Der letzte Kuss

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 26.07.2007 von André

Ernste Beziehungen sind ein hartes Stück Arbeit, ganz gleich in welchem Stadium sie sich auch befinden, die Arbeit hört niemals auf. Natürlich passieren in solchen Beziehungen auch Fehler die Menschen verletzen und enttäuschen und dann steht man vor der Frage: Was nun? Lohnt es sich fortzufahren oder ist es besser getrennte Wege zu gehen. Mit dem Remake Der Letzte Kuss gibt Regisseur Tony Goldwyn einen sehr ehrlichen, sehr gefühlvollen Einblick in die unterschiedlichen Stadien fester Beziehungen.

Michael (Zack Braff) ist 29 Jahre alt, hat eine wunderschöne Freundin und einen vielversprechenden Beruf, zudem wird er bald Vater. Während seine Freundin Jenna (Jacinda Barrett) bereits Pläne für die Ehe und ein gemeinsames Haus schmiedet, befindet sich Michael in einer tiefen Kriese, denn sein Leben verläuft ihm zu gradlinig. Da kommt ihm die junge, unkonventionelle Kim (Rachel Bilson) ganz recht und zwischen den beiden fängt es an zu knistern. Auch Michaels Freunde haben so ihre Beziehungsprobleme, während Izzy seiner Ex hinterher trauert und Kenny feststellen muss, dass sein neuer Flirt auf der Suche nach was Festem ist, streitet sich Chris immerzu mit seiner Frau, die alle Hände voll damit zu tun hat das gemeinsame Baby großzuziehen. Doch nicht nur bei den jungen Leuten, auch bei Jennas Eltern bahnt sich eine Kriese an.

Mit ruhigen, stimmungsvollen Bildern schildert Goldwyn die, ach so menschlichen, Konflikte der verschiedenen Paare. Schwerpunktmäßig liegt sein Interesse dabei vor Allem auf Michael und seiner verfrühten Midlifecrisis. Zack Braff ist auch in dieser Rolle einfach nur großartig und schafft es seine Leistungen in Garden State noch zu übertreffen, sein Charakter wirkt absolut glaubwürdig und trotz all seiner Fehler, in keinem Moment unsympathisch, das gilt im übrigen für die gesamte Besetzung, die ihre Sache einfach großartig macht und natürlich entscheidend zur gelungenen Umsetzung des Stoffes beiträgt. Auch den Drehbuchautoren muss man ein großes Kompliment für die ehrlichen Dialoge aussprechen, die keinesfalls kitschig oder aufgesetzt wirken, sondern in ihrer Aussagekraft fast schon erschreckend real ausfallen. Neben aller Dramatik bemüht sich Goldwyn aber auch um ein wenig Komik und kann auch diese Hürde erfolgreich meistern, natürlich tragen auch hier seine Darsteller gekonnt dazu bei. Was die ganze Sache dann noch abrundet ist der ausgezeichnete Soundtrack der sich hervorragend denn Stimmungen der Charaktere anpasst und deren Gefühle gekonnt zu transportieren versteht.

Fazit: Der Letzte Kuss ist eine ehrliche, tragisch komische Beziehungsstudie in ruhigen, wunderschönen Bildern erzählt und mit hervorragendem Darsteller geschmückt, der gute Soundtrack untermalt diese perfekte Harmonie und sorgt für kurzweilige Unterhaltung mit etwas Tiefgang.

Autor: André

Stirb Langsam 4.o

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 26.07.2007 von André

„Yippie Ya Yee Schweinebacke“ Bruce Willis muss auf seine alten Tage nochmal eisenharte Eier demonstrieren und meldet sich in seiner erfolgreichsten Rolle als Detective John McClane auf der großen Leinwand zurück. In die Jahre gekommen, aber nach wie vor ein Talent dafür langsam zu sterben, kämpft sich McClane erneut durch einen beschissenen Tag voller Schießereien und Explosionen.

Wie legt man eine Weltmacht lahm? Ganz einfach, man hackt sich, mit Hilfe von ein paar Computerfreaks, in das zentrale Datennetz der Weltmacht ein. Auf diese Weise kontrolliert man, bequem vom Rechner aus, sämtliche Verkehrs-, Kommunikations-, Sicherheits- und Wirtschaftssysteme einer ganzen Nation. Diese Schwäche nutzt der Ex-Sicherheitsbeauftragte Thomas Gabriel (Timophy Olyphant) ganz gewaltig aus, um sich das Vermögen der gesamten USvonA unter den Nagel zu reißen. Leider pinkelt er dabei John McClane (Bruce Willis) ans Bein, denn er muss einen jungen Hacker (Justin Long) ausschalten, der unter McClanes, nicht ganz freiwilliger, Aufsicht steht. Richtig persönlich wird’s dann, als Gabriel auch noch McClanes Tochter Lucy (Marie Elisabeth Winstead) entführt.

Über 10 Jahre sind seit Stirb Langsam: Jetzt erst recht vergangen und die Welt um John McClane hat sich ganz schön verändert. Nicht nur seine Frau hat ihn verlassen, auch seine Tochter spricht kein Wort mehr mit ihm, zudem wird ihm auch noch ein redseliger junger ComputerNerd ans Bein gebunden und prompt findet sich McClane zwischen Kung-Fu Bräuten, schießwütigen Terroristen und verdammt flinken „Le Pakur“ Turnern wieder, die ihn allesamt Tod sehen wollen. In alter Stirb Langsam Manier zieht es Willis Mal wieder mächtig in die explosive Scheiße, ganz so souverän wie früher kann er die mittlerweile nicht mehr meistern, doch das macht nichts, denn seine freche Klappe ist noch die selbe und wenn old man Willis dann vor lauter HighTech nicht mehr weiter weis, springt sein junger Sidekick für ihn ein. Klar ist der kein vergleichbarer Sam Jackson, aber der Generationskonflikt der beiden lädt schon zu so manch witzigem Wortgefecht ein: „Du spielst also noch mit Puppen…Hoppla das kann man doch abnehmen?“ „Nein aber keine Sorge, kaputt ist die sicher mehr wert als ganz.“ „Hey sieh einer an, noch mehr Puppen. Mit Frauen hast du’s wohl nicht so?“ „Hey ich hab noch jede Menge andern coolen Kram hier rumfliegen, denn sie kaputt machen können.“ Neben derartigen Späßen, ist es aber vor Allem die, größtenteils handgemachte Action, die vollstens überzeugen kann. Hier tritt „professionelles Understatement“ gegen „brachiale Gewalt“ an, oder wie sonst sollte man es nennen wenn McClane mit einen Streifenwagen durch einen Helikopter jagt oder mit einem Geländewagen durch ein Kraftwerk brettert, um eine Killerin über den Haufen zu fahren und schließlich, mit der Killerin auf der Kühlerhaube, in einen Aufzugschacht donnert. Solche und zahlreiche andere Beispiele, lassen das Herz jedes Actionfans höher schlagen. Ein wenig übertrieben wirkt nur die Jet vs. Truck Sequenz gegen Ende des Films, bei der zudem auch viel CGI mit ins Spiel kam. Die Sequenz hat zwar dank einiger guter Stunts und spektakulärer Bilder durchaus ihren Schauwert, aber irgendwie ist es schade, da der Rest des Films ohne derartige Kinkerlitzchen auskommt und lediglich zur Veredelung der ein oder anderen Actionszene, ein wenig CGI zur Hilfe genommen wurde. Zum Glück bleibt die finale Auseinandersetzung der beiden Kontrahenten McClane und Gabriel dann aber wieder schön subtil und bodenständig.

Fazit: Old man Willis kanns noch. Nicht ganz die Form der Vorgänger aber dennoch ein Highlight, bietet Stirb Langsam 4.0 tonnenweise brachial Action vom feinsten. Dazu kommen gutgelaunte Darsteller und j

Sieben

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 26.07.2007 von André

„Hemingway hat mal geschrieben…die Welt ist so schön und wert das man um sie kämpft…letzterem stimme ich zu.“

So lautet das traurige Fazit eines der beklemmensten Thriller der letzten Jahre. Die Rede ist von Sieben einem Krimi über zwei Detectives, die an einer Mordserie ermitteln, welche die sieben Todsünden zum Vorbild hat.

William Somerset (Morgan Freeman) hat genug von der Polizeiarbeit. Der in die Jahre gekommene Detective geht in genau einer Woche in den Ruhestand, zuvor muss er aber noch den Neuen, Detective David Mills (Brad Pitt), in seine Arbeit einweise. Beiden fällt der gegenseitige Umgang schwer, denn der ungeduldige, redselige Mills ist das genaue Gegenteil zu dem ruhigen, abgeklärten Somerset. Eine neue Mordserie zwingt beide jedoch zur Zusammenarbeit, denn der Täter foltert und tötet anschließend, sogenannte Todsünder, Menschen die gegen die sieben Sünden des Teufels verstoßen haben. Zudem findet Somerset heraus, dass der junge Mills durch seine Arbeit, seine Frau Tracy (Gwyneth Paltrow) stark vernachlässigt. Tracy kommt mit dem Großstadtleben nicht gut zurecht und vertraut Somerset ein Geheimnis an: sie ist schwanger.

Maßlosigkeit, Habsucht, Hochmut, Trägheit, Wollust, Neid und Zorn. So lauten die sieben Todsünden nach dehnen der Psychopath John Doe (Kevin Spacey) seine Opfer auswählt.

Von Anfang an schafft Regisseur David Fincher den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen, denn seine düsteren, beklemmend schockierenden Bilder, sorgen für eine unglaublich dichte Atmosphäre. Gekonnt erzeug er dabei ein fast schon mystisches Szenario, durch das sich der großartige Morgan Freeman und sein Kollege Brad Pitt bewegen. Die subtile Spannung und psychische Grausamkeit, die der Film mit jedem Mord steigert, wirken beinahe unerträglich und die alptraumhaften Bilder der Opfer brennen sich in die Köpfe der Zuschauer ein, nicht zuletzt, weil Fincher seinem Publikum nie einen klaren Einblick gewährt, sondern stets Platz für die eigene Fantasien des Betrachters übrig lässt. Doch nicht nur die düstere Atmosphäre oder die exzellenten Darsteller sorgen für ordentlichen Nervenkitzel, es ist vor allem die Thematik mit der sich Fincher befasst: Die Abgründe der Menschheit. Verdeutlicht durch die sieben Todsünden zeigt Fincher eine Welt ohne glauben an Werte, Moral und Anstand. Eine Welt voller Grausamkeit und ohne Hoffnung. Wie der alte Somerset, der den Glauben an das Gute im Menschen verloren hat, oder der naive Mills, der nicht erkennt welches Glück er hat und schließlich zerbricht, als sein heile Weltbild einstürzt. Nicht mal am Ende wenn sich John Doe stellt und seinen grausam, genialen Plan vor den Augen der Detectives offenbart, gönnt Fincher dem Zuschauer ein aufatmen. Nein im Gegenteil, er lässt die Bestie mit dem Zuschauer sympathisieren. Er gibt ihr ein glaubwürdiges, ein fast schon edles Motiv für die Morde an den unschuldigen Opfern, bis es schließlich zum finalen Thrill kommt und man die ganze Monstrosität eines brillant aufspielenden Kevin Spacey zu spüren bekommt. Jetzt offenbart Fincher die schreckliche Wahrheit und denn genialen Plot, bei dem einem dann konsequenter Weise klar wird, dass es manchmal eben kein Happy Ending gibt. Erst jetzt kommt die Hoffnung in Gestalt von Morgan Freeman der denn Kampf nicht aufgibt und seinen Glauben wiederfindet. Fast schon zu spät will man meinen, denn der Schock sitzt zudem Zeitpunkt so tief, dass man besser ganz schnell ein Stückchen Schokolade mümmelt damit es einem wieder besser geht.

Fazit: Sieben ist ein brillant beklemmender, filmisch tadellos umgesetzter, großartig besetzter Thriller, dessen Grausamkeit und subtile Spannung nur schwer zu überbieten sind.

Autor: André

Im Moment…

Abgelegt unter: Allgemein, Der tägliche Wahnsinn... am 26.07.2007 von Sven

…würde ich so unwarscheinlich gerne einfach alles was gerade in meinem Hirn so abgeht, der Welt in ihre scheiß dämliche Fresse hineinschleudern wollen, sie mit meinen Worten zusammenschlagen, auf sie eindreschen und noch draufeintreten wenn sie schon am Boden liegt. Ich würde gerne brüllen und schreien wollen, beissen und zetern, spucken und Feuer speien um alles dann schlußendlich in Textform gießen zu können, es in Wordpress einzumeißeln, Frieden zu finden…

Aber mir fehlt heute einfach die dazu nötige Energie alles aufzuschreiben, jetzt schon wirklich ernsthaft zu durchdenken, zu resumieren und zu einem sinnvollen Text zusammenzufassen. Ich brauche Abstand und Ruhe von der abartigen Realität da draussen und muss erst mal meinen eigenen Frieden wiederfinden, der irgendwann in den letzten Tagen verschütt gegangen ist zwischen Fließbandarbeit, höllischen scheiß Schmerzen, Streß und nicht zuletzt aufgrund einer E-Mail, die zwar nicht gerade unerwartet heute in meinem Postfach eintrudelte, mir jedoch, zumindest bis auf weiteres, today einfach den Rest gegeben hat!

Dreckiger Bockmist, verdammter….

Autor: Sven

Grindhouse – Death Proof

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 22.07.2007 von André

Der Meister des „Pulp“, der Kultregiesseur der 90ger, Mr. Quentin Tarantino meldet sich zurück um erneut Kinogeschichte zu schreiben. Von Tarantinos Filmen kann man immer das Unerwartete erwarten, denn keiner seiner Streifen passt in eine Schublade oder lässt sich durch ein Genre zusammenfassen. Nein, Tarantinos Filme sind immer überraschend, immer eigen und immer eine Liebeserklärung ans Kino. So auch sein neuster kleiner TrashStreifen Death Proof – Todsicher mit dem Quentin Tarantino den Exploitation und B-Movies der wilden 70ger Jahre huldigt.

Wieder einmal beweist der Meister sein Genie und seine Liebe zum Film, und zwar indem er ein scheinbar grottenschlechtes und schon längst ausgestorbenes Genre zum Kinokult erhebt. Extreme Darstellung von Sex und Gewalt, verpackt in eine miese Story und dank niedrigem Budget, sowie schlechten Darstellern, grauenvoll umgesetzt. So oder ähnlich lassen sich zahlreiche Schundmovies der 70ger Jahre beschreiben. Brutal, pornographisch und politisch unkorrekt, wären weitere Adjektive die man dieser Beschreibung hinzufügen könnte. Derartige Filme liefen meistens in Spätvorstellungen der Bahnhofs- und Pornokinos, in Amerika auch „Grindhouses“ genannt. Die Kopien dieser Steifen passten sich dem Inhalt an, denn sie wurden bis zum Maximum ausgelutscht und wiesen zahlreiche Kratzer, Risse, Farbverluste, Tonstörungen, Bildsprünge und sonstige Fehler auf. Das alles kümmerte jedoch nicht das anspruchslose Publikum, welches sich am konsequent zwang- und zensurlosen Stil dieser kleinen Filmchen erfreute. Eben diese Zwanglosigkeit und natürlich die exzessive Darstellung, müssen auch Tarantino schwer begeistert haben, wie sonst ließe sich erklären, weshalb er, zusammen mit Robert Rodriguez, das Projekt Grindhouse ins Leben rief. Death Proof ist nur ein Teil dieses Projekts, welches im Herbst mit Planet Terror von Rodriguez komplettiert wird.

Was Tarantino anpackt wird meistens auch besonders und so wundert es nicht, dass auch Death Proof mehr geworden ist als nur ein gewöhnliches B-Movie. Der Meister greift sich nämlich wieder einmal das Beste vom Genre heraus und haut damit mächtig auf die Kacke: „A new kind of terror is coming, at 200 miles per hour“ meinen tut er damit Stuntman Mike (Kurt Russel) und seine Teufelskarre, denn Mike ist ein abgewrackter Stuntfahrer dessen Hobby es ist, hübsche junge Dinger aufzureißen und sie dann, mit Hilfe seiner frisierten Monsterkutsche, ins Jenseits zu befördern. Sowas kann auch nur Tarantino abziehen, erst führt er minutiös, mit viel Dialogen und ruhigen Szenen vier Schönheiten in seine kleine Trashstory ein, um sie nur wenige Minuten später genauso minutiös in tausend Stücke zu zerfetzen. Den dafür verantwortlichen Autocrash zeigt er gleich mehrmals aus verschiedenen Perspektiven, sodass der Zuschauer auch schön das Schicksal jedes einzelnen Unfallopfers vorgeführt bekommt. Klar ist diese Szene nichts für schwache Nerven, denn müsste man bei Tarantino nicht mit derlei Makaberheiten rechnen, beispielsweise das abgetrennte Bein, das eben noch locker aus dem Beifahrerfenster hing oder der Reifen, der eines der hübschen Gesichter zu Gulasch verarbeitet, so müsste man sich glatt bekotzen. Aber Tarantino spielt halt gern mit den Erwartungen seines Publikums und weis irgendwie immer zu überraschen. So auch bei den nächsten vier Ladys die Stuntman Mike ins Visier nimmt, Pech für ihn, denn die heißen Chicksen sind selbst Stuntfrauen und treten Mike gewaltig in denn Arsch. Hier beweist der Meister sein Genie, denn die Ironie, dass der Frauenverachtende Mike, der sich stets wehrlose Schönheiten als Opfer ausguckt, von selbiger Frauenpower in die Schranken gewiesen wird ist einfach genial. Aber nicht nur im Plot, auch sonst weis Tarantino sein Edeltrash-Filmchen zu etwas ganz besonderem zu machen, zum Beispiel indem er die Szenen seiner gewohnt guten Trivialdialoge mit den Macken ausgelatschter Filmkopien versieht. So gibt es plötzlich Kratzer, Hänger, Farbverluste oder abgebrochenen Sätze zu beäugen und man glaubt tatsächlich in einem Grindhouse zu sitzen. Tja Tarantino liebt eben Kino mit all seinen Eigenschaften, nur bei den gekonnt umgesetzten Stunt und Aktionszenen verzichtet er wieder auf derlei SchnickSchnack und präsentiert echte Handarbeit vom aller Feinsten, bis hin zum abruptesten und wohl besten Filmende, dass ich seit langem gesehen habe.

Fazit: Tarantinos Hommage an die TrashMovies der 70ger, ist visuelles Eyecandy ganz anderer Art und ein wahres Highlight für Nostalgiker, FilmGeeks und Kinofans.

Autor: André

Rocky Balboa

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 22.07.2007 von André

Ich kenne nicht alle Rocky Filme, wirklich sehenswert sind wohl auch nur Teil I-II und der dritte auf Grund des phänomenalen Titelsongs „Eye of the Tiger“. Aber klar ist, die Streifen sind Kult und wahren einst Stellones großer Durchbruch der ihn Weltberühmt machte. Trotzdem war ich sehr skeptisch als ich hörte, dass der gute Sly auf seine alten Tage nochmal in den Boxring steigen will. Wieder so ein Beispiel für „Manche wissen nicht wann Schluss ist“ dachte ich, aber oh wie lag ich falsch, den Rocky Balboa ist ein wahrhaft gelungener Tribut an die alte Filmboxlegende und bildet zu guter letzt einen würdigen Abschluss der Rocky Reihe.

Silvester Stellone, verantwortlich für Drehbuch und Regie, wollte mit dem sechsten Teil die Figur des Rocky wieder ins rechte Licht rücken und die zuletzt lieblos Inszenierten Vorgänger so vergessen machen. Tatsächlich ist ihm das auch vollends gelungen, denn man merkt dem Film deutlich an wie viel Herzblut in ihm steckt. Dies liegt vor allem daran das sich Stellone Zeit nimmt für die Charaktere und deren Gedanken und Gefühle. Mit ruhigen Bildern erzählt er was aus Rocky, seinen Freunden und seiner Umgebung geworden ist und schildert dabei auch den nachvollziehbaren Grund warum Rocky wieder Boxen will. Clever gemacht ist hierbei, dass Rocky selbst die Gedanken des Zuschauers durchlebt, von anfänglich skeptisch über motiviert bis schließlich begeistert von dem Gedanken wieder zu Boxen. So hat man genügend Zeit sich wieder auf die Figur einzulassen. Ein weiterer Pluspunkt ist die Ehrlichkeit des Films, Stellone vertuscht oder beschönigt die Tatsache nicht das er älter geworden ist. Im Gegenteil, er beweist hier viel Selbstironie und Humor und gibt dann noch die ein oder andere, zugegeben sehr einfache, Lebensweisheit von sich die ihn umso charismatischer macht. Vor Allem ist „Rocky Balboa“ aber was für Nostalgiker und Fans der alten Filme, es gibt zahlreiche Anspielungen und wieder zuerkennende Orte sowie alte Bekannte zu entdecken und wenn dann das Rocky Theme ertönt und Sly wieder die berühmten Treppenstufen von Philadelphia erklimmt ist der Fan im siebten Kinohimmel. Klar gibt’s dann zum Ende auch noch den packenden und spektakulären Boxkampf zu sehen bei dem man Rocky dann schön kräftig anfeuern kann, aber Vorsicht, der Kampf bildet zwar den krönenden Abschluss, ist aber im Grunde nur Rahmenhandlung des Films. Wer also nonstop Boxaction erwartet wird wohl eher gelangweilt werden.

Fazit: „Rocky Balboa“ ist ein gelungener Abschluss der Filmreihe, mit viel Herzblut, glaubwürdigen Charakteren, ruhigen Bildern und einem packenden Finalen Boxkampf, somit absolut sehenswert für Fans, Nostalgiker oder Freunde der guten Unterhaltung.

Autor: André

True Lies – Wahre Lügen

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 22.07.2007 von André

„I’ll be back“ dies ist seine Visitenkarte in schier zahllosen Aktion-Blockbustern und seine Fans toben im Vorführsaal, sobald diese Worte in gebrochenem Englisch aus den Surround-Boxen der Kinowände schallen. Die Rede ist natürlich von „Mr. Äktschen“ „Gouvernator“ Arnold Schwarzenegger, Hollywoods vorzeige Bodybuilder, dessen Schauspielkunst so unterirdisch ist, dass erst die Rolle eines emotional toten Killer-Cyborgs ihn zum Weltstar machen konnte. Klar, dass sowas nur im Land der unbegrenzten Möglichkeiten machbar ist, doch was solls, die Welt liebt Arnie und auch wenn der österreichische Testosteronbomber jetzt lieber schlechte Politik machen möchte, so bleiben uns zumindest die meisten seiner Filme in guter Erinnerung.

Einer dieser Filme, meiner Meinung nach sogar fast der Beste (gleich nach The Last Action-Hero), ist der 1994 erschienene, von James Cameron inszenierte, mega-macho-agenten-fetz-alles-weg-komödien-aktion-streifen True Lies – Wahre Lügen. Jawohl, bevor James Cameron für ganz viel teuer Geld, auf herrlich schmalzige Weise, die Titanic versengte, hat der Mann noch richtig geile Aktion gemacht. Beispielsweise den Weltallschocker Alien oder Terminator II (Hey, hat da nich auch Arnie mitgespielt) naja jedenfalls wahren das so die Filme die Cameron für die Regie von True Lies qualifizierten, was den Film aber neben seiner bombastischen Aktion, spektakulären Stunts und einem der heißesten Leinwandstrips aller Zeiten außerdem so sehenswert macht, ist sein, manchmal ironischer, manchmal makaberer, oft aber situationsbedingter, erstklassiger Humor, der dem Aktionspektakel erst die ganz spezielle Note verleiht. Möglich macht das die, zugegeben nicht grade innovative, aber dennoch sehr unterhaltsame Handlung.

Harry Tesker (Arnold Schwarzenegger) ist top-special-irgendwas Agent beim Geheimdienst und ermittelt gegen eine Terrororganisation namens „Crimson Gihat“ dessen manisch, durchgeknallter Anführer Salim Abu Aziz (Art Malik) demnächst irgendwo im großartigsten Land der Welt, ein paar Atombomben hochgehen lassen möchte. Leider darf Harry seiner, vom Alltag angeödete Frau Helen (Jamie Lee Curtis) und seiner rebellische Tochter Dana (Eliza Dushku), nichts von seinem coolen Beruf verraten und spielt darum zur Tarnung Daheim den langweiligen Geschäftsmann. Erst als Harry plötzlich seine Frau im Verdacht einer Affäre hat, setzt er alle, ihm zur Verfügung stehenden Mittel, zur Aufklärung der vermeintlichen Seitensprungaktion ein, dabei unterschätzt er jedoch seine Gegner und bringt sich und seine ahnungslose Frau in tödliche Gefahr.

Natürlich bekam „Mr. Universum“ diese Paraderolle auf den Leib geschrieben, denn wie bereits erwähnt, kann Arnold eben maximal immer nur Arnold spielen. Doch wenn kümmerts, denn genau das will man ja auch sehen und wird keinesfalls enttäuscht. „Mr. Äktschen“ macht seinem Namen alle Ehre: wenn Harry und Salim das erstemal in einer öffentlichen Toilette aufeinander treffen, bleibt keine Kachel an der Wand hängen und auch im weiteren Verlauf des Films darf Arnie schießender und prügelder Weise, schön viel Zeugs kaputt machen. Hierbei beweist er außerdem eine ganze Menge Selbstironie, denn in so mancher Szene nimmt er sich und sein Image gewaltig auf die Schüppe. Beispielsweise wenn er den auf einem Motorrad flüchtenden Salim, mit einem Pferd durch die Stadt und schließlich sogar durch ein Hotel und über den Aufzug aufs Dach des Gebäudes verfolgt, oder wenn er aus Eifersucht vor lauter Kraft eine Autoscheibe mit bloßer Hand zerdeppert und beim beobachten seiner Frau, die sich mit ihrem Verehrer trifft, ein Fernglas zerquetscht. Neben derlei humoristischen Einlagen ist Arnold jedoch vor allem eins: cool und souverän, denn stets bestimmt er das Tempo und erst wenn Arnie voll aufdreht, kracht es so richtig, aber natürlich nie ohne einen kernigen OneLiner auf den Lippen. Der eigentliche heimliche Star des Films ist jedoch Jamie Lee Curtis als Harrys Ehefrau Helen, sie macht im Laufe der Geschichte eine Wandlung vom bieder, konservativen Hausweib, zur attraktiven, selbstsicheren Frau durch. Diese Verwandlung ist größtenteils nicht nur saukomisch, denn sie bringt sie und Harry in schier irrsinnige Situationen, sondern auch verdammt sexy. Wenn Jamie Lee Curtis als Edelnutte inkognito einen improvisierten Strip für ihren Mann Harry hinlegt, fällt nicht nur Arnold Schwarzenegger die Kinnlade bis zum Fußboden runter und dann kann ihr nicht mal die Nebenbuhlerin Tia Carrere (die damals noch echt heiß aussah) das Wasser reichen. Neben diesem Highlight ist es jedoch vor allem die „Äktschen“ die True Lies noch größtenteils auf herkömmliche Weise (Ja ihr Nerds, es gibt auch Filme ohne CGI) umzusetzen versteht, die einem in Erinnerung bleibt. Der bereits erwähnte Verfolgungsritt ist da nur ein pikantes Detail, auch Arnold Helikopter Stunt, bei dem er Kopfüber vom Standgerüst der Flugmaschine hängt und versucht Jamie Lee Curtis aus einer führerlosen Limousine zu fischen, bevor diese durch ein, in die Brücke gesprengtes Loch, in den Ozean rauscht, oder das Finale mit dem gekaperten Heriajet (welches nicht ganz ohne Bluescreen auskommt) bei dem Harry, dank Autofeuer, eine ganze Hochhausetage aus der Fassade fräst und nicht zuletzt den vom Pech verfolgten Salim mit einer Missile durch selbige Etage in den Helikopter seiner Kumpanen ballert. Derartige Szenen sind schlichtweg „nice“ und sehen zudem verdammt geil aus. True Lies ist eben so ein Beispiel für richtig gutes Aktionkino, welches in derartiger Form heutzutage fast schon ausstirbt, mal ehrlich so Dinger wie Terminator III sind ja ganz ok, aber irgendwie wirkt diese CGI Aktion doch ein wenig seelenlos und man sehnt sich nach den alten Tagen zurück, den Tagen von Terminator, Total Recall oder Running Man. True Lies bleibt in der Tradition jener Tage und ist darum eine zwar etwas modernere, aber dennoch alt hergebrachte Aktionperle mit einem großen Spritzer Humor.

Fazit: True Lies – Wahre Lügen hat alles was gutes Aktionkino braucht, jede Menge Kawumm, geile Stunts, gutgelaunte Stars in Topform und tonnenweise Gags. Der guten Unterhaltung steht nichts im Wege und wer wies vielleicht ist Arnie ja eines Tages doch wieder „Back“.

Autor: André

Leckofant…Cruise ist Stauffenberg!!!

Abgelegt unter: Allgemein, Filme am 21.07.2007 von André

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kontrovers, kontrovers ist es geworden seit bekannt ist, dass Tom Cruise in Deutschland dreht. Ja ein Aufreger, aber nein…es geht nicht nur um Cruise selbst, sondern um die Tatsache, dass der dauergrinsende Zwerg-Scientologe die Rolle des Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg (puh langer Name) übernehmen wird, jenem Märtyrer des deutschen Widerstands, der am 20. Juli 1944 versuchte ein Attentat auf Hitler zu verüben. Inszeniert wird der Ami-Historienschinken übrigens von Bryan Singer und läuft aller Vorrausicht nach unter dem Titel: Valkyrie (Walküre) 2008 in einem Lichtspielhaus eurer Nähe an. Um auf die Kontroverse “dürfen Scientologen historische Helden im Film verkörpern?” zurück zu kommen, diese Frage geb ich wohl besser mal weiter, denn eigentlich ist mir das “SCHEIßEGAL” solang der Film gut wird.

Autor: André

Immer wieder gut…

Abgelegt unter: Allgemein, Der tägliche Wahnsinn..., Strandgut am 19.07.2007 von Sven

Einfach ein Klassiker.

“Ich hau disch auffe Fresse, Jung”

So das war für die nächsten knapp 48 Stunden erstmal mein letzter Post, da meine Lebensabschnittgefährtin heute nach Moers zu ihren Eltern fahren will um dort ihren Geburtstag zu feiern. mh… Ich denke ich sollte mir noch einen Kassettenrekorder zulegen, für Spezial-Musik, und ein paar Acapulco-Hemden. Wir brauchen eines von diesen belgischen Heliowatts mit Spezial-Richtmikrofon, um Gespräche in entgegenkommenden Autos abzuhören.

Autor: Sven

Bissl zu spät, aber…

Abgelegt unter: Allgemein, Der tägliche Wahnsinn..., Strandgut am 18.07.2007 von Sven

…ein Text reift ja wie ein guter Wein :-)

Gerade läuft der “Live Earth Day” auf Pro7 und ich verfolge es natürlich mit. Wahnsinniges Spektakel, hunderte Stars und 24h Live Musik mit allen möglichen Acts rund um den Globus. Toll!! Fantastisch!! Ich bin dafür!!

Doch ich bitte euch Pro7… Warum müsst ihr eigentlich jede freie Sekunde die ihr in euren engen Sendeprogramm finden könnt, mit euren ganzen B-Promi-Müll, den beschissenen “Galileo-Panikmache-Reportagen” und Energiesparwerbung vollstopfen? Gerade wurden “Sascha” und dieser Roger Tzitzzero, Ciccero oder so vor die Kamera geschleift und von irgend einer Ex-ViVa-Schlampe ausgefragt “seit wann sie sich den schon für die Umwelt aktiv bemühen würden” oder “ob sich Roger an eine Zeit erinnern könnte wo er mal so richtig, umwelttechnisch gesehen, auf die Kagge gehauen hätte”. Sascha hat natürlich ganz brav geantwortet das er ja schon seit Jahren nicht mehr Auto fahren würde und Roger hat das für sich ebenfalls nochmal bestätigt. Ja ne, is klar Jungs… Was man nicht alles tut um weiterhin in den Medien zu erscheinen.

Gib mir den Rest! »

yasxdewrcxfvgtbhzujo´ß#

Abgelegt unter: Allgemein, Der tägliche Wahnsinn..., Strandgut am 18.07.2007 von Sven

Rolle deinen Kopf über die Tastatur und schau was geschieht!

via: e13

Nachtrag: Noch ein Stöckchen das eigentlich von Anke kommt aber ich es zuerst bei der Franzi entdeckt habe:

1. Name a movie you have seen more than 10 times.
“Matrix”, “Fear and Loathing in Las Vegas” und noch ein paar andere, die mir aber jetzt nicht mehr einfallen.

2. Name a movie you’ve seen multiple times in the theater.
“The Punisher”, “Der Herr der Ringe” und “Harry Potter”sind diejenigen welche sich so am prägnantesten ins Hirn gebrannt haben, aber es waren wohl noch ein paar wenige mehr.

3. Name an actor who would make you more inclined to see a movie.
Mh… Also Johnny Depp ist (fast) immer ein Gütesiegel für zumindest gute Unterhaltung und Bruce Willis wäre auch noch zu erwähnen, ebenso wie Helen Hunt und Uma Thurman. Desweiteren: Edward Norton, Samuel L. Jackson, Michael J. Fox und Philip Seymour Hoffman. Unter den Deutschen bevorzuge ich Oliver Korittke und Martin Semmelrogge. Ansonsten richte ich mich eher nach Regiesseuren: z.B. Tarantino, Coppola, Hitchcock und Scorsese.

4. Name an actor who would make you less likely to see a movie.
Tom Cruise spätestens seit “Mission: Impossible III”, Meg Ryan seit… ach eigentlich schon immer. Ebenso wie Renée Zellweger und Hugh Grant.

5. Name a movie you can and do quote from.
Oh… Dass sind so einige:

  • “Fight Club” – Zu 75%
  • “Apocalypse Now” – Ein paar Zeilen
  • “Matrix” – Fast komplett
  • “The Simpons” – OK das ist ne Serie, aber ich kann einige Folgen davon trotzdem fast auswendig
  • “The Punisher” – “Wenn du den Frieden willst, bereite dich auf den Krieg vor”
  • und sonst noch ein paar eher triviale Sachen die man halt einfach kennen muss, wie “Waynes World, Waynes World, Party Time, Excellent”

Allgemein zitiere ich realtiv häufig und auch gerne. Versuche auch möglichst viel von diesem Trivial-Knowledge in meinen Alltag einfließen zu lassen und manchmal ärgert es mich auch wenn ich den passenden Spruch schon auf der Zunge liegen habe, aber ich ihn nicht hinaustragen kann.

6. Name a movie musical in which you know all of the lyrics to all of the songs.
Öhm… Ich steh erlich gesagt nicht so auf Musicals, aber “Phantom of the Opera” hat mir ziemlich gut gefallen, könnte jedoch trotzdem nicht mitsingen. Diese eine “Buffy”-Episode war auch ganz OK, die musikalischen Einlagen aus “Scrubs” sind sehr gelungen und “West Side Story” hatte ich mal in der Schule durchgenommen. An einzelnen OST`s oder Scores kenn ich schon ein paar, jedoch könnte ich den Text jetzt nicht aus dem stehgreif fehlerfrei hier posten.

7. Name a movie you have been known to sing along with.
Die Introsequenz von “Apocalypse Now” mit “The Doors – The End”. Muss einfach jedes Mal sein :-)

8. Name a movie you would recommend everyone see.
So ziemlich alles was in meinem DVD Regal steht oder auf meiner Wunschliste.

9. Name a movie you own.
Bei ca. 25o habe ich aufgehört zu zählen. Und da sind noch nicht einmal die alten VHS-Schinken mitgerechnet. Hätte ich mehr Kohle, würde ich vermutlich zuerst den örtlichen MediaMarkt leerkaufen und danach noch diverse Sachen auf CyberPirates und Amazon.

10. Name an actor who launched his/her entertainment career in another medium but who has surprised you with his/her acting chops.
Bruce Willis hat früher, vor seiner Filmkarriere, wohl mal unter dem Künstlernamen “Bruno” ein paar Sachen rausgehauen, von denen ich aber auch noch nix gehört habe.

11. Have you ever seen a movie in a drive-in?
Leider, leider nicht und dabei hatten wir Jahrelang in Schwelm eins stehen. Aber als ich meinen Führerschein dann endlich bekam, habe ich wohl zulange gezögert gehabt und bevor ich die Chance ergreiffen konnte hatte das Autokino auch schon geschlossen. Ich kann mich noch an eine Zeit erinnern in der man vom angrenzenden Bahnhof “West” abends dann immer die Filme ohne Ton sehen konnte und wir versucht haben unsere eigenen Dialoge synchron zu sprechen. Die letzten Filme die dort stark frequentiert wurden, waren auch leider nur noch die “The Fast and the Furious”-Teile und ansonsten waren die Besucherzahlen eher mau. Zuerst hatte man wohl noch versucht gehabt Flohmärkte immer Sonntags zu organisieren um somit den Betrieb aufrecht zu erhalten können, doch auch das konnte nix an der finanziell miesen Lage ändern. Heute gehört das Grundstück zu einer angrenzenden Metallfabrik die dort eine Halle zur Produktionsveredelung aufgeklotzt hat.

12. Ever made out in a movie?
Nur wenn ich Zuhause die Pausetaste drücken kann.

13. Name a movie you keep meaning to see but you just haven’t gotten around to yet.
Siehe hier

14. Ever walked out of a movie?
Nein! Noch Nie! Sogar bei “Silent Hill” bin ich sitzen geblieben. Das einzige woran ich mich erinnern kann ist das wir “Die Pudelmützenrambos” nur in 2- bis 4facher Geschwindigkeit ertragen konnten und nur bei knapp 2 Szenen kurz angehalten hatten. Aber ich werte oben genanntes “Ding” auch nicht unter “Filme” ein sondern eher unter “Beleidigung” ein.

15. Name a movie that made you cry in the theater.
“Dragonheart”

16. Popcorn?
Manchmal, aber nicht immer. Es gibt ja auch noch Nachos und Chips. Ansonsten genügt ne leggere Coke oder ein Schwelmer Pils

17. How often do you go to the movies?
Regelmässig und solang das Budget dafür reicht.

18. What’s the last movie you saw in the theater?
“Apocalypse Now (Redux)” siehe hier, davor noch “Face/OFF” (Kritik folgt bald), wobei Herr Krähling eingeschlafen ist, “The Punisher” und “True Lies” (siehe hier) und davor erst wider regulär, also mit Eintritt bezahlen und als 35mm Kopie, “Stirb Langsam 4.o” siehe hier

19. What’s your favorite/preferred genre of movie?
Ich bin offen für alles… Show me what you got! Aber wenn ich mich jetzt fixieren müsste würde ich “Actionhorrorsozialdramaliebeskomödie im Sci-Fi Stil” sagen

20. What’s the first movie you remember seeing in the theater?
Zu diesem Thema folgt hoffentlich bald noch ein ausführlicherer Artikel, aber es waren “Schneewittchen und die 7 Zwerge” von Disney 1939 äh 1937 als WA (Wiederaufführung) zusammen mit meiner Mutter.

21. What movie do you wish you had never seen?
“Silent Hill”!!! Eindeutig “Silent Hill”!!!

22. What is the weirdest movie you enjoyed?
Kann ich so jetzt gar nicht beantworten, tendiere aber zu “Lost in Translation”

23. What is the scariest movie you’ve seen?
Ebenfalls “Apocalypse Now”. Und dann noch “Psycho” und “War of the Worlds” (Kommt auch irgendwann ne Kritik, da ich selbst eine starke Angst vor Massenpanikszenarien besitze.

24. What is the funniest film you have ever seen?
Unter leichten Alkoholeinfluss “Battlefield Earth” und “Stacy – Angriff der Schulmädchenzombies”. Ansonsten sind “Die nackte Kanone”-Teile und “Loaded Weapon” noch sehr unterhaltsam da ich auf diese Art von Slapstick ziemlich abfahre.

Autor: Sven

Immer noch…

Abgelegt unter: Allgemein, Filme am 17.07.2007 von Sven

Mal irgendwann einen ausgeklügelten Plan ins studiVZ geposted gehabt, bisher aber noch nicht so recht umgesetzt bekommen. Deswegen hier nochmal das Appell:

Gib mir den Rest! »

Apocalypse Now (Redux)

Abgelegt unter: Dem Sven ihm seine Kritiken, Filme am 17.07.2007 von Sven

Apocalypse Now

Apocalypse Now

“Das Grauen… Das Grauen…”

Achja es ist einfach herrlich wenn man zumindest einmal im Leben die Chance hat so ein Meisterwerk wie “Apocalypse Now” dann in voller Pracht, Leinwandfüllend und nur mit ausgewählten Publikum genießen zu dürfen. So geschehen am letzten Sonntag, zusammen mir meiner Freundin, einen paar Bierchen (naja es waren dann doch nur “Alkopops”) und dem geliebten HD-Beamer in unserem Kino…

Was soll ich noch großartig sagen: Wer den Film, oder sogar einfach nur den Titel bereits kennt, der weiß vermutlich schon längst das Francis Ford Coppola`s Meilenstein von 1979 mit einer Starbestzung vom Feinsten, einfach DER Antikriegsfilm (neben “Platoon” von 1986) ist und das Genre zur damaligen Zeit revolutioniert hat. Doch fangen wir am Anfang an…

Inhalt: Saigon im Viatnamkrieg am Ende der sechziger Jahre: Captain Benjamin J. Willard (Martin Sheen) vegetiert komplett heruntergekommen, innerlich vom Krieg schon längst zerfressen und stockbesoffen in einem düsteren Hotelzimmer vor sich hin. Er wartet auf einen Auftrag, einen neuen Befehl. Er muss zurück in den Dschungel, denn ein normales Leben in der Heimat ist für Willard nicht mehr möglich.

Seine Ehe ist bei seiner ersten Rückkehr in die Zivilisation zu Bruch gegangen. Schließlich wird er erlöst und bekommt den ersehnten Auftrag: Er soll Colonel Kurtz (Marlon Brando), einen hochdekorierten Elitesoldaten ausfindig machen und liquidieren, denn Kurtz, ansich ein kultivierter und gebildeter Mann, dem eine Traumkarriere beim Militär bevorstand, hat sich mit seiner Einheit nach Kambodscha abgesetzt und führt dort einen unmenschlichen und jeder Logik wiedersprechenden Privatkrieg.

Gemeinsam mit ein paar Mann soll Willard auf einem kleinen Patrouillenboot Richtung kambodschanische Grenze fahren. Die Reise führt mitten durch das sinnentleerte und durch Perversitäten geprügelte Herz des Vietnamkrieges: Oberst Kilgore (Robert Duvall), der ihm lediglich Begleitschutz geben sollte, lässt mit seiner Helikopterstaffel zu der Begleitmusik von Wagners “Walkürenritt”, ein ganzes Dorf in Schutt und Asche legen nur um surfen zu können. Ein Versorgungsposten, auf den Willard trifft, wird zur Unterhaltung der Truppe per Hubschrauber mit Playboy-Bunnies beliefert und bei der Routinekontrolle einer vietnamesischen Sampa drehen zwei von Willards Männern durch und töten die komplette Besatzung. Die Soldaten des letzten amerikanischen Posten auf den das Boot trifft, sind bis obenhin mit Drogen vollgepumpt und ein befehlshabender Kommandant ist längst nicht mehr auffindbar.

In Kurtz’ Stützpunkt angekommen, einer alten Ruinen und Tempelstadt, findet der Irrsinn schließlich seinen Höhepunkt: Hinter Kurtz’ Handelungen ist keinerlei Logik mehr sichtbar, jedoch ist Willard von Kurtz und dessen “Gottesstatus” fasziniert und es beginnt schließlich ein schmerzhafter Selbstfindungstrip dem Willard droht zu erliegen. Während eines Festes der Eingeborenen metzelt Willard dann Kurtz mit einer Machete brutal nieder und schippert schlußendlich vor dem Hintergrund des Dorfes auf seinem Boot davon.

Kritik: Allein die Introsequenz, untermalt mit der Hintergrundmusik von “The Doors – The End” und der erstmalig angewandten und bis zum Ultimum ausgereizten Soundqualität der damaligen 70mm Stereo Surround-Sound Systeme, verdeutlicht schon die hohe Inzenierungskunst die Coppola in diesem Meisterwerk betrieb.

Langsame Überblendungen die zwischen Sheens Gesicht, dem Ventilator im Hotelzimmer und einer Szenerie vor einer, vom abgeworfenen Napalm der US-Army, angefriffenen und zerstörten Baumreihe die von mehreren Helikoptern umkreist wird, langsam hin- und herblendend und den Zuschauer von Anbeginn packend. Und Willard`s erster Auftritt ist beklemmend und faszinierend zugleich.

Laut der Wikipedia sollen sich hierbei reale Szenen mit fiktiven mischen, denn die Verletzung des herz- und alkoholkranken Schaupielers Sheen, die er sich in der ersten Szene beim Schlag in den Spiegel zufügte, waren echt und nicht zuletzt auch deswegen erst so überzeugend. Solch ein Fakt ist nicht unbedeutend den schließlich sind sogar jene Mythen und Hintergründe die sich um dieses Film ranken fast genauso groß und schwer wie der Film selbst.

Eigentlich beruht “Apocalypse Now” auf den Erzählroman von Joseph Conrad mit dem Titel “Hearts of Darkness” welcher erstmals 1902 erschien und sich aufgrund seines ungewöhnlichen Symbolismus zum Bestseller entwickelte. Die Idee “Hearts of Darkness” zu verfilmen kam schon viel früher und zwar 1939 von Orson Welles, mit sich selbst in der Hauptrolle, jedoch wurde das Projekt schon nach einer Woche aufgrund seiner enormen Kosten, bereits in der Planungsphase wieder eingestellt.

Coppola kam dann schließlich auf die Idee die Geschichte des Buches insoweit zu verändern und die Thematik in den Vietnamkrieg zu verlegen, allerdings zu einer Zeit in der, der Krieg noch in vollem Gange war und kein Major-Studio ein derartiges Werk hätte produzieren wollen. Da er 1969 bereits ein eigenes Label unter dem Namen “American Zoetrop” gegründet hatte und schließlich durch die beiden ersten Teile der “Paten”-Trylogie genügend Geld und Einfluss hatte, beschloss Coppola dann das Projekt selbst zu publishen.

Unter wahnsinnig schlechten, geradezu irrwitzig verrückten Verhältnissen begannen schließlich 1976 die knapp 200 Tage andauernden Dreharbeiten in den Phillipinen und der dominikansichen Republik, bei denen sich insgesamt ca. über 200 Stunden Schnittmaterial anhäuften, Martin Sheen einen Herzinfarkt erlitt und für anderthalb Monate nicht “on set” war, ein Teifun komplette Sets wegfegte und weitere 2 Monate unterbrochen werden musste und auch Dennis Hopper mit einer Infektion ins Hamburger Tropeninstitut gebracht werden musste.

Auch waren eigentlich nicht Martin Sheen sonder Steve McQueen, Al Pacino und sogar Jack Nicholson für die Rolle des Willard vorgesehen, jedoch lehnten alle dankend ab. Danach griff man für einen Monat/eine Woche (Die Angaben varrieren sehr stark) auf Harvey Keitel zurück der dann allerdings doch schlußendlich wegen bzw. für Sheen abgelöst wurde. Doch was noch zusätzlich zu all diesen Trivia dazukam, war das es fast wärend der gesamten Drehzeit auch noch zu Unstimmigkeiten, Auseinandersetzungen und wahnsinnigen Differnzen zwischen der Crew kam.

Brando konnte sich nicht mit Coppola einigen über diverse Dialoge und Monologe im Script und er hatte weder selbiges noch das Buch bei Drehbeginn gelesen gehabt, so dass Coppola Tage damit verbrachte im die Rolle näherzubringen und zu erklären indem er ganze Passagen laut am Set vorlas.

Zudem war Brando fett geworden und träge was die Arbeit nur noch weiter erschwerte und ebenfalls sehr stark vom “dünnen und sportlich” beschriebenen Charakter des Buches abwich.

Es gab Schwierigkeiten mit Laurence Fishburne, da dieser zu Drehbeginn gerade einmal 14 Jahre alt war, Dennis Hopper und Sam Bottom, der Lance B. Johnson verkörpert sowie weitere Darsteller und Crewmitglieder waren fast jeden Tag unter Alkoholeinfluss oder auf harten Drogen. Insbesonders Dennis Hopper hatte schwer zu kämpfen seine Szenen einigermaßen anständig rüberzubringen da er pro Tag mehrere Gramm Koks schniefte und zum runterkommen mindestens eine Flasche Whiskey trinken musste.

All das ging so weit und so tief das Coppola sogar schon ernsthaft über Suizid nachdachte. Coppolas Frau Eleanor filmte den Leidensweg ihres Mannes am Set von “Apocylypse Now” und brachte die komplette Story dann 1991 unter den Titel “Hearts of Darkness: A Filmmakers Apocalypse” heraus.

Fazit: Was “Apocalypse Now” sein will, und was viele Kritiker damals und sogar noch heute einfach falsch verstehen, ist nicht etwa einfach nur einen Antikriegsfilm, sondern ein Film über die ursprüngliche, quintessenzielle Perversität und den Wahnwitz von Krieg an sich und die Auswirkung auf all jene die beteiligt und involviert sind.

Willards Reise durch Vietnam, bezieht sich nicht nur auf Vietnam selbst, obwohl es zweifelsohne wohl DAS amerikansiche Trauma itself ist, sondern auf alle nur vorstellbaren Gruselfratzen die der Krieg zu bieten hat. Kurtz, der komplett durchgedrehte Psychopath der wahllos Menschen tötet, regelrecht hinrichtet oder opfert, am Ende des Flusses ist hierbei nur die geradlinig weitergestrickte Konsequenz einer Reise durch eine komplett aus den Fugen geratene Welt in der wir uns satte 195 Minuten lang befindet.

Coppola bombardiert den Zuschauer regelrecht mit allem was Hollywood zu bieten hat, bricht einen cineastischen Overkill nach dem anderen los um eine fast physisch bemerkbare Grenze des psychisch erduldbaren zu erschaffen, die spätestens bei Kurtz schon längst gebrochen ist. “Apocalypse Now” ist kein Kriegsfilm… Er IST Krieg!!! Und zwar in seiner reinsten Form: Beklemmend, Beängstigend, Weldfremd und Wahnisinnig!!!

Autor: Sven

Was für die Mädls…

Abgelegt unter: Allgemein, Der tägliche Wahnsinn..., Strandgut am 17.07.2007 von Sven

Ja, manchmal weiß ich wirklich nicht so recht ob jeder WebBlog der so im Netz steht auch wirklich gerechtfertigt ist, ich zweifle ja sogar an den weltraumaffen, doch nichtsdestotrotz gibt es manchmal einfach Sachen die müssen wirklich nicht sein…

via AnkeGroener

Autor: Sven

Warum sich Menschen freiwillig mit HIV anstecken

Abgelegt unter: Allgemein, Der tägliche Wahnsinn..., Strandgut am 17.07.2007 von Sven

via “Die Welt Online

Es gibt Menschen, die sich absichtlich mit HIV infizieren. Sie suchen im Internet nach der Krankheit; Manche aus Liebe, andere weil sie Schulden oder Angst haben und wieder andere suchen nach einem sexuellen Kick.”