Nettes Zitat am Rande…

Abgelegt unter: Allgemein, Strandgut am 30.05.2007 von Sven

Gefunden auf/beim studiVZ:

“Wenn ein Schwarz-Weiß-Denker
Farbe bekennen muss,
sieht er meistens Rot.”

Dazu übrigens noch ne nette Filmzitate-Datenbank

Autor: Sven

Mein erster Tag

Abgelegt unter: Im Kino am 29.05.2007 von André

Dienstag Morgen 2.30uhr

Grade Zuhause angekommen und eigentlich verdammt müde, dennoch komm ich nicht umhin meinen ersten Tag im Kino „Cinema“ Revue passieren zu lassen…

Montag 16.45uhr ich bin 15min. zu früh…egal, mein Buddy Sven hat n gutes Wort für mich eingelegt damit ich hier im Kino als Thekenschlampe anfangen kann, da will man ja n guten Eindruck machen…ich geh rein.

Sven empfängt mich kurz an der Tür, Handschlag und ich lauf vor zum Tresen. Ich werd freundlich von dem Mädel begrüßt das mich einweisen soll…verdammt hab ihren Namen vergessen…sie tippt noch was in den PC an der Kasse während ich mich in Ruhe umsehe. Hier gewesen bin ich schon, hat sich fast nichts verändert: ein langer Tresen, ganz rechts vorm Eingang die Kasse samt PC, dann weiter am Tresen Knabberzeug, Getränke, Kaffeemaschine, Spüle, Nachobar und…oooh!…Popcornmaschine…die is neu.

17.00uhr es geht los. Das freundliche Mädel zeigt mir alles im Schnelldurchgang: „Hier Getränke, alles was kühl is, da der Kaffee, Espresso, Latte Macchiato, Cappuccino, Milchkaffee, Tee und Kakao.“ …erwartet die etwa das ich die alle zubereiten kann. Ahh! Eine Anleitung und sie zeigt mir wie ne Latte gemacht wird ok: Pulver frisch zapfen, Tasse drunter, Knopf drücken, Milch aufschäumen, zusammenkippen, nett anrichten, passt schon… „die Preise stehn hier, du musst eintragen was du verkaufst, die Kasse für die Bar ist nicht automatisch.“…Mist, Kopfrechnen. Ich hasse Mathe, naja das bisschen addieren bekomm ich schon hin, aber das eintragen wird nerven… „hier die Spüle, da die Nachos und das Popcorn, wie man das macht zeig ich später, gleich beginnt die erste Vorstellung ich mach die Kasse du machst hier den Service, alles klar? Gut dann mal los.“

17.30uhr ein zwei Kunden warn schon da, bisschen Cola und zu Knabbern, abkassieren, lächeln…läuft doch, mit Menschen kann ich eh gut. Dann kommt’s!…Eine riesen Meute Kundschaft stapelt sich vor dem Tresen und verlangt nach: „Kaffee!!! Latte Macchiato!!! Espresso!!! Cappuccino!!!“…cool bleiben, wie war das: Pulver…aargh! Scheiße daneben los weiter…Tasse, Knopf…das werden ja immer mehr…nochmal die Anleitung, was? Cappuccino! Kommt sofort…kacke ich brauch Hilfe, aaah! Ein Glück…Buddy Sven steht zur Seite, gemeinsam fertigen wir den, nach Heißgetränke schreienden, Pöbel ab und es kehrt langsam wieder Ruhe ein…Thank’s Buddy.

19.00uhr langsam hab ich dat mit dem Kaffee raus: „Normal und Espresso?“…kein Problem… „Cappuccino?“…bedarf noch ein paar Feinheiten, die Latte bleibt der Horror, aber hey! nobody is perfect…Popcorn hab ich auch gemacht, unter Anleitung von Sven…lustig aber Sauerei…ebensoviel Zucker wie Mais und dazu das Fett…Notiz: in Zukunft weniger Popcorn…dann kam das Spülen…Kleinigkeit, verpulvert Zeit, obwohl ich Spülmaschinen doch sehr liebe, aber die paar Tassen, übrigens alle ausgetrunken bis auf zwei versaute Cappuccino, bisschen Schwund is immer.

20.00uhr der nächste Ansturm bahnt sich an…gut das abends weniger Kaffee getrunken wird…die ersten Kunden gehen schon souverän: „Zwei Cola, Popcorn…Zack!…bitte schön.“ Dann eine neue Order, Tee zweimal…ok Tee, ah Hier: Glas, Beutel rein, Heißwasser, Fertig, gut dann los…das erste Glas läuft gut…fuck is das heiß, egal Untertasse, so jetz das zweite, Knopf drücken, Heißwasser kommt, so jetz Knopf drücken für wieder aus, äh? Hallo? Wieder aus! aarrrrgggh!!! Kacke…kochendheißes Wasser strömt aus der Maschine den Tresen runter, nettes Mädel von der Kasse: „du musst dehn KNOPF drücken!“ „ich drück den scheiß Knopf, das Wasser läuft trotzdem weiter.“ Das Mädel kommt angerannt und drückt den Knopf, nichts, die Kundschaft amüsierts. Dann betätigt sie den Ausschalter, den sie mir wohl vergessen hat zu zeigen: „das macht die einmal in hundert Tagen die is wat schwierig.“…warum muss dieser Tag ausgerechnet heute sein???

20.30uhr die letzte Vorstellung läuft und ich kann sauber machen, Getränke werden aufgefüllt, Sven reinigt die Popcornmaschine…ekelig…ich Spüle, dann zeigt er mir noch wie die Kaffeemaschine gereinigt wird, letzter Check und aufs Ende der Vorstellung warten.

21.45uhr das Kassenmädel macht die Abrechnung fertig und geht Heim, ich bleib noch wat weil Sven mich nach Hause fährt. Die Leute kommen aus der Vorstellung: „Nein Theke is dicht, nebenan in der Bar gibt’s noch Kaffee…puh!“ Leergut wegräumen, letzte Tassen spülen nochmal übern Tresen Aschenbecher leeren…macht Spaß so ne Theke zu schmeißen.

22.00uhr Feierabend…what a Day, alles drin aber lustig…ne Viertelstunde warte ich bis Sven fertig is dann wird abgeschlossen. Freitag bin ich wieder da…jubel jubel freu freu!!!

Autor: André

Es ist 9.45h und…

Abgelegt unter: Im Kino am 28.05.2007 von Sven

…es geht zur Arbeit… !!!KOTZ!!! Ich war doch gestern schon… Naja ich denke das ich von dort aus dann weiterschreiben werde…

…Jetzt ist es 12.o8h und ich bin seit ca. 2 Stunden hier.

Was ich tue, was meine Arbeit ist wollt ihr wissen? Naja eigentlich tue ich hier nicht viel, denn ich bin Filmvorführer in nem kleinen Arthousekino namens “Cinema”, vor 2oo7 trug es noch den Namen “Cinetal”.

Wie kam es dazu wollt ihr wissen? Nunja also, als klein Svenni so 15 Jahre alt war, stellte er ziemlich schnell fest das sich ein Leben, das praktisch oder überwiegend nur aus Party, Frauen und Alkohol (…öhöm…) bestand, sich auf die Dauer nicht so leicht nur aus dem eigenen Taschengeld bezahlen lässt. Also versuchte ich mir damals einen netten Job zu suchen der wenig Aufwand erfordern und trotzdem gut bezahlt sein sollte, frei nach dem Motto: “Möglichst wenig Arbeit!!! (Wie schon in der Schule :-) ) Aber trotzdem gut Kohle!!!”. In einem kleinen verschlafenen Nest wie Schwelm, gestaltete sich das zunächst eher als recht schwierig, doch dann machte mich mein Vater eines Tages darauf aufmerksam das unser örtliches Kino wohl Nebenstellen zu vergeben hätte. “Hey…” dachte ich mir “…Filme gratis + Cooler Job + Geld, warum nicht?” und wurde dann auch prompt, vermutlich wegen meines Charmes, meiner Intelligenz und nicht zuletzt meines guten Aussehens, schließlich als Kartenabreißer eingestellt. Wenn ich heute zurückblicke waren die 5,65€ pro Vorstellung, sprich pro 1 1/2 Stunden, für ein bischen Kartenfleddern und Getränke holen, für meine damaligen Verhältnisse genau das was ich auch suchte.

Gib mir den Rest! »

3oo

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 22.05.2007 von André


„Noch heute…speisen wir…in der HÖLLE!!!“

 

Das lang erwartete Comicspektakel 3oo – von Regisseur Zack Snyder und Comickünstlerlegende Frank Miller – ist geglückt und bietet nicht weniger als ein exzessives, durchgestyltes, bis in die Spitzen dramatisiertes Schlachtengemälde voll gestopft mit Pathos, Testosteron, Blut, Leidenschaft und Extasse.

 

In 3oo wird sich kräftig ausgetobt; scheiß auf Moral, Realismus, politische Korrektheit oder historische Genauigkeit. Die Comicadaption von Zack Snyder will nicht lehren, aufklären oder ein Ideal glorifizieren, sie will schlicht und einfach unterhalten und dabei cool, abgefahren und neuartig aussehen. Bravo! kann ich nur sagen, denn all das ist Snyder wirklich fabelhaft gelungen. Sein Sandalettenepos sieht tatsächlich genauso abgehoben und surreal aus, wie Frank Miller es in der gleichnamigen Comicvorlage zum Film vorbetet. So wurde eine Welt geschaffen voller Melangkolie und Romantik, aber auch Grausamkeit und Finsternis. Eine Comicwelt voller Kontraste und Abstraktionen, hier wandeln bizarrer Gestalten: Wölfe mit leuchtenden Augen, riesengroße Monster mit Klingen statt Armen, gigantische Elefanten und Nashörner, phantomartige Ninjakrieger, Hexenmeister mit explodierenden Elixieren, deformierte Tänzerinnen, Bucklige und Riesen. In 3oo gibt es jedemenge zu sehen, visuelles Eyecandy mit hohem gestalterischem Anspruch, perfektes MännerKino schon allein der Optik wegen.

 

Die Handlung dagegen ist einfach gehalten, die Charaktere oberflächlich und die wenigen Dialoge brillieren höchstens durch kernige Einzeiler und Machosprüche. Doch den fehlenden Tiefgang hab ich zu keiner Zeit vermisst, denn 3oo kommt daher wie ein spektakulärer Actionkracher mit charismatischen Anti-Helden, wer hier Anspruch sucht hat sich im Genre vergriffen. Hier wird nicht verbissen über Moral und Anstand diskutiert, verliebt rumgesäuselt oder geheult. Hier gibt’s auf die Fresse, hier spritzt literweise Blut, hier hat man Spaß am Rummetzeln und Abschlachten. Dem Tod wird entgegengelacht und genüsslich ein Äpfelchen gekaut, während um einen herum die verwundeten Feinde abgestochen werden. Die Message: Krieg ist Geil!!! Nur die Harten komm in Garten und der Tod für Ruhm und Ehre ist besser als Sex.

 

Aber bitte, selbstverständlich ist nichts davon ernst gemeint und wer dies  - trotz surrealler Gestaltung und völlig überdrehter Dramatik – dennoch denkt, dem könnte auch kein politisch korrektes Disneyfilmchen mehr zu plausiblen Gedankengängen verhelfen.

 

Die dominierende Action des Films toppt in der Tat alles bisher Vergleichbare. Die Spartaner rocken auf dem Schlachtfeld in perfekt und spektakulär choreographierten Gemetzeln bei dehnen – dank Zeitraffer – immer wieder das Tempo manipuliert und so jede Bewegung der Muskelgestählten – Null-Körperfett Kampfmaschinen  - glorifiziert wird. Ich war fast peinlich berührt, dass ich da faul im Kinosessel saß und Nachos mampfte, während die Jungs auf der Leinwand bei allem was sie taten aussahen wie in Bronze gegossen.

 

Anfangs noch annehmbar, zum Schluss hin aber echt nervend, war der dazu gedichtete Subplot um Königin Gorgo. An sich war die Geschichte o.k. – Intention: weibliche Identifikationsfigur, Frauenpower usw. sie konnte nur nicht mit Leonidas und seinen Jungs auf dem Schlachtfeld mithalten und war daher ein echter Stimmungsdämpfer – fast schon wie ein Werbebreak – uninteressantes BlaBla. Das dieser Handlungsstrang nicht der Comicvorlage entstammte, ist deutlich spürbar und nimmt immer wieder das Tempo aus dem sonst so rassanten Schlachtenfest. Dem schöneren Geschlecht dürfte die ausgedehnte Rolle der Königin aber dennoch gefallen, repräsentiert sie doch eine starke und würdevolle Frau, die eine ganz eigene Schlacht Daheim führt und auch Opfer bringen muss.

 

Kommen wir zu den Darstellern; die können bei all dem Gekämpfe natürlich nur durch Fitness brillieren – dafür aber volle Punktzahl – die Jungs sehn aus wie frisch von der Mukkiebude weg gecastet. Königin Gorgo (Lena Headey) hat wie gesagt eine undankbare Rolle, tut aber ihr Bestes und sieht dabei immer schön sexy aus. Gottkönig Xerxes (Rodrigo Santoro) bizarre Gestalt ist gut umgesetzt, wenn vielleicht auch einen Hauch zu tuntig geraten, was ihm hin und wieder die Bedrohlichkeit und Allmacht seines Charakters nimmt. Eine gelungene Interpretation und wahre Spielfreude zeigt hingegen Gerard Butler – der wohl tonnenweise Rachenbonbons vertilgt haben muss – da er sich als König Leonidas die Seele aus dem Leib schreit. Mühelos schafft er dabei den Spagat zwischen charismatischem Anführer und zu Allem entschlossenen Feldherren und ist ganz nebenbei cooler als Maximus in GLADIAROR und Achilles in TROJA zusammen. Respektlos, prahlerisch – teilweise manisch – spornt er seine Männer zum Äußersten an – seine Sprüche sollte sich jeder Mannschaftscoach notieren um die Gewinnchance für‘s nächste Spiel zu maximieren.

 

Fazit: 3oo ist was für echte Kerle und der perfekte Popcornfilm für einen gelungenen Männerabend. Die Optik des Films ist absolut neuartig und beeindruckend, der Inhalt augenzwinkernd zu verstehen. Doch auch wer sein Hirn lieber Draußen lassen möchte ist, dank bombastischer Action und coolen Sprüchen bestens unterhalten. Jene die des Englischen mächtig sind, sei außerdem die – um längen bessere – Originalversion ans Herz gelegt. 

 

Autor: André

Spiderman III

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 22.05.2007 von André

Nee Nee so nicht!!! Und überhaupt, eigentlich hatte ich von Sam Raimi (Regie) jetzt nen spitzen mässigen dritten Spidifilm erwartet, der nochmal alles topt und die Krönung für eine wunderbare Trilogie des Helden mit dem Spinnensinn bildet. Tja zu viel erwartet, anscheinend hat sich Raimi trotz riesen Budget und jeder Menge Ambitionen doch am Ende irgendwie überschätzt, denn zu viel im neuen Spinnenabenteuer ist „over the top“ reichlich übertrieben, kitschig oder einfach unglaubwürdig. Schon klar ist ein Comic und so, aber diese Ausrede zählt hier nicht, denn grade die Authentizität, neben aller Fantasterei und Action, war ja immer das Besondere der Spider-man Filme.

Dabei fängt zunächst ja alles gut an. Für Peter ist das Leben schön, die Uni läuft, als Spidi ist er beliebt wie nie und seiner Mary Jane will er „die große Frage“ stellen, dazu kommt das Harry nach einem heftigen Kopfstoß, dank Amnesie, wieder zum guten Freund geworden ist. Dann häufen sich die Konflikte, MJ floppt am Broadway, Peter bekommt Konkurrenz als Fotograf, Harrys Gedächtnis kommt zurück, ein außerirdisches Virus ergreift Besitz von Spiderman und dann ist da noch der Sandman der sein Unwesen treibt. Viele Handlungstränge, manche überflüssig andere arten etwas in Schmalz und Kitsch aus, stellenweise begehen die Charaktere auch schlichtweg nicht nachvollziehbare Aktionen. Wieso küsst Spidi für seine Fans auf einmal andere Mädchen? Warum wünscht Eddie Brock nach Jobverlust Peter Parker gleich den Tod? Ach…und warum erinnert mich die Kranszene so stark an den 11. September? Wirklich genial ist eigentlich nur der Plot mit dem Virus das Spidi befällt, worauf dieser zum Egoschwein und Superarsch mutiert. Hier hat der Zuschauer viel zu lachen, grade weil man Tobey Maguire den Machoarsch nicht wirklich abnimmt, aber er beweist hier viel Mut und Selbstironie. Sein Emo-look samt Liedstrich ist leider weniger gelungen, naja das Spider-man von Stereotypen und Klischees nur so wimmelt ist ja nicht wirklich neu und stört auch nicht weiter. Zumindest nicht bis zum dramatisch, aufgesetzten, ja auch peinlichen Ende des Films. Hier gibt’s dann auf einmal reichlich Schmalzkino mit derart schlechter Darstellung und Dialogen, dass man eigentlich nur noch lachen kann. Berühren kann dieses Ende nicht und zerstört dadurch den bis Dato eigentlich ganz guten Film. Sogar auf die obligatorische Kamerafahrt mit Spidi durch die Häuserschluchten am Ende, wurde diesmal verzichtet, für mich die mit Abstand größte Enttäuschung, grade nach einem solchen Schmalzende. Natürlich sind die Aktionszene dank CGI aufwändig inszeniert und sehen wie immer Klasse aus, aber auch das kann über die Mängel des Films nicht hinwegtrösten, zumindest nicht nach den deutlich besseren Vorlagen der beiden Vorgänger, Schade, Schade, Schade.

Fazit: „Spider-man 3“ ist ein Durchschnitts-Blockbuster der seinen Erwartungen nicht gerecht wird und keinen wirklich würdigen Abschluss der sonst so gelungenen Spider-Man Reihe bildet, daran kann auch die spektakuläre Action und tolle Optik des Films nichts ändern.

Autor: André

Break Up – Trennung mit Hindernissen

Abgelegt unter: Dem Sven ihm seine Kritiken, Filme am 22.05.2007 von Sven

“Trennung mit Hindernissen”

Break Up

Hmmm? Auf jeden Fall hat der Regiesseur sein Handwerk verstanden… Allerdings das Thema wird warscheinlich ziemlich vielen Leuten nicht gefallen. “Break Up” ist nämlich keine nette Liebeskomödie wie im Trailer angepriesen sondern eher ein ziemlich ernstes, gar trauriges Beziehungsdrama das zwar mit ein paar netten Gags gespickt ist die aber leider, auch nicht wirklich über dieses “Ich will den beiden helfen”- und “Ach komm vertragt euch einfach wieder”-Gefühl des Zuschauers hinweghilft.

Jedem der schonmal eine Trennung hinter sich gebracht hatt würde ich den Film nicht empfehlen weil er einfach an einiges erinnert wird… Sollte man sich aber denoch in den Film setzen wird man wohl trotzdem seinen Spaß haben wenn man einfach auf die gute Story (Zumindest in der zweiten Hälfte), die durchweg gute Schauspielerische Leistung als auch die handwerklich tolle Regiearbeit achtet. Zumindest bei der zweiten Hälfte wird sehr viel mit den Emotionen des Zuschauers gespielt was durch den guten Aufbau des Drehbuchs bzw der Story und die gute Schaupielerische Leistung dem Zuschauer sehr nah gehen kann.

Allerdings sind es halt nicht immer tolle Gefühle die dort behandelt werden und man wünscht sich ja auch irgendwie ein Happy End für die beiden allerdings wird einem eben dieses leider nicht gewährt. Die erste Hälfte über empfindet man viel Missverständniss für das Pärchen da die beiden sich wegen wirklich banalen und schwachsinnigen “Alltagssituationen” zerstreiten und trennen wollen wobei warscheinlich jedes normale Pärchen das schon länger zusammen ist einfach mit dem Partner über solche Situationen reden würde was die beiden einfach nicht tuen sondern jeder Stur auf seiner eigenen Meinung behaart.

Dabei fiel mir unweigerlich der tolle Aufbau der Story bei “Der Rosenkrieg” mit Michael Douglas und Kathleen Turner ein, wo die Gründe zur Trennung einfach viel verständlicher und nachvollziehbarer dargestellt werden. Bei “Trennung mit Hindernissen” werden eher einfach irgendwelche Gründe genommen und simple Klischees abgeharkt um die Basis für die zweite Hälfte des Films bilden zu können. Hierbei hätt ich mir etwas mehr Realismus oder mehr Charakterzeichnung gewünscht damit der Zuschauer zumindest die Personen und ihre Haltung bei Streitigkeiten verstehen kann.

Autor: Sven

Superman Returns

Abgelegt unter: Dem Sven ihm seine Kritiken, Filme am 22.05.2007 von Sven

“Superman Returns”

Sehe es als nette Weiterführung die auch durchaus an die alten Filme anknüpft. Die Besetzung find ich auch gelungen. Lex Luther muss ich ja wohl nix zu sagen oder? Beide Daumen hoch für Kevin Spacey. Lois find ich nicht so störend wie ichs gedacht hätte, zickt ja nur ein oder zweimal rum, und Brandon Routh ist Christopher Reeves wie aus dem Gesicht geschnitten. Das alle so jung sind liegt halt auch daran das wenn man nach sovielen Jahren Superman neu präsentiert den Film auch auffrischen muss für die heutige MTV-Generation, die die alten Teile nicht kennt. Ausserdem hätte ein alter Knacker als Superman und ne alternde Lois eher lächerlich gewirkt. Natürlich wirkts etwas “unlogisch” das man mit 23 oder 24 Jahren schon nen Pulitzer bekommt, aber naja ist halt auch eine Comic-Verfilmung. Einzig ein paar CGI-Szenen gefielen mir nicht so sehr da man halt auch irgendwie Superman noch mit nem Typen an Drahtseilen vor ner Bluebox verbindet.
Auch einige digitale Kamerafahrten hätten längst nicht so virtuos sein müssen und hätten vielleicht sogar mit etwas mehr Standhaftigkeit auch gleichzeitig mehr “Suspense” erzeugt und wirkten so eher wie eine lustige Achterbahnfahrt: Man weiß das einem nix passieren wird da man mit nem Rollbügel am Sattel festgeschnallt ist und genießt jetzt einfach nur noch die Fahrt. Ich bin ja soweiso kein Pixel-Freund…

Auch eine etwas, wie ich sie empfand leicht “schwachsinnige” und “einfach unlustige und unnütze” Szene war die wo Superman abstürzt und von diesen möchtegern E.R.-Wichteln in ein Krankenhaus gebracht wird damit er dort mit nem Defi und ein paar Spritzen wieder gesund gefixt werden soll. “Hallo???” Das ist Superman, entweder der is einmal an ner Überdosis Kryptonite verreckt und somit endgültig Tod, oder aber er überlebt, wie sonst immer üblich halt einfach alles. Da kann man nix reparieren mit normalsterblichen Mitteln. Hätts ja verstanden wenn er in ein Geheimlabor der Regierung gefahren worden wäre oder so aber dass? Ne so nich lieber Singer.

Naja… Die Länge des Films empfand ich nicht als störend, einzig am Schluß durch ein paar gedehnte schnulzige Szenen, zogen sich die letzten 10min. Jedoch insgesamt eine stimmige Mischung, die kaum Längen hatt, wie man sie sich für einen Blockbuster wie Superman wünscht: Lois und Clark blabla und danach wieder ein wenig rumfliegerei und Leute retten.

Insgesamt würdig als Nachfolger. Hab die Oldies auch schon lang nicht mehr gesehen aber hab die irgendwie auch nicht großartig anders im Kopf, vom Aufbau der Story und etc. her, als den neuen jetzt. Superman fliegt halt rum und rettet Leute, baggert zwischendurch an Lois rum und hat halt immer nen geilen Engegner mit nem fiesen Masterplan, so wie es sein sollte. Übrigens fand ich das es garnet so drauf ankam was Lex Luther unternahm sondern nur das er da ist, durch nen guten Schauspieler verkörpert wird und Superman töten/Weltherrschaft an sich reißen will. Also insgesamt geiles Popcornkino wie in
alten Tagen.

Autor: Sven

Silent Hill

Abgelegt unter: Dem Sven ihm seine Kritiken, Filme am 22.05.2007 von Sven

silent-hill

Silent Hill

„OH MEIN GOTT“
Ich bitte euch, Nein ich flehe euch an: „Vergesst es einfach!“ Der deutsche Untertitel verrät eigentlich alles: „Silent Hill – Willkommen in der Hölle“, denn dieser Film wird euch garantiert so vorkommen wie „Unendliche Folter“

Erst einmal zum „Inhalt“:
Um ihre Tochter Sharon (Jodelle Ferland) von ihrer “Krankheit” zu befreien, die sie Nacht für Nacht schlafwandeln lässt, macht sich Rose (Radha Mitchell) mit ihr auf den Weg nach Silent Hill. Den Ort, dessen Namen Sharon unentwegt im Schlaf aufsagt. Doch in der Geisterstadt angekommen, verschwindet das kleine Mädchen spurlos. Auf der Suche nach ihrer Tochter stößt Rose auf schreckliche Kreaturen die, die Bevölkerung von Silent Hill nahezu ausgerottet haben. Um zu überleben, verbündet sie sich mit der Polizistin Cybil (Laurie Holden) und versucht gemeinsam mit ihr das Geheimnis der Stadt zu lüften.

Meine erste Frage: Warum wird so ein Dreck überhaupt erst produziert (Mal ehrlich. „Wer würde seine teuer verdienten und ersparten Moneten für so etwas hergeben?“) und,

Meine zweite Frage: Warum wurde der Regisseur nicht längst erdolcht, erdrosselt, erschossen, enthauptet oder auf eine sonstige Art und Weise bestraft.

Silent Hill ist dass, was ich förmlich treffend, als einen „Riesengroßen Haufen *******“ bezeichnen würde. Es gab bisher nur einen Film der noch schlechter, noch dümmer, noch Brechreiz-Erregender war als Silent Hill. Jedoch werde ich denn Titel eben jenes Streifens nicht nennen, um euch nicht in Gefahr zu bringen, bei einen DVD-Abend aufgrund von Gehirnkrämpfen zu krepieren. Mein Motto bis zu jenem Tage, als ich Silent Hill zu sehen bekam, lautete: „Jeder Film ist es wert, ihn sich anzuschauen und sei er noch so schlecht, irgendetwas positives muss es einfach geben“.

DOCH BEI SILENT HILL IST EINFACH ALLES SCHEIßE!!!!

So. Musste mal nur kurz gesagt werden.
Nun muss ich diese Aussage ja auch irgendwie belegen können oder? Kann ich auch: Angefangen bei der Story, die sich vielleicht oben noch ganz nett, aber durchschnittlich, angehört haben mag, denn Silent Hill verwurstet gekonnt, selbst den leisesten Ansatz von Plot und Story in drei wesentliche Hauptmerkmale des Films:

Unsinnige und völlig deplatzierte Splatter und Gore-Szenen:
Nicht das ich was gegen Blut hätte aber: Wenn man auf der Leinwand dabei zusehen muss wie eine Frau zerteilt wird, aufgrund dessen das ein Dämonen-Kind mit seinen Stacheldrahtarmen durch die Vagina (Nein man sieht keine Detail-Aufnahme) in sie hinein eindringt und sie danach von Innen nach Außen erst durchsticht und sie letzten Endes dann zerreißt, während die Frau dabei lauthals schreit und jammert, frage ich mich ernsthaft wo dabei nun der Sinn und vor allem die Unterhaltung sein soll. Des weiteren wird bei Silent Hill leider nur allzu oft versucht die fehlende Handlung mit Gräuel und Blut zu retuschieren. Fast 85% des gesamten Filmes irrt unsere Protagonistin vollkommen Sinn- und Ziellos durch irgendwelche verlassenen Gebäude die sich dann in monströse Höllenszenarien verwandeln bei denen der einzige Grund dafür „Wir wollen schocken mit diesem Film“ lauten kann. Das Silent Hill obwohl derartiger Szenen, in Deutschland noch eine FSK-16 bekommen hat, lässt vermuten das Geld im Spiel war bei der Prüfung. Ist ja auch logisch, denn wenn die FSK ab 18 Jahren wäre, würde ja die Hauptzielgruppe wegfallen: Spät-Pubertäre „World of Warcraft“-Spinner und „Quake III“-Fanatiker die sich, wärend sie noch lechzend und sabbernd an ihren Splinter Cell Highscore arbeiten, an einem derartigen Bullshit erfreuen und Kranken Geistern wie Christophe Gans, dem Regisseur dieses Meisterwerks, vermutlich auf ewig dankbar sein werden dafür, dass nun endlich auch einmal ihre Gebete erhört wurden und ein weiteres ihrer Lieblings-PC-Games, dessen einziger Sinn Gewalt ist, verfilmt wurde.

Mangelnde Logik:
Fast den gesamten Film über fragt man sich einfach nur: Warum, Wieso, Wozu? Ich meine: Klar die Tante ist auf der Suche nach ihren Balg dass ihr entlaufen ist. (Hab ich übrigens schon mal erwähnt das ich Kinderschauspieler hasse? Die können nix und wenn sie etwas können dann ist es sich in Filmen immer so abartig dumm zu verhalten dass die Erwachsenen dadurch in Schwierigkeiten geraten. Remember: „The Long Kiss Godnight“) Aber warum sucht sie dann bitte in der Kehle eines Toten der in irgendeiner Schultoilette erhängt wurde? (Warum wurde dieser jemand in einer Schultoilette erhangen. Ich meine: Warum ausgerechnet dort? Keine Antwort…) und warum findet sie anstelle ihres Kindes in der Kehle des Mannes dann einen Schlüssel? Keine Antwort… Ist der Schlüssel wenigstens zu irgendetwas gut? Antwort: NEIN!!! Also was wollte uns dieses Hirnanhangdrüsenejakulat von Szene bitteschön vermitteln? Also entweder ist der Film eindeutig zu komplex für mein Hirn oder aber er verstrickt sich nach und nach in immer mehr und mehr unlogische Scheiße die dann in dem Komposthaufenartigen Finale endet. In diesem wird zwar so getan als würde alles logisch zusammenhängen, es schnallte vermutlich trotzdem keiner der Mithäftlinge die mit mir im Kino saßen. Das einzige was mir noch hängen geblieben ist von so genannter „Auflösung“ ist, dass irgendwann, vor ein paar Jahren ein Säugling in irgendeinem Feuer in irgendeiner Klinik in Silent Hill umkam und das die Mutter des Säuglings wohl ne ziemlich schräge Braut war oder so. Auf jeden Fall war das Kind der Satan Himself und wollte sich dafür rächen das die Bewohner irgendwas ganz schlimmes mit seiner Mutter oder so…. ACH ICH WEIß ES DOCH AUCH NICHT WAS DER ROTZ SOLL. Ich hab es damals schon nicht verstanden und ich versteh es heute ebenso wenig. Scheiß Film. Auf jeden Fall steht in Silent Hill irgendeine Kirche die manchmal ihre Glocken bimmeln lässt und wenn dies passiert dann wird Silent Hill zur Twilight-Zone. Alles wird Nacht und von irgendwoher kommen dann immer Monster die Menschen essen wollen. Alles endet damit das sich die Polizistin und die Mutter des Entflohenen Spastiker-Kindes in der Kirche zu so anderen Überlebenden hingesellen. Dann stellt sich heraus dass die Überlebenden alle böse und sowieso doof sind und alle müssen sterben, weil das Dämonen-Teufel-Kind auftaucht. Nur Mama und Spastiker-Kind überleben, sind nun aber für immer in der Twilight-Zone gefangen so das Papa sie nicht hören und nicht sehen kann. Der hatte sich nämlich auch irgendwann zum „Stillen Hügel“ begeben um die Mamuschka und das Balg zu suchen. Achja und eins noch: Wenn es Tage ist dann regnet es Asche vom Himmel weil irgendwann, irgendwo mal irgendwas explodiert ist (Oder so), womit wir beim dritten Punkt wären:

Effekte:
Wenn sie auftauchen dann sind sie billig und dienen nur dem Selbstzweck. Warum muss es denn Asche regnen. Es diente ja nun mal in keinster Art und Weise der Geschichte. Außerdem mag das ja MAL ganz nett aussehen aber das Scheiß Asche-Schnee-Gekrissel was sich mir dort immer und immer und immer und immer wieder bot war dann auch echt irgendwann nur noch stinklangweilig und hat Augen und Hirn nicht gerade gut getan. Ich hab zwischenzeitlich an japanische Zeichentrickserien denken müssen die bei manchen epileptische Anfälle auslösen können. Der Rest, wie die Monster und die Sequenzen in denen die Schattenwelt oder was auch immer sich gebildet hat, war durchschnittlich gerendert und animiert doch waren die Szenen zu lang und einfach nur Zeitfüller. Einfach dumm und unnötig.

Fazit: Wenn ihr den Text gelesen hättet und nicht wie Semmel einfach nur aufs Endergebnis schauen würdet um euch die Arbeit des „Lesens“ zu ersparen, dann wüsstet ihr was ich von Silent Hill halte. Ich gebe diesen Film einfach gar keinen Punkt und sogar ne kleine Titten-Szene könnte da dran nix ändern. Könnte. Wenn überhaupt so was da drin vorkäme. Kommt`s aber nicht. Also: „Setzen! 6!“

Autor: Sven

Miami Vice

Abgelegt unter: Dem Sven ihm seine Kritiken, Filme am 22.05.2007 von Sven

miami-vice

Hüstel… Bitte lasst es einfach. Ich geb ihm ne glatte 5. Der Trailer hat mich, als ich ihn das erste Mal gesehen hatte, heißgemacht wie ne Herdplatte und das Endprodukt war zäh wie Kaugummi. Collin Ferall ist ne Niete und sollte den Oscar für den besten Dackelblick des Jahrhunderts bekommen. Dämlicher Affe. Foxx leistet eher mittelmässige Arbeit, kommt aber trotzdem alle mal besser rüber als Mr. Ferall. Dabei stößt mir zusätzlich unangenehm auf den Magen, das Foxx weniger zusehen ist als Ferall und er praktisch null Chance hatte seine Rolle zu vertiefen. Es ist auch kein richtiger Buddy-Movie wie man es erwartet hätte: Die beiden sind einfach “Arbeits”-Partner und haben sonst keine wirkliche Verbindung zueinander.

Die Story ist einfach abartig dumm und oberflächlich. Das hätte mich ja eigentlich auch gar nicht gestört, wenn dafür wenigstens Spannung und Action drin gewesen wären. Doch leider zieht sich der Film wie Kaugummi endlos in die Länge, wobei einen dann auch nach einer gewissen Zeit die zu Anfang noch ziemlich cool wirkende Doku-Digital-Optik ziemlich auf den Driss geht. Gute Umsetzung: “Collateral”! Anschauen und zufrieden sein! Schlechte Umsetzung: “Miami Vice”. Besser erst gar nicht anschauen!

Und dafür das die beiden Schauspieler wohl 6 Wochen lang bei echten Undercover-Cops lernen durften und sogar bei echten Drogendeals mit dabei waren, benehmen sich die beiden ach so tollen “Undercover”-Cops doch ziemlich Leihenhaft und begehen natürlich auch noch den ältesten Klischee-Drogendealer-Filmfehler aller Zeiten: Sie geraten in Schwierigkeiten wegen Frauen! Und diese “Ich geh mal mit der Schnecke vom Obermafiosie ins Bett weil ich total in sie verliebt bin”-Drecks-Rotz-Sidestory hängt einem wirklich von Anfang bis Ende einfach nur zum Hals raus. Vorallem die Sexszenen sind derart Würgereiz auslösend das ich ach… Ne komm! Geht ja mal garnicht!

Autor: Sven

Mammads Movie World

Abgelegt unter: Stiftung "Kinotest" am 22.05.2007 von Sven

Neben Filmen wollt ich mir auch mal die Mühe machen euch Rezensionen über Kinos zu präsentieren.

Zunächst starte ich mit einer Kritik über das “Mammads Movie World”-Kino in Wuppertal Elberfeld welches leider vor ein paar Monaten Insolvenz anmelden musste und deshalb nicht mehr existiert. Wie ich warscheinlich dem Text entnehmen könnt, ist die Kritik etwas älter (20.03.2006) und ist zu einer Zeit entstanden in der ich noch als Vorführer im Kinocenter in Schwelm tätig war. Aus diesem Grund gibt es
auch noch zwei Verweise innerhalb des Textes auf eben jenes Kinocenter, da besagter Text im Schwelmer Mitarbeiterforum ertsmalig veröffentlicht wurde…

Freitag war Kinotag…
Zuerst stand an “Goldene Zeiten” um 20.00Uhr in “Mammads Movie World 1,99€ Kino Deluxé in Elberfeld” und danach “L.A. Crash” um 22.45Uhr im CiNETAL.

Vorweg: Wenn ihr mal nen richtig lustigen Abend mit euren Kumpels, ein paar Flaschen Bier und nen grottigen Film haben wollt, schaut euch irgend 08/15-Film in “Mammads Movie World 1,99€ Kino Deluxé in Elberfeld” an, den da ist mal für alle Fälle so richtig “Geil”. Das Kino ist echt der Inbegriff von “!!SO Nicht!!”. Das soll wohl das älteste Kino Wuppertals sein und ist auch ziemlich kostengünstig mit Preisen wie 1,99€ bis 4,50€. Und da dort als einziges Kino in der Nähe noch “Goldene Zeiten” lief hat man sich gedacht da gehen wir mal hin.

Der Schuppen ist echt der Hammer. Also: ca. 10 bis 15 Säle auf 2 Etagen. Räumlichkeiten erinnern stark an einen 2ten Weltkrieg Bunker oder an Parkhäuser da alles in angenehm romantischen Betongrau gehalten ist und auch die Gänge sehr lang und trist gehalten sind. Einzige Verschönerung war der Harry Potter Aufsteller der völlig deplatziert mit seinen, im Vergleich auf die Umgebung, doch sehr bunten Farben (Schwarz/Dunkelblau) wirkte. Die Türen der Säle sind schwere Mettall-Klopper mit “RIESIGEN” blauen Nummern die einen dezent drauf hinweisen sollen welchen Saal man gerade betritt.

Im gesamten Kino ist so ein ekelhaft ausgelutschter Gummi-Laminat-Boden ausgelegt AUCH in den Sälen. Nix mit fluffigen Teppich oder so. Naja wir waren wohl die einzigen die den Film sehen wollten so hatte uns zumindest der lustige Inder-Kartenabreißer-Hämpfling darauf hingewiesen. Wir hatten Saal Nummer 4 der auch relativ leicht zu finden war durch die bereits oben erwähnten “Monstermäßig-RIESIGEN” Ziffern auf den Türen. Aber was nun kam übertraf wirklich alles an Grottigkeit…

Die Säle sind kleine Schachtelkinos die aus ein paar billigen uralten Plastigsitzen und einer dermaßen hoch angebrachten Leinwand bestehen das man sogar noch in der hintersten Reihe das Gefühl hat man würde im Lichtburg (Größter Saal im Schwelmer Kinocenter Anm. d. Red.)in der ersten Reihe sitzen. Allerdings hat man hübsch viel Beinfreiheit da zwischen der eigenen und der darauf folgenden Reihe locker 2 Meter Abstand herrscht… Ich würde euch den Tipp geben das ihr ne Taschenlampe mitnehmt wenn ihr nicht früh genug da seid den obwohl kein anderer im Saal war lief der Film schon ca. 2-3 Minuten und das Licht war abgedunkelt. Da das Kino anscheinend aus Geldmangel keinen Reinigungsdienst bewirtschaften kann der die Säle aufräumt stolperten wir erstmal im stockfinsteren Kino über liegen gelassene Popcorntüten und Colaflaschen. Einzigst das schwache Licht der kleinen Leinwand bot uns kurze Zeit die Möglichkeit einen freien Weg auszumachen. Die Taschenlampe würde auch helfen bei der Platzwahl da uns, als wir die schäbig abgenutzen Sitze im Dunkeln erahnten, doch ein wenig mulmig wurde und wir doch etwas zögerten bevor wir uns trauten auf den schmierigen Sitzfächen Platz zu nehmen. Ein unangenehmes “Knister-Knack” lies dann auf das Alter der Stühle schätzen die angsteinflößend tief herunterklappten und man dadurch praktisch auf den Boden hätte besser sehen können obwohl dieser vom RANZ-Faktor wohl doch unangenehmer gewesen wäre.

So jetzt kommen wir erst zum wichtigsten was ein gutes Kino ausmacht: Die Sound und Bildqualität. Während man heutzutage in fast allen neueren Kinos von 5.1 und Dolby Digital/Surround oder gar THX zertifiziert redet greifen die Verantwortlichen bei “Mammads Movie World 1,99€ Kino Deluxe in Elberfeld” dort wohl eher auf altbewärtes zurück.
Zwei Frontboxen die konsequent während der gesamten Vorstellung, vermutlich hervorgerufen durch die teilweise sehr extremen Lautstärkeschwankungen, nur unverständliches Gekrissel und Geknarze von sich gaben versorgten die Rezipenten (Uns in diesen Fall) mit dem zum Bild gehörenden Ton. Apropo Bild. Euch ist bestimmt schonmal der kleine Bildfehler im Smoky (Kleinster Saal im Schwelmer Kinocenter Anm. d. Red.) aufgefallen wo links oben in der Ecke der Leinwand kein Bild mehr zu sehen ist.Es ist nicht viel was dort fehlt aber es hat bisher immer gereicht um mich zu ärgern! Aber das was ich in “Mammads Movie World” erleben durfte übersteigt echt alles. Fast ein komplettes Drittel des Films war verrutscht und nicht sichtbar was bei jemandem wie mir schon direkt Augenkrebs hervorruft. Des weiteren war die Leinwand leicht schräg angebracht so das ein abartiger Bildstrich entstand. Eine der Akte des Films hatte zudem auch noch mehrer Kratzer im Bild die auch schon mal fast ganze Gegenstände wie Vasen, Fernseher oder AUTOS für kurze Zeit verschwinden ließen.

Nunja wir hatten schon fast eine ganze Stunde des Films “genossen” als 3 ältere Damen in den Saal gestolpert kamen von denen eine dann meinte sie müsse bei jeder lustigen Szenen lauthals ihre kichernden Genossinnen fragen “warum sie denn lachen” würden denn “das sei doch gar nicht witzig!”. Kaputte Welt. Als der Film dann aus war konnten wir auch die Saalbeleuchtung begutachten die leider nur zur Hälfte
funktionierte da fast 50% der Lampen kaputt waren. Ob es an den Glühbirnen lag oder aber an den aus den Wänden herausgerissenen Kabeln konnten wir nur vermuten und so verließen wir lautlos diesen, auf seine ganz eigene Art, “Prestigeträchtige” Lichtspielpalast. Achja und die Toiletten stanken wie Sau. Wusste jetzt nicht mehr wie ich dieses Makel noch sinnvoll in den Text hätte einbauen können.

So…
Die Filme waren übrigens sehr sehenswert…
Anschauen ja, aber bitte nich in Mammads Movie World!!

Autor: Sven

The Hills Have Eyes

Abgelegt unter: Dem Sven ihm seine Kritiken, Filme am 22.05.2007 von Sven

the-hills-have-eyes

Naja… soooooo kraß war der jetzt auch nicht. Die Schockszenen waren nicht schockig und sie Splatter und Gore Szenen eher Durchschnitt….

Das was den Film vielleicht für so viele so grausam erscheinen lässt ist die extreme Gewalt gegen Frauen und vor allem dass, das klingt jetzt albern aber man stellt sich das ja bei manchen Filmen doch schon vor, wenn man selber in so einer Situation wäre, würde es vermutlich genauso ablaufen. Im Film gehen die ersten Opfer ziemlich schnell übern Jordan, da wird dann nicht lang gefackelt sondern gehandelt…. So ist das ja auch eher im echten Leben. Wenn Person A Person B wirklich töten will (Im realen Leben), dann macht Person A das auch ziemlich fix ohne vorher lange Reden zu schwingen, das Opfer vorher stundenlang zu quälen oder Person B durch eine selbstentwickelte Foltermaschine zu töten. Bei vielen Filmen werden aber gerade diese Situationen oftmals vollkommen in die Länge gezogen bzw. unrealistisch dargestellt so das der Zuschauer sofort denkt “Das würde SO niemals passieren”.

Ganz im Gegensatz zu “The Hills Have Eyes” wo die Opfer konsquent (zumindest am Anfang) einfach auf eine zwar brutale und blutige aber denoch schnelle, effektive und wirksame Methode gekillt werden, so wie es warscheinlich auch ein echter Mörder mit seinen Opfer tuen würde. Ich glaube das dass beim Zuschauer viel eher ein mulmiges Gefühl in der Magengegend bereitet als die ganzen “Ich – Zerstückel – dich – jetzt – indem – ich – dir – den – Arm – total – kraß – blutig – abhacke”-Szenen. Der Film ist wirklich nicht unbedingt sehenswert da lange Zeit erst überhaupt nix passiert und er zuviele Klischees bedient. Die Gore Szenen sind zwar überdurchschnittlich brutal und blutig aber nicht so kraß das man wirklich wegschauen muss. Das was den Film am meisten fehlt sind gute Schauspieler (Ja ich weiß es ist ein Horrorfilm da kann man nicht viel erwarten!). Mann kann aber vorallem zu den Charakteren keine richtige Bindung aufbauen so das es einem einfach größtenteils egal ob jetzt wer überlebt oder doch alle draufgehen. Auch die Handlung ist einfach schon zu abgedroschen. Es ist im Endeffekt genau die gleiche Geschichte wie in “Wrong Turn” und den fand ich schon schlecht. Ja ich weiß das es ein Remake von 1977 ist und das damals so eine Story revolutionär war aber heutzutage ziehts halt einfach nicht mehr.

Fazit: Es hätte bestimmt ein richtig cooles Remake wie z.B. “Dawn of the Dead” 2004 sein können aber irgendwie hat man sich wohl in der Erzählweise, wie man so eine Geschichte gut rüberbringen kann, arg vergriffen. Wer mal wieder ein bissl Blut und ein paar abgehackte Körperteile im Kino sehen will ist damit gut bedient aber wer einen wirklich “guten” Horrorfilm erwartet sollte sich lieber nochmal “SAW II” oder “Dawn of the Dead” anschauen.

Autor: Sven

Ghost Rider

Abgelegt unter: Dem Sven ihm seine Kritiken, Filme am 22.05.2007 von Sven

“Ghost Rider”

„Ghost Rider“ ist im Endeffekt eigentlich genau das was der Trailer verspricht: Platte Dialoge und Macho-Sprüche, ein paar nette aber billige CG-Effekte und einfach Spaß, Spaß, Spaß. Und wenn du auch nur diese eine Grundregel als Zuschauer befolgst dann wirst auch DU, mein Freund, garantiert deinen Spaß an der Flammenschädel-Mopete haben: „No Brain, No Pain“ oder aber auch „Film rein, Hirn Raus“. Vergiss einfach mal den ganzen Kram von wegen: „Guter Plot“ oder „Durchdachte Storyline“, und auch den ganzen Mist von wegen „Mitreißende Dialoge“ und „Hohe Schauspielkunst“ und vergiss erst recht Sätze wie „Hohes Budget“ und „Meilenstein der Filmgeschichte“. Ich sage ja vergiss es, denn in den nächsten 90Min von „Ghost Rider“ wirst du nirgendwo so etwas vorfinden, also konzentrier dich lieber auf deine 2-15 Bier, die Knabberpimmelchen (Flipps und Chips) oder das Popcorn welches du dir natürlich, klugerweise vorher gekauft hast, und entspann dich.

Genieße einfach anstelle dessen, lieber die facettenreichen und vor allem tiefen Dekolteè-Ausschnitte, von Eva Mendes (Aber bitte nicht auf das Frosch-Gesicht darüber achten), oder die billig zusammengekotzten Blue-Screens und CGI`s. Wem es Spaß bereitet kann natürlich auch einfach mal versuchen zu erraten wie oft sich Nicolas Cage in dieser Rolle wohl unwohl gefühlt haben mag, oder aber wie viel wohl die billigen Pappmache-Kulissen gekostet haben mögen, die ja schon fast beim anschauen auseinanderfallen.

All das wären Makel über die man sich in einer Normalen Welt, wie das HB-Männchen, aufregen würde doch nicht hier, nicht in der TRASH-World. Denn hier zählt nur der Fun-Faktor im Querschnitt zum relativen Alkoholpegel. Ich bin außerdem der festen Überzeugung das die Welt, Filme wie „Ghost Rider“, „Stacy – Angriff der Schulmädchenzombies“, „Battlefield Earth“, „Die Pudelmützenrambos“ (OK den brauch nun wirklich niemand), „Death Race 2000“ oder aber auch den obsoleten „The Punisher“ von 1989 mit Dolph Lundgren als „Punisher of Brains“, einfach brauch um Filme wie „Collateral“, „Big Fish“, „Der Pate“ oder aber auch „Cinema Paradiso“ erst wirklich schätzen zu können.

Seht wie ihr es sehen wollt doch ich bin hin und wieder doch recht dankbar für „Puren Bullshit“ wie dem „Ghost Rider“. Der Film ist also nur etwas für Leute die sich über gewollten Schwachsinn, ab und zu, prima amüsieren können (So wie bei mir), die gerne mal ne Dröhnung „BILLIG“ indiziert bekommen wollen (So wie bei mir), doch für Leute die nicht auf solche Trips aussind, sind (und werden) Filme wie „Ghost Rider“ nie auf irgend eine Art und Weise „Unterhaltsam“ sein und dass ist auch OK so. Und nun, um mit einem meiner Lieblingszitate abzuschließen: „Nur ein weiterer Freak im Freak-Königreich“.

Autor: Sven

Black Dahlia

Abgelegt unter: Dem Sven ihm seine Kritiken, Filme am 22.05.2007 von Sven

the-black-dhalia.jpg

Im Jahre 1947 wird in Los Angeles die grausam zugerichtete Leiche der Schauspielerin Elizabeth Ann Short (Mia Kirschner), die auch als “The Black Dahlia” bekannt war, gefunden. Die befreundeten Polizisten Bucky „Dwight“ Bleichert (Josh Hartnett) und Lee Blanchard (Aaron Eckhart), beide ehemalige Boxer, werden mit dem Fall betraut. Während sich Blanchard zunehmend in den spektakulären Fall vertieft und damit seine Beziehung mit Kay (Scarlett Johansson) auf eine harte Probe stellt, verfällt Bleichert der rätselhaften Madeleine Linscott (Hilary Swank), die einer einflussreichen Familie angehört und eine anstößige Beziehung zu der Ermordeten hatte.

Scheint es mir nur so, oder wurde in letzter Zeit eine neue Film-Noir Welle losgetreten die uns nun überschwappt? Allein 2oo6 wartete Hollywood mit 3 Noir-Blockbustern auf: „Black Dahlia“, „Hollywoodland“ („Die Hollywood-Verschwörung“) und „Lonely Heart Killers“. Für 2oo7 ist der erste Streich auch schon gefallen mit „The Good German“ und Clooney im Gepäck. Scheint fast so als würden Hard- und Pulpboiled Kriminalgeschichten der „düsteren Nachkriegs- und Gangsterzeit von Amerika“ wieder öfters in die Augen der Autoren fallen. Einzig „The Good German“ sticht meines Erachtens nach noch ein wenig aus der Masse hervor, da die Story im Deutschland und nicht im Amerika der 40er Jahre angesiedelt ist. Dafür jedoch ist Clooneys Werk als einziges der oben genannten Titel im Noir-Typischen Schwarz/Weiß-Look gehalten. „Black Dahlia“ und die oben genannten Filme halten sich eher durch ihre Drehorte und, mehr noch, durch ihre Storys an die typischen Noir-Stilelemente: Kleinkriminelle, Dunkle Gassen in LA, wunderschöne Frauen die Hilfe bei einem Detektiv oder einsamen Cop suchen, und dabei eine schwarze Sonnenbrille und klassischen Damenhut alá Tiffany samt passendem „kleinen Schwarzen“ tragen und natürlich Zigaretten mit Stilfiltern rauchen. Mich erfreuen solche Gangster und Cop, Detektiv und hilflose Lady-Geschichten aus den Groschenromanen der 40er und 50er wenn ich sie auf der Leinwand erblicke. Damals waren Kerle noch Kerle und Frauen noch Frauen. Wenn man sich im Laufe des Tages 6-60 Wodka-Martinis und ca. 10 Schachteln Marlboros reinpfiff dann galt man dort nicht etwa als versoffener Penner sondern als Mann mit Stil und Benehmen. Sowieso versprüht diese Zeit einfach einen unglaublichen Charme: Die Autos, die Kleidung, die Musik und die Tanzlokale und natürlich einfach das Flair der ruhigen und begrünten amerikanischen Vororte und den zugewachsenen Großstädten mit ihren backsteinernen Fabrikhäusern und Hallen, den marmornen, ewig verqualmten Police Departments und den Rotlichvierteln mit ihren Borsteinschwalben und Bordellen. Zu solchen Schauplätzen führt uns auch Brian de Palma mit seiner „Black Dahlia“, der untalentierten und somit auch erfolglosen, Schauspielerin Elizabeth Ann Short, die eines sonnigen Tages in Hollywood zweigeteilt und im Gesicht völlig zerfleddert und entstellt, am Rande eines Kornfeldes gefunden wird. Die Polizei von LA setzt zu Publiziti-Zwecken sofort ihre beiden Vorzeigemänner Bleichert und Blanchard auf den Fall an. Jedoch verwickeln sich unsere beiden Cops, die von der Presse gerne als Mr. Ice und Mr. Fire betitelt werden, im Laufe des Filmes in einen immer tieferen Sumpf aus Pornographie, Intrigen und Gewalt an denen sogar letztendlich Blanchard und dessen Beziehung zu Kay zu Grunde geht.

Fazit: Ohne jetzt viel über die Handwerklichen Künste zu reden, hat De Palma es, wie auch schon bei „Gangs of NY“, mal wieder großartig gemeistert den Zuschauer in die gegebene Zeit hineinzuziehen und mit seinem Werk zu überzeugen. War es bei Leo und Daniel de Lewis noch die Mitte des 19ten Jahrhunderts so ist es bei „Black Dahlia“ oben genannte Ära. Alles stimmt einfach: Die gewaltigen Sets und Straßenkulissen und die Kostüme ziehen den Betrachter sofort in das Flair der 1940er. Einzig Scarlett Johansson kommt in ihrer Rolle als liebendes Eheweib ein wenig zu kurz. Aber dafür gibt es sie nochmal hier im Weltraumaffen zu sehen:

the-black-dahlia-02.jpg

Autor: Sven

Superman Returns

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 22.05.2007 von André

Der Mann aus Stahl ist zurück, und wie! Mein liebster Held wird Superman nie werden, dafür ist er einfach zu übermenschlich. Mal ehrlich, nichts auf dieser Welt kann diesem Kerl wirklich gefährlich werden und auf Grund seiner gewaltigen Kräfte gibt es keine Situation mit der Superman nicht fertig wirt. Was also macht diesen Helden, der nicht mal Mut braucht um die Menschheit zu retten eigentlich so interessant?

Ganz einfach, es sind seine inneren Werte. Superman steht für all das gute Im Menschen. Obwohl er dank seiner Kräfte die Menschheit unterdrücken könnte, möchte er sie schützen und ein gutes Vorbild sein. Als Clark Kent versucht er sich anzupassen und wie ein Mensch zu leben, dass er dabei nur als Witzfigur mit veralteten Moralvorstellungen wahrgenommen wird, zeigt um so deutlicher wie sehr die Welt einen Supermann braucht.

Es sind auch diese Charakterstärken auf die Bryan Singer in der Wiederaufbereitung und Fortsetzung der Superman Filmreihe wert legt. Und so gelang ihm eine imposante, actionreiche Rückkehr des Mannes aus Stahl auf die Leinwand, mit ein wenig Tiefgang.

Dabei sah es zunächst finster aus, dauernde Wechsel des Regisseurs, dazu ständige Drehbuchänderungen und Uneinigkeit bei der Besetzung der Charaktere, verzögerten die Produktion ungemein und drohten das Projekt zum Einsturz zu bringen. Erst mit Bryan Singer als Regisseur an Bord, der dafür sogar auf seine geliebten X-Men verzichtete, bekam das Projekt Superman neuen Schwung. Gut, auch Singer hat den Helden nicht neu erfunden, bis auf eine einzige unvorhergesehene Wendung, bietet der Film eigentlich keine großen Überraschungen. Doch das macht nichts, denn dank seiner Charaktere und der zahlreichen Anspielungen und Zitate der alten Superman Filme ist „Superman Returns“ durchaus packend. Allen voran Brandon Routh, der zwar wohl immer in Christopher Reeves Schatten stehen wird, aber als Superman eine mindestens genau so gute Figur macht. Lediglich sein auftreten als Clark Kent ist lange nicht so komisch und schusselig wie das von Reeves. Deutlich besser als die alte, hat mir Kate Bosworth als Lois Lane gefallen, zwar wirkt sie wesentlich jünger aber sehr viel sympathischer und schreit auch nicht so viel. Auch Kevin Spacey versteht es perfekt den boshaft charmanten Lex Luther zu verkörpern und eine echte Überraschung ist die Frau an seiner Seite, Parker Posy als Kitty, die dank ihrem Sarkasmus viele Lacher auf ihrer Seite hat. Natürlich kommt auch die Action nicht zu kurz, Superman rettet abstürzende Flugzeuge, lässt Kugeln von sich abprallen, fängt diverse große Gegenstände und liftet sogar ganze Kontinente, dazwischen fliegt er imposant in der Gegend herum und sieht dabei gut aus. Das geübte Auge vermag dabei zwar echten von CG Superman zu unterscheiden, aber die Effekte sind durchweg gut und Spektakulär in Szene gesetzt. Singer hält zu dem die Waage zwischen Action- und Dialogszenen, was als positiv zu bewerten ist, weil dadurch der Film nicht zu einem Seelenlosen Actionkracher verkommt, sondern die Charaktere Zeit haben sich zu entwickeln. Natürlich darf man hier keine oscarreifen Darstellungen erwarten, es handelt sich immer noch um eine Comicverfilmung.

Fazit: Das warten hat sich gelohnt, „Superman Returns“ ist ein gelungenes Comeback des Mannes in blauen Strumpfhosen; mit knackiger Action, glaubwürdigen Charakteren und einer kleinen Liebeserklärung an seine Vorgänger. Der gelungene Mix garantiert zweieinhalb Stunden Kinospaß und macht definitiv Lust auf mehr, dann auch gerne wieder mit mehr Überraschungen Mr. Singer.

Autor: André

SAW III

Abgelegt unter: Dem André ihm seine Kritiken, Filme am 22.05.2007 von André

„Hello everybody, I wanne play a game.“ Der Puzzlemörder ist wieder da um seine sadistischen, gemeinen, kleinen Todesspielchen zu spielen. In mittlerweile routinierter, aber nach wie vor spannender Manier stellt er seine Opfer vor die Wahl: „Life or die? Make your choise.“

Die Zeit wird knapp. Jigsaw liegt auf dem Sterbebett, doch auch dort schmiedet er noch, mit Hilfe seiner treuen Assistentin Amanda, grausame Horrorszenarien für seine Opfer. Er lässt die junge Ärztin Lynn Denlon entführen und zwingt sie, ihn für ein letztes Spielchen bei Kräften zu halten. Der Teilnehmer des Spiels ist Jeff, der durch einen Autounfall seinen Sohn verloren hat und seither von Trauer und Rachegelüsten zerfressen wird. Jeffs Aufgabe, er muss sich durch mehrere kleine Todesfallen kämpfen, um an den Mann ranzukommen der den Tod seines Sohnes zu verantworten hat…

Obwohl nach alt bewehrtem Muster gestrickt, weis auch „Saw III“ durch seinen gekonnten Mix aus guter Story, schockierenden Bildern und gnadenloser Konsequenz, zu überzeugen. Auch der dritte Streich ist wahrlich nichts für zarte Seelen, denn dem Publikum werden erneut verstörende Eindrücke der Anatomie des menschlichen Körpers in alptraumhafter Umgebung dargeboten, die durch ihre detaillierte Darstellung beim Betrachter keine Fragen offen lassen. Abermals beweisen auch die Macher viel Einfallsreichtum bei den Todesfallen, an denen wohl auch jeder Folterknecht seine wahre Freude gehabt hätte. Auch gefällt, dass die Handlung weiter fortgeführt wird, besonders die Beziehung zwischen Jigsaw und seiner Assistentin wird durch einige Rückblenden und Gespräche vertieft. Auch einige eventuell aufgeworfene Fragen zu Charakteren oder Handlungen der vorherigen Teile werden aufgelöst, wenn auch gleich der schlussendliche Plot mich diesmal nicht ganz so umgehauen hat wie die letzten beiden Male. Natürlich trägt auch die gekonnte Inszenierung zum Erfolg von „Saw III“ bei, die Atmosphäre geladenen, düsteren Bilder lassen automatisch beim Zuschauer Gänsehaut-Feeling aufkommen bis sich die Nackenhaare kräuseln.

Fazit: „Saw III“ steht seinen Vorgängern in nichts nach und führt gekonnt und intelligent die Geschichte des Jigsaw-Killers fort. Allen Fans des Genres bietet der Film blutige Spitzenunterhaltung der Extraklasse.

Autor: André