What the **** goes on with LEGO!!!

Abgelegt unter: Der tägliche Wahnsinn... am 30.06.2007 von André

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Kurioses aus dem Spielzeugregal. Kürzlich aufgefallen: in LEGOcity müssen sich
Temposünder jetzt in Acht nehmen. Der Grund, der neue POLIZEIstreifenwagen
ist mit Radar-Falle ausgestattet, sowas nennt man wohl „frühe Prävention von
Nachwuchsrasern“. In jedem Fall ein geiles Gimik, früher wahren LEGOpolizisten
ausschließlich dazu verdammt LEGObankräuber zu fangen, heute kann Junior
Detail getreu nachspielen, wie Papi letztens mit 200 Sachen durch die Ortschaft
gebrettert ist und der nette Beamte ihm den Führerschein entzogen hat. Naja
„Ordnung muss sein“ wohl auch in LEGOcity…

…Aber hier. LEGO kauft ja schon seit ein paar Jahren Lizenzen von Filmen zur
Vermarktung ihrer Figuren z.B. „Jurassic Park 3“, „Spider-Man“ oder (ganz
große Reihen) „Star Wars“ und „Harry Potter“. Jetzt bin ich aber auf mein
persönliches Highlight gestoßen: brand NEU, mein Held aus Kindertagen BATMAN.

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Sieht er nicht süß aus?! und Joker und Robin, Catwoman usw. Alle Sets kann
(wer mag) hier beäugen, richtig geil „I wanne be a child again“.

Autor: André

Kaffee jetzt auch “to go”

Abgelegt unter: Der tägliche Wahnsinn... am 28.06.2007 von André

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Verkäuferin: „Den Kaffee to go?“

Kundin: „Nein danke, nur mit Milch und zum mitnehmen bitte.“

So spielte sich kürzlich eine Szene in einer Bäckerei um die Ecke ab, an deren Tür ein nagelneues Schild prangerte mit der Aufschrift „NEU Kaffee jetzt auch to go“. Witzig dachte ich, dass selbst die winzigste Bäckerei in einer beschaulichen Wohnsiedlung nicht vor Anglizismen und neuer Hippness zurückschreckt und dabei sogar die Verwirrung ihrer armen Kunden in Kauf nimmt. Ich mein Leute, in einer Großstadt mit Multikulti Gesellschaft, da kann man ruhig Begriffe der Globalisierung und des French-Rise verwenden, aber bitte, bewahrt doch ein Stück der Kultur und verschont uns wenigstens in den Dörfern und kleinen Vororten mit eurem Trendbegriffen und bietet den Kaffee bitte wieder zum mitnehmen an.

Autor: André

WHAAAAAAAA…

Abgelegt unter: Allgemein am 27.06.2007 von Sven

ICH WILL ENDLICH GRINDHOUSE SEHEN!!!

imdb.com —> 8.5/10
moviemaze.de —> 93%
Score11.de —> 7.3/10
filmstarts.de —> 9/10
outnow.ch —> 3.7/6
rottentomatoes.com —> 81%

Autor: Sven

Manches ändert sich nie

Abgelegt unter: Der tägliche Wahnsinn... am 26.06.2007 von André

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HEHE!!! Da bin ich doch neulich mal, so aus Langeweile, in den beschaulichen Remscheider-Stadtpark gegangen um ein wenig meinem Hobby: sinnlose Texte wie diesen hier auf Papier krakeln, in netter Umgebung nachzukommen. Da der Sommer aber bisweilen entschieden hat eher ein verregneter Frühling zu sein, musste ich mir notgedrungen ein trockenes Plätzchen suchen und fand dies auf einem Spielplatz auf so ner Kletterburg. Naja da es trotz Regen noch relativ warm war, machte ich es mir bequem und fuhr mit meinem Plan fort.

Wie ich also da so in der Burg hocke und irgendeinen Ranz übers Wetter verfasse, kommt auf einmal so ne Gruppe Teenie-Bopper an und infiltriert eines der Spielgeräte unter lautstarkem RemmiDemmi. ‘Ah ja’ dachte ich ’sind ja jetzt Ferien’ und fange an von meinem Text abzuweichen und dem illusteren Treiben der Gruppe zuzuschauen, (eigentlich hat mich der Lärm der Kids gestört und ich konnte es nicht fassen, dass ich mich, wie ein alter Sack, über den Krach von ein paar Teenies, die ausgelassen rumalbern, so aufrege) da bemerke ich die Ursache für die Ausgelassenheit der Kids. Die waren nämlich grade dabei sich mit Sangria, Fruchtwein und Bier zuzuschütten ‘HeHe! Ach so’ dacht ich mir ‘die sind besoffen’ schlagartig fühlte ich mich in meine eigene Jugend versetzt, als ich ebenfalls mit meinen damaligen Freunden im Sommer in die Parks bin und wir uns da genauso gesoffen haben. Lustig auch, dass es genau die Selben Getränke waren: Bier, Fruchtwein mit Sprudel und Sangria, alles Alkohol an den man relativ problemlos mit 14-15 Jahren drankommt, ohne nach‘em Ausweis gefragt zu werden.

Plötzlich war mir die Gruppe wieder sympathisch (wegen des Alkohols, im Grunde krank) und ich musste daran denken, dass sich manche Dinge anscheinend nie ändern. Indem bemerkte ich die beiden Polizisten die entschlossen auf den Spielplatz kamen und auf die Gruppe, die diese nicht bemerkten, zusteuerten (Ich nenn die beiden mal Toto und Harry, nach der TV-Doku). Während Toto also die Kids auf sich aufmerksam machte, steuerte Harry in meine Richtung:

Harry: “Du kommst auch mal da runter Kollege.”

Ich: “Klar Chef”

Und packte meinen Kram zusammen.

Harry: “Genau dein Zeug packste auch gleich mal ein und dann gehste mal zu den deinen Kollegen da.”

Ich: “dat sind nich meine Kollegen, bin alleine hier.”

Harry: “das interessiert erstmal nich, stell dich zu den andern und hör dir an was der Kollege euch zu sagen hat.”

Ich mach also wie mir befohlen und während Harry von jedem den Ausweis einsackt und Abstand nimmt, um die Personalien an die Zentrale zu funken, beginnt Toto mit seiner kleinen Ansprache:

Toto: “Also Leute, man hat uns gerufen, weil ihr hier son Krach macht und außerdem erhalten wir viele Beschwerden wegen immenser Verschmutzungen der Spielplätze im Umkreis, dann seh ich ihr habt Alkohol obwohl ihr noch was zu jung dafür seit, wem gehört der?”

Einer der Kids meldet sich verstohlen.

Toto: “Ja und wo is der her?”

Nachdem das Kid erklärt er habe den Alk aus‘em Laden, folgt das obligatorische: “Leute, dat Zeug is nich gut, ihr könnt doch auch ohne Spaß haben, warum macht ihr nich das und das blablabla…” dann fordert Toto das Kid auf den Alk in die Erde zu kippen. Ich bin ganz still und hör mir, zugegeben recht vergnügt und wohl ein wenig frech grinsend, die Standpauke an und bemerke über Harry’s Funk die Verwunderung der Zentrale wegen meines Alters:

Zentrale: “Stimmt das? Die sind alle so um die 92-93 geboren, nur der Krähling is 1983?”

Harry: “Ja das steht hier so, hat aber gesagt das er eigentlich nicht zu dehnen gehört, schreib trotzdem mal auf.”

‘Super’ dachte ich ‘Drecks Kinder, machen nichts als Ärger und ziehen einen auch noch mit in die Scheiße’ (jetzt war ich nicht mehr so geschockt, dass ich mich, wie ein alter Sack, über die Teenies aufregte). unterdessen kam Harry wieder näher:

Harry: “So, der Kollege hat ja schon erklärt, wenn ihr euch jetzt benehmt und der Alkohol weg ist könnt ihr gerne hierbleiben, saut den Platz nicht ein, wir haben eure Personalien erfasst, also wenn wir nochmal kommen müssen dann gibt Ärger.”

Die Teenie-Bopper nicken alle beschämt während ich, nun mit verärgerter Mine, dastehe und mich reichlich unangesprochen fühle. Harry beäugt mich nochmal kritisch und zieht dann mit Toto davon, nachdem er die Ausweise wieder ausgehändigt hatte. Die Kids packten ihren Kram zusammen und zogen rasch weiter, vermutlich zu einem ihrer Kollegen nach Hause um dort weiter zu saufen. ‘Tja’ dachte ich ‘manche Dinge ändern sich eben nie.’

Autor: André

Shrek der Dritte

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 23.06.2007 von André

Hurra!!! Mein lieblings Oger ist zurück auf der großen Leinwand. Nachdem „Shrek der tollkühne Held“ seine wahre Liebe gefunden hat und in „Shrek 2“ die dazugehörigen Schwiegereltern kennen lernen durfte, muss nun „Shrek der Dritte“ das Vater werden meistern. Natürlich passiert das wie gewohnt nicht ganz reibungslos, aber wie immer mit jeder Menge Spaß und tollen aberwitzigen Ideen.

Klar beim dritten Teil kann einen nicht mehr allzu viel überraschen, denn mittlerweile kennt man den Humor die Charaktere und die liebevoll gestaltete Umgebung in der „Shrek der Dritte“ spielt. Doch das macht fast gar nichts, denn wieder einmal haben die Macher von DreamWorks mit viel Liebe zum Detail gearbeitet und einen wunderbar witzigen, liebevollen und unterhaltsamen Animationsfilm abgeliefert. „Shrek der Dritte“ bietet alles was seine Vorgänger so erfolgreich machte: tolle Animationen, liebevolle Charaktere, bissigen Humor und einen starken Soundtrack. Besonders gelungen ist die makaber-spaßige Sterbeszene des Froschkönigs, samt Seebestattung und einem Froschchor der dazu „Live and let Die“ schmettert (zum brüllen komisch), aber auch Esel und der gestiefelte Kater sorgen diesmal wieder für einige Lacher. Ein wahres Highlight ist Merlin der Zauberer, der als durch geknallter Einsiedler, für jede Menge Situationskomik und Lachkrämpfe sorgt, oder die herrlich zickigen Prinzessinnen die für Fiona eine Babyparty schmeißen. Es gibt viele tolle Ideen und einiges zu sehen, die Animationen sind dabei gewohnt großartig und sehr detailreich, im Gegensatz zu manch anderem Trickfilm. Auch wieder ein Bringer ist der exzellente Soundtrack der für ordentlich Stimmung sorgt und den Zuschauer bei Laune hält. Schade wie immer die deutsche Synchronisation (Esel hat ne neue Stimme) die zwar o.k. ist, aber natürlich nicht mit den originalen: Mike Myers, Cameron Diaz, Eddie Murphy, Antonia Banderas, Justin Timberlake, John Cleese usw. mithalten kann. Etwas enttäuschend ist Arthur (org. Justin Timberlake) dessen Rolle eher klein ausfällt und wenig wirklich Interessantes oder Komisches mitbringt. Doch angesichts dessen, dass der Film die vollen 90min beste kurzweilige Unterhaltung bietet sind die beiden Kleinigkeiten sofort verziehen und von mir aus kann auch noch ein weiteres Abenteuer mit Shrek und seinen Freunden folgen.

Fazit: „Shrek der Dritte“ erfüllt seine Erwartungen: Humor, Charaktere, Soundtrack, alles passt. Natürlich nicht so top wie „Shrek der tollkühne Held“ aber er braucht seine Vorgänger nicht zu scheuen. Wer mal wieder nen richtig guten Animationsfilm mit jeder Menge Spaß sehen will ist hier bestens aufgehoben.

Autor: André

Eine Frechheit!!!

Abgelegt unter: Der tägliche Wahnsinn... am 22.06.2007 von André

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Ist eigentlich schon mal jemandem aufgefallen wie arsch-teuer das Bus- und Bahnfahren geworden ist? Mir kam das neulich als ich feststellen musste, dass ich in 4 Tagen 25€ nur fürs Busfahren verballert hab und NEIN!!! Ich bin nicht täglich pendlermäßig zur Arbeit oder so, sondern einfach, meistens spontan, von A nach B gefahren.

Bei mir im Umkreis (VRR) sind allein die Preise der Einzeltickets schon der Hammer. Es gibt die Kurzstrecke für nen 1.10€, die is allerdings so kurz, dass ein gesunder Mensch die Distanz bis zur nächsten Haltestelle bequem zu Fuß meistern könnte. Alles was über diese Distanz hinaus geht, kostet dann direkt schon 2.10€ für Normalstrecke. Ob man nun zwei Haltestellen weiter, oder zum anderen Ende der Stadt möchte, spielt dabei keine Rolle, der Preis ist das Selbe (Hallo? Logik!). Noch geiler wird’s, will man in die Nachbarstadt fahren. Das kostet gleich mal saftige 4€, zurück nochmal das Selbe versteht sich. Übergangstarif nennt sich diese Frechheit, die einen dann zum Treffen mit Freunden, oder einfach nur Bummel in der nächst größeren Stadt gleich mal 8€ fürs Hin und Zurück kostet. Ohne scheiß, n Busfahrer wollt neulich für drei Haltestellen (Strecke von ca. 3km) 4€ von mir haben, weil das Ziel in der Nachbarstadt läge, ich meine: WHAT THE FUCK!!! „Warum muss ich für 10min Busfahren genauso viel bezahlen wie für 90min, wo ist denn da die Logik Mensch!!!“

Früher war Busfahren ja noch ne billige Alternative zum Auto, heute scheint das irgendwie auf gleiche Geld hinaus zulaufen. Dazu kommt, dass Autofahren ja wesentlich bequemer ist und man unabhängig ist von Fahrplanzeiten und Haltestellen. Aber sollte dieser Verzicht auf Bequemlichkeit nicht wenigstens mit moderaten Preisen belohnt werden? Ich versteh ja das Busfahren nicht umsonst sein kann, aber immerhin ist man mit vielen Fremden Leuten auf engstem Raum eingesperrt, bekommt selten einen Sitzplatz (schon gar nicht als Jugendlicher) und ist zeitlich stark eingeschränkt.

Für Vielfahrer gibt es noch die Möglichkeit der Monatstickets (die 4erTickets lass ich mal außen vor, da spart man insgesamt fantastische 50cent oder so). Als Schüler, muss ich zugeben, war ich da fein raus, 7€ monatlich, anteilig, für ein Schokoticket mit dem ich sieben Tage die Woche und in den Ferien, im ganzen Gebiet umherfahren konnte (BRAVO!!! Das ist ein Angebot). Kein Angebot sind die Tickets sobald man aus der Schule raus ist, monatlich 50-60€, je nach Tarif, und das nur in der eigenen Stadt. Für einen Auszubildenden ist das ganz schön viel Holz, wenn man bedenkt, wie wenig Lohn man erhält und das meistens damit auch noch ne Wohnung und Lebensunterhalt finanziert werden muss.

Ob all dieser Tatsachen komm ich nicht umhin mich hier mal tierisch über die öffentlichen Vehrkehrsbehörden und ihre Wucherpreise aufzuregen, kein Wunder das die Straßen verstopft bleiben und die Buse immer teurer werden, dafür aber seltener, oder in einige Gegenden gar nicht mehr, fahren. Bis sich an dieser Sachlage nichts ändert, sollte Jeder der die Möglichkeit hat ein Auto zu benutzen, dieses ruhig auch tun und öfter mal beim vorbeifahren den armen abgezockten Schweinen im Bus freundlich zulächeln, damit sie wissen, dass geschätzt wird was sie opfern, denn die öffentlichen Verkehrsbehörden scheinen das schon lange vergessen zu haben.

Autor: André

Collage: Zwanzig Morgen

Abgelegt unter: Allgemein am 22.06.2007 von André

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Das kommt dabei heraus, wenn man sich 20 Morgen lang 1x täglich fotographiert. Jede Aufnahme wurde ungeachtet von Lichteinfall, Autofokus oder Hintergrund, mit einer simplen Handykamera festgehalten, um so ein etwas anderes Portrait zu erhalten. An dieser Stelle sei nachmachen dringend empfohlen, je dössiger das Foto desto besser…

Autor: André

Flags of our Fathers – Letters from Iwo Jima

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 20.06.2007 von André

So, weil grade neu im Verleih, hab ich mir mal ein „Double-Feature“ in Sachen Kriegsepos gegeben und mir Clint Eastwoods neuste Regiestückchen „Flags of our Fathers“ und „Letters from Iwo Jima“ reingezogen.

Das Konzept fand ich ja schon mal richtig geil. Beide Filme behandeln die Ereignisse rund um die Schlacht auf der japanischen Insel Iwo Jima, zu Zeiten des zweiten Weltkriegs. Der eine Film aus der Sicht der Amerikaner, der andere befasst sich ausschließlich mit den Japanern. Eine tolle Idee die Thematik „Krieg“ objektiver zu behandeln und sich ausführlich mit beiden Seiten zu befassen. Schade nur, dass trotz Authentie, toller Ausstattung und großen, sowie schockierenden Bildern, der Funke nicht recht überspringen mag.

„Flags of our Fathers“ beschäftigt sich nur indirekt mit dem Kriegsschauplatz Iwo Jima. Vielmehr steht ein dort entstandenes Foto, welches sechs Soldaten beim aufstellen der Nationalflagge zeigt, im Vordergrund und die daraus resultierende Werbekampagne, zur Finanzierung des Krieges, an der Heimatfront. Das durch Zufall entstandene Foto, weckt im kriegsmüden Amerika neuen Mut und Nationalstolz. Da das Land pleite ist, werden die drei überlebenden Soldaten des Fotos nach Hause geholt und sollen als gefeierte „Kriegshelden“ neue Geldgeber zu Spenden animieren.

Trotz seines Titels und Potenzials, verzichtet der Film größtenteils auf übermäßigen Pathos. Im Gegenteil, die Werbekampagne wird sehr kritisch beleuchtet und es wird schnell deutlich, dass die Veranstalter keinen Anstand oder moralische Grenzen kennen, um an das geliebte Geld zu kommen. Auch der Missbrauch der Pseudo Kriegshelden, die als Marionetten in einer gigantischen Kriegsmaschinerie fungieren, wird klar herausgearbeitet. Ebenso der Verfall der drei Soldaten, der von bemühter Gleichgültigkeit über Selbstaufopferung bis hin zum Alkoholismus reicht. Was den Film trotz alldem nur mittelmäßig macht, sind seine eindimensionalen, wenig packenden Charaktere, die keinerlei Wandel vollziehen, sondern leicht zu durchschauen und klar einzuordnen sind. Auch in Sachen Kriegsscharmützel wartet der Film zwar mit einer großen Schlacht aller „Soldat James Ryan“ auf, wird dann aber schnell ruhiger und zeigt fortan, in Rückblenden, nur noch kleinere Gefechte, die deutlich unspektakulärer ausfallen. Bei allem kann der Film aber trotz toller Inszenierung und schockierender Bilder nur mäßig begeistern, da (so makaber das auch klingen mag) man derartige Bilder schon zuhauf aus anderen Kriegsepen kennt. Somit bleibt „Flags our Fathers“ größtenteils langweilig und durchschaubar und weist nur Bruchstücke von Neuheit und Interesse auf.

Schon deutlich besser gefällt da schon „Letters from Iwo Jima“. Ganz einfach schon aus dem Grund, weil man hier mal nicht mit cowboyartigen Draufgängern und Football spielenden „War? No problem!“ Soldaten konfrontiert wird, sondern einer ganz anderen Kultur mit ganz anderer Mentalität, beim sterben zusieht. Hier ist fast ausschließlich die Insel Iwo Jima Schauplatz der Handlung und deren Angriff Mittelpunkt.

Die Geschichte dreht sich zum einen um den kommandierenden General, der mit der Verteidigung der Insel beauftragt wurde, sowie einen jungen japanischen Soldaten, der sich mit den katastrophalen Bedingungen der japanischen Truppen, sowie der nicht allzu gut verlaufenden Schlacht auseinandersetzen darf.

Im Gegensatz zu „Flags of our Fathers“ werden hier zahlreiche neue Aspekte ins Spiel gebracht. z.B. die schlechte Versorgung und Ausrüstung der japanischen Truppen, die sich unteranderem mit Durchfallepidemien abquälen mussten, oder aber das ewige Gerede von Ehre und Tod fürs Vaterland, welches zuweilen auch zu zwanghaften Selbstmord-Rieten führte und natürlich die katastrophale Lage der Japaner, die im Stich gelassen und uneinig, eine Schlacht gegen eine Übermacht schlagen musste. Das tolle an dem Film ist, dass hier sehr respekvoll und vorurteilsfrei mit den Sitten, Gebräuchen und der Situation dieser fremden Kutur umgegangen wird. Leider taucht auch hier das Problem der eindimensionalen Charaktere, sowie die Eintönigkeit des Films auf. Endlose Höhlengespräche oder Rumhockerei und Gerenne durch dunkle Gänge, dies lässt den Film leider streckenweise sehr langatmig erscheinen, jedoch sehr nett sind die zahlreichen Brücken, die durch Perspektivwechsel und wiederkehrende Bilder zu „Flags of our Fathers“ geschlagen werden.

Zum Schluss dieses mäßigen, insgesamt vier Stunden, Double-Features bleibt jedoch nur die Erkenntnis, dass nicht viel Neues von der Front gezeigt wird und die traurige, aber bereits bekannte Massage, dass Krieg, egal aus welcher Perspektive, immer furchtbar und sinnlos ist, war und sein wird.

Autor: André

Neulich um 4h Morgens…

Abgelegt unter: Allgemein am 19.06.2007 von Sven

…habe ich mich dichterisch betätigt:

“Die Stimmen des alten Schwarzweißfilms, der im Hintergrund läuft,
legen sich sanft auf mein Hirn nieder,
betäuben mich, machen mich schläfrig,
infizieren meine Gedanken mit
surrealen Momentaufnahmen einer einst so glorreichen Zeit.

Ich drehe mich langsam um und versinke…

Versinke in einen Sepiagetönten Mikrokosmos voller Wärme,
voller Leidenschaft und voller “wahrer Liebe”,
Es zieht mich wie ein riesiger Magnet immer tiefer in sich hinein.
Und dann…

Kleine Bildfehler, leichtes Tonrauschen…
Ich bin schon lange verloren als Bogart endlich Ingrid Bergman küsst,
fühle mich wohl und geborgen in dieser alten, romantischen
schwarzweißen Welt.”

Dazu bitte Hier, Hier und Hier auch noch!

Autor: Sven

Armes Deutschland…

Abgelegt unter: Allgemein, Filme, Im Kino am 18.06.2007 von Sven

Heute bekamen wir frisch die neuen Poster und Reklamen zum “Grindhouse” Segment “Death Proof” von Tarantino rein und ich habe mich schon seit Wochen sehnlichst darauf gefreut mir ein oder zwei davon zu stibitzen. Und watt is? Ja Scheisse is…

Ich mein ich hab mich ja schon damit abgefunden abfinden müssen das “Death Proof” und “Planet Terror” nicht wie in Amiland und damit auch nicht so wie es ursprünglich Tarantino und Rodriquez geplant haben, als EIN Film bzw. EIN “Double Feature” unter dem Titel “Grindhouse” erscheinen sondern zerhackt und dazu noch verkehrt herum. Und abgefunden abfinden müssen habe ich mich auch damit, das ich somit dann warscheinlich auch auf die DVD warten muss um die Funky-Fake-Trailer, die, wie ursprünglich gedacht, zwischen beiden Segmenten gezeigt werden sollten, erblicken zu können aber…

Aber das hier ist ja wohl mal das letzte…

Gib mir den Rest! »

Kurzfilmfest und Kulturschock

Abgelegt unter: Im Kino am 17.06.2007 von André

Ach Mensch, da hat ich doch glatt n Zahlendreher im Datum vom 16ten und 19ten, jetz stand ich um halb drei vorm verschlossenen Kino, obwohl ich erst um 19uhr zum arbeiten da sein musste. Tja kann passieren, so nutzte ich die Zeit bis zur Arbeit für nen ausgedehnten Stadtbummel und war dann, wie zwischenzeitlich bestellt ne halbe Stunde früher am Kino.

An diesem Samstag war Kurzfilmfest und ich an der Kasse schwer in Action, weil zur Abwechslung mal richtig was los war im beschaulichen „CINEMA“ Wuppertal. Die Klientel bestand aus größtenteils älteren Herrschaften und einigen Personen des Filmbuiss, nich das mir irgendein Name was sagte, aber untereinander wurde hier und da fleißig über Film gefachsimpelt, zumindest was ich so mitgekriegt hab hinter meiner Kasse (heul).

Keine Stunde vor Ort baute sich vor mir sogleich eine zierliche Frau mittleren Alters auf und verlangte sowas wie den Geschäftsführer zu sprechen. Huch!!! etwas verwirrt sah ich mich um, konnte aber keinen der, sagen wah mal Vorgesetzten entdecken. So ließ die Dame ihre Entrüstung vorerst an mir aus. Die Beschwerde drehte sich um ein paar Leute, die wohl nach Vorstellungsbeginn noch Einlass erhielten, sich aber derart daneben benommen haben müssen, dass die Dame sich enorm gestört fühlte (es waren wohl auch Beschimpfungen im Spiel). Sogleich merkte sie an, dass außerdem ihr Nachbar derart laut seine Nachos verschlungen hätte, dass man dem Filmverlauf kaum Folgen konnte. Gleichermaßen schockiert wie belustigt versuchten Moritz und ich die Frau zu besänftigen „…das sei mitunter der Grund, warum die Leute nicht mehr ins Kino gingen.“ fügte diese noch hinten dran. Wir versprachen ihr beim nächsten Besuch eine Freikarte „darum ginge es ihr nicht.“ betonte sie, naja jedenfalls entschuldigten wir uns mehrfach und rieten ihr beim nächsten mal doch eher bescheid zu geben damit wir eine Möglichkeit hätten zu reagieren (natürlich kann ich niemanden fürs Nacho knabbern aus‘em Kinosaal schmeißen, aber Störungen und Pöbeleien müssen ja wirklich nicht sein, kommen bei unserer Kundschaft auch so gut wie nie vor).

Apropo so gut wie nie. Nach dem Kurzfilmfest wollte ich mich eigentlich schon mal an die Abrechnung machen um gegen 23uhr zu verduften, da rief ein Besucher an und meldete er habe Geldbörse und Brille im „Studio“ (einer der Vorführsäle) fordere Reihe verloren. So kroch ich auf allen vieren samt Taschenlampe die Reihen entlang, mit dem Ergebnis ein Cap gefunden zu haben jedoch keine Brille oder Geldbörse. Ich sah im Laufe des Abends nochmal bei Saal Licht nach, mit dem selben Ergebnis und telefonierte locker noch dreimal mit dem Herren um ihn davon zu überzeugen das die Sachen entweder gestohlen oder niemals hier verloren wurden. Moritz meinte der Herr hätte die Sachen vermutlich nur verkrost da, wie schon erwähnt, unsere Kundschaft die Sachen eher als Fund an der Kasse abgibt als einzustecken, wie an jenem Abend beispielsweise einen Schlüssel der aber wieder seinen Besitzer fand.

Und noch eine Kuriosität begab sich an jenem Abend. Der „Tamilische Film“ ein Ereignis, bei dem ein Veranstalter unseren größten Saal mietet und dort einen heimischen Film in der Landessprache zeigt, solch ein Machwerk setzt sich meistens zusammen aus enormen Gewaltszenen und Bollywood tanzeinlagen. Jedenfalls sehr gut besucht, an der Kasse herrschte ein Massenaufgebot an Tamilen, zuvor hatten sich der Veranstalter und seine Homies noch vor den Filmrollen zum Posenshotting vor der Kamera eingefunden (lustige Freaks). Anstehen scheint dieser Kultur übrigens fremd zu sein, vielmehr scheinen drängeln, schubsen, quetschen und durcheinander reden sehr beliebt, was ich später auch an der FressalienTheke zu spüren bekam. Von allen Seiten wedelte eine Gestalt mit nem Zehner und verlangte was zu trinken oder zu knabbern. Urplötzlich kamen mir die Beatles („Help, I need somebody, Help, would just anybody…“) nun denn irgendwie hab ich das auch noch bewältigt gekriegt, jedoch war der Saustall der hinterlassen wurde enorm, ganz zu schweigen vom emensem Leergut was in den Keller verfrachtet werden musste, nicht von mir alleine, Robin tat hier das meiste Handwerk. Ich war primär mit putzen, spülen und abrechnen beschäftigt, letzteres musste ich zweimal erneut beginnen und wurde Mehrfach unterbrochen am Ende ist vermutlich alles falsch gewesen, aber verzählt haben dürfte ich mich nicht, jedenfalls war alles Geld am Ende da und Mehr (wo das immer herkommt) seis drum. Aus meinem 23uhr Feierabend wurden dank des Tamilenaufgebots auch nichts, um 2.30uhr konnt ich endlich nach Hause fahren.

Autor: André

Babyface?

Abgelegt unter: Allgemein am 16.06.2007 von Sven

Gerade zurück vom Fluppen kaufen bei Netto nebenan:

Ich: Morgen…

Dicke Frau an der Kasse: (Schon misstrauisch) Mh. Morgen

Ich: Könn se einmal hier freischalten? Marlboro. Big Box. Danke.

Dicke Frau: Moment.

Ich: *Tüdelüüü*

Dicke Frau: Wie siehts denn mit dem Ausweis aus?

Ich: *Marlboro auswähl* Mh?

Dicke Frau: A-U-S-W-E-I-S-!-!-!-!-!

Ich: Ja wie jetzt? Wozu? *Schachtel auf Band leg. Geld hervorkram*

Dicke Frau: Tabakwaren müssen kontrolliert werden.

Ich: (Amüsiert) Jaja… Wegen den unter 16 jährigen. Aber was hat das jetzt mit mir zu tuen?

Dicke Frau: (Genervt) Haben se jetzt den Ausweis dabei oder nicht?

Ich: (Weiter amüsiert) Ja sicher. *Schmunzel* Moment. *Ausweis vorzeig und dabei Geburtsdatum laut am vorlesen*

Dicke Frau: (Leicht verlegen) Oh… Äh… Ja… Mh…

Ich: Ja denn… Darf ich die ja jetzt wohl mitnehmen oder?

Dicke Frau: Oh… Äh… Ja Fünffufzig macht das dann.

Oh Mann. Im Netto ey…. Da passieren dir Sachen…

Autor: Sven

200 Dinge…

Abgelegt unter: Allgemein, Strandgut am 15.06.2007 von Sven

Ich habe aud dieser Seite, mit 73 von 200 Dingen eine “sehr gute Leistung” für meine Altersgruppe erziehlt. Allerdings muss ich noch einen Baum umarmen Ferrari probefahren, beim Pferderennen gewinnen und Sex mit jemandem haben, der halb oder doppelt so alt ist wie man selbst.

Abenteuer: 3,2
Bildung: 2,7
Crazy: 5,4
Happiness: 6,1
Körper: 5,0
Liebe/Partnerschaft: 5,6
Natur: 4,2
Reisen: 1,7
Romantik: 6,0
Selfmade: 2,4
Sex: 2,7
Soziales: 2,3
Sport: 2,5
Technik: 5,0
Tiere: 0,9
Verbotenes: 4,0

Autor: Sven

Ocean’s 13

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 15.06.2007 von André

Boarh!!! Lecker Männer George Clooney und Brad Pitt sind wieder unterwegs um Casinos leerzuräumen, wie immer mit viel Charme und Stil. Diesmal muss Hotelmogul Al Pacino um seine Milliarden fürchten.

Nach dem großen Erfolg des Remakes Ocean’s Eleven (11) versammelt George Clooney nun schon zum dritten Mal sein bewehrtes Team um sich herum um, mal wieder, einen Tyrann von Casinobesitzer im guten alten Vegas um seine Knete zu erleichtern. Im Gegensatz zu Ocean’s Twelve (12) ist diesmal auch die Handlung wieder viel übersichtlicher gestaltet worden. Ein einziges Casino wird ins Vezier genommen und, wie immer, durch zahlreiche Kniffe und Tricks infiltriert und geplündert. Und es macht enormen Spaß den Herren Clooney und Pitt dabei zuzusehen, denn es gibt wieder klasse Dialoge, Situationskomik und raffinierte Plots zu beäugen. Man merkt der ganzen Schauspielriga an das sie sich enorm wohl fühlen in ihren Rollen, Clooney und Pitt sind zurückhaltend-smart bei der Sache (aberwitzig ihre Gespräche über ihre Ex-Freundinnen). Matt Demon bekommt diesmal einen größeren Auftrag und darf sich (sehr geil) als Frauenverführer versuchen, ich sag nur: „die Nase bringts.“ Auch die verschiedenen Kostümierungen zeugen von viel Selbstironie (Clooney mit Gay-Pornstar Schnauzer und Pitt als Safari-Ökofreak mit langen Haaren) auch der Rest des Teams ist vollzählig und sorgt für viel Spaß und zahlreiche Lacher. Natürlich genial (aber erschreckend alt geworden) Al Pacino als herrlich fieser Hotelmogul. Auch Andi Garcia darf nochmal mitmischen, diesmal auf Ocean’s Seite, jedoch legt er die Regeln etwas aus und wird zur Strafe zum…(ahh das sei hier nicht verraten). Schade nur das diesmal wenig Frauen mit dabei sind, genau genommen nur eine, Ellen Barkin, die leider nicht soviel Sexiness wie Chatherine Zeta-Jones oder Sweatness alla Julia Roberts mitbringt, dennoch macht sie ihre Sache hervorragend und sieht mit, immerhin 53 Jahren, noch sehr Klasse aus.

Fazit: Auch der dritte Coup bringts voll, alle Darsteller sehr souverän und in Hochform, dazu eine übersichtliche Handlung voller Witz und Spaß garantieren jede Menge locker-flockige Unterhaltung für einen Kinoabend.

Autor: André

Spiel mir das Lied vom Tod

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 14.06.2007 von André

Uuuh!!! und noch ein Klassiker, überhaupt DER Westernklassiker, genauer Italo-Western Klassiker aus dem Jahre 1968, also vor unglaublich langer Zeit. Hatte zu meiner Schande das Teil noch nie ganz gesehen, weil bin immer eingepennt. Mit Werbung geht dat Ding ja locker drei Stunden. Man muss sagen, dass für so eine lange Spieldauer nicht garde viel im Film passiert, gerne wird der Spannungsbogen bis an die Oberkante ausgereizt, was bedeutet, das sich erstmal zehn Minuten in die Augen gestarrt wird bevor endlich die Colts gezogen werden. Im heutigen Bilderrausch des Actionkinos ist man sowas gar net mehr gewohnt und darum muss man schon hellwach sein, will man dieses (und an dieser Stelle sag ich’s genau wie ich‘s meine) Meisterwerk richtig genießen. Zur Erinnerung worum gings:

Der Eisenbahner Morton, will vor seinem Ableben eine Trasse zum Pazifik errichten. Um die Arbeit möglichst schnell vorranzutreiben, lässt er sich mit dem Gangster Frank (Henry Fonda) ein, der auf kaltblütige Weise jeden umlegt der dem Vorhaben im Weg steht. So auch den frisch vermählten Farmer McBain und seine Familie, der auf die Ankunft seiner zweiten Frau Jill gewartet hatte. Jill (Claudia Cardinale) vom den plötzlichen, grausamen Morden an ihrer neuen Familie schockiert, steht vor einer schwierigen Entscheidung: soll sie die Farm verkaufen oder den Traum ihrers toten Mannes weiter fördern. Auch der grade aus dem Gefängnis geflohene Cheyenne (Jason Robards) steht vor einem Problem, ihm werden nämlich die Morde an der Familie McBain angehängt und dann ist da noch der Mann mit der Mundharmonika (Charles Bronsen), der mit Frank eine alte Rechnung zu begleichen hat…

Der Film zeigt ein ganz anderes Bild vom wilden Westen, als die typisch amerikanischen Western. Es ist überall staubig und dreckig, die Hütten und Häuser wirken dunkel und größtenteils ungemütlich. Die Menschen sind verstaubt und verschwitzt, man spürt die ewig heiße Sonne im Nacken und den Staub in der trockenen Kehle. Ein sehr ehrliches, autentisches Bild vom Westen. Diese Atmosphäre trägt natürlich gekonnt zur Melancholie des Filmes bei, denn die Charaktere sind gezeichnet von harten Schicksalen
und jeder von ihnen ist zwiespältig und nicht klar nach Gut und Böse aufzuteilen. Grade diese Ehrlichkeit und Härte machen diesen Film so sehenswert. Die Atmosphäre scheint das wichtigste im Film zu sein, denn vor einem Duell oder einer Auseinandersetzung, werden die Schauplätze und dehren Figuren aufs genauste unter die Lupe genommen. Es gibt massig Detailaufnahmen und Weitwinkeleinstellungen um die ganze Szenerie aufs genauste zu beleuchten. Dies erzeugt (vorrausgesetzt man ist wach) eine fast schon greifbare Spannung die nahezu unerträglich werden kann. Das absolut Beste an dem Film ist aber seine Musik. Der Film ist episch aufgezogen, fast schon einer Oper gleich, es gibt großartig mit Musik untermalte Einstellungen, aber auch vollkommen ruhige Momente in dehnen man nur das tropfen von Wasser auf die Diele oder das quitschen eines Windrades hört. Diese Töne verschmelzen dann miteinander und erzeugen fast schon eine eigene Symphonie, die dann in einem unglaublich genialen Soundtrack mündet. Jeder der drei Protogonisten hat sein eigenes Theme, das markanteste und wohl auch bekannteste Westerntheme ist natürlich „das Lied vom Tod“ auf der Mundharmonika, gefolgt von der Klagemelodie die Jill begeleitet. Nicht umsonst gehört dieser Film also zu den besten Western aller Zeiten und dieses Sigel würde auch ich jederzeit unterschreiben, denn der Film hat alles was ein guter Western haben muss: Revolverhelden,
spannende zwei (oder mehr) Mann Duelle, Gangster, eine schöne Frau, eine Eisenbahn und Pferde, dazu kommt noch der geniale Soundtrack und die Unterhaltung ist perfekt.

Fazit: Ja was soll ich noch sagen, bester Western aller Zeiten…
Ach übrigens gefällt mir der englische Titel „Once upon the time in the West“ besser, als der deutsche „Spiel mir das Lied vom Tod“ denn dieser Titel legt das Gewicht stark auf die Handlung des Mannes mit der Mundharmonika obwohl Cheyenne‘s und Jill’s Part mindestens genauso groß sind.

Autor: André