Virales Marketing Galore!

Abgelegt unter: Der tägliche Wahnsinn..., Strandgut, WTF? am 27.11.2008 von Sven

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Autor: Sven 

Der Unglaubliche Hulk (FSK16)

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 25.11.2008 von André

NACHTRAG ZU: DER UNGLAUBLICHE HULK

Nachdem mir der CONCORDE Filmverleih meinen unbeschwerten Kinonachmittag mit dem UNGLAUBLICHEN HULK gründlich versaut hatte, dachte ich mir, ich geb dem Film noch eine zweite Chance und schau mir die ungekürzte FSK 16 Fassung auf DVD an…

Mein erster Eindruck war gar nicht so übel, die Actionsequenzen ergaben endlich Sinn und auch die Besetzung mit Edward Norton als Bruce Banner schien mir schlüssiger als beim letzten Mal. Er verleiht dem Charakter die nötige Sensibilität einer tragischen, gejagten und verfluchten Figur  wie Banner und gibt der Handlung dadurch wenigstens ein bisschen Tiefgang. Natürlich wirkt es dann um so bekloppter, wenn sich Norton plötzlich in den monsterklotz Hulk verwandelt.

Die Artwork des Hulk ist o.k. aber sie fügt sich nicht in die Realaufnahmen des Films ein. Die Computerherkunft merkt man dem Hulk in jedem einzelnen Bild an, sein Äußeres ist einfach zu stark dramatisiert, zu überspitzt, um glaubhaft zu wirken. Im Comic sieht das gut aus, in einem Film der ansonsten um real wirkende, glaubwürdige Bilder bemüht ist, funktionieren solche Konzepte einfach nicht. Hinzu kommt, das die Action viel zu krude Inszeniert wurde um gekonnt zu fesseln, viele Einstellungen wirken zu hektisch und sind zu schnell geschnitten, anstatt das Feuerwerk zu genießen ist man dadurch viel zu bemüht der Situation zu folgen und die einzelnen Handlungsabläufe nachzuvollziehen.

Das Schlimmste aber ist, das dem Film jeglicher Anflug von Humor und Ironie komplett abgeht. DER UNGLAUBLICHE HULK ist ein Popcornmovie und die sollen in erster Linie Spaß machen und kurzweilig unterhalten. Bei HULK aber kommt keine gute Laune auf, weil sich der Film todernst nimmt und völlig vergisst welchem Genre er entstammt. Für große Dramen ist die Vorlage einfach zu niveaulos, zu lächerlich und anstelle das zu akzeptieren und HULK als einen spritzigen Comicfilm wie HELLBOY oder IRONMAN zu inszenieren, konzentriert man sich auf Tragik und Herzschmerz aller SCHÖNE UND DAS BIEST…Sorry HULK aber ich bin nach wie vor nicht überzeugt.

Autor: André

Waltz with Bashir

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 16.11.2008 von André

„Wir könnten doch beten statt zu schießen.“

„Dann bete beim schießen.“

 

Die Welt empfängt seit einigen Monaten einen neuen Vibe aus Jerusalem. Besonders die israelische Filmszene gibt sich neuerdings der aktuellen politischen Lage und der eigenen Historie gegenüber, enorm selbstkritisch und ruft zur Versöhnung mit verfeindeten Völkern und zur Reflektion der eigenen Verbrechen auf. Die Beispiele dafür, sei es nun die kritische Dramödie LEMON TREE oder der hier zu besprechende WALTZ WITH BASHIR, werden mit viel Anerkennung auf den Filmfestivals gefeiert und mit Preisen überhäuft…aus politischer Sicht sicherlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber immerhin ein Mittel der Aufklärung auf das die Welt positiv reagiert und bereit ist hinzusehen.

 

Erst recht, wenn die persönlichen Schilderungen eines Kriegsverbrechens auf der Art „visuelles Spektakel“ inszeniert werden, wie bei WALTZ WITH BASHIR.  Regisseur Ari Folman schildert in seinem Film das persönlich erlebte und recherchierte Geschehen des ersten Libanonkrieges 1982 sowie die Ereignisse um das Massaker der palästinensischen Flüchtlingslager Sabra und Schatila, bei denen, innerhalb einer einzigen Nacht, bis zu 3ooo zivile Opfer ermordet wurden. Selbstkritisch wird dabei besonders die Beteiligung der israelischen Armee betrachtet, die dem Völkermord beiwohnte, aber nicht ins Geschehen eingriff.

 

In einer Zeit, in der die Welt mit Dokumentationen und Berichterstattungen der, vergangenen und noch andauernden, Nahostkonflikte überhäuft wird, hat Ari Folman den Schüssel zur Auffälligkeit gefunden und seine autobiographische Dokumentation in einen popkulturellen Kontext gehüllt. Einen cool gestalteten Comicstil, der durch seine surreale Aufmachung und harte Kantenzeichnnung, wie geschaffen scheint, um die schwammigen Erinnerungen und alptraumhaften Kriegsereignisse, einer Gruppe junger israelischer Soldaten zu schildern, zu denen auch Folman gehörte. Über viele Jahre hatte der israelische Filmemacher die persönlichen Erlebnisse aus seiner Zeit beim Militär verdrängt, ebenso wie viele seiner damaligen Kollegen. Erst der Alptraum eines alten Freundes, weckte in ihm die Neugier auf das damals Erlebte wieder und so besuchte er Zeitzeugen und recherchierte über viele Jahre, auch in seiner eigenen Historie, um diesen sehr persönlichen und selbstkritischen Blick auf den Krieg zu erzählen.

 

Das Interessante dabei ist, das Folman sich selbst nicht von der Schuld befreit, dem Massaker untätig beigewohnt zu haben und wie seine Freunde und Kollegen nach Ausflüchten und Entschuldigungen für die Ereignisse sucht. Vielmehr sorgt er durch die Erzählungen seiner Freunde und die subjektive Schilderung der eigenen Kriegserlebnisse, für einer Art Verständnis beim Zuschauer, was nicht bedeutet, dass man billigt was Geschehen ist, nur, dass man versteht, wie sich der nicht mal zwanzig Jahre alte Soldat in dieser Situation gefühlt haben muss. Nämlich genau so, wie Folman uns seine Sicht der Dinge präsentiert, wie in einem surrealen Alptraum, einer Comicwelt, die das Geschehen kaschiert und erträglich macht, nicht nur für Ihn sondern auch für den Zuschauer, der sich an den wunderbar gestalteten Comictableaus erfreuen kann und gleichzeitig durch den starken Kontrast dieser unwirklichen Visualisierung, der wirklichen Ereignisse, zum nachdenken angeregt wird.

 

So hat man eine Dokumentation noch nie gesehen. WALTZ WITH BASHIR zeigt Bilder, die sich ins Gedächtnis einbrennen, eine wahre Innovation in Sachen Filmaufbereitung, wenn auch sicher Inspiriert von, und dabei etwas weniger emotional, als der vergleichbare PERSEPOLIS, der aber wiederum durch seine kindlich-naiven Perspektiven und  Animationen, noch ferner dem tatsächlichen Geschehen agiert, als WALTZ WITH BASHIR. Ein Film der allein auf Grund seiner Gestaltung den Eintrittspreis rechtfertigt, die ehrlichen Meinungen und unverfälschten Schilderungen sowie der politisch brisante Kontext, sorgen für das Übrige…ein wichtiger Film, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

 

Autor: André

bald im Kino: FANBOYS

Abgelegt unter: Filme am 04.11.2008 von André

Es gibt erwachsene Menschen, die sich auf einem leeren Parkplatz versammeln, die Augen schließen und gemeinsam die Korridore der Enterprise entlang spazieren. Es versteht sich von selbst, dass sie jeden Quadratzentimeter des gigantischen Raumschiffs blind beschreiben können. Und es gibt erwachsene Menschen, die über 2ooo$ für einen maßangefertigten Stormtropper-Kampfanzug ausgeben und im Detail die Anfertigung und Funktion eines Lichtschwerts studiert haben. Selbstverständlich sind sie auch in der Lage, ein solches zu führen, da sie gemeinsam, stundenlang, den Umgang mit dieser – eleganten Waffe aus zivilisierteren Tagen – geübt haben.

 

Solche Menschen werden u.a. als Fanboys bezeichnet und dieser Film ist ihnen gewidmet…Möge die Macht mit ihnen sein. ;)

 

FANBOYS startet in den Staaten am 6.Feb. 2009 ein Dt.Starttermin ist leider unbekannt.

 

Autor: André