Kinotipps im Oktober…

Abgelegt unter: Kinostarts am 28.09.2008 von André

BURN AFTER READING ab 2. Okt.
Der neue Film der Coen Brüder mit enormer Starpower. Eine Krimikomödie der besonders skurrilen Art – Pflichttermin für Filmliebhaber.

 

 

 

 

 

KRABAT ab 9. Okt.
Deutsche Jugendliteraturverfilmung des Fantasy-Bestsellers. Düsterer und Bodenständiger Trip in das Reich der schwarzen Magie – Was für dunkle Märchenfans.

 

 

 

 

 

HELLBOY 2 – DIE GOLDENE ARMEE ab 16. Okt.
Fortsetzung der Comicverfilmung von Guillermo del Toro. Ein Comicflick vom Feinsten, vollgepackt mit Action und skurrilen Kreaturen – Highlight für Actionfans und ComicGeeks.

 

 

 

 

 

DIE STADT DER BLINDEN ab 23. Okt.
Sozialkritischer Mysterythriller von Fernando Meirelles. Spannend, beklemmendes Alptraumszenario mit Anspruch – Kritikkino mit Denkanstoß.

 

 

 

 

 

von André

bald im Kino: BENJAMIN BUTTON

Abgelegt unter: Filme am 28.09.2008 von André

Eigentlich DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON. Der Film erzählt ein Fantasy/Drama von eben diesem Mann der im frühen zwanzigsten Jahrhundert geboren wurde, jedoch als alter Greis und der – anders als gewöhnlich – nicht altert, sonder im laufe seines Lebens immer jünger wird…

 

Eine faszinierende Geschichte in ausdruckstarken Bildern eingefangen, BENJAMIN BUTTON ist mein erster heißer Kandidat für die nächsten Academy Awards. Die Hauptrollen spielen Brad Pitt und Cate Blanchett, Regie führt David Fincher – noch ein Prädikat für erlesene Qualität.

 

Den neuen Trailer gibt’s nach dem Klick

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bald im Kino: REPO! THE GENETIC OPERA

Abgelegt unter: Filme am 25.09.2008 von André

Ok, ich find’s ja schon irgendwie löblich, dass sich der Horror- und Gorefilmmagnat LIONSGATE mal an was Experimentelleres wagt und eine Rock-Operette produziert. Doof nur, dass das Ding auf den ersten Blick nicht über das Niveau einer BUFFY-Musicalfolge hinaus kommt und sich seine inszenatorisch interessantesten Kniffe bei Rodriguez SIN CITY und Luhrmanns MOULIN ROUGE zu leihen scheint.

 

Naja, wenn Regisseur Darren Lynn Bousman dieses Neo-Rock-Musical nur kräftig von MTV und VH1 pushen lässt, wird’s vielleicht sogar ein Erfolg…Oh und WOW! Paris Hilton spielt auch mit ;)

 

Trailer nach dem Klick

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F5, F4, F3, F2…

Abgelegt unter: Der tägliche Wahnsinn..., Strandgut am 24.09.2008 von Sven

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Einfach Köstlich! Herrlich Unterhaltsam und zutiefst amüsant, was dort drüben gerade für eine PR-Show abgezogen wird! Ich bin auf die Auflösung gespannt, Jungs!

Autor: Sven

Batman Gotham Knight

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 22.09.2008 von André

„Fledermaus, wenn du über die Dächer fliegst, wie sieht die Welt von da oben aus?“ „Sie sieht verdreckt aus.“

 

Im Zuge der unfassbar komplexen Marketing Kampagne von THE DARK KNIGHT, setzte Warnerbros. unter anderem auf ein Projekt – welches in Verbindung mit BATMAN, so zwar noch nie da war -  aber schon mal in ähnlicher Weise – bei der MATRIX-Trilogie – funktioniert hatte. Die Rede ist von einem Animefilm, genauer einer Kollektion von animierten Kurzfilmen, die sich in Zeichenstil, Erzählweise und Handlung unterscheiden, aber alle das gleiche Thema – in diesem Falle BATMAN – behandeln.

 

So wurde BATMAN GOTHAM KNIGHT produziert, ein Mitläufer, ein Promogag, der auf dem Hype von DARK KNIGHT mit reiten sollte, wie einst die Kollektion der ANIMATRIX bei den visionären Filmen der Wachowski Brüder. Da BATMAN aber ohnehin seinen Ursprung im Comic hat und als Ur-amerikanischer Superheld, niemals Bestandteil eines Projektes der japanischen Animationskunst war, scheint die Idee, BATMAN von prominenten Animekünstlern einmal neu interpretieren zu lassen, gar nicht so bescheuert, wie man vielleicht vermuten würde.

 

In der Tat, kann sich das Ergebnis durchaus sehen lassen. BATMAN GOTHAM KNIGHT besteht aus sechs unterschiedlichen Episoden – in der Szene -  bekannter Animekünstler (Yasuhiro Aoki, Futoshi Higashide, Toshiyuki Kubooka, Hiroshi Morioka, Jong-Sik Nam, Shoujirou Nishimi) und besticht vor allem durch seine imposant, inszenierte Optik und die unterschiedlichen Animationsstile, welche im direkten Vergleich besonders gut zur Geltung kommen – wirken Animefilme doch sonst alle mehr oder weniger gleich. Dabei speisen sich die aufwändig illustrierten Episoden durch viele Actionhighlights  und die markanten Anime Attribute wie: aggressive Blickwinkel, harte Kantenzeichnung, schnelle Schnitte, viel Licht und Schatteneffekte. Der neue Blickpunkt auf den dunklen Ritter ist so – zumindest visuell – eine kleine Bereicherung für Freunde von Action- und Animationsfilmen.

 

Anders sieht es da beim Inhalt aus, der hat nämlich nicht das Geringste mit den aktuellen Filmen zu tun und setzt sich mehr oder weniger aus banalen Handlungsfragmenten zusammen, die man auch unerzählt hätte lassen können, liefern sie doch keine neuen Erkenntnisse über den Mann im Fledermausanzug. Angesichts der knapp bemessenen Zeit jeder Episode, ist ein Mangel an Tiefgründigkeit und Charakterentwicklung aber durchaus zu verschmerzen, denn immerhin wird das erzählte auf eindrucksvolle Weise in Szene gesetzt und die unterschiedlichen Interpretationen, lassen auch wieder mehr Spielraum für den Mythos BATMAN.

 

So wird der Held, in der Episode „Have I got a story for you.” von Kids, einmal als Geist, Fledermaus-Monster und als Roboter, beschrieben bevor er dann in seiner finalen Gestalt leibhaftig vor ihnen steht. Auch die Episode „Crossfire“ lässt BATMAN aus der Sicht zweier Cops, als phantomhaften Übermenschen erscheinen wohingegen ihn andere Episoden wieder verletzlich – sowohl körperlich als auch geistig – darstellen.

 

Wo die Story schwächelt, macht’s die Optik wieder wett. BATMAN GOTHAM KNIGHT ist mit Sicherheit kein genialer Wurf, aber ein liebevoll animiertes Actionflick für Fans von Anime und/oder BATMAN, das sich nicht durch einen Promogag entschuldigen muss, sondern als – mal anderes – DVD Highlight durchaus für sich funktionieren kann und kurzweilige Unterhaltung auf höchstem Animationslevel bietet.

 

Kleiner Insider: Im Original wird BATMAN von Kevin Conroy gesprochen, der dem dunklen Ritter schon für die viel gepriesene BATMAN THE ANIMATED SERIES seine Stimme lieh. 

 

Autor: André

Im Motiv auffällig…

Abgelegt unter: Filme am 22.09.2008 von André

Welch provokanter Filmtitel und vor allem, was für ein interessantes Plakatmotiv. WHORE stammt aus der Feder des jung-Schauspielers Thomas Dekker, der bei dem Film auch Regie führte und eine Rolle übernahm. Obwohl der Film in den USA am 20 Okt. anläuft war leider nirgends ein Trailer zu finden.

 

Erzählt wird die Geschichte einer Gruppe Jugendlicher, die mit großen Plänen und noch größeren Karriereträumen nach Hollywood kommen und dort die dunkle Seite des Business kennen lernen…
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Gomorrha – Reise in das Reich der Camorra

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 20.09.2008 von André

„Typen wie ich haben dieses scheiß Land erst für die E.U. fit gemacht.“

Fällt der Begriff „Mafia“ so haben die meisten von uns direkt das Bild von Marlon Brando als Don Corleone vor Augen, oder eine Figur ähnlich wie Al Pacino als Tony Montana. Filme wie DePalmas SCARFACE oder Coppolas DER PATE, haben nicht nur unser Bild des organisierten Verbrechens, sondern auch das eines ganzen Filmgenre geprägt. Schaut man sich nun Matteo Garrones GOMORRHA an, so wird einem schnell bewusst, dass die romantisierten Darstellungen Hollywoods und die visionären Vorstellungen unzähliger Regisseure nichts mit der Wirklichkeit gemein haben.

Der italienische Film definierte den Begriff „Mafia“ schon immer differenzierter, authentischer als der große Bruder in Hollywood. Der nahm sich den Begriff als Kulisse für große Dramen, thematisiert persönliche Schicksale: Aufstieg und Fall oder Familientragödien und würzt das Ganze mit den düsteren Machenschaften des organisierten Verbrechens. Guter Stoff für einen Film, aber nicht genug für viele Filmemacher in Italien, denn sie haben das Elend vor der Tür, spüren die Konsequenzen am eigenen Leib und sind daher an einem Bild der Glorifizierung und Kultivierung der Mafia, wenig interessiert.

Es wundert also nicht, das GOMORRHA so gar nichts vom Flair eines typischen Mafiafilms hat, sondern diesen vielmehr durch knallharte Bilder im dokumentarischen Stil entmystifiziert. Hier tragen die Dons der Familenclans keine stilvollen, maßgeschneiderten Anzüge, sonder geschmacklose Hawaii-Shorts und gerippte Oberhemden, protzige Goldschmuck um verfettete Hälse und unrasierte Gesichter. Sie hausen nicht in prunkvollen Villen, sondern ungastlichen Schlupflöchern, spartanisch eingerichteten Hinterzimmern und ihre braungebrannte Haut, beziehen sie künstlich aus dem Solarium. Ein ernüchternder Anblick auf den die Metapher „Sumpf des Verbrechens“ wunderbar funktionieren würde.

GOMORRHA beruht auf Tatsachenberichten, einem gleichnamigen Reportagebuch von Roberto Saviano – von dem es heißt, er müsse seit der Veröffentlichung um sein Leben fürchten. Der Film folgt – fast episodenhaft – unterschiedlichen Figuren im Geflecht der Mafia und zeigt so die Strukturen, sozialen Verhältnisse und verschiedenen Machenschaften des organisierten Verbrechens auf. Der Blick bleibt dabei sachlich, distanziert, schonungslos und kühl, entsprechend einer Milieureportage. Nur selten wirken die Bilder gestellt oder konstruiert, alles hat die Aura des Beobachtens, der Objektivität, man findet kaum – gewollt – metaphorische Ansätze der Kritik am System des Verbrechens. Es reichen die nüchternen Bilder um zu schockieren und aufzuklären, man muss nur beobachten, um zu erkennen wie krank diese Welt ist: wie korrupt, berechnend, kalkuliert und menschenverachtend. Visionen eines PATEN, rücken bei dieser Betrachtung, in die Gefilde der naiven Phantasterei, stark fühlt man sich erinnert an die Zustände in den Townships von Kapstadt oder den Slams von Rio – eindrucksvoll dargestellt in Fernando Meirelles CITY OF GOD -  soziale Brennpunkte in denen das organisierte Verbrechen wächst, gedeiht und sich darüber hinaus in alle Welt ausbreitet, Dritte Welt Verhältnisse und das mitten in Europa.

Eine konsequente Botschaft, die jeden Genreromantiker wieder auf den Boden der Tatsachen zurück holt. GOMORRHA – REISE INS REICH DER CAMORRA ist guter Stoff für alle Realisten und Milieuforscher, eine Portion Wirklichkeit  die sich nur schwer verdauen lässt.

Autor: André

bald im Kino: THE INTERNATIONAL

Abgelegt unter: Filme am 15.09.2008 von André

Tom Tykwer – deutscher Starregisseur und Wuppertaler – befindet sich grade in der post-Produktion seines neuen Films THE INTERNATIONAL, einem spannenden Action-Thriller mit internationaler Starbesetzung u.a. Clive Owen, Naomi Watts und Armin Mueller-Stahl.

 

Obwohl der Streifen erst im Feb/09 in die Kinos kommt, ist jetzt im Netz ein 2min. Trailer aufgetaucht, der einen ziemlich guten Eindruck macht. Zwar haut mich das Ding nicht total von den Socken, aber es sieht schon ziemlich groß und knackig aus: solide Action, internationale Location, nette Verschwörungstheorie und Top-Besetzung…ich freu mich drauf.

 

Trailer nach dem Klick

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Wer wird BATMANs neuer Gegner???

Abgelegt unter: Allgemein am 15.09.2008 von André

Die Gerüchte und Spekulationen um die neuen Gegenspieler im möglichen BATMAN-Sequel wollen nicht abreißen. Über eine halbe Milliarde Dollar Einspielergebnis für DARK KNIGHT – bislang – machen eine weitere Fortsetzung jedoch mehr als wahrscheinlich, zumal es heißt, dass Christian Bale, Michael Caine, Gary Oldman und Morgan Freeman bereits vor BATMAN BEGINS für mindestens drei Filme unterschrieben haben sollen, womit die Frage nach einem Sequel schon mal geklärt sein dürfte.

 

Aber wer wird denn nun neuer Crimelord in Gotham City??? Es hält sich wacker das Gerücht über ein Rivival des Riddlers, auch der Pinguin ist im Gespräch und Catwoman wird auch immer mal erwähnt. Derzeit heißeste Wunsch-Anwärter für die Rollen sind: Johnny Depp (The Riddler), Philip Seymour Hoffman (The Pinguine) und Angelina Jolie (Catwoman).

 

Ohne Zweifel, allesamt großartige Vorschläge, doch – bis dato – leider nur Wunschdenken. Ob und wann ein BATMAN-Sequel kommt und vor allem, wer mitspielt, bleibt vorerst dem Gossip überlassen.

 

Wichtig wäre mir ohnehin nur, dass Christopher Nolan wieder im Regiestuhl Platz nimmt, denn bislang ist nicht einmal das sicher und so müssen sich alle Fanboys und Filminteressierte vorerst mit dem alten Sprichwort begnügen: „Kommt Zeit,kommt Rat.“

 

von: André

bald im Kino: MAX PAYNE

Abgelegt unter: Filme am 14.09.2008 von André

Ich muss sagen, langsam bekomm ich so richtig Bock auf MAX PAYNE, kenne das PC-Game ja nur vom Hörensagen und der erste Teaser sah so…naja…aus. Von Mark Walberg ist man z.Z. ebenso Gutes wie Schlechtes gewohnt, der Film kann also ALLES werden…?!

 

Egal, jetzt ist der neue International Trailer online und – für meine Begriffe – rockt der ordentlich…seht selbst nach dem Klick
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“Love is in the air…”

Abgelegt unter: Filme am 14.09.2008 von André

Unfassbar süßer WALLE Trailer nach dem Klick

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Mords Spaß mit DEXTER

Abgelegt unter: Allgemein am 14.09.2008 von André

ACHTUNG: Hier kommt eine Crime-Serie der besonderen Art. Mit zwei Jahren Verspätung – weil in den USA schon 2006 angelaufen – kommt, die viel gelobte Serie, mit der etwas anderen Hauptfigur, nun endlich auch hierzulande ins FreeTV. Bühne frei für DEXTER:

Dexter Morgan arbeitet als Forensiker bei der Spurensicherung von Miami, Spezialgebiet: Blut. Genauer, die Untersuchung und Analyse von Blutspritzern am Tatort, was er meisterhaft beherrscht. Außerdem unterstützt Dexter seine Schwester Deborah – die ebenfalls bei der Polizei arbeitet – dabei die Karriereleiter zur Mordkommission empor zu steigen und er umsorgt, liebevoll und geduldig, seine sozial gehemmte Freundin und deren zwei Kinder. Dexter lebt ein perfektes, markelloses und unauffälliges Leben, doch all dies ist nur Fassade, um seine wahre Natur zu verbergen, denn tatsächlich ist Dexter ein Psychopath, ein Serienkiller, mit dem unheilbaren Drang zu töten…

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Babylon A.D.

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 12.09.2008 von André

„Das Leben ist hart und dann krepierst du. Autoaufkleber Philosophie.“

Drei Jahre Entstehungsprozess, diverse Drehbuch und Handlungsänderungen und ein Streit zwischen Regisseur Mathieu Kassovitz und Produktionsstudio 20th Century Fox über das Endergebnis von BABYLON A.D. – einer Adaption des Sci-Fi Romans von Maurice G. Dantec – haben ihre Spuren an dem Film hinterlassen und so wundert es wahrscheinlich niemanden, dass BABYLON A.D. bei weitem nicht das geworden ist, was er hätte sein können.

Die Handlung  von BABYLON A.D. spielt in naher Zukunft und in einer Welt am Abgrund. Der amerikanische Söldner Toorop (Vin Diesel) wird vom Boss der russischen Mafia; Gorsky (Gérard Depardieu), damit beauftragt, eine junge Frau mit Namen Aurora (Mélanie Thierry) von der Mongolei nach Amerika zu schleusen. Gemeinsam mit Schwester Rebeka (Michelle Yeoh), der Erzieherin von Aurora, machen sich die drei auf die beschwerliche Reise. Bald schon muss Toorop feststellen, dass Aurora besondere Fähigkeiten besitzt, tatsächlich haben mehrere Organisationen ein großes Interesse an ihr, denn Aurora ist der Schlüssel zur absoluten Macht über die Menschheit, in ihr verbirgt sich das Geheimnis zur Schöpfung des nächsten Messias…

Eigentlich mache ich gerne einen riesigen Bogen um alle Filme auf denen Vin Diesel drauf steht. Ich finde den Typen weder cool, noch sympathisch und schauspielern kann er auch nicht. Seine Filme appellieren an die niedersten Instinkte des Mannes und sein Charakter steht grundsätzlich für alle negativen Eigenschaften des – wie es im Volksmund heißt – „starken Geschlechts“ oder anders ausgedrückt: Typen wie Vin Diesel tragen dazu bei, dass da draußen immer noch jede Menge ungebildete, gewaltbereite und rücksichtslose Arschlöcher rum laufen…soviel dazu.

Um BABYLON A.D. kam ich auf Grund der Story nicht herum; nahe Zukunft, post-apokalyptische Zustände, religiöse Mythologie – wer sich spätestens jetzt an CHILDREN OF MEN erinnert fühlt, der irrt nicht – und tatsächlich wirkt der fertige Film nicht nur visuell, sondern auch inhaltlich wie eine Kreuzung zwischen CHILDREN OF MEN und DAS FÜNFTE ELEMENT, dabei erreicht er allerdings zu keiner Zeit die Klasse eines dieser Filme, noch irgendeines anderen Sci-Fi-Streifens, den er sich – zumindest inszenatorisch – zum Vorbild nimmt und munter kopiert zitiert.

Die Tatsache, dass Vin Diesel die Hauptrolle spielt, dürfte eigentlich Anlass genug geben, seine Erwartungen schön niedrig zu halten und so wird man auch – zumindest von Diesels – darstellerischer Leistung nicht enttäuscht. Die Rolle des Söldners Toorop passt perfekt zu ihm: eindimensional, wortkarg, dem Söldnerkodex „Nur die Harten, komm in Garten.“ verpflichtet, liefert Diesel eine annehmbare Leistung ab, die sein Image bestätigt und ihn weder besser noch schlechter als zuvor dastehen lässt. Michelle Yeoh – Chinas Martial-Arts Export – muss sich nach Drehbuch auf die Rolle der fürsorglichen Mutter mit Kung-Fu Skills reduzieren lassen, füllt diese aber gut aus. Gérard Depardieus Auftritt ist nicht mehr als ein Cameo und dauert maximal drei Minuten, zudem ist er unter einer unschönen Schicht alters-Make-Up verborgen, sodass er kaum zu erkennen ist – wäre da nicht die verräterische Knollnase. Erfrischend ist jedoch das unverbrauchte Gesicht von Mélanie Thierry, die in BABYLON A.D. ihre erste tragende Rolle verkörpert , leider gibt auch ihr das Drehbuch keine Möglichkeit markante Akzente zu setzen und so bleibt nur der Eindruck von Unschuld und Schönheit im Gedächtnis haften und es bleibt zu hoffen, dass sie noch ein andermal die Möglichkeit einer solchen Rolle bekommt, zumal diese zum Ende des Films völlig entmystifiziert und verspielt wird.

Letztendlich aber, steht und fällt alles mit dem Regisseur und der hat sich bereits von der Kinoversion seines Films distanziert. Um ein endgültiges Urteil über die Leistung von Mathieu Kassovitz zu fällen, müsste man sicherlich eine Directors Cut auf DVD abwarten, tendenziell lässt sich aber sagen, dass Kassovitz die visionäre Vorstellungskraft eines – beispielsweise – Luc Besson fehlt und er mit diesem Projekt wohl etwas überfordert war. Zu wenig scheint er einen eigenen Stil zu verfolgen, zu häufig bedient er sich bei den großen Vorbildern: CHILDREN OF MEN, DAS FÜNFTE ELEMENT, MINORITY REPORT und BLADE RUNNER. Seine zahlreichen Zitate wirken aber nicht wie eine visuelle Hommage aus Verehrung, sondern vielmehr wie ein Mittel gegen die inszenatorische Hilflosigkeit, dies überträgt sich auch auf die krude Aktion, deren Inszenierung aus harten, schnellen Schnitten und Wackelkamera besteht und sich somit stark an der BOURNE-Trilogie orientiert – anders als dort – aber nur zur Hektik und Verwirrung führt und jeglicher Bezug zur Räumlichkeit verloren geht. Ohnehin besitzt der Film nur eher wenige Aktionhighlights die allesamt nicht ausreichen um einen puren Aktioner zu speisen, geschweige den die Diesel-Fans zu befriedigen und dann ist da noch dieses seltsam konstruierte Ende, welches wie ein verfrühter Abbruch der Erzählung oder vielmehr wie eine Flucht aus der komplexer werdenden Handlung, anmutet.

Viele Mängel, die eine gute Vorlage mit großem Potential und hohem Anspruch, zu einem – grade mal so – durchschnittlichen Sci-Fi-Film werden lassen, der – kurz mitgenommen – nicht übel wirkt, bei genauer Betrachtung aber nahezu sämtliche Möglichkeiten verspielt und seine gesamte Energie aus besseren Vorbildern speist, deren Qualität auch ein Directors Cut niemals erreichen wird, trotzdem empfehle ich diesem eine Chance zu geben, denn trotz allem, hat BABYLON A.D. einen gewissen Schauwert…für einen Vin Diesel Film.

Autor: André

Wanted

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 12.09.2008 von André

„Hast du Erfahrung mit Messern?“

„Bei Frühstück, Mittag- und Abendessen.“

 

Der russisch-kasachische Regisseur Timur Bekmambetov – welcher sich international mit seinem WÄCHTER-Filmen einen Namen machte – ist in Hollywood angekommen und bringt nicht etwa – wie man vermutet hätte – den dritten, noch ausstehenden Teil seiner WÄCHTER-Trilogie (WÄCHTER DER NACHT, WÄCHTER DES TAGES und WÄCHTER DES ZWIELICHTS) heraus, sondern eine – visuell – völlig überdrehte Comicadaption eines Indy-Labels, mit dem knappen und knackigen Titel: WANTED.

 

In WANTED dreht sich alles um die personifizierte Definition des Wortes „Loser“ hier mit Namen Wesley Gibson (James McAvoy). Gefangen in einer Endlosschleife aus Langeweile, Frust und Selbstmitleid, fristet Wesley sein jämmerliches Leben, von dem man ihm nur wünschen kann, dass es schnell vorbei geht. Wunsch erfüllt, schon tritt der berühmt, berüchtigte Profikiller Cross (Thomas Kretschmann) auf den Plan, um Wesley zu erlösen. In letzter Sekunde rettet jedoch Fox (Angelina Jolie) sein Leben  und offenbart Wesley, dass sein Vater – von dem er glaubte, er hätte ihn auf ewig verlassen – ein Profikiller mit besonderen Fähigkeiten war und ein Mitglied eines geheimen Killerkults, der sich nur „Die Bruderschaft“ nennt. Etwas irritiert von den plötzlichen Ereignissen erfährt Wesley außerdem, dass sein Vater kürzlich von Cross ermordet wurde und dieser nun auch Wesley aus dem Weg räumen möchte, da in ihm dieselben, ungeahnten Fähigkeiten eines Killers der Bruderschaft schlummern. Von Sloan (Morgan Freeman), dem Anführer der Bruderschaft, instruiert, soll Wesley zum Profikiller ausgebildet werden, um Cross zu beseitigen und seinen Vater zu rächen…

 

Die Story ist – um es gelinde auszudrücken – beknackt und des Öfteren so dämlich, das man sich nur ungläubig die Hand an die Stirn klatschen kann. Beispielsweise erhält „Die Bruderschaft“ ihre Aufträge von einem mysteriösen Webstuhl – ja richtig „Webstuhl“ – der von Geisterhand gesteuert, Textilien so flechtet, dass man aus ihnen einen Binärcode erlesen kann, aus dem man wiederrum einen Namen – den des Auftrags – entschlüsselt…nur eines von vielen bescheuerten Beispielen die der Film offenbart.

 

Auf die unpräzise und sehr abgehackte Erzählstruktur seines Films, scheint Bekmambetov ohnehin nicht sonderlich viel Wert zu legen. Vielmehr geht es ihm um visuelle Spinnereien: um Distanzschüsse aus mehreren Kilometern und unmöglichen Winkeln, Kugeln die um die Kurve fliegen, Autos die sich im perfekten Winkel und gewollt überschlagen… WANTED ist randvoll von solch übertriebenen Sperenzien und schnell fühlt man sich an die Wachowskis und ihre MATRIX erinnert,  jedoch wahren deren Inszenierungen meisterhafte Beispiele für visuelle Ästhetik und bahnbrechende Effekte. In WANTED geht die Magie dieser Effekte – auf Grund ihrer unzweckmäßigen Häufigkeit – allerdings völlig flöten und die optischen Highlights verpuffen zur nervigen Effekthascherei.

 

Immerhin muss man Bekmambetov zu Gute halten, dass er seinem Stil der WÄCHTER-Filme – ob der nun gefällt oder nicht – treu bleibt und sich in seinen Actionszenen frei von jeder Konvention bewegt. Außerdem schafft es WANTED spielend, neben dem Prädikat „visuell furios“ auch noch die Stempel „außergewöhnlich brutal“ und „besonders a-moralisch“ aufzudrücken – schließlich dreht sich die Handlung ja auch um Profikiller und diverse Hollywood-Weichspülgänge sind da ohnehin völlig unangebracht. Darüber hinaus frönt der Film auch der Gewalt und A-Moral wie z.B. genreverwandte Filme alla SHOOT‘EM UP oder CRANK, schafft es dabei aber wesentlich weniger Klischees zu bedienen und versucht zumindest nicht ausschließlich über „Provokation“ zu funktionieren.

 

Das merkt man schon an der Besetzung der Hauptrolle mit James McAvoy – der sich hier auf Neuland begibt, viel er doch vor allem positiv in Filmen wie DER LETZTE KÖNIG VON SCHOTTLAND und ABBITTE auf. In der Rolle des „Losers“ liefert er jedoch eine eher peinlich bis lächerliche Vorstellung ab – Vergleiche mit Edward Nortons Rolle in FIGHT CLUB drängen sich grade zu auf und McAvoy kommt, sicher auch auf Grund von Drehbuchmängeln, nicht mal ansatzweise an das perfekt-subtile Spiel von Norton heran – deutlich besser gefällt er in der Rolle des entschlossenen Anti-Helden zu dem er sich – ab ca. 1/3 des Films – wandelt, auch wenn man sich das Schmunzeln nicht verkneifen kann, wenn McAvoy gegen Ende des Films, wie Bruce Willis zu seinen besten Zeiten – schießwütig durch eine Fabrikhalle tobt und alles umnietet was ihm in den Weg kommt.

 

Morgan Freeman – reichlich unterfordert – gibt sich gewohnt ruhig und routiniert, liefert eine passable Leistung ohne Mühe ab und überlässt die Show lieber dem jungen McAvoy. Schade ist, dass Thomas Kretschmann wieder nur – wie zuletzt in NEXT – böse gucken darf und man ihm nicht mehr zutraut, als Til Schweiger in TOMB RAIDER 2 oder KING ATHUR, obwohl Kretschmann eigentlich in KING KONG gezeigt hat, dass er zu mehr im Stande ist. Als echte Enttäuschung entpuppt sich allerdings Angelina Jolie, die nach einem fabelhaften Auftakt zur Statistenrolle mit einem einzigen Gesichtsausdruck verkommt, außerdem hat sie durch den Verlust einiger Kilos mächtig an Sexappeal eingebüßt und wirkt mit neuer TopModel-Figur deutlich weniger attraktiv, als in der vergleichbaren Rolle der MRS. SMITH.

 

Man kann es drehen und wenden wie man will, WANTED ist sicher ein außergewöhnlicher, aber leider kein guter Film: Drehbuchlöcher so groß wie das Ozon, total beknackte Handlung, Effekte-Overkill, visueller Wahnwitz, unfähig das Potential seiner Darsteller zu nutzen und zudem auch noch in seiner Gewalt- und Moraldarstellung wenig allgemeintauglich. Wer sich dennoch unschlüssig über einen Kinobesuch ist, sollte sich den R-Rated Trailer anschauen und auf Kompatibilität testen, tendenziell sollte jedoch eine DVD-Sichtung genügen.

 

Autor: André

“James, move your ass!”

Abgelegt unter: Im Kino, Strandgut am 10.09.2008 von Sven

Oder, wenn man sich den neuen Trailer für das 22te Bond-Abenteuer so anschaut, “James will kick ass!”. War der erste Trailer für den neuen Bond noch sehr zurückhaltend gehalten (was insbesondere die Actionsequenzen angeht) und auch mehr im Stile des ersten “Casino Royal”-Trailers geschnitten (trendige SlowMo-Black & White Zwischenschnitte mit Wummer-Sound unterlegt) klotzt der neue Extended Trailer hierbei aber mächtig los. Auf jeden Fall ist meine Vorfreude nach dem Teil hier, gerade mindestens um 300% gestiegen!

Autor: Sven

[edit] Das einzige was ich mich frage ist warum James auf “Get in!” mit einem “Oink” antwortet und warum George Lucas die einzige Person ist der er noch trauen kann!? Aber egal, ich habe in gerade das fünfte Mal angeschaut und er rockt trotzdem noch!