Lieber George Lucas,

Abgelegt unter: Allgemein am 31.08.2008 von André

In der Septemberausgabe der „epdFilm“ bin ich über ein Glosse gestolpert, welches an George Lucas adressiert ist und  - vermutlich nicht nur mir – sondern allen Fans der Sternenkriege aus der Seele spricht…enjoy. 

Lieber George Lucas,

in unserer Wohnung finden sich derzeit: zwei ausfahrbare Plastiklaserschwerter (rot und grün), drei STAR WARS-Videokassetten, sechs DVDs, 23 STAR WARS-Comics, vier Jedi-Jugendromane, ein Schachspiel mit Darth Vader als Dame, ein aufblasbarer Darth-Maul-Sessel, drei Yoda-Kaffeebecher, ein Raumschiffe-Quartett, zwei STAR WARS-PC-Spiele und drei Umzugskisten mit Fanliteratur. Wir haben alle Filme in allen Versionen mehrfach gesehen, Themenpartys veranstaltet und Wochenenden damit verbracht, den Lego-Sternenzerstörer zusammenzubauen. Außer dem Kauf des roten Laserschwerts, das schneller zerbröselt ist als Prinzessin Leias Heimatplanet, bereuen wir nichts. Niemand hat uns gezwungen, Geld und Zeit an Ihre Kinofantasien zu verschwenden. Was wir getan haben, haben wir aus Liebe getan.

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wall-e papercraft and friends

Abgelegt unter: Strandgut am 30.08.2008 von André

Am 25. Sep. kommt der knuffige kleine Roboter endlich auch in unsere Kinos. Um die Wartezeit zu verkürze gibt es – für die Bastelfreunde unter euch – papercraft Modelle zum Film. Diese hier sind die – bislang -  schönsten und stammen von 3D Model-Designer Julius Perdana. Das Modelset zum runterladen gibt’s hier… viel Spaß beim basteln ;)

Autor: André

bald im Kino: BURN AFTER READING

Abgelegt unter: Filme am 29.08.2008 von André

Gestern flanierten Brad Pitt, George Clooney und Tilda Swinton – Arm in Arm – über den Roten Teppich der Filmfestspiele von Venedig, um ihren Eröffnungsfilm BURN AFTER READING zu promoten.

 

Das Ding ist der neuste Geniestreich der Coen-Brothers die nach ihrem düsteren Neo-Western NO COUNTRY FOR OLD MAN, nun Anschluss an ihre Kult-Komödie THE BIG LEBOWSKI suchen und dafür von Publikum, Presse und Kritikern frenetisch bejubelt wurden.

 

BURN AFTER READING ist als schwarzhumorige Komödie angelegt; erzählt wird eine aberwitzige Story, voller skurriler Figuren und Absurditäten, die natürlich – in bester LEBOWSKI Manier – als bitterböse Satire auf den amerikanischen Gesellschaftsapparat zu verstehen ist. Neben den o.g. Stars, geben sich außerdem: John Malkovich, Frances McDormand, J.K. Simmons und David „SLEDGE HAMMER Rasche die Ehre.

 

Der Trailer – nach dem Klick – ist schon mal der Klopper der Saison, da kommt ganz großes auf uns zu ;)

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bald im Kino: NEW YORK, I LOVE YOU

Abgelegt unter: Filme am 26.08.2008 von André

 

Hurra!!! Nach dem wunderbaren Episodenfilm PARIS JE T’AIME kommt nächstes Jahr ein ähnliches Projekt mit dem Titel NEW YORK I LOVE YOU. 12 Episoden von 12 unterschiedlichen Regisseuren (u.a. Zack Braff, Fatih Akin, Scarlett Johansson, Natalie Portman) und jeder Menge Stars, in einem Film. *kreisch*

Autor: André

Deutsches Kino, angeschaut… Teil 1

Abgelegt unter: Filme am 26.08.2008 von André

„Wir könn doch nur „Nazidramen“ und „Komödien“. Derartige Sprüche hört man viele, kommt es zum Gerede um deutsches Kino. Ganz von der Hand zu weisen, ist dieses Vorurteil sicherlich nicht und – mal ehrlich – wie schnell wird heutzutage ein Film made in germany ab gewunken, geht es um die Entscheidung an der Kinokasse. Den Mainstream-Kinogänger reizen deutsche Filme kaum, es sei den sie heißen KEINOHRHASEN oder DER SCHUH DES MANITU – Nr.2 und Nr.1 der erfolgreichsten deutschen Filme aller Zeiten – was kein Indiz für gute Qualität ist.

Auch ich lege bei deutschen Filmen gerne mal mehr Skepsis an den Tag, als bei so manchem Blockbuster – ein schwerer Fehler, wie mich die letzten Monate lehrten – denn ich hab mir viel deutsches Kino angesehen und war das ein ums andere mal – doch – schwer begeistert von so manchem Werk. Natürlich möchte ich euch – ja euch beiden – meine Meinung über die betrachteten, einheimischen Filme nicht vorenthalten. Darum präsentiere ich an dieser Stelle die ersten 12 Kurzreviews aus meiner Serie „Deutsches Kino, angeschaut…
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bald im Kino: TERMINATOR SALVATION

Abgelegt unter: Filme am 23.08.2008 von André


Für alle die das noch nicht wussten: Im nächsten Jahr startet eine neue TERMINATOR Trilogie ohne Arnie, dafür mit BATMAN Darsteller Christian Bale in der Hauptrolle als John Connor.

 

Erzählt werden soll: von den verheerenden Ereignissen nach dem „Tag der Vergeltung“ an dem die Maschinen die Macht übernehmen und John Connor als Anführer der überlebenden Menschheit, den Aufstand gegen die Maschinen anführt…

 

Nah dann mal schaun ob der das auch ohne Arnies Hilfe hinkriegt. Titel des ersten Teils TERMINATOR: SALVATION. Hier ist das Poster und den ersten Teaser gibt’s nach dem Klick…

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Horror für PotterFans…

Abgelegt unter: Filme am 23.08.2008 von André

Da stellt sich WarnerChef Alan Horn letzte Woche einfach aufs Podium und verkündet mit folgender Nachricht, eine Art Supergau für alle PotterFans: “Wir haben uns entschieden, den angekündigten Starttermin für HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ (21 November 2008) um acht Monate zu verschieben.”

Mittlerweile wurde die offizielle Website auf den neuesten Stand gebracht (neuer Starttermin: 17. Juli 2009) zusammen mit dieser wenig Trost spendenden Message von Alan Horn an die PotterFans…uncool Warner, wirklich uncool.

 

[edit] der Grund für die Verschiebung sei die bessere Platzierung eines FamilienFilms im Sommer. Da Warnerbros. noch unter den Flogen des Autorenstreiks leide, hätte der Filmproduktionsmagnat keinen adequaten FamilienFilm für den Sommer 2009 in Planung, sodass sich der PotterFilm ausgezeichnet als Alternative anbiete…

 

Mit anderen Worten; Warner verdient einfach mehr Kohle am Halbblutprinzen, wenn dieser im Sommer gestartet wird und kann zusätzlich noch mehr Geld am DVD-Release pünktlich zur Weihnachtssaison 09 verdienen….Hollywood wär halt kein BigBusiness wenn es nicht auf den Schotter achten würde.

 

Autor: André

The Dark Knight

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 22.08.2008 von André

„Ich glaube, dass was dich nicht umbringt, macht dich schlicht und einfach…komischer.“

Erleichterung muss sich in Christopher Nolans Gesicht wiedergespiegelt haben, als der Regisseur die ersten Kritiken zu seinem Batman-Film las und die Rekordzahlen der Zuschauer, die in die Kinos stürmten um THE DARK KNIGHT zu sehen. Bei allem Erwartungsdruck der auf ihm lastete, stellte doch Nolan schließlich die höchsten Ansprüche an sich selbst, denn er ist kein Freund von Fortsetzungen und für ihn war klar; sollte er einen weiteren Batman-Film machen, so müsste dieser mehr sein, als eine Wiederholung des bewehrten Konzepts mit bombastischerer Optik und schickeren sowie lauteren Special Effekten. Nolans erklärtes Ziel, war eine plausible Erweiterung der Charaktere – die er in BATMAN BEGINS etabliert hatte – sowie eine neue, spannende und vor allem erzählenswerte Geschichte.

Im Ergebnis ist THE DARK KNIGHT noch besser geworden als sein Vorgänger, vielmehr wirkt dieser jetzt wie ein Teaser auf ein düsteres, epochales, komplexes und tiefgreifendes Crime-Opus, auf das die Bezeichnung „Comicverfilmung“ wie eine Beleidigung wirkt, denn THE DARK KNIGHT ist eine Bereicherung für sein Genre und ohne Zweifel der besten Blockbuster seit Jahren.

Dabei ist THE DARK KNIGHT alles andere als unbeschwerte Unterhaltung, sondern vielmehr ein Kraftakt den es durchzustehen geht. 2 ½ Stunden bedrückende und anspruchsvolle Kost, gepaart mit purem Adrenalin und einer Portion Wahnsinn. Der Film treibt seine Handlung von der Dunkelheit in die Finsternis und lässt am Ende nicht mehr als einen kleinen Hoffnungsschimmer übrig. Bedient werden dunkle, fatalistische Weltanschauungen, die von Angst, Tod und Verzweiflung begleitet werden und immer wieder kommen Fragen der Moral ins Spiel.

Ganz schön harter Stoff den Nolan da auffährt, angetrieben durch einen Chaos-Motor, einer kreativen Kreuzung aus anarchistischem Punk, mordlüsternem Wahnsinn, kriminellem Genie und penetrantem Terrorismus – dem Joker. Im Film repräsentiert er das vollkommene Böse, vollkommen weil keinem Motiv verpflichtet und völlig Sinn frei mordend. Der Joker vereint alle negativen Eigenschaften eines Menschen und wird dadurch zum Monster, gleichsam natürlich zum Mittelpunkt aller Faszination, denn er unterwirft sich keiner Regel  und besitzt dadurch das vielleicht höchste Gut der Menschheit: die totale Freiheit. Nicht umsonst gilt der Joker als einer der beliebtesten Superschurken aller Zeiten und wurde somit – als erster echter Gegenspieler von Batman – zur ersten Wahl für Nolan.

Wahres Geschick bewies der Regisseur aber mit der Besetzung dieser Figur, denn der – tragisch und viel zu jung verstorbene – Heath Ledger () erweist sich als echte Offenbarung für den Charakter und ist tatsächlich nicht wieder zu erkennen. Bereits vor Weltpremiere des Films, war das kleine Wörtchen Oscar in aller Munde und man durfte zurecht befürchten, dass dies vielleicht ein wenig zu schmeichelnde Worte für den kürzlich verblichenen Jungschauspieler waren, aber Oscar hin oder her – Ledgers Performance ist schlicht überragend und entspricht voll und ganz ihrem Ruf, er ist sowas wie das Bonbon des Films, das extra Sahnehäubchen und jeder seiner Auftritte ein kleines Highlight für sich.

Einmal mehr begeistert Nolan mit einem beeindruckenden Cast und lässt auch die kleinste Nebenrolle mit großen Namen ausfüllen, was den Film enorm anreichert, denn es braucht Können – bei knapp bemessener Screentime – einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Rollen wie die von Gary Oldman, Michael Caine oder Morgan Freeman, können fast ausschließlich nur vom Charisma und Ruf ihrer Darsteller leben und funktionieren dennoch. Auch Maggie Gyllenhaal zeigt, dass sie um Klassen besser agiert als Katie Holmes und Christian Bale gibt sich gewohnt kühl und subtil, aber nicht weniger überzeugend. Eine echte Überraschung ist Aaron Eckhart, der mit einer Leichtigkeit und Spielfreude neben Größen wie Goldman und Caine schlicht verblüfft und es schafft – trotz Joker und Batman – einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, was nicht an dem Auftritt von Two-Face liegt.

Einen bleibenden Eindruck hinterlässt auch die aufwändig gestaltete und furios inszenierte Action des Films. Hier wirkt THE DARK KNIGHT bahnbrechend und begeistert mit minutiös konstruierten Spektakeln die in ihrer Perfektion und Echtheit, einen das atmen vergessen lassen. Nolan beweist, dass der Aufwand lohnt und er kann zu Recht stolz sein auf seine – im IMAX-Format – gefilmten Actionsequenzen, die jedes bislang da gewesene CGI-Spektakel in den Schatten stellen. Das Konzept ist simple; es überzeugt, weil es echt ist. Für dieses Gefühl, für diese Optik lohnt auch der Aufwand einen LKW – hochkant – auf den Kopf zu stellen oder ein komplettes Hospital – mit vorweg schreitendem Joker – in die Luft zu jagen. In diesen Momenten ist ganz großes Actionkino angesagt welches moderne Effekte nach bewehrter Methode, spektakulär in Szene setzt und mit minimalen digitalen Elementen veredelt, großartig.

Natürlich hat auch THE DARK KNIGHT seine schwächeren Momente, Dinge die vielleicht nicht ganz so gut funktionieren; sicherlich kann das etwas überdrehte finale Actionszenario nicht mit denen der vorangegangenen Spektakel konkurrieren; vielleicht wirken einige Konflikte etwas zu plakativ und deren Lösungen ein wenig naiv; möglicherweise könnte das Design von Two-Face ein wenig über die Stränge schlagen und vermutlich hätte der Film auch eine ½ Stunde kürzer noch gut funktioniert.

All diese Mängel sind jedoch marginal und schwächen kaum den überragenden Gesamteindruck des Films. THE DARK KNIGHT ist ganz großes Kino; aktuell, modern, intelligent, anspruchsvoll, komplex und unterhaltsam eine großartige Fortsetzung mit enormem Schauwert, die den Vorgänger sogar noch schlägt und die Messlatte für zukünftiges mächtig hoch ansetzt, viel mehr als ein Blockbuster…keine Frage: reingehen.

Autor: André

“Here’s my Card…”

Abgelegt unter: Allgemein am 20.08.2008 von André

“Das Warten hat ein Ende, heute Abend starten überall in Deutschland die öffentlichen Previews zu THE DARK KNIGHT und ich werde endlich diesen Film sehen!!! Ticket ist schon gesichert und freun tuh ich mich wie Bolle…werd natürlich in Kürze ne Review zum Film raushauen, erwarte ja nicht weniger als ein Meisterwerk – gemessen am bisherigen Kritikspiegel – ist dies nicht übertrieben.

Ob der Film seinem Ruf gerecht wird ist mir aber ziemlich Schnuppe, denn der fANbOY in mir – das weis ich – wird diesen Film lieben.

Wünsche allen, die diese Freude mit mir teilen, viel Spaß beim Film ;)”

André 

Star Wars: The Clone Wars

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 17.08.2008 von André

„Zu Befehl Sky-Guy…“

Niemals zu müde seinen – vor 30 Jahren – geschaffenen Sci-Fi Kult, um ein weiteres Stückchen zu entzaubern, schlägt STAR WARS Schöpfer George Lucas erneut das Kapitel CLONE WARS auf und promoted die dazugehörige Action-Animations-Serie (TV-start: Frühjahr/2009), gleich mal mit einem Pilotfilm im Kino.

Kein Frieden in der Galaxis. Die Jedi kämpfen für die Republik an allen Fronten, können aber das weitreichende Intrigengespinst Palpatines und dessen Handlangers Count Dooku nicht entwirren. Um den Jedis das Leben schwer zu machen, entführen die Sith Jabba the Hutts Sohn und zwingen den Jedis die Entscheidung auf, ob sie dem Verbrecher Jabba helfen oder riskieren, an einer weiteren Front kämpfen zu müssen. Ganz egal wie sich die Jedi entscheiden, die Sith scheinen schon eine Antwort parat zu haben. Und Anakin muss in diesen Wirren, zu allem Überfluss, noch einen Padawan ausbilden…(Quelle: Pressetext)

Mittlerweile sollte auch dem letzten Fanboy bewusst geworden sein, dass George Lucas schon vor Jahren den Respekt vor seiner Schöpfung STAR WARS verloren hat und seitdem den Hype - um die geliebte Sci-Fi Mythologie – nur noch gezielt weiter bedient, um sein – ohnehin – milliardenschweres Unternehmen, mit ein paar weiteren Millionen zu bereichern. Im Zuge dieses wirtschaftlichen Kalküls, hat er die wenig erfolgreiche 2D-Trickfilmserie THE CLONE WARS (2003-05) überarbeiten lassen und präsentiert diese – unter gleichem Namen und diesmal in 3D – als „wichtige Ergänzung der STAR WARS Saga und spektakuläre Erzählung der sagenumwobenen Klonkriege.“ Selbstverständlich ein fadenscheiniges Argument, liegt doch der Verdacht viel näher, dass THE CLONE WARS – auf Grund seiner Videospieloptik und offensichtlicher Auslegung, auf ein junges Publikum – vielmehr kreiert wurde, um die nächste Generation Kids für STAR WARS zu begeistern und ein paar weitere Actionfiguren und Computerspiele auf den Markt zu werfen.

So manch ein Fan wird sich also vor der Sichtung von THE CLONE WARS auf eine weitere Enttäuschung alla STAR WARS: EPISODE I – III vorbereitet haben, zumal diese Filme einen gut auf das Niveau und das Feeling der neue STAR WARS Interpretation einstimmen können.

Und in der Tat, THE CLONE WARS bietet tatsächlich keine erzählenswerten Ergänzungen des Gesamtplots – um die Klonkriege und Anakins langsamen Wandel zu Darth Vader – geschweige denn Dramaturgie oder eine erwähnenswerte Handlung. Viel mehr hangelt sich der Film von einer furiosen Schlacht zur nächsten: Kampfdroiden gegen Klonkrieger, mittendrin die Jedis, hin und wieder ein Lichtschwertduell. Dazwischen bemüht man sich um Rahmenhandlung die – mangels Qualität – nur langweilen kann, von den peinlichen Dialogen und den aufgesetzten Witzen ganz abgesehen.

Einen weiteren Minuspunkt erhält der Look des Films. Während sich die Welten und Schauplätze in CLONE WARS – bis auf eine Texturenreduktion – kaum von denen der real Filme unterscheiden, wirken die beknackt animierten Charaktere wie Karikaturen ihrer selbst. Die Figuren bewegen sich hölzern und sehen durch ihr kantiges Design und das visuell angeglichene Charakterbild, schlichtweg lächerlich aus – technisch wäre da auf jeden Fall mehr drin gewesen, was nur wieder für die mangelnde Qualität des Films spricht.

Das es auch anders gehen kann, beweisen die Animationskünstler von PIXAR fast jährlich und auch Lucas CGI-EffekteSchmiede INDUSTRIAL LIGHT AND MAGIC – die mit nahezu jedem Hollywood-Blockbuster, Perfektion neu definiert – kann viel Größeres leisten. Doch gute Animationen kosten viel Geld und vor allem Zeit, Zeit die bei der Produktion einer TV-Serie knapp bemessen ist, immerhin bewegen wir uns hier eigentlich auf TV-Niveau. Wobei wir auch schon beim Knackpunkt wären, THE CLONE WARS ist der Pilotfilm einer TV-Serie und verhält sich auch genauso: Er leitet in aller Kürze die Ereignisse um den Klonkrieg ein, stellt – mehr obligatorisch als tatsächlich – alle wichtigen, alten und neuen Charaktere vor und legt die Grundsteine der wichtigsten Plots, ohne deren Ausgang zu offenbaren – welchen wir ja ohnehin alle schon kennen.

Was unterm Strich übrig bleibt, ist eine lieblos animierte Hülle, eines – von Lucas – längst entmystifizierten Sci-Fi Kults, die im Kino nichts verloren hat und auf die jeder Fan gern verzichtet hätte. Vom Charme der alten Filme keine Spur und so marginal und kraftlos, dass selbst die neuen EPISODEN in besserem Glanz erstrahlen. Vielleicht wäre STAR WARS: THE CLONE WARS im TV ein Renner geworden, vielleicht kann die kommende Serie mehr überzeugen, doch die Zeiten in denen STAR WARS noch faszinieren und verzaubern konnte, wirken wie…vor langer Zeit in einer Galaxie, weit, weit entfernt…

Autor: André

Der Mongole

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 17.08.2008 von André

„Größe erreichen Jene, die sie sich nehmen.“

Für die einen war er ein brutaler Tyrann, für die anderen eine – bis heute – verehrte Gottheit. Die Rede ist von Dschingis Khan, der Zeit seines Lebens die halbe – damals bekannte – Welt eroberte und das Volk der Mongolen unter seiner Herrschaft vereinte. Der Mythos Dschingis Khan – von dem faktisch nur wenig überliefert wurde – prägte viele Legenden, die sich über brutale Raubzüge, martialische Schlachten, bis hin zu barbarischen Ritualen erstrecken und ihm den Ruf eines furchterregenden Kriegsherren einbrachten. Der russische Regisseur Sergei Bodrov erzählt die Geschichte vom Aufstieg des Dschingis Khan – der von seinen Eltern Temudgin genannt wurde – und präsentiert ihn als stolzen, freiheitsliebenden und gutmütigen Menschen.

1172 – Temudgin, Sohn eines Khans, findet in dem Mongolenmädchen Borte seine große Liebe. Eine Liebe, die Jahre voller Gewalt, Leid und Tod überstehen wird. Die Entführung Bortes durch einen verfeindeten Stamm gleicht Temudgin einer Kriegserklärung. Er zieht in einen opferreichen Kampf für seine Liebe und erkennt seine Bestimmung: Er muss als Khan aller Mongolen sein Volk vereinen und in eine sichere Zukunft führen…(Quelle: Pressetext)

Fernab der fernöstlichen Legendenverfilmungen mit schwebenden Helden und akrobatischen Fechtduellen, inszenierte Sergei Budrov seinen Film als authentisches Heldenepos mit wunderschönen Landschaftsaufnahmen, größtenteils unbekannten, einheimischen Darstellern und brutalen Schlachtgemetzeln. Es ist erfrischend mal einen Film von solcher Größe zu sehen, der nicht in den USA produziert wurde und sich dennoch problemlos mit Werken wie THE LAST SAMURAI oder DER MIT DEM WOLF TANZT messen kann.

DER MONGOLE lebt von seinen herrlichen Bildern, schwelgt in den endlosen Weiten der mongolischen Steppe, zeigt traumhafte Hügel- und Waldlandschaften und wartet mit einer großartigen Ausstattung auf. Die Kostüme wirken historisch echt, ebenso der Einblick in die Sitten, Gebräuche und Werte des mongolischen Volkes. Bodrov legte viel Wert auf ein authentisches Bild, weit weg von den Klischees einer Barbaren Horde, nur bei der Charakterzeichnung seines Helden Temudgin, musste auch er sich auf Spekulationen verlassen und diese der eigenen Vorstellung seines Helden anpassen. Von absolut historischer Genauigkeit kann also auch bei DER MONGOLE keine Rede sein, doch der Film kommt sicherlich so nah wie möglich heran, immerhin sind viele Details aus Dschingis Khans Biographie, niemals überliefert worden.

Als Ausgleich für die meditativen Kulisse, zeigt DER MONGOLE ein paar – nicht unblutige – Gefechte und Schlachten die mit der gleichen Sorgfalt wie der Rest des Film Inszeniert wurden und mit vielen Statisten und aufwändigen Choreographien beeindrucken können.

Einziger Wehmutstropfen ist, dass DER MONGOLE – wie alle biographischen Filme – etwas unter Zeitdruck leidet. Eine Lebensgeschichte – nicht mal ein halbe – lässt sich eben nur schwer auf zwei Stunden Zelluloid bannen, da muss manch prägendes Ereignis schnell abgehandelt werden und auch auf größere Zeitsprünge kann nicht verzichtet werden.

Für derart kraftvolle und ausdruckstarke Bilder aber ein kleiner Preis, den man gerne bezahlt, denn auch die Darsteller überzeugen und lassen einen – dank ihrer Unbekanntheit – noch tiefer in die Historie des vielleicht größten Feldherren aller Zeiten eintauchen. Sergei Bodrov will dieses Heldenlieb übrigens 2010 fortsetzen, mit einem Portrait des älteren Dschingis Khan. Gelingt dieses so liebevoll wie DER MONGOLE, darf man sich jetzt schon mal freuen.

Autor: André

Barack Rick Roll’d

Abgelegt unter: Strandgut am 15.08.2008 von Sven

“Three reasons why I’m voting for Obama:

1: He’s never gonna give me up.
2: He’s never gonna let me down.
3: He’s never gonna run around and desert me.”

via: Monkeys for Helping
Autor: Sven

Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 12.08.2008 von André

„Oh mein Gott! Was für ein entsetzliches, dreiköpfiges, wandelbares Monster!“

1999 überraschte Hollywood mit einem frechen, nicht ganz ernst zu nehmenden Abenteuerblockbuster, Titel: DIE MUMIE, ein Neuaufguss des bis dato verstaubten Horrorklassikers, den man kurzer Hand ins Abenteuer Genre um bugsierte und – neben knackiger Action und ein paar Horrorelementen – mit einer ordentlichen Prise Humor, Selbstironie und einem etwas schießgeilen Helden versah, der mal zur Abwechslung nicht INDIANA JONES sondern Rick O’Conell hieß. Es folgte 2001 eine Fortsetzung nach gleicher Rezeptur – mit bewehrter Steigerung: größer/lauter – und dann wurde es wieder ruhig – bis heute.

Der Zweite Weltkrieg ist grade vorbei und seit dem letzten Abenteuer von Rick und Evelyn O’Connell, gemeinsam mit ihrem – damals neun jährigen – Sohn Alex, sind elf Jahre vergangen. Mittlerweile ist dieser erwachsen und wie seine Eltern ein Abenteurer. In China kommt es zur großen Familienzusammenführung, an der auch Evelyns Bruder Johnathan beteiligt ist. Zusammen müssen sie den einst gemeinsam mit seiner furchterregenden Armee in Terrakotta gebannten und jetzt wieder auferstandenen Drachenkaiser besiegen, der versucht die Welt unter seine Herrschaft zu bringen…(Quelle: Pressetext)

Die Frage, ob die Welt einen dritten MUMIE Teil braucht, ist selbstverständlich mit „Nein“ zu beantworten, aber weil Hollywood nochmal ein paar Kröten locker macht und Brandan Fraser grade sowieso nichts besseres zu tun hat, hat sich Regisseur Rob Cohen breitschlagen lassen mit Unterstützung der MartialArts Stars Jet Li und Michelle Yeoh, DIE MUMIE: DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS zu drehen.

Die Story unterscheidet sich im Grunde nicht von der der Vorgänger, mit Ausnahme, dass sich die O’Connells diesmal nicht in Ägypten, sondern im fernöstlichen China auf Mumien jagt begeben. Dies geschieht nach wie vor nach bewehrter Rezeptur: große Panoramen, viele Effekte, viel Feuerwerk und Spaß. Ziemlich rasant und schnörkellos unterhaltend, jagt der neue MUMIE Teil sein Publikum durch zusammengebastelte Mythen, Historie und Klischees der chinesischen Kultur, besonders im ersten Drittel versprüht der Film noch den leicht Ironischen Charme der Vorgänger, auch wenn – in Sachen China – kein Klischee ausgelassen wird, macht der Film viel Spaß, eben weil er sich nicht sonderlich ernst nimmt und über das plakative Ziel der Unterhaltung gar nicht hinaus möchte. Auch die Darsteller wirken durchweg gut gelaunt, besonders Brandan Fraser und die Neubesetzung Maria Bello wirken extrem losgelöst und verspielt. Eine Enttäuschung ist hingegen Jet Li, der nicht mal ansatzweise so bedrohlich und diabolisch wirkt wie Arnold Vosloo seiner Zeit als Imhotep und Michelle Yeoh hat einer sehr undankbare Rolle, weil sie stets ernsthaft und würdevoll agieren muss und dies leider überhaupt nicht zum Gesamtkonzept des Films passt.

Ab dem zweiten Drittel driftet der Film dann auch etwas zu stark in die Parodie eines Abenteuerfilms ab. Dann nämlich überwiegen nicht mehr selbstironische Witzchen und Satire auf das Genre, sondern pures TrashKino made in Hollywood. Plötzlich wirkt das Drehbuch wie fallen gelassen, die Handlung hüpft von einen Spektakel zum nächsten und das kreativ Team um Mumien, Mythen und Flüche fügt der Handlung allerlei Absurditäten hinzu, die man – nicht mal – in einem MUMIE Film erwartet hätte. Beispielsweise werden bei einem Angriff des Drachenkaiser im Himalaya, drei Yetimonster zur Gegenwehr gerufen, jawohl YETIS, einfach so, wie selbstverständlich – Reinhold Messner wär begeistert. Auch der Drachenkaiser selbst, kann sich plötzlich in allerlei Kreaturen verwandeln: in einen dreiköpfigen Drachen und in irgendein Monsterding, zusätzlich – versteht sich – zu der Fähigkeit, die Elemente: Feuer, Wasser, Luft, Metall und Holz zu beherrschen.

Nun ist der Film völlig von der Kette gelassen, lässt die – ohnehin nur alibihafte – Handlung links liegen und verrennt sich in einem Spektakel aus Effekten sowie gewollt und ungewollt komischen Szenerien die dann absolut gar keinen Sinn mehr ergeben. Nicht das die ganze Schose nicht mordsmäßig unterhaltend wäre, aber es ist dennoch schade, dass man sich trotz immer noch begeistert agierender Darsteller, selbst in die Mülltonne kloppt und – sicherlich mit einem großen Knall – aber am Ende dann dennoch untergeht.

Autor: André

Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 12.08.2008 von André

„Das ist mein LKF… Dein Was?“

„Lieber kleiner Freund.“

 

Auf der Welle des FantasyHype wurde DIE CHRONIKEN VON NARNIA: DER KÖNIG VON NARNIA zur Weihnachtssaison 2005 ein großer Erfolg. Mit zwei Jahren Verspätung will nun der Nachfolger DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA – diesmal im Sommer – es seinem Vorbild gleichtun. Die Rezeptur ist dabei auch gleich geblieben: christlich konforme Wert- und Moralvorstellungen, gepaart mit einem Potpourri aus Fabelwesen, in einem Krieg, der von Kindern angeführt wird, fertig ist das familientaugliche FantasyEvent.

 

Ein Jahr nach dem größten Abenteuer ihres jungen Lebens, kehren die Kinder der Familie Pevensie nach Narnia zurück und müssen feststellen, dass dort 1300 Jahre verstrichen sind. Gleichzeitig haben sich die Machtverhältnisse in Narnia dramatisch verändert, denn das Land wird mittlerweile von dem tyrannischen König Miraz und seinen Telmarern regiert, die die zauberhaften Wesen und sprechenden Tiere unterdrücken und ausrotten. Zusammen mit dem rechtmäßigen Thronfolger Prinz Kaspian – dem Neffen von König Miraz – versuchen sie nun die Machtverhältnisse wieder zurechtzurücken…(Quelle: Pressetext)

 

Auch wenn angeblich 1300 Jahre vergangen sind, so hat sich die Märchenwelt von Narnia jedoch kaum verändert. In Sachen Ausstattung, Special Effekte und Besetzung, präsentiert sich der Film – vielleicht eine Note düsterer – genau wie sein Vorgänger. Mit den entsprechenden SoftwareUpdates sehen digitale Viecher und Effekte natürlich einen Tacken besser aus, aber das ist auch schon alles was sich in Sachen Fortschritt in NARNIA getan hat.

 

Regisseur Andrew Adamson spult das – mittlerweile standardisierte – Fantasyprogramm ab, ohne markante Akzente zu setzen oder wirklich zu faszinieren und zu überraschen. NARNIA ist viel zu überfühlt mit tausenden von Viechern und Charakteren, die allesamt den schlecht besetzten Darstellern die Show stellen. Wie schon im Vorgänger, konzentriert sich Adamson nicht richtig auf die Charaktere, sondern lässt lieber die Effekte Trickser von WETA Digital sein Publikum verzaubern. Diese tun ihr Bestes – mit all ihren Mitteln – dem Zuschauer ein wenig Begeisterung für die bunte – von Fabelwesen überwucherte – Ritterwelt abzugewinnen, aber was ist eine digitale Hülle ohne Herz und Seele. Nur wenn es Hart auf Hart kommt – sprich in den Schlachten – kann Adamson mit Einfallsreichtum und Inszenierungsfreude ein wenig unterhalten, auch wenn jedes Highlight wie eine schlechte Kopie von HERR DER RINGE wirkt.

 

NARNIA ist FantasyKino auf niedrigstem Niveau, für alle die mal einen kurzen Abstecher in die Welt der Märchen, Legenden und Mythen machen wollen, ohne sich wirklich mit der Essenz der Materie zu befassen: „Boar! Sieh mal sprechende Tiere, Ritter, Zentauren, Menotauren und wandelnde Bäume..KRASS!!! Und Tschüss.“

 

Was an NARNIA aber richtig nervt ist die christliche Thematik und die Naivität mit der in dieser Welt Kriege ausgetragen werden. Unentwegt wird vom bedingungslosen Glauben gesprochen, der alles wieder zum Guten wendet. Wer glaubt dem wird geholfen, selbst in der aussichtslosesten Situation, ja selbst im Tode. Denn für alle wichtigen Charaktere – die in der Schlacht fallen – hat klein Lucy Pevensie ja immer einen Tropfen ihres Erweckungstranks parat. Das, gepaart mit der familientauglichen Subtraktion von Blut in der Schlacht, ist die schamloseste Verblühmung von Krieg und Tod, die ich jemals auf der Leinwand gesehen habe.

 

Familientauglich ist auch der Degen schwingende Mäuserich – noch ne schlechte Kopie, diesmal aus SHREK – der mal süß und knuddelig in die Kamera lächelt, so das alle kleinen Mädchen sofort „oooooh“ und „uuuuuh“ machen und dann im nächsten Moment – ohne zu zögern – telmarischen Soldaten die Kehle mit seinem Degen durchbohrt . Das hat schon was enorm bizarres, von fälschlicher Moralverwaltung ganz zu schweigen.

 

Was in NARNIA nicht stimmt, wird vielleicht an einer Szene besonders deutlich: Klein Lucy stellt sich am Ende einer Brücke der telmarischen Armee entgegen, ihr zur Seite steht nur Aslan – der mächtige Löwe und plakative Heilandfigur in NARNIA – klein Lucy zieht ihren kleinen Dolch und setzt ihr unschuldigstes Lächeln auf. Diese Szene hatte für mich einen besonders üblen Beigeschmack, denn hier wird am deutlichsten, dass ein unschuldiges Kind und Krieg nicht miteinander harmonieren. Anders ausgedrückt „Waffen gehören nicht in Kinderhände.“ Und erst recht sollten Kinder keine Kriege schlagen oder Armeen anführen, auch nicht für den Glauben, denn er ist keine Garantie für den Sieg und er führt den gefallenen Glaubenskrieger nicht ins Paradies.

 

Autor: André

In Memory of George Carlin

Abgelegt unter: Strandgut am 11.08.2008 von Sven

“When does a kid get to sit in the yard with a stick anymore? Ya know? Just sit there with an fucking stick! Do todays kids even know what a stick is? Ya know? Just sit in the yard with a fucking stick and ya dig a fucking hole!” (George Carlin)