KINO im Dezember

Abgelegt unter: Kinostarts am 29.11.2008 von André

MADAGASCAR 2 (start 4.Dez)

Großes Widersehen mit den New-Yorker-Zooinsassen nach bewehrtem Muster: größer, bunter, lauter und witziger. Diesmal landen die vier Freunde und Pinguine in Afrika.

Trotz riesen Hype, mit Sicherheit nur ein lauer Aufguss des sehr netten ersten Teils. Adidas Superstar Femme Noire Die Pressemappe wirbt mit dem Spruch „noch mehr LpM“ (Lacher pro Minute) das sagt ja wohl schon alles…Für einen Kinoabend mit Freunden aber sicher o.k.

VICKY CHRISTINA BARCELONA (start 4.Dez)

Vicky und Christina machen Urlaub in Barcelona und lassen sich von Künstler Juan verführen, plötzlich taucht dessen Ex Maria auf, die als psychotisch gilt.

Der neue Woody Allen-Film soll eine leichte Romantik-Komödie sein und wird nach dem eher schwachen SCOOP und mäßigen CASANDRAS TRAUM von den Kritikern frenetisch gefeiert. Parajumpers France In den Hauptrollen sind Scarlett Johansson, Penelope Cruz, Javier Bardem und Rebecca Hall zu bewundern…ein muss für Filmliebhaber.

DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND (start 11.Dez)

Die Erde wird von übernatürlichen Anomalien heimgesucht und ein Außerirdischer, der wie Keanu Reeves aussieht, bringt den Erdlingen schlechte Kunde.

Neuauflage des gleichnamigen Sci-Fi-Klassikers von 1951, vermutlich weniger Suspense, aber dafür jede Menge Special-Effekte. Großes Endzeitszenario nach Blockbuster Manier…Effekte-Kino für Hollywood verwöhnte Massen.

TINTENHERZ (start 11.Dez)

Ein geheimnisvolles Buch, lässt Geschichten die man hineinschreibt wahr werden.

Die alljährliche Fantasy-Bestseller-Verfilmung zu Weihnachten, hat in diesem Jahr ihren Ursprung in der Feder der deutschen Autorin Carolina Funke. mu legend zen for sale Air Jordan 1 Femme Der Film kocht nach bewehrtem Rezept: viel Magie, Mystik und Effekte, eine bunten Märchenbrei zusammen…kindgerechtes Fantasy-Event für alle Märchenfans.

THE WEMON (start 11.Dez)

Mary wird von ihrem Ehemann mit der rassigen Crystal betrogen. Nike Femme Sie fällt in ein tiefes Loch. mu2legendzen Zum Glück sind ihre Freundinnen da, um sie aufzufangen.

Kreisch…der SEX AND THE CITY- Film ist kaum durch, schon kommt ein neuer Cickflick nach gleichem Muster in die Kinos. In den Hauptrollen traschen und kreischen Meg Ryan, Eva Mendes, Jada Smith, Annette Bening und Prinzessin Leia, sorry, Carrie Fisher…perfektes Weiberkino für das Sektfrüstück oder die Ladiesnight.

SO FINSTER DIE NACHT (start 23.Dez)

Oskar (12) ist ein Außenseiter, Scheidungskind und lebt in einem Sozialbau. adidas gazelle femme Eines Tages zieht in seiner Nachbarschaft ein Mädchen namens Eli ein, die beiden Freunden sich an. nike blazer mid donna Dann verschwinden plötzlich Menschen und eine Mordserie erschüttert den Wohnblock.

Der Schwedische Horror-Film war der Renner auf dem diesjährigen Fantasy-Filmfest und gilt somit als Geheimtipp. Nike Free Rn Flyknit Femme Dürfte auch nur sehr selten laufen, wer also ein Kino mit diesem Machwerk erblickt…reingehen, es soll sich sehr lohnen.

AUSTRALIA (start 25.Dez)

Lady Sarah Ashley erbt eine Rinderfarm im fernen Australien, dumm nur, das grade zweiter Weltkrieg herrscht. legend zen for sale asics gel quantum 360 donna Um ihr Vieh zu retten muss sie, mit Hilfe eines Fremden, die Rinder durch das weite Land treiben und erliegt dessen Schönheit und dem fremden Viehtreiber.

Filmromantiker Buz Luhrmann, haut nur alle Jubeljahre mal einen Film raus.

Virales Marketing Galore!

Abgelegt unter: Der tägliche Wahnsinn..., Strandgut, WTF? am 27.11.2008 von Sven

UN-BE-DINGT!!! Dieses Video auf YouTube anschauen! Jetzt! Sofort!

Autor: Sven 

Verregneter Herbstabende und DVDs

Abgelegt unter: Filme am 27.11.2008 von André


Der Herbst ist da, es wird schweinekalt draußen, die Kinosaison ist eröffnet. Wer an besonders verregneten Herbstabenden aber trotzdem lieber im mukelig warmen Zuhause bleiben möchte und sich darüber ärgert, dass in der Glotze – wie immer – mal wieder nur Scheißdreck läuft, dem rate ich schnell in die „Videothek nach Wahl“ zu flitzen und sich folgende Filme, zwecks Anschauung, aus zu leihen…es kann nicht schaden:

RUNNING WITH SCISSORS Findet ihr im DVD-Regal unter dem dümmlichen Dt.Titel „KRASS“. Der Film ist eine abgedrehte Coming-out-of-Age Komödie über die durchgeknallte Jugend des Buchautors Augusten Burroughs, der nach persönlichen Erinnerungen den gleichnamige Roman verfasste. Im Film wird dieser, nach der Trennung seiner Eltern, von seiner manisch depressiven Mutter an deren, nicht minder gestörten Psychiater abgeschoben. Die eigentümlichen Therapiemethoden des Dr. Finch, spiegeln sich auch in seinen Patienten und der eigenen Familie wieder. Bald muss Augusten feststellen das der Doc so ziemlich jeden in seinem Umfeld emotional vermurkst hat...

Ein großes Pro ist die fantastische Besetzung mit Annette Bening, Brian Cox, Joseph Fiennes, Alec Baldwin, Gwyneth Paltrow und vielen mehr. Der Film hüpft immer wieder zwischen grotesker Komik und wahrhaftiger Tragik hin und her und spiegelt so wunderbar den schmalen Grad zwischen Glück und Leid wieder, untermalt mit einem sehr hörenswerten Soundtrack…wie geschaffen für den Herbst.

THE OH IN OHIO

Eine ziemlich lockere und unbekümmerte Komödie zu Thema Sex, die sich mit der Frigidität einer verzweifelten Geschäftsfrau und der sexuellen Frustration ihres Ehemannes und Highschool Lehrers auseinander setzt, dabei aber nie über die Maße provoziert und trotzdem nahezu alle Konstellationen von Sex mit Minderjährigen über Selbstbefriedigung und Lesbensex behandelt… In den Hauptrollen Parker Poesy, Danny DeVito und Paul Rudd. Das Ganze ist trotz provokanter Themen herrlich ungezwungen verpackt und natürlich des Öfteren auch lustig, kein Geniestreich, aber überaus unterhaltsam und wenig verkehrt…eindeutige Empfehlung zur Ansicht im Originalton, da die deutsche Synchro ziemlich vermurkst wurde.

HALF NELSON

Ein beeindruckendes kleines Drama mit einem herausragenden Ryan Gosling. Dieser spielt einen jungen Middleschool Lehrer, der, trotz großer Ambitionen und Leidenschaft für den Beruf, in ein Vakuum geraten ist und diese Leere durch Drogenmissbrauch wieder aufzufüllen versucht. Die einzige Unterstützung findet er in einer seiner Schülerinnen, der stillen Drey, die selbst an einem Wendepunkt des Lebens steht und eine Entscheidung treffen muss… Der Film wirkt stellenweise etwas langatmig, weil er eigentlich nicht viel passieren lässt, sondern nur seine Charaktere in einer unangenehmen Phase ihres Lebens portraitiert. mu legend power leveling Die natürliche Handkamera und die persönlichen Bilder, zusammen mit der großartigen darstellerischen Leistung, sorgen aber für einen ungezwungene und besonders dichte Atmosphäre, die einen förmlich aufsaugt…ein Geheimtipp.

INTERVIEW

Der Film ist ein Remake von und mit Steve Buscemi, dieser spielt einen Politjournalisten, der gegen seinen Willen ein Interview mit einer angesagten Jungschauspielerin führen soll. Seine offenkundige Geringschätzung ihrer Person, stößt bei dieser natürlich auf Ablehnung, dennoch landen die beiden im Appartment des Starlets und es beginnt ein verbales Psychospiel voller sexueller Spannung, Lust, Abscheu, Lügen und Wahrheiten...

Das Original stammt von dem niederländischen Regisseur Theo van Gogh, der 2004 von islamischen Fundamentalisten ermordet wurde. Drei seiner Filme werden nun durch Initiative seiner Freunde in den Staaten neu verfilmt. buy mu legend zen INTERVIEW ist der erste davon.

Sex And The City – Der Film

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 25.11.2008 von André

“Du kennst mich Süße, ich glaube nicht an die Ehe. Botox andererseits das klappt jedesmal.“

Ich wusste schon, warum ich vergangenen Sommer jede, auch noch so charmante Einladung von Bekannten und lieben Freundinnen abgelehnt habe, mir mit Ihnen den SEX-AND-THE-CITY-Film anzusehen. Nike Air Presto Homme Mal ganz davon abgesehen, dass ich nicht zur Zielgruppe gehöre, ich mag die Serie und hab Sie mir immer gerne angesehen, wenn auch längst nicht so regelmäßig und exzessiv wie zahllose Fans weltweit. Chaussures Nike Darum hat der nun produzierte Kinofilm, vier Jahre nach Beendung der TV-Serie, auch sicher eine Existenzberechtigung, immerhin konnte jeder, wirklich jeder beliebte Charakter für diese finale Reunion gewonnen werden.

Und trotzdem, irgendetwas fühlte sich falsch an, sich das im Kino anzusehen. adidas eqt Carrie & Co gehören für mich auf die Mattscheibe, da waren Sie sechs Jahre lang und haben TV Geschichte geschrieben: haben den Frauen von heute gezeigt, wie man sich als erfolgreiche, unabhängige Singlefrau, im New-Yorker-Dschungel behaupten kann und dass, trotz Männer, Mode und sündhaft teuren Schuhen, am Ende es immer die Freundinnen sind, die einem durch die leidlichen Episoden des Lebens helfen.

Nun sind Carrie, Samatha, Charlotte und Miranda also wieder vereint um ein großes Ereignis zu feiern: Carries Hochzeit mit John „Mr. Air Jordan 11 Homme Big“ Preston. Leider wird die groß aufgezogene Feier und Carries glamouröser Auftritt zum Desaster. Big kriegt Torschlusspanik und kommt nicht zum Altar, Carrie ist entsetzt und flüchtet mit Ihren Freundinnen in die Flitterwochen nach Mexico. Nike Air Max Command Femme Auch bei Miranda hängt der Haussegen schief, Ihr Mann Steve gesteht Ihr einen Seitensprung, worauf Sie Ihn empört verlässt und Samatha, mittlerweile nach L.A. umgezogen, quält sich durch den Alltag einer monogamen Beziehung und versucht der leckeren Versuchung Ihres attraktiven Nachbarn zu wiederstehen. Ach ja, und Charlotte wird dann doch noch schwanger…

Man merkt, dass die Gründe der Reunion eher fadenscheiniger Natur sind: Samatha ringt mit alten Problemen, Charlotte perfektes Leben wird noch perfekter und um Carrie und Miranda werden eher unmotivierte Konflikte gestrickt, die ein wenig Drama in den ansonsten harmlosen Komödie bringen sollen…sei‘s drum. Adidas Zx Flux Homme Grise Viel schwieriger wiegt der Verlust der alten Werte, die die beliebte TV-Serie einst auszeichneten. Was wurde aus der Unabhängigkeit, aus dem großen Glück in dem die Männer nur die zweite Geige spielen? Warum möchte Carrie auf einmal heiraten? Warum sorgt Sie sich um Ihre finanzielle Sicherheit ohne Mr. asics gel lyte 5 donna Big? Warum glaubt Sie plötzlich, Sie sei ohne Mann verloren??? Dieser Wandel, von der selbstbewussten und unabhängigen Carrie, zur verängstigten und unsicheren Carrie, ist nicht nur traurig und unverständlich zu beobachten, sondern widerspricht auch sämtlichen Aussagen der TV-Serie. Nike Flyknit Lunar 3 homme

Wie zum Ausgleich wirkt hingegen Mirandas völlig übertriebener Emanzenausbruch dem armen Steve gegenüber. nike cortez bambini Dieser steht, den Tränen nahe, wie ein Schluck Wasser vor seiner Göttin Weib und gesteht Ihr den einmaligen Fehltritt, als Folge der sechs monatigen Flaute im eigenen Ehebett. Doch Miranda bleibt erbarmungslos und wirft Steve und Ihr Glück überstürzt auf die Straße, um sich von nun an als betrogene Frau und Singlemom selbst zu bemitleiden. Nike Air Max 2018 Homme In der vorm Altar stehen gelassenen Carrie, findet Sie die perfekte Leidensgenossin und so quälen sich die beiden, einen entsetzlich langen Zeitraum gemeinsam durch ihr Elend. Während Charlottes Schwangerschaft kaum Erwähnung findet, sorgt einzig Samantha für ein paar heitere Momente und spricht Wahrheiten aus, die Ihrem ursprünglichen Charakter entsprechen. Sie bleibt sich am Ende treu und findet als einzige zu den Wurzeln der TV-Serie zurück. Die anderen Mädels scheinen verloren und lassen sich in die traditionelle Rolle der Ehefrau und Mutter zurück drängen, sehr sehr schade.

Desweiteren fand ich den Film mit 145 Min. Parajumpers Femme Masterpiece Celine Laufzeit eindeutig zu lang. Nach einem stimmigen und glamourösen Auftakt wird die Story entsetzlich zäh und fade und lässt mit dem zu erwartendem Happy End viel zu lange auf sich warten. Die Stimmungen der TV-Serie werden dabei kaum erreicht und immer schwerer wiegt der unverständliche Wandel der einst so vertrauten Charaktere, von dessen Sympathie allein weite Strecken des Films leben müssen. Wo inhaltlich neue Wege gegangen werden, da wurde Äußerlich kaum etwas geändert. parajumpers france Der Look des Films sprengt nicht den der Serie und bleibt eigentlich zu unspektakulär für einen Kinofilm – wie gesagt Carrie & Co gehören auf die Mattscheibe – das wäre aber alles kein Problem gewesen, hätte man dafür die inhaltlichen Qualitäten der Serie nicht über Bord geworfen, so ist SEX AND THE CITY – DER FILM nur ein fader Aufguss der TV-Serie und kann auch nur von deren Prestige zehren.

Der Unglaubliche Hulk (FSK16)

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 25.11.2008 von André

NACHTRAG ZU: DER UNGLAUBLICHE HULK

Nachdem mir der CONCORDE Filmverleih meinen unbeschwerten Kinonachmittag mit dem UNGLAUBLICHEN HULK gründlich versaut hatte, dachte ich mir, ich geb dem Film noch eine zweite Chance und schau mir die ungekürzte FSK 16 Fassung auf DVD an…

Mein erster Eindruck war gar nicht so übel, die Actionsequenzen ergaben endlich Sinn und auch die Besetzung mit Edward Norton als Bruce Banner schien mir schlüssiger als beim letzten Mal. Er verleiht dem Charakter die nötige Sensibilität einer tragischen, gejagten und verfluchten Figur  wie Banner und gibt der Handlung dadurch wenigstens ein bisschen Tiefgang. Natürlich wirkt es dann um so bekloppter, wenn sich Norton plötzlich in den monsterklotz Hulk verwandelt.

Die Artwork des Hulk ist o.k. aber sie fügt sich nicht in die Realaufnahmen des Films ein. Die Computerherkunft merkt man dem Hulk in jedem einzelnen Bild an, sein Äußeres ist einfach zu stark dramatisiert, zu überspitzt, um glaubhaft zu wirken. Im Comic sieht das gut aus, in einem Film der ansonsten um real wirkende, glaubwürdige Bilder bemüht ist, funktionieren solche Konzepte einfach nicht. Hinzu kommt, das die Action viel zu krude Inszeniert wurde um gekonnt zu fesseln, viele Einstellungen wirken zu hektisch und sind zu schnell geschnitten, anstatt das Feuerwerk zu genießen ist man dadurch viel zu bemüht der Situation zu folgen und die einzelnen Handlungsabläufe nachzuvollziehen.

Das Schlimmste aber ist, das dem Film jeglicher Anflug von Humor und Ironie komplett abgeht. DER UNGLAUBLICHE HULK ist ein Popcornmovie und die sollen in erster Linie Spaß machen und kurzweilig unterhalten. Bei HULK aber kommt keine gute Laune auf, weil sich der Film todernst nimmt und völlig vergisst welchem Genre er entstammt. Für große Dramen ist die Vorlage einfach zu niveaulos, zu lächerlich und anstelle das zu akzeptieren und HULK als einen spritzigen Comicfilm wie HELLBOY oder IRONMAN zu inszenieren, konzentriert man sich auf Tragik und Herzschmerz aller SCHÖNE UND DAS BIEST…Sorry HULK aber ich bin nach wie vor nicht überzeugt.

Autor: André

erster Trailer von WOLVERINE

Abgelegt unter: Filme am 17.11.2008 von André

Sach mah, bin ich eigentlich der Einzige, der findet, dass der erste Trailer zu “X-Men Origins: Wolverine” voll SCHEIßE aussieht??? Total typisches Popcornkino mit völlig überzogenen Effekten und gefaketen Stunts. cheap mu Legend zen Eine Bereicherung für das X-Men Universum kann darin nicht erkennen, aber die größte Enttäuschung ist ja wohl der erste Blick auf Gambit, den hätte ich ohne seinen Kampfstab überhaupt nicht erkannt…nee ich bin überhaupt nicht begeistert. shirts tops tees “X-Men Origins: Wolverine” startet bei uns am 30. buy mu legend zen mu legend power leveling April in den Kinos.

Waltz with Bashir

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 16.11.2008 von André

„Wir könnten doch beten statt zu schießen.“

„Dann bete beim schießen.“

 

Die Welt empfängt seit einigen Monaten einen neuen Vibe aus Jerusalem. Besonders die israelische Filmszene gibt sich neuerdings der aktuellen politischen Lage und der eigenen Historie gegenüber, enorm selbstkritisch und ruft zur Versöhnung mit verfeindeten Völkern und zur Reflektion der eigenen Verbrechen auf. Die Beispiele dafür, sei es nun die kritische Dramödie LEMON TREE oder der hier zu besprechende WALTZ WITH BASHIR, werden mit viel Anerkennung auf den Filmfestivals gefeiert und mit Preisen überhäuft…aus politischer Sicht sicherlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber immerhin ein Mittel der Aufklärung auf das die Welt positiv reagiert und bereit ist hinzusehen.

 

Erst recht, wenn die persönlichen Schilderungen eines Kriegsverbrechens auf der Art „visuelles Spektakel“ inszeniert werden, wie bei WALTZ WITH BASHIR.  Regisseur Ari Folman schildert in seinem Film das persönlich erlebte und recherchierte Geschehen des ersten Libanonkrieges 1982 sowie die Ereignisse um das Massaker der palästinensischen Flüchtlingslager Sabra und Schatila, bei denen, innerhalb einer einzigen Nacht, bis zu 3ooo zivile Opfer ermordet wurden. Selbstkritisch wird dabei besonders die Beteiligung der israelischen Armee betrachtet, die dem Völkermord beiwohnte, aber nicht ins Geschehen eingriff.

 

In einer Zeit, in der die Welt mit Dokumentationen und Berichterstattungen der, vergangenen und noch andauernden, Nahostkonflikte überhäuft wird, hat Ari Folman den Schüssel zur Auffälligkeit gefunden und seine autobiographische Dokumentation in einen popkulturellen Kontext gehüllt. Einen cool gestalteten Comicstil, der durch seine surreale Aufmachung und harte Kantenzeichnnung, wie geschaffen scheint, um die schwammigen Erinnerungen und alptraumhaften Kriegsereignisse, einer Gruppe junger israelischer Soldaten zu schildern, zu denen auch Folman gehörte. Über viele Jahre hatte der israelische Filmemacher die persönlichen Erlebnisse aus seiner Zeit beim Militär verdrängt, ebenso wie viele seiner damaligen Kollegen. Erst der Alptraum eines alten Freundes, weckte in ihm die Neugier auf das damals Erlebte wieder und so besuchte er Zeitzeugen und recherchierte über viele Jahre, auch in seiner eigenen Historie, um diesen sehr persönlichen und selbstkritischen Blick auf den Krieg zu erzählen.

 

Das Interessante dabei ist, das Folman sich selbst nicht von der Schuld befreit, dem Massaker untätig beigewohnt zu haben und wie seine Freunde und Kollegen nach Ausflüchten und Entschuldigungen für die Ereignisse sucht. Vielmehr sorgt er durch die Erzählungen seiner Freunde und die subjektive Schilderung der eigenen Kriegserlebnisse, für einer Art Verständnis beim Zuschauer, was nicht bedeutet, dass man billigt was Geschehen ist, nur, dass man versteht, wie sich der nicht mal zwanzig Jahre alte Soldat in dieser Situation gefühlt haben muss. Nämlich genau so, wie Folman uns seine Sicht der Dinge präsentiert, wie in einem surrealen Alptraum, einer Comicwelt, die das Geschehen kaschiert und erträglich macht, nicht nur für Ihn sondern auch für den Zuschauer, der sich an den wunderbar gestalteten Comictableaus erfreuen kann und gleichzeitig durch den starken Kontrast dieser unwirklichen Visualisierung, der wirklichen Ereignisse, zum nachdenken angeregt wird.

 

So hat man eine Dokumentation noch nie gesehen. WALTZ WITH BASHIR zeigt Bilder, die sich ins Gedächtnis einbrennen, eine wahre Innovation in Sachen Filmaufbereitung, wenn auch sicher Inspiriert von, und dabei etwas weniger emotional, als der vergleichbare PERSEPOLIS, der aber wiederum durch seine kindlich-naiven Perspektiven und  Animationen, noch ferner dem tatsächlichen Geschehen agiert, als WALTZ WITH BASHIR. Ein Film der allein auf Grund seiner Gestaltung den Eintrittspreis rechtfertigt, die ehrlichen Meinungen und unverfälschten Schilderungen sowie der politisch brisante Kontext, sorgen für das Übrige…ein wichtiger Film, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

 

Autor: André

House Bunny

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 16.11.2008 von André

„Bei uns in der Villa wollten wir auch immer eine Azteken-Party feiern, aber wir hatten nie eine Jungfrau zum opfern.“

 

Ist es nicht beruhigend zu wissen, dass ein junges Mädchen das nichts kann, aber gut aussieht, sich immer noch für den „Playboy“ ausziehen kann? Und das die Sache mit dem „gut aussehen“ heute bei Defizienten auch medizinische behandelt werden kann? Und das man, wenn man wie Shelly, eine Waise ist, auch ein zu Hause und noch wichtiger, Air Jordan 31 Homme eine Familie, in der Playboy Villa finden kann? Auch wenn Opi abends mal vorbeischaut und seinen schrumpeligen alten Wutz in Shellys saftige, rosa Mumu steckt??? Ist es da verwunderlich, dass Shelly sich selbst auf Ihr Äußeres reduziert? Dass Sie ein völlig gestörtes Verhältnis zur Sexualität hat? Dass Ihr größter Traum darin besteht, einmal als Folder in der Novemberausgabe des „Playboy“ zu landen? Oder dass Sie den Outsider-Girls der Studentenverbindung „Zeta“ beibringt, wie man sich als Wichsvorlage zurecht macht, um den Jungs zu gefallen???

 

Sagenhafte zwei Drittel seiner Laufzeit, feiert der Film HOUSE BUNNY den Playboy-Kult, schildert dass perverse Treiben in der Playboy Villa, nike air presto donna als naiven Bikini-Partyspaß mit familiärem Touch und lässt dessen Protagonistin und wandelndes Klischee eines Playboy Bunnys, auf den College-Campus stöckeln, nike kwazi enfants wo der Partyspaß gleich weitergeht. mu legend zen online Hier bringt Sie einer Gruppe freakiger und nerdiger Mädels bei, wie man „Party macht“ und sich besonders nuttig rausputzt, adidas bounce homme um Interessenten für deren Studentenverbindung zu gewinnen. barbour outlet milford

 

Tatsächlich hatte ich für einen quälend langen Zeitraum den Eindruck, HOUSE BUNNY würde einfach nur die Botschaft „Der Schein definiert das Sein.“ vertreten und war mehr oder weniger entsetzt darüber, wie sehr sich der Film dabei auf ein Teenie Publikum einschießt, was man an den vielen Partyszenen, dem Hip-Hop-Sound und den dümmlich pubertären Gags festmachen kann – auf all das war ich ja gefasst und vorbereitet, aber so langsam machte sich bei mir schon Panik breit, wenn ich darüber nachdachte, Jordan 2017 Femme wie wenig dieser Film (FSK 6) seiner Vorbildfunktion bewusst zu seinen scheint.

 

Das „Playboy“ hier ein Hauptsponsor war und deshalb keineswegs an einer differenzierten oder gar kritischen Darstellung seiner selbst interessiert ist, schien ja schon im Vorfeld offensichtlich, asics scarpe donna aber mit welcher Dreistigkeit hier sexuelle Kontexte als selbstverständlich angesehen, einfach verschwiegen oder verharmlost werden, um sie einem jungen Publikum als kultiges Phänomen und Partyspaß verkaufen zu können, Nike Roshe Run Style Homme würde mit Sicherheit so manchen Sittenwächter im Sechseck springen lassen.

 

Die niedrige Altersfreigabe und der Film selbst lassen jedoch die Schlussfolgerung zu, das hier eher harmlose Provokationen stattfinden, Nike Air Max 90 Femme Blanche die – wie der ganze Film – nur oberflächlicher Natur sind und auf Grund ihrer naiven und fröhlichen Darstellungsform, lediglich bei einem aufgeklärten, älteren Publikum für unterschwellige Empörung Sorgen könnten. mu2legendzen Von der Falschdarstellung bekommen die Kids ja gar nichts mit und da in HOUSE BUNNY eigentlich nur Partys gefeiert und keine Sexorgien veranstaltet werden und der Film am Ende doch noch die Kurve kriegt und nun die – eigentlich erwartete – Botschaft „Man beurteilt ein Buch nicht nach seinem Umschlag.“ auf die Fahne schreibt, gilt das Ganze als dümmlicher, Asics Gel Lyte 5 Homme harmlose Partyspaß für Teeniekids klar.

Wolverine macht Euch den Oscar

Abgelegt unter: Der tägliche Wahnsinn... am 13.11.2008 von André

Holy Fuck!!! Ich hielt das ja fürn Scherz, aber es stimmt. mu legend redzen online Hugh Jackman moderiert am 22. pants jeans Februar die 81ste Verleihung der Academy Awards in Los Angeles. Nachdem die Einschaltquoten und das Interesse am Oscar jährlich gesunken sind, haben sich die Initiatoren für ein völlig neues Konzept entschieden und sämtliche Posten von Regie, über Moderator, bis hin zum Musikkomponisten, neu besetzt. Somit erwartet uns also eine völlig neuartige, nie dagewesene Oscargala, vielleicht mit Liveschalte zur I.S.S., wo Jack Nicholson, verkleidet als Darth Vader, den Oscar für sein Lebenswerk entgegen nimmt, überreicht aus dem Spaceshuttle von Barack Obama…man weis ja nie, ich bin gespannt.

Dokus über die USA, Geld und Vietnam

Abgelegt unter: Allgemein, Filme, Strandgut am 07.11.2008 von Sven

Unter dem Oberbegriff “USA 2008″ startet der deutsch-französische Kultursender arte, ab kommenden Sonntag den 12. Oktober um 20.45h zunächst mit Alan J. Pakulas “Die Unbestechlichen” (Nicht Brian De Palma!) über Nixon und die Watergate-Affäre, im Anschluss mit dem Dokumentarfilm “Mister President”, eine mehrteilige Themenreihe über die USA, ihre Präsidenten, ihre Kultur und ihre Menschen, welche schlußendlich dann am 05. November in einer Live-Sondersendung aus Washington D.C. nach der Wahl des neuen Präsidenten ihr Ende finden wird. Das hierbei von arte wie gewohnt mal wieder extrem auch auf die Qualität gesetzt wurde, zeigt sich auch an dem breit gefächerten Themenkomplex der oben genannten Reihe. So werden unter anderem auch Leckerbissen wie die 90 Minütige Mockumentary “Tod eines Präsidenten” von Gabriel Range, welche eine fiktive Ermordung von George W. Bush am 19. Oktober 2007 behandelt, “Being W” vom französische Starkomiker Karl Zéro und dem Regisseur Michel Royer, die Dokumentation “Oliver Stone – Hollywoods Lieblingsrebell” oder auch Werke wie die 5 Teilige Doku-Reihe “Unterwegs in Amerika” von Petra Haffter gezeigt. mu2legendzen Nähere Informationen zu den jeweiligen Sendeterminen und den weiteren Filmen, Dokumentationen und Live-Berichterstattungen der erwähnten Reihe, findet ihr hier. “Der Geist des Geldes” ist eine knapp 90 Minütige Video- Dokumentation aus dem Jahre 2007, in der sich Regisseur Yorick Niess auf die Suche nach der Bedeutung des Geldes für uns, und auch dessen Status in unserer Gesellschaft begiebt. Dabei beleuchtet er äußerst geschickt die unterschiedlichsten Aspekte dieser “Erfindung”, wirft einige äußerst interessante Fragen, Fakten und Thesen in den Raum, lässt diese dann von Wirtschafts- und Politikexperten diskutieren und beantworten und schärft somit den Blick des Zuschauers auf unser Zahlungsmittel. Niess zeigt dabei die Verknüpfung des Geldsystems mit den Faktoren des sozialen Lebens, der Politik und Interessensgruppen wie z.B. mu legend zen Unternehmen und Banken auf, erläutert geschickt die Hintergründe und deutet mögliche Konsequenzen auf, wobei er allerdings immer leicht verständlich den Zuschauer an die Themen heranführt und sich nicht in bloßen Zahlen und Daten verliert. Kurzum: “Der Geist des Geldes” ist eine wirklich gelungene und wegen ihres Themas bzw. ihrer Herangehensweise auch ziemlich neuartige Dokumentation über den Status des Geldes in unserer Gesellschaft, welche handwerklich, also auf Seiten der Regie und beim Schnitt, etwas runder und flüssiger hätte umgesetzt werden können, aber trotzdem noch äußerst unterhaltsam daherkommt. Ich persönlich empfand Sie als äußerst informativ und lehrreich da Sie wirklich neue Perspektiven aufzeigt, die vielen von uns vermutlich garnicht mal in den Sinn kämen. Die Doku ist Online einsehbar wenn ihr auf Google sucht, oder einfach hier mal draufklickt. Keine Angst, ist alles legal! “Viêt-nam, la trahison des médias” ist eine 90 Minütige Dokumentation über den Vietnamkrieg, welche allerdings, und das ist das besondere, ihren Fokus insbesondere auf die Medienwelt und Presse bzw. die Berichterstattungen der damaligen Zeit gelegt hat. Dabei beleuchtet der Film von Patrick Barberis auch, wie das damalige Verhältnis des Militärs zu den Medien war, was sich seitdem daran geändert hat und insbesondere auch wie die damaligen Berichte auf das Volk in der Heimat gewirkt und auch was Sie dann beim Volk, ob bewusst oder unbewusst, bewirkt haben. Auch diese Dokumentation ist ebenfalls Online einsehbar und ziemlich unterhaltsam, wobei Sie allerdings im Vergleich zu “Der Geist des Geldes” wahrscheinlich eher weniger wirklich neue Informationen für den Zuschauer bereithält. Sie stellt eher nochmal zusammenfassend die damaligen Ereignisse dar und beleuchtet jene dann nochmal explizit und unter ganz besonderer Berücksichtigung der damals vorherschenden Presse- und Medienwelt. Der Film setzt kurz vor der TET-Offensive im Jahre 1968 mit der Einkesselung amerikanischer Soldaten in Khe Sanh durch die Nordvietnamesische Volksarmee an, und wer sich ein wenig mit der Geschichte des Vietnamkrieges auskennt, wird ja sowieso mehr oder weniger auch schon darüber Bescheid wissen, das ab diesen Zeitpunkt die Medien eine ziemlich wichtige Rolle im Geschehen übernahmen. Die Doku wurde von arte-France in Auftrag gegeben und produziert und ist somit, nach ihrer Austrahlung vom 01. Oktober 2008 auf arte, derzeit auf “arte+7” kostenfrei, in deutscher Fassung und guter Qualität für noch genau 40 Stunden und 50 Minuten nach Veröffentlichung dieses Artikels, Hier einsehbar.

Vicky Cristina Barcelona

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 06.11.2008 von André

„Juan Antonio verstand sich hervorragend mit allen Nutten und fand, sie gaben ein wunderbares Motiv ab.“

Endlich wieder eine rundum gelungene Komödie von Woody Allen. mu legend redzen for sale New Balance 1500 homme Nachdem seine zweifelsohne tadellos inszenierten Dramen MATCH POINT und CASANDRAS TRAUM stets ein wenig unter vorhersehbaren Konstruktionen litten und der kaum auffällige SCOOP fast nur enttäuschte, kommt jetzt mit VICKY CRISTINA BARCELONA eine unbekümmerte, seichte und leidenschaftliche Romantikkomödie in die Kinos, mit der der Altmeister nicht nur erneut seine Liebe für Europa bekundet, sondern auch völlig unaufdringlich sein hohes Können empfiehlt.

Passend zu sonnigen und klischeeverseuchten Urlaubsmotiven Spaniens, erklärt uns ein allwissender Erzähler aus dem Off – in Groschenromanmanier – die beiden Amerikanerinnen Vicky (Rebecca Hall) und Cristina (Scarlett Johansson), die soeben in Barcelona gelandet sind. Nike Flyknit Lunar 1 homme Vicky ist „Die Vernünftige“ verlobte, konservative Studentin und Cristina „Die Sinnliche“ unstete Abenteurerin. legend zen for sale final fantasy xiv gil Beide möchten in der mediterranen Hitze europäischer Kultur baden und einen unbeschwerten Sommer im schönen Spanien verbringen. New Balance Homme Doch dann taucht er auf, der aufregende und sinnliche, spanische Künstler Juan Antonio (Javier Bardem) und spätestens jetzt bricht Woody Allen mit den Klischeeverhalten seiner Charaktere und demontiert auf ironische und charmante Art und Weise die Erwartungen seines Publikums und die an das Genre einer typischen romantischen Komödie. Air Jordan 3.5 Spizike Femme Denn Juan Antonio fängt sich auf seine freche Einladung – an beide Damen – zum „Liebe machen“ gleich mal eine heftige Standpauke der empörten Vicky ein, während Cristina dem Charme des Latin Lovers erliegt, dann aber im letzten Moment von Übelkeit, auf Grund schlechter Küche, heimgesucht wird.

Es sind plötzliche Wendungen wie diese, die Allen immer wieder in seinen romantischen Liebesreigen einfließen lässt und seinen Film so vor einer kitschigen Schmonzette bewahrt. mu2legendzen nike dynamo free toddler Ob gekonnt getimte Wortgefechte oder ironische Kommentare aus dem Off, ständig erheitert Allen auf unkonventionelle Art die sonnig, romantischen Urlaubsstimmungen seiner schlichten, aber traumhaften Bilder Spaniens und ironisiert die Tücken und Freuden der leidenschaftlichen Liebe, die letztlich immer zum Scheitern verurteilt scheint. Chaussures nike pas cher Am deutlichsten wird dies durch das späte auftauchen von Juans Ex-Frau Maria Elena (Penelope Cruz) die, durch ihre temperamentvollen und unvorhergesehenen Ausbrüche, zum Highlight des Films avanciert.

Obwohl beide Frauen sich schließlich auf Juan einlassen, flüchtet Vicky bald in die Arme ihres Verlobten zurück, während Cristina mit Juan zusammenzieht. Nike Air Presto homme Erst Maria Elena bringt wieder Chaos in die Harmonie und schafft es nach einigen Eifersüchteleien sogar Cristina zu Verführen. buy final fantasy 14 gil Die ständig wechselnden Beziehungen der Charaktere sind ein weitere Pluspunkt des Films, sie sorgen nicht nur für Abwechslung sonder zeichnen außerdem auch ein sehr unkonventionelles und moderneres Bild der romantischen Komödie, dass sich bis zum Ende des Films durchzieht.

Dabei bewahrt sich VICKY CRISTINA BARCELONA aber trotzdem seinen filmischen Zauber, allein schon durch die Postkartenmotive und die Tatsache, dass hier „schöne Menschen“ in „schöner Umgebung“ miteinander agieren. New Balance 247 homme Die Starpower des Films gibt sich dabei keine Blöße und überzeugt nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich. Besonders Rebecca Hall, als bislang eher unbeschriebenes Blatt, verleiht ihrem bodenständigen Charakter viel Charisma obwohl Cruz, durch ihre dankbare Rolle, allen die Show stielt. mu2legendzen Auch Bardem motiert dank Allens feinem Gespür für Komik, nicht zum egozentrisch, romantischen Womanizer alla George Clooney, sondern bleibt, trotz kernigem Charakter und frechem Charme, stets auf dem Teppich.

Burn after Reading

Abgelegt unter: Dem Sven ihm seine Kritiken, Filme am 05.11.2008 von Sven

butrn-after-reading.jpg Burn after Reading Inhalt: »Burn after reading! – Nach dem Lesen vernichten!« so eigentlich müsste die Anweisung für die Lektüre der Memoiren des suspendierten CIA-Agenten Ozzie Cox (John Malkovich) lauten. Doch daran denken die Fitnesstrainerin Linda Litzke (Frances McDormand) und ihr gutaussehender, aber etwas dümmlicher Kollege Chad Feldheimer (Brad Pitt) natürlich nicht im Traum, als sie zufällig eine CD mit dem offensichtlich brisanten Manuskript in der Umkleidekabine ihres Clubs finden. Die beiden wittern das ganz große Geschäft mit den geheimen Staatsaffären. Dass aber ausgerechnet die Liebesaffären des sexuell umtriebigen Regierungsbeamten Harry Pfarrer (George Clooney) die Erpressungsversuche behindern würden, konnte natürlich niemand ahnen. Schon bald ist den Amateur-Erpressern eine ganze Horde diverser Geheimdienste auf den Fersen. Und dann kommen auch noch die Russen ins Spiel… (Pressetext: Tobis) Kritik: Hollywood auf der Suche nach seinen Ursprüngen. War 2006 eine Rückkehr zum Film-Noir deutlich spürbar, wohl auch bedingt durch die starken Misserfolge im Irakkrieg, und ist seit 2007 wieder vermehrt einer Auffrischung der klassichen Heldengeschichte gefragt, so wendet man sich jenseits des Atlantiks derzeit auch gerne wieder Geschichten mit satirischen Unterton zu. An Vorbildern wie den großen Screwball-Komödien alá Frank Capras “Mr. Deeds geht in die Stadt” (1936), “Es geschah in einer Nacht” (1934) oder aber auch Hitchcocks “Mr. und Mrs. Smith” (1941), wird sich neuerdings wieder mehr oder weniger stark orientiert. Das Verlangen nach mehr Skurilität innerhalb der Geschichten seitens Hollywood, macht derzeit sogar vor Slapstickgrößen wie Monty Phyton oder Chaplin nicht Halt und plündert fröhlich in der eigenen Filmgeschichte was das Zeug nur hält. Eher missglückte, oder vielmehr einfach plump und lieblos umgesetzte Auswüchse dieser, momentan noch eher zurückhaltenden Bewegung, kann man z.B. bei 08/15 Comedy-Schnulzen wie “What Happens in Vegas” (2008) oder “Over Her Dead Body” (2008) begutachten, wo der, für das Genre der Screwball-Comedy, eigentlich auch so fundamentale Bestandteil des ewigen Geschlechterkampfs, vergleichsweise dann doch eher simple und nur auf die gröbsten Bestandteile reduziert, schnell und nur mit wenig Herz abgerattert wird. Filme wie “Wall-E” (2008) oder Serien wie “Sex and the City” (1998-2004) bzw. dessen gleichnamige Kinoauskoppelung aus 2008, wissen hierbei schon eher zu Punkten, da Sie bewusst versuchen altbewertes in die Neuzeit zu überführen oder gar auf einer ganz anderen und dafür moderneren Metaebene abspielen zu lassen, ohne jedoch dabei, aber den Kern der Geschichte aus den Augen zu verlieren bzw. schleifen zu lassen. mu legend redzen for sale Eine ebenfalls gelungenes Beispiel der Synthese von klassichem Genre, nämlich dem der Slapstick, und modernem Storytelling, stellt aber auch z.B. Michel Gondrys “Be Kind Rewind” aus dem Jahre 2008 dar, welcher allerdings genau umgekehrt verfährt. Gondry-typisch bedient er sich nur im Detail, in einzelnen Momenten und Szenen seiner Vorbilder, aber im Kern der Geschichte versucht er etwas ganz neues zu erzählen und somit also etwas gewagtere und mutigere, damit natürlich aber auch gleichzeitig unsicherere Wege zu beschreiten, als noch oben genannte Werke. Auch der hier zu besprechende “Burn after Reading” rutscht ganz eindeutig zweideutig in eben jenes Genre der klassischen Screwball-Komödie, stellt somit ebenfalls einen modernen Bastard dar, welcher versucht eine Chimäre ähnlich “Be Kind Rewind” zu formen, welche im Kern als äußerst Coen-typisch im Stile des Film-Noir, jedoch in den einzelnen kleinen Momenten als pure Screwball-Comedy daherzukommen vermag. Da wären zum einen die, eigentlich für die beiden Regie-Brüder nicht verwunderlichen, äußerst unterhaltsamen und mit Wortwitz durchtränkten Dialoggefechte die sich diesmal u.a. Hollywoodgrößen wie George Clooney, Tilda Swinston, John Malkovich oder Brad Pitt, je nach Situation und Szene, gegenseitig an die Köpfe pfeffern dürfen. Doch teilweise erreichen die Dialoge bei “Burn after Reading” einen ganz und gar anderen Status als z.B. noch bei “The Big Lebowski” (1998) oder “Fargo” (1996). Denn waren Sie in den genannten vorangegegangenen Werken noch klar und unmissverständlich mit einer, stets dem Plot dienlichen und vorrantreibenden, wirklichen Aussage dahinter verbunden, so werden sie nun größtenteils um ihrer Selbstzweck, also der reinen Idee des Witzes, verwendet. Dies fördert natürlich noch umso mehr das Gefühl, man säße gerade in einer typischen Screwball-Komödie, da für dieses Genre damals eben auch oftmals so verfahren wurde, Geschwätz einzufügen um des Geschwätzes Willen, zur reinen Unterhaltung und nicht um wirklich den Plot voran zu treiben. Keineswegs soll dies nun heißen der Film böte an Inhalt nur heiße Luft oder würde auf der Stelle treten und nicht wirklich vorwärts treiben, ganz im Gegenteil. Denn für genügend Überraschungen innerhalb der Storyline haben die Coens auch diesmal, wieder erneut gesorgt. Und auch die kleinen Seitenhiebe auf das C.I.A., den Schönheits- und Fitnesswahn in unserer Gesellschaft und die sinnetleerte und hohle Spießigkeit der Upperclass wurden verstanden, aber… Wenn man den Film allerdings wirklich böses wollen würde, so könnte man natürlich behaupten er käme einfach nicht an die Klassiker der beiden Brüder heran, was sowohl Dialoge und Charaktere, als aber auch Plot und Story betrifft. Dies mag sogar stimmen, da eine, wie bisher eigentlich auch immer bei den Coens verwendete und bei dem Genre des Schachtelfilms auch typische, wirklich überraschende Auflösung der gesamten Geschichte am Ende ebenso fehlt, wie auch eine wirkliche Tiefe oder gar Entwicklung seitens der Charaktere, was auf den ersten Blick natürlich auf grobe Faulheit und Unlust seitens der beiden Autoren schließen lassen würde, vor allem weil man eigentlich weiß, das die beiden spätestens seit “No Country for Old Men” (2007) besseres abliefern können. Ein weiterer Beweis dafür, soll übrigens auch der Film “Barton Fink” (1991) von den beiden darstellen, wovon ich mich selbst aber bisher noch nicht überzeugen konnte, da ich ihn nocht nicht gesehen habe. Ähm… Back to Topic: Doch das die Dialoge teilweise mehr auf Witz, als auf wirklichen Inhalt ausgelegt sind, soll, wie bereits erwähnt, vermutlich einfach noch stärker den Screwball-Charakter des Films unterstreichen, wohingegen die Charaktere bewusst relativ eindimensional gehalten wurden um sie als klare Satiren und Karikaturen zu verstehen. Dadurch das der Film realtiv flott voranschreitet und die Story trotz ihres verwirrenden Aufbaus doch recht zügig abgehandelt ist, würde der Aufbau wirkliche tiefgängiger Charaktere einfach nur unnötig Zeit schinden. Das gesamte Projekt wurde vermutlich eher weniger (von allen Beteiligten!) als nächster wirklicher Kultfilm betrachtet, sondern vielmehr als Fun-Projekt, welches lediglich kurzweilig unterhalten soll, sowohl auf Seiten der Schauspieler und Mitwirkenden, als auch beim Publikum. Das anscheinend zumindest die Schauspieler bei diesem Projekt wirklichen Spaß hatten, lässt sich dann auch in praktisch jeder Sekunde des Films spüren. Allen voran, und nach den Trailern eigentlich wirklich überraschend, bleibt vor allem George Clooneys Interpretation des teilweise äußerst schmierigen und zum Ende hin auch arg paranoiden Ex-Secret Agent Harry, dem Zuschauer lange Zeit im Gedächtnis. An zweiter Stelle wären hierbei sowohl Tilda Swinston, als herzloses, unterkühltes Miststück, als aber auch Brad Pitt als etwas beschränkter Fitness-Spinner zu nennen. Pitt jedoch verliert sich allerdings irgendwann im eigenem Over-Acting und dem Zurückspuhlen und Wiederholen der einzelnen Ticks, Marotten und Macken der Figur, was zur Folge hat, das seine Rolle des Chad ziemlich scchnell anfängt zu nerven. Einzig Malkovich, leistet hierbei lediglich nur routinierte Arbeit, was aber auch an einer schlechten deutschen Synchro gelegen haben mag. Nun könnte man den Film allerdings aber eben auch nicht nur als reines Fun-Projekt, sondern sogar auch als bewusstes Statement der beiden Brüder an Hollywood betrachten, die bei diesem Film auch wesentlich stärker auf das handwerkliche Können bei Regie und Dialog, als auf die Geschichte an sich gesetzt haben. mu legend zen for sale Dabei trieben sie ihr Spielchen sogar schon fast soweit, das man den Film beinahe als Farce seiner selbst wahrnimmt und die zum Schluß folgende “Auflösung” nur noch als das krönende i-Tüpfelchen. Vielleicht, aber nur vielleicht, stellt “Burn after Reading” somit auch eine kalte Abrechnung dar, ein “Fuck You” an Hollywood, welches sich Jahrelang schon dreist an solch plötzlich dagewesenen Regie-Wunderkindern wie Quentin Tarantino, Guy Ritchie, Kevin Smith oder eben auch den beiden Coen-Brüdern genüßlich labt und dabei mittlerweile sogar schon nicht mehr davor zurückschreckt, eben jene damals so neuen Ideen einfach radikal auszuschlachten, auf die simpelsten Mechanismen zu reduzieren, diese dann gewohnt routiniert zu kopieren und somit radikal an ihre reine Geldmaschinerie anzupassen. Bewusst auf den, durch Filme wie “Pulp Fiction” (1994), “Snatch” (2000), “Memento” (2000) oder “The Big Lebowski” (1998) für Hollywood anscheinend, klar berechenbar gewordenen Faktor “Kult” reduzierte Streifen, wie “Shoot ‘Em Up” (2007), “Running Scared” (2006), “Smokin’ Aces” (2006), “Lucky Number Slevin” (2007) oder “Kiss Kiss, Bang Bang” (2005) mögen zwar allesamt vielleicht noch recht Unterhaltsam sein, sogar auch teilweise zumindest im Ansatz wirklich ernsthaft versuchen neue und eigenständige Wege zu beschreiten, jedoch fehlt ihnen ganz eindeutig oftmals einfach das Herz und die Seele die wirklich für einen Kultfilm nötig sind. Man spürt einfach ob da nun ein Drehbuchautor, ein Regisseur oder ein Kameramann mit Leib und Seele hinter einem Projekt steht, oder anstelle dessen nunmal die Konzerne und Majorstudios mit ihren klaren Kosten, Nutzen und Gewinnberechnungen. Gerade diese Reduzierung von einstiger vollkomener Individualität und Kreativität, welche Regisseure wie die Coen-Brüder einst so auszeichnete und auch noch immer auszeichnet, auf eine simple Rechnung, dürfte auch die Coens selber, nicht gerade begeistern. Weswegen der Gedanke nahe liegt, das beide nun mit ihrem aktuellen Werk und dessen Auflösung bzw. dem geschicktem Spiel mit den Erwartungen des Zuschauers, ein klares Statement gegenüber Hollywood setzen wollten. Wenn man nämlich beachtet, was die Coens diesmal im Vergleich zu ihren früheren Werken anders gemacht haben, fallen einem nämlich zunächst einmal natürlich, oben bereits erwähnte, Punkte wie z.B. eben die Gestaltung der Dialoge oder der Charaktere auf, aber eben auch ganz besonders der, im Vergleich zu früheren Werken, extrem andersartige Aufbau der einzelnen Szenen bzw. deren Untermalung durch den Score. Hatte man bei “Fargo” oder “The Big Lebowski” noch stets klar vor Augen geführt bekommen, das alles nur ein “Spiel” ist, alles nur “Entertainment” und “Fun”, gemixt mit schrägen Dialogen und Charakteren, so läuft es trotz den konträr dazu, noch wesentlich eindimensionaleren Charakteren bei “Burn after Reading” gerade erst durch die Wahl des Scores und den Szenenaufbau, teilweise dem Zuschauer eiskalt den Rücken herunter. Streckenweise wird eine derart extreme Spannung in den einzelnen Szenen erzeugt, das man einfach denken muss es würde gleich Wer-Weiß-Was passieren. Doch der Schlag folgt zugleich, denn spätestens nach den nächsten Schnitt muss der Zuschauer festellen, das der Klimax zwar erreicht wurde, aber entweder überhaupt keine oder aber lediglich eine humoritische Auflösung folgt. Dieses Spiel mit den Erwatungen des Zuschauers bzw. dem Bruch der typische Erzähl- und Auflösungsgform des Schachtelfilmgenres, welches Sie ja praktisch mit neu definiert haben, könnte man, wenn man eben noch weitere Punkte wie Dialog, Plot, Rolleninterpretation und Charaktere an sich, mit einbezieht, als Statement seitens der Coens verstehen, das ihrerseits der Zenit somit überschritten ist, dass das kommerzielle Hollywood Sie mal am Arsch lecken kann und das Sie die Schnauze voll haben von billiger Abkopiererei. Dies ist natürlich zunächst erstmal alles reine Interpretation meinerseits und vielleicht hat die beiden ja auch, was den Score und Aufbau der Spannung in den einzelnen Szenen von “Burn after Reading” angeht, ja doch noch ein wenig ihr “No Country for Old Men” angeheftet. Man wird erst einmal abwarten müssen ob sich diese These in naher Zukunft bewahrheitet. Aufschluss darüber können uns nur die kommenden Werke von Joel und Ethan Coen geben. Fazit: “Burn after Reading” ist eine relativ kurzweilige, dafür aber sehr unterhaltsame und streckenweise auch wirklich neue und überraschende Krimikomödie, mit etlichen Anlenungen an das Genre der alten Screball-Comedys, was sich in flotten und knalligen Sprüchen und äußerst skurilen Charakteren bemerkbar abzeichnet. Der, von vielen vermutlich erhoffte, Superhit alá “The Big Lebwoski” ist es leider diesmal nicht geworden und der Film versteht sich wohl mehr als Fun-Projekt unter Hollywood-Kollegen. Denoch ist er sehr sehenswert und es lohnt sich definitiv, ihn auch mehrere Male zu sich zu führen, da weniger die Geschichte und die Story im Vordergrund steht, als das Spiel an sich. Wenn ihr es nicht mehr ins Kino schaffen solltet bevor der Film abläuft, ist es nicht so gravierend, denn er reicht auch allemal auf DVD zu Weihnachten.

bald im Kino: FANBOYS

Abgelegt unter: Filme am 04.11.2008 von André

Es gibt erwachsene Menschen, die sich auf einem leeren Parkplatz versammeln, die Augen schließen und gemeinsam die Korridore der Enterprise entlang spazieren. Es versteht sich von selbst, dass sie jeden Quadratzentimeter des gigantischen Raumschiffs blind beschreiben können. Und es gibt erwachsene Menschen, die über 2ooo$ für einen maßangefertigten Stormtropper-Kampfanzug ausgeben und im Detail die Anfertigung und Funktion eines Lichtschwerts studiert haben. Selbstverständlich sind sie auch in der Lage, ein solches zu führen, da sie gemeinsam, stundenlang, den Umgang mit dieser – eleganten Waffe aus zivilisierteren Tagen – geübt haben.

 

Solche Menschen werden u.a. als Fanboys bezeichnet und dieser Film ist ihnen gewidmet…Möge die Macht mit ihnen sein. ;)

 

FANBOYS startet in den Staaten am 6.Feb. 2009 ein Dt.Starttermin ist leider unbekannt.

 

Autor: André  

 

Max Payne

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 03.11.2008 von André


„Eine Armee von Toten liegt in diesem Fluss, Kriminelle die mich als einen von Ihren willkommen heißen…Ein Fehler der leicht passieren kann.“

Der Milliardenindustrie Hollywood ist ja bekanntlich kein noch so simples Konzept für das „schnelle Geld“ zu schade. Klar, dass da, auf der Suche nach schnell runterzufilmenden Stoffen, neben Comics, halbgaren Trendromanen und lieblosen Remakes, auch mal das ein oder andere kommerziell erfolgreiche Videospiel als Filmvorlage herhalten muss. Im Zuge dessen sind über die Jahre eine ganze Reihe, mal mehr mal weniger erfolgreiche, Streifen entstanden. Unter ihnen so filmische Perlen wie: TOMB RAIDER, RESIDENT EVIL, DOOM oder HITMAN. mu legend zen Das sich keiner dieser Filme durch seine überragende Qualität oder künstlerische Leistung definiert, lässt im Falle der neusten Gameverfilmung MAX PAYNE schon vermuten, dass es sich hierbei um keine cineastische Offenbarung handeln kann.

Der ausrangierte Cop Max Payne (Mark Walberg) leidet bitter unter der Ermordung seiner noch jungen Familie. buy mu legend zen Drei Jahre harte Ermittlungen liefen ins Leere und seit der Fall eingestellt wurde, muss Max im Alleingang einer kalten Spur nachjagen. Erst das Auftauchen einiger übel zugerichteter Mordopfer wirft ein neues Licht auf den Fall und stellt eine Verbindung zu einer mysteriösen Szenedroge her. Die Spur führt zu einem großen Pharmakonzern, bei dem auch Max ermordete Frau beschäftigt war…

Die größte Enttäuschung für Fans des Videospiels dürfte sein, dass MAX PAYNE erstaunlich wenig Action enthält und sich Anstelle dessen viel mehr auf seine dünne und sehr durchschaubare Kriminalgeschichte konzentriert. Die Folge ist ein unheimlich zähflüssiger Actionthriller, der niemals volle Fahrt aufnimmt, sondern stetig vor sich hin blubbert und sein, größtenteils, gelangweiltes Publikum nur mit ein paar, sparsam gestreuten, aufwändig durchgestylten Bildern bei Laune hallt. Der, primär auf Bleihagel konzentrierten Gamevorlage, wird der Film jedoch zu keinem Zeitpunkt gerecht, bedient sich dafür aber einer bunten Mischung aus Neo-Noir-, Comic- und Videospielelementen, um eine düster-coole und bedrückende Stimmung zu erzeugen. Diese ist leider nur oberflächlicher Natur, weil das Drehbuch ein Verständnis für die Charaktere und dessen Gefühlslagen einfach mal frech voraussetzt, anstatt sich zu bemühen, diese groß und breit zu erklären.

Keine guten Vorrausetzungen für Mark Walberg, der dieses Jahr somit schon zum zweiten Mal eher negativ auffällt. In MAX PAYNE genügt Regisseur John Moore scheinbar ein einziger Gesichtsausdruck von Walberg, um Paynes gesamtes Spektrum des Leids zu definieren, aber er steht nicht alleine da, denn seine Mitstreiter Beau Bridges und Mila Kunis bleiben ähnlich eindimensionale Figuren. Überhaupt bedient man sich in Sachen Charaktere, eines sehr simplen Klischee-Überzeichnungskonzepts, bei dem schon durch die äußere Erscheinung deutlich wird, in welche Schublade die Person auf der Leinwand zu stecken ist.

Ein weiterer Schwachpunkt ist die Story, die zieht sich wie Kaugummi und muss immer wieder in unnötige Subplots abdriften, um die knapp 100Min. Laufzeit vollzukriegen. Nebenher hat man den simplen Crimeplot nach dem Vorstellen aller Figuren sofort durchschaut und muss dann beobachten, dass der gute Max eine ziemlich lange Leitung zu haben scheint, was das lösen von Kriminalfällen und das einschätzen von Mitmenschen angeht.

Das wäre ja alles gar nicht so schlimm gewesen, wenn es dafür wenigstens ordentlich Action gehagelt hätte. Die bleibt aber, wie eingangs erwähnt, ziemlich mager und bedient sich keiner großen Mätzchen, sondern nur dem bewehrten Standard und einigen extrem lang gezogenen Endloszeitlupen, die zum Glück sparsam ausfallen, aber erstaunlich unspektakulär wirken.