedrohung auftaucht, um fast schon entschuldigend, zumindest kurzweilig,  für Spannung zu sorgen. Für über 2 Stunden Laufzeit, ist das definitiv zu wenig Geschehen und das auch noch so unerträglich bieder und brav, denn TWILIGHT möchte ausschließlich die minderjährige, weibliche Zielgruppe bedienen und macht sich gar nicht erst die Mühe einem reiferen Publikum zu gefallen.     

Dementsprechend hart muss dann auch die Kritik ausfallen: TWILIGHT bietet keinen nennenswerten Höhepunkte und bewegt sich auf dem Niveau von Teenagern, weiblichen Teenagern muss man dazu sagen, den für die Kerle hat der Film im Grunde gar nichts und für die Mädels nur die verträumten, blumigen Weltanschauungen, die sie sich in ihren jungen Jahren so herbeisehne. Ein Film so zäh wie Kaugummi und langweiliger als Gras beim wachsen zu beobachten, sowas kann man als Teenieserie machen, sollte man aber im Kino vermeiden. TWILIGHT kann man getrost der verkorksten Generation überlassen, der er gewidmet ist, auch wenn er, um abschließend ein paar versöhnlicher Worte zu finden, längst nicht so furchtbar war, wie er vielseitig beschrieben wird, jedoch genauso uninteressant.

Autor: André

Daniel Brühl ist der…

Abgelegt unter: Allgemein am 26.01.2009 von Sven

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Elit Roths Beitrag zu Tarantinos “Inglourious Basterds”. Das “Film-im-Film”-Plakat zeigt Brühl als Fredrick Zoller, ein Wehrmachts-Soldat und Filmstar der sich in eine jüdische Kinobetereiberin verliebt hat – und in der Goebbels-Produktion “Stolz der Nation” die Hauptrolle übernahm.

via: F5 – Fünf Filmfreunde
Autor: Sven

Kino: 2008 (In Tickets!)

Abgelegt unter: Filme, Im Kino am 24.01.2009 von Sven

Schwanzvergleich anyone? Außer Herr Krähling natürlich. Das gleiche Spiel wie im letzten Jahr, immernoch inspiriert von Anke, allerdings diesmal mit wirklich allen Kinobesuchen von 2008 meinerseits!

42! Ziemlich “Sinn des Lebens” mäßig, wenn ihr mich fragt, oder Douglas Adams.

Diejenigen Karten die mir abhanden gekommen sind, habe ich nachge-photoshop’ed, was man dann jeweils an der Kartennummer 30001 erkennen kann.

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If movieposters were honest

Abgelegt unter: Filme, Strandgut am 24.01.2009 von Sven

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Link

via:  wortvogel
Autor: Sven

bald im Kino: DER JA-SAGER

Abgelegt unter: Filme am 24.01.2009 von André

Sehr geiles Promo-Foto zur neuen allgemeintauglichen Feel-Good-Komödie DER JA-SAGER mit Jim Carrey und Zooey Deschanel, gibt’s ab 19. FEB. im Kino.

 

TRAILER:

 

Autor: André

The Curious Case of Forrest Gump

Abgelegt unter: Filme, Strandgut am 23.01.2009 von Sven

Autor: Sven

Oscars 2009 – The Nominees

Abgelegt unter: Filme am 23.01.2009 von Sven

Eure Tipps dürfen gesetzt werden! Andrés und meine folgen in den Comments!

Bester Film
Der seltsame Fall des Benjamin Button
Frost/Nixon
Milk
Der Vorleser
Slumdog Millionär

Bester Hauptdarsteller

Richard Jenkins für The Visitor
Frank Langella für Frost/Nixon
Sean Penn für Milk
Brad Pitt für Der seltsame Fall des Benjamin Button
Mickey Rourke für The Wrestler

Beste Hauptdarstellerin
Anne Hathaway für Rachels Hochzeit
Angelina Jolie für Der fremde Sohn
Melissa Leo für Frozen River
Meryl Streep für Glaubensfrage
Kate Winslet für Der Vorleser

Bester Nebendarsteller
Josh Brolin für Milk
Robert Downey Jr. für Tropic Thunder
Philip Seymour Hoffman für Glaubensfrage
Heath Ledger für The Dark Knight
Michael Shannon für Zeiten des Aufruhrs

Beste Nebendarstellerin
Amy Adams für Glaubensfrage
Penélope Cruz für Vicky Cristina Barcelona
Viola Davis für Glaubensfrage
Taraji P. Henson für Der seltsame Fall des Benjamin Button
Marisa Tomei für The Wrestler

Beste Regie
David Fincher für Der seltsame Fall des Benjamin Button
Ron Howard für Frost/Nixon
Gus Van Sant für Milk
Stephen Daldry für Der Vorleser
Danny Boyle für Slumdog Millionär

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David Lynch just speaks the truth!

Abgelegt unter: Strandgut am 23.01.2009 von Sven


Autor: Sven

Zeiten des Aufruhrs

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 23.01.2009 von André

Wir erinnern uns, wie Leo und Kate auf dramatischste Weise gemeinsam mit der TITANIC untergegangen sind und treffen beide nun viele Jahre später erneut als Paar auf der großen Leinwand wieder. Nur ist der Anlass diesmal deutlich weniger romantisch, dafür nicht minder dramatisch, denn Sam Mendes ZEITEN DES AUFRUHRS zeichnet die beklemmende Reflektion eines konservativen Lebensstils in den 50er Jahren, in denen das Glück und die Träume eines jungen, idealistischen Ehepaares, von den harten Fakten der Realität, je zerschmettert werden.

Der Erwerb eines Familienhauses in der verheißungsvollen „Revolutionary Road“, verspricht dem Ehepaar Wheeler den baldigen gesellschaftlichen Aufstieg. Doch obwohl beide nach den Regel spielen: Sie Haus und Kinder hütet, während Er täglich zur ungeliebten Arbeit geht, um die Finanzen zu sichern, will sich das gemeinsame Glück nicht so recht einstellen, Missmut macht sich breit. Hoffnung entsteht durch einen Ausbruch, die Wheelers wollen ihr Leben hinter sich lassen und nach Frankreich auswandern, jedoch wird der anfängliche Enthusiasmus schnell durch Zweifel, Ängste sowie Gedanken an Sicherheit und Verantwortung getrübt und der gemeinsame Traum vom einem erfüllten Leben, droht für immer zu verschwinden…

ZEITEN DES AUFRUHRS ist ein ziemlich bedrückendes und auch gemeines Drama, welches mit Sicherheit keinen Zweifel daran lässt, dass Regisseur Sam Mendes kein Fan von traditionellen Lebensstilen oder Rollenverteilungen ist. Der Film demontiert auf ziemlich akribische Weise die Illusion von Sicherheit und Erfüllung im traditionellen Arbeits- und Familienleben und ist schwer damit beschäftigt alle Varianten und Schattenseiten eines konservativen Lebensstils aufzuzeigen. Für die Charaktere im Film bleibt jeder Kompromiss, jedes Aufopfern, jeder Verzicht ohne Belohnung und ihr Leben scheint festgefahren, vorbestimmt und von Leere erfüllt zu sein. Das ist ziemlich bitter und genau genommen auch ein wenig unfair, denn Mendes sucht in seinem Film stets das Negative und ist wenig bemüht seinen Figuren Aufmunterung, Hoffnung oder positive Beispiele zu schenken. Was man erlebt, ist also eine sehr festgefahrene, eingeschränkte und vor allem negative Sichtweise auf die Dinge die gezeigt werden und der Zuschauer kann aus vielen Wendungen und Möglichkeiten frei wählen, wo die Dingen anfingen schief zu laufen oder welches die Fehler sind, die das Glück der Protagonisten immer wieder verhindern.

Auffällig ist außerdem, dass das Thema des Films nicht grade neu ist und bereits in etlichen Filmbeispielen persifliert, dramatisiert oder kritisiert wurde. Warum ZEITEN DES AUFRUHRS trotz alledem sehr empfehlenswert ist liegt am stimmigen Gesamtbild und natürlich den hervorragenden Darstellern. Kamera, Schnitt und Musik sind tadellos, zudem wird die Geschichte sehr sorgfältig und fein erzählt und wirkt niemals aufgesetzt oder konstruiert, das muss man Mendes lassen, sein Fokus konzentriert sich auf das Negative, wirkt aber stets plausibel, auch wenn man als Zuschauer weiß, dass es auch anders sein könnte.

DiCaprio und Winslet haben seit TITANIC viel dazugelernt, ihr beider Schauspiel ist hervorragend ausgearbeitet und für Details sensibilisiert, beide harmonieren wunderbar miteinander und spiegeln ein glaubwürdiges und nachvollziehbares Bild ihrer Charaktere wieder. Persönlich werd ich wohl nie ein Fan von DiCaprio und sein jugendliches Gesicht, besonders in so reifen Rollen, stets als etwas störend empfinden, doch das ist Geschmackssache, denn der Rolle an sich ist er gewachsen und seine Besetzung gerechtfertigt. Das Winslet sogar für die Rolle mit einem Globe belohnt wurde, ist nur ein kleines Extra, denn in ihrem Schauspiel unterliegt, noch überragt sie die übrigen Darsteller, die bis in die Nebenrollen großartiges leisten, besondere Erwähnung finden an dieser Stelle Kathie Bates und Michael Shannon.

Bleibt also zu sagen, dass ZEITEN DES AUFRUHRS nicht viel und nichts Neues erzählt, aber dennoch angesehen werden sollte, weil sich dieser Film technisch tadellos verhält, die Geschichte trotz Bekanntheit fesselt und die Darsteller sich nicht um sonst so abgemüht haben sollten. Für Romantik und Gekuschel aller TITANIC ist in diesem Film jedoch kein Platz, auf breit gestreuten Pessimismus sollte man also gefasst sein.

Autor: André

Australia

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 23.01.2009 von André

Wer ist bitte Baz Luhrmann? ,war meine erste Frage nachdem ich den Teaser zu AUSTRALIA gesehen hatte. Nach kurzer Recherche im Netz war ich klüger, es ist der Typ der ROMEO & JULIA sowie MOULIN ROUGE! inszeniert und geschrieben hat – Drehbücher natürlich, schon klar, dass R&J von Shakespeare ist – beide Filme ließen mich nach erster Betrachtung spontan durchs Wohnzimmer reihern, denn es lässt sich nicht leugnen, dass Luhrmann eine gewisse Affinität zu Kitsch, Schmalz und Schrillheit hat, zumindest darf man seinen bunten, überdrehten Stil als gewöhnungsbedürftig bezeichnen.

Glücklicherweise, verhält sich AUSTRALIA da schon etwas gesetzter, zwar frönt Luhrmann auch hier der Naivität und dem Kitsch alter Schmonzettenfilme wie VOM WINDE VERWEHT oder LEGENDEN DER LEIDENSCHAFT, dass hat aber, wenn man sich drauf einlässt, einen gewissen Charme, denn immerhin bleibt Luhrmann seinem Stil treu und wagt es in Zeiten, in denen die vorherrschenden Mittel guter Filme, Reduktion und Realismus lauten, mit opulent verträumten und kitschig verspielten Bildern, eine wilde Mixtur aus Abenteuer, Romanze und Kriegsdrama auf die Leinwand zu bringen.

Im Zentrum der alles ineinander verwustenden Geschichte stehen Nicole Kidman und Hugh Jackman als wunderbar überdrehtes Traumpaar. Beide geben hier Musterrollen, Sie die etwas naive englische Lady von gutem Stand und Haus, Er den ungehobelte Raufbold mit gutem Herz und Machoattitüde. Nach anfänglichen Differenzen funkt es natürlich heftig zwischen den beiden und kaum hat sich das Traumpaar gefunden, wird es auch schon auf die Probe gestellt, denn der Streit um den Adoptivsohn treibt die beiden auseinander und schlussendlich droht ihre Liebe sogar noch im Bombenhagel der japanischen Fliegerflotte zu erlöschen, dramatisch, dramatisch.

Wie schon in seinen vorherigen Filmen, scheint es Luhrmann nicht zu kümmern, dass seine Geschichte und Charaktere quasi direkt aus einem schmalzigen Kitschroman auf die Leinwand übertragen sein könnten. Viel mehr scheint es ihm Freude zu machen, klassische Bestandteile der Trivialliteratur zu bebildern und dabei weder Kosten noch Mühe zu scheuen, denn AUSTRALIA sieht nicht nur surreal und künstlich, sondern vor allem episch und groß aus, wie eine erdachter Welt aus einem Paralelluniversum in der alles möglich ist, magisch und verspielt, ein Traumland welches sich wieder zu den Wurzeln der großen klassischen Hollywoodfilme begibt und – was enorm wichtig ist – sich dabei nicht so wichtig nimmt, den der Film ist sich seiner Klischees, seiner kitschigen Bilder und schmalzigen Geschichte durchaus bewusst und weis all diese Elemente auch gelegentlich zu ironisieren. Im Vordergrund steht der Spaß und die Ambition eine künstliche Welt zu schaffen, in die der Zuschauer für 2 ½ Stunden eintauchen kann, um zu Träumen und in einem farbenprächtigen Bilderrausch zu schwelgen, wie man ihn eben nicht alltäglich, sondern nur im Film finden kann.

Das auch den Darstellern dieses Konzept zusagt, ist an ihrer Spielfreude anzumerken, besonders Nicole Kidman wagt sich weit vor und legt ihre englische Lady enorm überzeichnet und over acted an, nur um in den richtigen Momenten dann wieder mit Feinheit und Präzision zu glänzen. Auch Hugh Jackman genießt seine Rolle zwischen Indiana Jones und Crocodile Dundee sichtlich und gibt gerne den heroischen Abenteurer und Traumprinzen. Wie bereits erwähnt, zeichnen sich die Charaktere nicht grade sehr komplex und bleiben größtenteils in Klischeeverhalten stecken, doch beide Darsteller verkörpern dies mit einer Leichtigkeit aus Ironie und Charme, das es immer glaubhaft wirkt und einen nicht aus der Geschichte reißt.

Überhaupt wirkt die wilder Mixtur der übergreifenden Genre äußerst passend für einen solchen Film, denn sie  sorgt für reichlich Abwechslung im Geschehen, sodass, trotz der enormen Laufzeit und durchschaubaren Geschichte keine Langeweile entstehen kann und der Zuschauer stets unterhalten bleibt. Vorrausetzung ist natürlich, dass man sich auf einen derartigen Film einlassen kann. Wem klassische Filmfiguren und überzeichnet, kitschige Traumwelten zu wider sind, für den ist AUSTRALIA natürlich überhaupt nichts und der sollte diesen Film auch tunlichst meiden, den er würde ihn hassen und verteufeln und damit läge er falsch, denn AUSTRALIA hat zu viele Ambitionen, zu viel Engagement und ist viel zu speziell, um ihn einfach als schlechten Film ab zu tun, ob er gefällt oder nicht ist einfach Geschmackssache, es gibt sicherlich bessere Filme, aber es gibt auch unzählig Schlechtere.

Autor: André